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 Besenkammer

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BeitragThema: Besenkammer   Fr Jan 15, 2016 5:18 pm

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BeitragThema: Re: Besenkammer   Do Feb 04, 2016 10:39 pm

Salvatore hatte seine Drohung wahr gemacht und ihn fort gesperrt - nicht ins Verlies. Das wagte selbst der König nicht, zu viel Angst hatte er vor der Reaktion der Kirche sollten sie mitbekommen, dass ein Gläubiger ins Verlies gesperrt worden war. Solomon schloss die Augen und lehnte seinen Kopf gegen die hölzerne Wand der winzigen Kammer in welche man ihn gesteckt hatte und in die kein Tageslicht drang. Zwar hatte Salvatore ihm das Fenster gelassen, doch Solomon selbst hatte das Fenster verbarrikadiert und die Sonne ausgesperrt um diese Kammer den Gebetskammern der Kirche so ähnlich wie möglich zu machen. Denn nur wenn die Sinne ausgeschaltet waren, so glaubte die Kirche können man wirklich zum Einen finden. Die Selbstaufgabe und der Glaube an ihren Gott waren das Einzige was zählte - denn wenn man ihn glaubte, so glaubte er auch an einen selbst.
"Allmächtiger und alles Sehender" flüsterte er leise in die Dunkelheit. "Der du deine schützende Hand über uns alle legst. Der du uns fortnimmst Hunger und Leid und Krankheit. In deinem Geiste finden wir Trost. In deinem Geiste finden wir Stärke. Lass mich diese Prüfung in deinem Namen bestehen. Lass weder Hunger noch Durst meinen Geist ergreifen und meinen Körper geißeln. Gib mir die Stärke um diesem König trotzen zu können. Denn obgleich eine Krone sein Haupt beschwert, so ist sein Geist Kleingläubig und verdorben. Hilf mir diese Zeit zu überstehen" seine Worte wurden von der Dunkelheit verschluckt. "Ich will deinen Willen hören und ausführen so wie es dein Begehr ist. Deine Verlangen in der Dunkelheit begreifen. Dein Flüstern in der Finsternis" er öffnete die Augen und fand sich in der selben, alles umfassenden Schwärze wieder wie zuvor. Doch fühlte er sich nicht mehr Allein. Er war bei ihm - ein Teil seines Gottes war hier und wachte über ihn und ihm würde kein Leid geschehen.
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BeitragThema: Re: Besenkammer   Sa Feb 06, 2016 12:46 pm

Es war schwer, am Hof etwas nicht zu bemerken, dass direkt vor der eigenen Nase stattfand, selbst, wenn man es nicht hätte mitbekommen sollen. Tasmins Wege hatten sie in die Hallen geführt, um dort der Königin Gesellschaft zu leisten, was eigentlich ihre Hauptaufgabe hier sein sollte ... tatsächlich befand sie sich öfter in den Fluren um Nachrichten zu überbringen oder die Dinge zu holen, die die Königin gerade haben wollte und vergessen hatte. Aber wozu hatte man Bedienstete?
Sie war nicht mehr als eine Zugereiste in diesem Land und so fühlte sie sich auch, als sie Zeugin der Behandlung Solomons wurde. Die Sitten und Gebräuche waren ihr fremd. Von dem Gespräch, das hierhin geführt hatte, hatte sie nichts mitbekommen, dabei hatte sie wahrlich nichts zu suchen, aber sie hatte die Wachen den Kirchenmann abführen lassen sehen und war ihnen gefolgt, ohne wirklich zu wissen, warum. Vielleicht, weil sie endlich begreifen wollte, wie dieses Land funktionierte, wie das Leben am Hof tatsächlich war, abseits der schönen Zeiten und dem Reichtums, den man ihr vorgaukelte. Abseits der Königin, die sich immer zurückhielt und sich nur ihren Gebeten widmete. Tasmin war an einem entfernten Adelshof aufgewachsen, ohne den Einfluss der Anderswelt oder des Gottes, den die Kirchenmänner predigten. Sie wusste bislang mit beiden Welten wenig anzufangen, doch um das zu lernen hatte man sie her geschickt - und um sie zu verheiraten. Sie wollte gar nicht daran denken, wen die Königin für sie in Betracht zog ... Doch ihre Familie benötigte eine gute Partie.
"Lasst ihn dort drin, bis der König etwas anderes befielt", hörte sie die Wachen sagen, während sie sich an die Wand drückte, die sie hinter der nächstgelegenen Säule verbarg. Sie runzelte die Stirn, beugte sich nur ein Stück weit nach vorne, um zu erkennen, wohin sie Solomon brachten. Sie hatte den anderen noch nicht oft gesehen, geschweige denn mit ihm gesprochen, aber was sie wusste, war das: er war ein relativ angenehmer Zeitgenosse, der viel zu viel Zeit in den Räumen des Königs verbrachte.
"Was, wenn er ihn vergisst?", hörte sie die zweite Wache fragen und lugte noch ein Stück um die Ecke, die roten, offenen Haare mit einer Hand zurück haltend.
"Willst du es sein, der den König an ihn erinnert? Ihm eine Verfehlung unterstellt? Dann musst du wahnsinnig sein!", erwiderte die erste Wache und schob den Riegel vor die Besenkammer, ehe sie noch einmal gegen die hölzerne Tür klopften. "Mach keinen Unsinn, Solomon!", hörte sie den Mann dann hinzufügen in einer Mischung aus Spott und Argwohn. Die Kirche spaltete die Gemüter, selbst nach all der Zeit noch.
"Komm schon, wir haben noch andere Aufgaben."
Sie kamen direkt in ihre Richtung - sie musste hier weg, durfte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das hätte ihrem Ruf hier nur geschadet.
Tasmin musste die Beine in die Hand nehmen, um nicht direkt an der Ecke von den beiden erwischt zu werden und erst ein paar Abbiegungen weiter wagte sie es, anzuhalten. Die Gänge, in denen sie sich befand, waren ihr unbekannt und innerlich schalt sie sich eine Närrin. Sie durfte sehr wohl im Schloss unterwegs sein, sie war im Auftrag der Königin durch diesen Flur gelaufen, wegzulaufen machte sie nur verdächtig. Sie hatte nichts verbrochen.
Doch das Unheil war angerichtet. Ziellos wandte sie sich einmal im Kreis, schlug dann die Richtung ein, aus der sie gekommen war, doch schon an der nächsten Biegung konnte sie sich nicht mehr erinnern, aus welcher Richtung es sie hierher  verschlagen hatte.
"Gnomenmist!", fluchte sie leise und stampfte über sich selbst verärgert einige Schritte nach links. Irgendwo würde sie schon ankommen.
Solomon unterdessen war aus ihren Gedanken verschwunden.
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