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 Arbeitszimmer

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BeitragThema: Arbeitszimmer    Fr Jan 15, 2016 10:23 am

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 01, 2016 5:26 pm

Solomon sah in das polierte Metall, welches sein Spiegelbild zeigte. Ein sanfter Vollbart, lange bis zum Kinn reichende Haare und dunkle, haselnussbraune Augen. Mit einer Hand fuhr er über das Metall und wusch somit das Kondenswasser fort, welches sich darauf gebildet hatte. Der Spiegel bestand aus reinem, polierten Eisen und war ein Geschenk der Kirche an den König Carias gewesen - ein Mittel um die wahre Natur der Wechselbälger heraus zu finden. Wer in diesen Spiegel blickte, der zeigte sein wahres Gesicht. Solomon lächelte knapp während er noch einmal sein langes schwarzes Oberteil glatt strich und einige Schritte zurück trat um sich im Ganzen betrachten zu können. Die Insignien der Kirche hingen um seinen Hals - ein großes Auge in einem Sonnenrad - und auch die restlichen Gegenstände wie die sechs Ringe aus sechs Metallen waren an Ort und Stelle - jeweils am kleinen Finger, dem Zeige- und Mittelfinger an jeder Hand.
Er erinnerte sich daran wie stolz er gewesen war, als er seine Priesterweihe erhalten und als Abgesandter nach Caria geschickt worden war. Zum ersten Mal nach dem Verlust seiner Tochter und dem Tod seiner Frau hatte er geglaubt in eine Zukunft blicken zu können. Leider war diese Zukunft trotz dem erhellenden Licht seines Gottes düster geblieben. Der König Carias war ein Wahnsinniger und um seiner Heiligkeit zu dienen hatte sich Solomon darauf verlegen müssen die paranoiden Spielchen des Königs mitzuspielen und ihm die Seiten seiner Religion näher zu bringen, die dem verdrehten Geist gefielen.
"Euer Majestät," brachte Solomon an und trat auf den König zu, welcher in Mitte des Arbeitszimmers saß und über Karten brütete. "Bei allem gebührenden Respekt - als Mann der Kirche kann ich die Attentate nicht gut heißen. Die Religion verbietet es Ungläubige für Mord zu bezahlen, da es die Ungläubigen unterstützt. Wenn ihr diesen Krieg gewinnen wollt euer Majestät, solltet ihr euch auf den Einen besinnen! Im Krieg besteht der Sieg aus einem Teil Planung und neun Teilen Glauben."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 01, 2016 6:17 pm

Salvatore war in jeglichem Belang ein Mann, der von Kindheitstagen an verwöhnt worden war. Einer der nie körperlich schwere Arbeit kennen gelernt hatte und welcher, wenn er denn den Sinn danach verspürt hatte, jedes Lehrbuch verbrannt hatte das ihm allzu langweilig, oder aber zu anspruchsvoll war. Und ähnlich verhielt es sich auch mit allem Anderen was ihn umgab, Politik, seine Ehe, Belange des einfachen Volkes. Gefiel ihm etwas nicht wurde es entsorgt. Und dies hielt Salvatore nur für gut und richtig, schließlich war er der König, der Herrscher dieses verkommenen Landes das unter ihm und der Kirche wieder aufblühen würde. Denn die bisherigen Herrscher seines Landes waren, dass hatte ihm das Oberhaupt der Kirche höchst selbst in einem Brief mitgeteilt, zu schwach gewesen um eine wirkliche Änderung herbei zu führen. Salvatore jedoch war angeblich aus einem anderen Holz geschnitzt – wobei sich die Beschaffenheit des Königs, wenn man denn bei Vergleichen aus der Forstwirtschaft bleiben wollte, in etwa mit einem toten Baum vergleichen ließ. Von außen wirkte er noch recht stabil, schlug man jedoch zweimal mit dem stumpfen Ende der Axt dagegen, blätterte bereits so viel ab, dass man sich fragen musste wie lang eben dieser wohl noch stehen und dem Wettern standhalten würde. »Ihr«, spie er angewidert, »wollt mir also sagen das meine Idee schlecht war, ja? Das mein Einfall, meine Brillanz nicht zu glauben das die Geschichten aus Tekuria nur Märchen sind, ein Fehler war? Ihr begebt euch auf dünnes Eis Solomon – die Heiligkeit hat mir erst vor kurzem einen Brief zugeschickt und mein Verhalten erneut gelobt, gemeint ich stehe ganz im Zeichen des einen Gottes. Wie kann es also gotteslästerlich sein, einen Ungläubigen anzuheuern, wenn dieser MIR – DEM größten Herrscher und dem Zeichen eures Gottes hilft?« Er deutete mit dem Zeigefinger auf den Priester um schritt langsam auf ihn zu. »Nein, ich will nichts hören. Kein … einziges … Wort.«
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 01, 2016 7:06 pm

"Wie seine Majestät wünscht" erwiderte Solomon und hasste dabei jedes Wort welches aus seinem Mund kam. Die Kirche brauchte weitere Gläubige - sie mussten die Worte des Einen weiter unter das Volk bringen um die Menschheit zu erretten. Und wenn sie dafür vorerst den Launen eines vergänglichen Herrschers nachgeben mussten, dann sei es so. Das Licht des Glaubens würde die einfache Bevölkerung erleuchten und ein Glimmen der Wahrheit würde in ihren Herzen Wurzeln schlagen. Er verbeugte sich tief und trat wieder einige Schritte zurück. Es stand ihm nicht zu über die Weisheit seiner Heiligkeit zu urteilen oder gar seine Absichten in Frage zu stellen. Dennoch glaubte Solomon fest daran, dass seine Heiligkeit dem König nichts weiter als Honig ins Ohr träufelte um diesen bei Stange zu halten. Salvatore von Caria war ein vernebelter Geist, der nichts mehr liebte als das Feuer.
"Es steht mir nicht zu euer Verhalten zu beurteilen, doch die Schrift ist in dieser Hinsicht eindeutig und den Worten des Einen müssen sich Menschen und sogar Könige beugen"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 01, 2016 7:21 pm

»Dann sollte das was in euren Bücher steht dringend angepasst werden, denn es entspricht ganz und gar nicht dem Standard eines Königs! Denn Könige wie ich einer bin, fällen schwere Entscheidungen. Solche, die Priester wie du nicht einmal ansatzweise verstehen oder abwägen können. Wage es daher ja nicht mich zurecht zu weisen, nicht einmal mit einem Buch des Glaubens kannst du derartige Dinge rechtfertigen«, einen Augenblick lang sah er nach links und rechts, überlegte wie er seinen Zorn zum Ausdruck bringen sollte, bis er sich schließlich entschied seine Wut im Laufe des Tages auszulassen. Es gab mehr als genug Bittsteller und das Tag für Tag. Einige davon mit derart dreisten Forderungen, dass man nicht anders konnte als sie zu bestrafen. Zudem stand ihm auch das Recht zu, in seinem Schloss über jeden zu urteilen der ein Vergehen beging, sei es noch so klein. »Ihr werdet euch mir Gegenüber demütig verhalten Solomon, wie eurem Gott und eurem Oberhaupt gegenüber. Andernfalls werde ich euren Meister über euren ungehorsam und eure schlechten Verhandlungsgeschicke in Kenntnis setzen müssen.«
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 01, 2016 7:34 pm

"Euer Majestät sollte in Erwägung ziehen weshalb seine Heiligkeit mich hierher geschickt hat" antwortete Solomon leise und versuchte nicht verängstigt zu wirken. Er war ein Mann des Glaubens und als solcher musste er auftreten. Doch wenngleich sein Glaube stark war und ihn seine Heiligkeit selbst hierher gesandt hatte, so stammte Solomon doch aus einer Bauernfamilie im entfernten Miris. Und die Angst vor Königen gleich welcher Couleur gehörte somit quasi zu seinem Erbe. "Ich bin nicht zu eurer Unterhaltung hier euer Majestät und bei allem Respekt ich bin ein Mann des Glaubens und soll euch mit Rat und dem Wort des Einen zu Diensten sein. Und das Wort des Einen darf von niemanden angezweifelt werden" schloss er, wenngleich es ihn auch alle Mühe kostete nicht vor der weltlichen Macht Salvatores in die Knie zu gehen. "Die Macht der Kirche und die Macht es Einen sollte man nicht liderlich behandeln" wies er den König zurecht. "Und noch stärker als seine Macht ist nur sein Zorn. Die Unterstützung unseres Gottes könnt ihr nicht befehlen - er wird sie euch verleihen, wenn ihr euch als würdig erweist. Euch über seine Gesetze zu stellen ist nicht ratsam"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 01, 2016 8:01 pm

»Und du kannst sie ebenso wenig befehligen«, fauchte Salvatore den Anderen an, griff in einer fließenden Bewegung nach dem aus Eisen bestehenden, polierten Spiegel und schleuderte diesen im hohen Bogen gegen die Wand. »Wache! WAAAACHE«, kreischte der König lauthals und kurz darauf kamen zwei, in dicke Plattenrüstungen gehüllte Soldaten zur Tür. »Wir können den werten Herrn Priester, Abgesandter von der Kirche des Einen – und so weiter und so fort – vielleicht nicht bestrafen, aber wir können doch zumindest dafür Sorgen dass er seine Taten in Ruhe überdenkt«, die beiden Soldaten nickten knapp, schlugen die Hacken zusammen und während einer vor der Tür stehen blieb, bezog einer direkt im Raum Stellung. »Zwei Tage Solomon, dass sollte hoffe ich ausreichen um euch begreiflich zu machen was ein König darf und was nicht, egal in welchem Glaubensbuch es steht.«
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