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 Thronsaal

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BeitragThema: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 1:15 pm



Zuletzt von Admin am Mi Apr 20, 2016 8:01 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 1:15 pm

Viele Meilen östlich der Geschehnisse in Ekynes, im hohen Norden Carias erwartete den irren König eine gänzlich andere Herausforderung.
Vor den hohen Fenstern der Halle stürmte es und dicke Hagelkörner prasselten gegen den Bleirahmen der verglasten Fenster. Blitz und Donner hatten den Himmel erobert und die letzten rötlichen Strahlen der Abendsonne wurden gänzlich von den dunklen Wolken verschluckt. Nur Fackeln und das immer wieder aufflammende Licht eines Blitzes vermochten die lange Halle zu erhellen an denen Salvatore für eine lange Zeit Rat gehalten hatte. Nun begann sich sein Hofstaat bereits aufzulösen und die meisten seiner adeligen Gefolgsmänner hatten bereits den Raum verlassen. Das Feuer im Kamin prasselte und die herunter gebrannte Glut glomm friedlich vor sich hin, als schließlich die großen Flügeltüren noch einmal geöffnet wurden und ein alter Mann gebückt und an einem Stock in die Halle kam. Seine Kleidung war wettergegerbt und aus Wolle – von einem ausgewaschenem, königlichen Rot. Das lange weiße Haar lag dem Mann ob des Regens flach am Kopf an während der Blick seiner hellen Augen den des Königs striffen. „Euer Majestät“ meinte er leise und mit Respekt in der Stimme während er sich an seinem Stock festhielt und Wasser seine Nase hinab troff. „Ich weiß ihr empfangt niemanden mehr. Aber ich weiß um eure Großzügigkeit und Weisheit und möchte eine Bitte hervor bringen“
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 1:47 pm

Es war für den jungen König ein erregendes und gleichzeitig faszinierendes Gefühl, die Hand mit dem Skalpell durch den Körper des toten Tieres zu führen, dass dort vor ihm auf dem Tisch lag. Er hatte darauf bestanden es selbst zu tun, wollte er den Genuss der Jagd die er an diesem Morgen veranstaltet hatte doch voll und ganz auskosten. »Ein einziger Bolzenschuss«, bemerkte mit einem leisen Lachen, woraufhin seine Finger das Werkzeug im Innern des Tieres zurückließen und beinahe liebevoll über das klaffende Loch in der Schädeldecke strichen. Er bevorzugte den Thronsaal für solche Angelegenheiten – für das ausweiden und auch das hinrichten. Und genau aus diesem Grund hatte man an der rechten Ecke an der der lange Tisch stand auf einen Teppich verzichtet, nachdem der erste derart voll mit Blut gewesen war, dass man außer der roten Färbung kaum noch etwas erkannt hatte. Der symetrie wegen hatte man sich schließlich dazu entschlossen auch auf der anderen Seite ein Teil des Teppichs zu entfernen, wodurch nur der mittlere Teil, also der Weg direkt zum Thron mit einem Teppich versehen war, was dem ganzen Raum eine gewisse Kälte verlieh.
»Ihr«, fing Salvatore an und legte wieder die Hände an das Messer, ehe er die vier Wachen die im Raum standen mit einem Handwink anwies, nichts zu unternehmen. »Stört mich bei einer der wenigen Dinge an denen ich wirkliche und ehrliche Freude finde. In denen ich die Ruhe genießen kann. Sollte es also unwichtig oder einfach nur uninteressant sein was ihr mir zu sagen habt, so werdet IHR bald auf diesem Tisch liegen.«
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 1:53 pm

"Ich kann euch versichern, dass ich mitnichten uninteressant bin euer Gnaden" antwortete Karsh während er Salvatores Blick nicht auswich, sondern weiterhin die Augen fest auf ihn gerichtet hielt. "Ich bin weit gereist um euch eine einzelne Bitte vorzubringen - in euren Kerkern überall in Caria befinden sich Kräuterkundler und Alchemisten - Hebammen und Wechselbälger welche ihrer alleinig aufgrund ihrer Wesensart dort eingesperrt habt und die auf ihren Tod warten" erklärte Karsh leise.
"Ich komme mit der Bitte sie frei zu lassen - sie alle", er zeigte kein Lächeln, kein Funkeln in den Augen. "Ihr müsst nicht auf die Kirche hören euer Majestät - ihr müsst euch nicht der Vorstellung der Gläubigen beugen. Denn ihr seid ein König - es würde eure Stärke beweisen"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 2:05 pm

»Gnade«, der König ließ sich das Wort auf der Zunge zergehen, als sei es irgendeine fremdländische Köstlichkeit von der er zwar schon oft gehört, aber selbst noch nie probiert hatte. »Es wird euch vielleicht erstaunen – vielleicht auch nicht, was mir letztlich vollkommen gleich ist, aber ihr seid bei weitem nicht der erste der mich um etwas Derartiges bittet. Vor euch kam bereits ein gutes Dutzend nobler Herren die allesamt das dringende Verlangen hatten, mich um etwas Derartiges zu bitten.«
Die Wachen spannten sich, auch wenn Salvatore ihnen angeordnet hatte, dass sie nichts unternehmen sollten, instinktiv an, denn jeder von ihnen wusste wie der König derartige Situationen zu klären pflegte. »Diese Wesen«, begann er und schnitt weiter den Bauch des Tieres auf das vor ihm lag, woraufhin er sich der Haut widmete und diese, Stück für Stück nach oben zog. »Sind nicht mehr als ein Überbleibsel werter Bittsteller. Sie sind Rückständig – Anachronistische Wesen deren Ausrottung schon längst überfällig ist. Es ist ein stetiger Fortschritt wisst ihr? Die Menschen erheben sich, nutzen ihren Verstand um Dinge zu bauen zu denen kein anderes Wesen in der Lage wäre. Wir entwickeln uns, wären sie stehen bleiben. Deshalb müssen sie verschwinden, und«, ein teuflisches Grinsen zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. »Aber diese Bitte habe ich schon viel zu oft gehört – daher ist sie sogar beides: uninteressant und unwichtig.«
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 2:11 pm

"Ihr irrt euch" antwortete Karsh und ging einen Schritt auf Salvatore zu. Einer der Wachen war im Begriff sein Schwert aus der Scheide zu ziehen, doch ein kurzer Blick des alten Magiers genügte und der Soldat blieb mitten in der Bewegung erstarrt stehen, als wäre er zu Eis gefroren. "Die Menschen sind ein Teil des großen Ganzen. Wenn wir im Einklang mit den Wesenheiten leben, wenn wir von ihnen lernen und sie lehren dann kann ein Reich des ewigen Friedens entstehen. Reichtümer und Nahrung kann es für jeden genug geben wenn wir aufhören jene zu töten die nicht sind wie wir. Wenn wir aufhören aus Vergnügen statt aus Notwendigkeit zu jagen. Doch scheinbar kriecht ihr zu sehr vor den Füßen des Glaubens. Lasst euch beschneiden und euch die Macht fortnehmen" erklärte er und stützte sich auf seinen Stab. "Wenn ihr die Bitte zu oft gehört habt - dann hört sie nun als Rat: Lasst sie frei!"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 2:22 pm

»Was zum«, einen Moment lang sah er konsterniert zu der Wache. Das hier konnte doch nur ein Traum sein – ein schlechter Witz. »Packt ihn ihr verdammte Hunde«, rief er seinen Männern zu, doch wenige Augenblicke danach erstarrten auch diese. »Ich bin der König. Ihr habt mir genauso wenig etwas zu sagen wie jeder andere in diesem Reich. Denn ICH regiere, niemand sonst«, einen Moment lang hatte man nicht sicher sagen können ob das seine Worte nur mit Wut oder eher Furcht und Verzweiflung gespickt waren, denn der Alte besaß offenkundig mehr Macht als Salvatore angenommen hatte. In einem verzweifelten Versuch sich zu verteidigen warf er das Messer nach dem Mann, doch dieser musste sich nicht einmal verteidigen, denn der König war nie ein guter Werfer gewesen, sodass eben dieses mehrere Meter neben Karsh klirrend zu Boden ging.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Mi Feb 10, 2016 2:30 pm

"Ihr seid nur ein Junge" antwortete Karsh während die Flammen im Kamin wieder aufloderten und Karshs Gestalt in ein unbeständiges rotes Licht tauchten, welches mal heller und dunkler wurde während er auf Salvatore zu hielt. "Nur ein Junge!" wiederholte er, ehe er direkt vor Salvatore stehen blieb und den anderen voller Verachtung ansah. "Ihr habt dafür gesorgt, dass sich Wesen gegen euch verschwören, deren Macht ihr nicht einmal erahnen könnt!" er stieß mit dem Stab gegen die Brust des anderen, woraufhin dieser in die Luft katapultiert wurde und krachend gegen den Thron geschleudert wurde. Der schwere Stuhl fiel dabei klirrend zu Boden.
Mit bedächtigen Schritten trat Karsh den langen roten Teppich entlang und ließ seinen Blick auf Salvatore gerichtet. "Ihr werdet sie freilassen, König" befahl er und blieb schließlich vor dem Thron stehen. "Oder ich komme wieder" - dann ein Schlag mit dem Stab auf den Boden und Karsh verschwand.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 12:08 pm

Die letzten Wochen hatte Salvatore eine starke Grippe geplagt, welche ihm selbst jetzt noch zusetzte. Das war schon allein daran zu erkennen, dass der Herrscher, der sich normalerweise wie ein Pfau mit seinem Titel und seinen Kronjuwelen brüstete, an diesem Tag eher in sich zusammengesunken auf dem Thron saß und alle Diener nur mit einem Handwink wegscheuchte.
»Ich will nichts hören von irgendwelchen Narren aus Miris – es ist ein Land ohne Struktur, versunken im Bürgerkrieg und dem Kampf zwischen dem falschen und unserem Glauben. Lasst sie ihre Anliegen von mir aus mit Dung auf die Straßen schreiben, dass wäre wohl die passende Art und Weise mit diesen Wilden umzugehen.« »Aber Herr«, begehrte einer der Diener beharrlich auf, offenkundig der mutigste unter allen, denn nur wenige wagten es dem irren König zu widersprechen. »Ihr müsst sie anhören, so glaubt mir doch.« »Ich MUSS?« Fragte Salvatore und ein teuflisches Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen. »Auf dann, lasst sie ein. Und gebt diesem Diener hier eine Kostprobe der Bestrafung, die jeder erhält der glaubt, er könne mich zu etwas zwingen.«
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 12:20 pm

Caria war seit jeher ein abstoßendes Land gewesen, in dem nur Kälte und Wahnsinn regierten, doch zu ihrer aller Glück auch ein Reich, das durch den Schwachsinn seines Herrschers nur allzu leicht unterwandert hatte werden können und eines, in dem Tasmin einen sicheren Platz gefunden hatte. Niemand hatte auf sie geachtet, es hatte niemanden gegeben, der Anschläge auf das junge Mädchen hatte verüben können und auch, wenn er es lieber gesehen hätte, wenn seine Tochter an seiner Seite gewesen wäre - für sie war es die beste Lösung gewesen. Drei Jahre waren inzwischen vergangen und die wenigen Nachrichten, die ihn aus Caria erreichten, waren allesamt beunruhigender Natur gewesen - Grund genug, um einstweilen Miris einem der Verwalter zu überlassen und sich selbst auf den Weg in den hohen Norden zu machen.
Die Diener, die ihre Wege gekreuzt hatten, wirkten in sich selbst zusammen gesunken und verängstigt, zuckten unter jeder noch so kleinen Bewegung zusammen und wagten es kaum den Blick zu heben. Sie waren nichts Besseres als Sklaven in den Augen des schwachsinnigen Königs und Aurelius blieb nichts anderes übrig als darüber den Kopf zu schütteln, weil er bereits wusste, wie es eines Tages enden würde, doch auch wenn er mit dem Gedanken spielte die armen Männer und Frauen auch hier zu befreien, so war einstweilen Miris selbst am Wichtigsten. Das und das Leben seiner eigenen Tochter.
Die Tore zum Thronsaal öffneten sich langsam und offenbarten ein weiteres Bildnis des Schreckens. Blutbefleckte Teppiche hingen an den Wänden des großen Raumes, der Geruch davon drang ihm in die Nase und erinnerte ihn nur zu genau an die Schlachten, die er selbst hatte schlagen müssen, um an die Position zu gelangen, die er nun seine Eigene nannte und die wieder Stabilität in das zerrüttete Reich bringen sollte, das er übernommen hatte. Der Monarch auf dem Thron wirkte nicht majestätisch, wie er es erwartet hatte - ihn kleidete kein Geschmeide, wie es die Boten berichtet hatten und als seine Stimme an seine Ohren drang, hielt Aurelius für einen kurzen Moment lang inne. Der so junge Monarch wirkte kurzatmig und erschöpft - vielleicht würde genau das die Gelegenheit sein, um seine Forderungen umzusetzen, ohne weiteres Blut zu vergießen.
"Seid gegrüßt, Hoheit", erhob er die ruhige Stimme, die Bitte seiner Tochter noch immer im Geiste, selbst wenn er ihre Stimme schon seit drei Jahren nicht mehr gehört hatte. "Ich danke Euch für das überaus freundliche Willkommen in Euren Hallen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 12:33 pm

»Ihr seid hier keineswegs willkommen, Aurelius«, erwiderte Salvatore, rutschte ein paar Mal auf seinem Thron hin und her, bis er glaubte eine einigermaßen bequeme Position gefunden zu haben. »Ich kann mich noch daran erinnern wie mich etliche Vertreter eurer verdammten Sippschaft besucht haben, jeder davon der Meinung das er der einzig wahre Erbe sei. Nun, wie mir zu Ohren gekommen ist habt ihr eure Konkurrenten getötet – meinen Glückwünsch. Doch euer Land ist dennoch vollkommen verwildert, haltlos und hat sich nicht öffentlich zu dem einzig wahren Glauben bekannt. Und alle Ketzer«, er spuckte vor Aurelius aus, »sind mir zuwider. Von daher – tragt euer Anliegen vor und verschwindet danach!«
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 12:41 pm

Nicht viel mehr als das müde Heben der Augenbrauen war Aurelius' erste Antwort auf Salvatores rohe Wortwahl. "Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es auch noch in Caria einige Gegenden, die dem alten Glauben weiterhin folgen und rege Unterstützung finden", erhob er dann schließlich die Stimme und hob dann eine Hand, um die Thematik gleich wieder zu unterbinden. "Aber sei es drum. Wir sind hier nicht zusammen gekommen, um über den richtigen und falschen Glauben zu philosophieren und ich möchte Eure Zeit nicht länger als unbedingt notwendig in Anspruch nehmen."
Dazu kam, dass der Glaube für ihn selbst nur ein notwendiges Übel war, von dem er selbst nicht wusste, welchem er folgen sollte. Mochte sein, dass die neue Kirche viele Reiche wieder aufgerichtet hatte, den Menschen Hoffnung gegeben hatte, aber sie mordeten noch immer Magier, die einen wichtigen Teil zu dieser Gesellschaft beitrugen. Die alten Götter hatten ihnen ebenso beigestanden, sie waren es, die die Wälder hatten blühen lassen und die doch gleichwohl die Sünder unter ihnen ebenso ermordet hatten. Sie machten keinen großen Unterschied in seinen Augen und auf den Schlachtfeldern war es nur ein einziger Gott, zu dem sie flehten - jenem, der ihnen das Leben geben konnte, bevor sie es aushauchten.
Doch er machte sich nicht die Mühe auch nur ein einziges Wort davon an den Jüngeren heran zu tragen, der dort mit tauben Ohren und blinden Augen sein Reich verwaltete. "Der Grund, aus dem ich hierher gekommen bin, ist Tasmin", begann er dann schließlich, ohne auch nur einen einzigen Schritt nach vorn zu setzen oder den jungen Monarchen aus den Augen zu lassen. Es war einfach, als würde er vor einem tollwütigen Tier stehen. "Ich nehme sie wieder mit nach Swanrest."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 12:48 pm

»Tasmin«, murmelte Salvatore und sah zu einem seiner Diener, da er mit dem Namen nichts anfangen konnte. »Sag mir doch gleich, wer ist diese Tasmin von dem der Wurm dort spricht?« »E … Eine Zofe die ihr in eurer großen Gnade aufgenommen habt, H-Herr«, stotterte der Diener, ein untersetzter Mann um die vierzig, dessen graue Haare zu einem liederlichen Zopf zusammengebunden waren, während das Doppelkinn einen dichten Bartschatten beherbergte. »Ach das kleine Ding. Ja, ja ich erinnere mich. Warum sollte ich sie wieder hergeben? Sie ist in meinem Schloss, hat auf meinem Grund und Boden Asyl gesucht. Und als Bürgerin meines Landes obliegt es ganz und gar mir, wohin sie geht. Denn niemand in diesem Land ist wirklich frei – niemand außer mir. Und nur so – merkt euch das für euren Scheißhaufen den ihr Land nennt Aurelius, kann man regieren. Meine Antwort lautet daher nein, und jetzt schleicht euch. Mein Land besitzt alle wichtigen Ressourcen und da ich nicht glaube, dass ihr bereit seid mein Vasall zu werden und das Knie vor mir zu beugen, wird dieses kleine Miststück hierbleiben.«
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 12:58 pm

"Das war keine Bitte, Salvatore."
Aurelius war ein geduldiger Mann, der seine Ruhe bewahrte und nur selten aus der Haut fuhr, doch dieser Augenblick war ein solcher, der ihn die Hände zu Fäusten ballen ließ, während sein Blick für einen kurzen Moment durch den großen Thronsaal wanderte. Die Gardisten waren hier und würden reagieren, noch bevor er weit genug an den Irren rankam, selbst wenn einige der Diener sie versuchen würden aufzuhalten. Es war sinnlos den direkten Weg in den Angriff zu gehen und so blieb er ruhig stehen. Tasmin hatte niemals in Caria Asyl gesucht, noch war sie die Bürgerin seines Landes, doch wie dem auch sei - sich nun über Kleinigkeiten zu streiten, würde Jasmins Leben hier nicht einfacher machen und eine zweite Chance würde sich ihnen hier nicht bieten. Entweder sie hatten hier Erfolg oder seiner Tochter würde es ähnlich gehen, wie ihrer neuen Freundin, von der sie in den Briefen berichtet hatte. Im Geiste verwünschte er seine eigene Dummheit nicht eines der sichereren Gebiete ausgesucht zu haben.
"Dann lasst uns über die Zauberin sprechen, die Ihr in Eurem Schloss gefangen haltet und von der Ihr bisweilen noch nicht einmal Eurer Kirche berichtet habt."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 1:16 pm

»Keine BITTE?« Salvatore keuchte vor Wut auf, jedoch spürte er, dass ihn ein plötzliches Zittern packte eben dieses verhinderte auch, dass sich der verrückte König erhob. »Ihr werdet euch hüten derartige Dinge noch einmal zu sagen Aurelius! Und Hexe? Ich wüsste nicht welche Hexe das sein sollte. Die einzige die wir hier eine Weile beherbergten floh vor ein paar Monaten. Sucht also anderswo nach derartigen Perversionen unserer Erde, hier jedoch nicht! Und jetzt hinaus!« Da ihm die Kraft zum Aufstehen fehlte, griff er stattdessen zu einem, mit Gold und Rubinen besetzten Zepter und klopfte damit mehrmals auf den Boden. »Wachen! Entfernt mir dieses Gesocks! Augenblicklich!«
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 1:21 pm

"Wartet! Wer ihn anrührt verbüßt dreitausend Jahre im alles verbrennenden Licht" hallte nun Solomons Stimme von der Seite, während sich der Kirchenmann erhob und sich dennoch bemühte im Halbdunkeln zu bleiben um die Blutergüsse und Prellungen zu verbergen, welche ihm der Umgang mit Salvatore eingebracht hatte. Noch immer hatte der König zu viel Angst um den Kirchenmann wirklich schwer zu verletzen, aber leichte Schläge und dergleichen waren mittlerweile Alltag falls der König zornig wurde.
"Ich möchte mir anhören was dieser Mann zu sagen hat, denn es steht geschrieben das auch die Zunge von Ungläubigen Wahrheit tragen kann, so man ihr mit festem Glauben zuzuhören vermag"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 1:36 pm

Aurelius hatte sich bereits umgewandt, um den Thronsaal wieder zu verlassen, bevor der Anhänger der Kirche seine Stimme erhoben hatte und ihn dazu brachte nun doch inne zu halten und sich wieder zurück zu wenden. Für den Bruchteil einer Sekunde huschte ein kurzes Lächeln über seine Lippen, dann wandte er sich doch an Hekate an seiner Seite, die bislang still geblieben war. "Hol bitte das Mädchen und bring sie vor ihm in Sicherheit", bat er sie, die Stimme zu leise, als dass die Worte an einen anderen aus dem Raum hätten dringen können, bevor er sich dem Gläubigen zuwandte, der im Halbdunkeln stand.
Er hatte hoch gepokert als er das Geheimnis genutzt hatte, von dem Tasmin ihm in den Briefen berichtet hatte, aber es war gleichzeitig die einzige Gelegenheit gewesen, um genug Zeit für Septim zu schinden, der allein aufgebrochen war, um Tasmin zu retten. Sie alle hatten damit gerechnet, dass Salvatore dem Wunsch nicht entsprechen würde, dass er sich quer stellen und anstellen würde und so hatten sie es gar nicht erst auf den Versuch ankommen lassen. Als Aurelius jetzt seinen Blick über die gebeugte Gestalt des Priesters wandern ließ, runzelte er die Stirn. Es war also wirklich soweit gekommen, dass der Zorn des irren Königs nicht einmal vor der Kirche zurück schreckte.
"hr seid mutig den Zorn Eures Königs für die Wahrheit in Kauf zu nehmen, Priester. Ein junges Mädchen ganz offensichtlich, eingesperrt in einem Turm. Die Gründe dafür sind mir allerdings nicht bekannt. Er hat ihr Eisen angelegt und hält sie seit Jahren dort oben verborgen", erhob er dann wieder die Stimme. "Lasst Euch selbst überzeugen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 1:40 pm

"Wessen Herz dem Einen zugewandt ist der muss nicht den Zorn eines Sterblichen fürchten, so viele Titel dieser auch tragen mag" erwiderte Solomon und der Blick seiner sonst so warmen Augen war kalt und auf Salvatore gerichtet, welcher gerade nicht wirklich zu wissen schien wohin mit sich. "Es kann sich ja wohl nur um den alten Nordwestturm handeln. Euch macht es mit Sicherheit nichts aus, wenn einige Wachen dort hinauf steigen und mit hinunter bringen was auch immer sie finden, oder eure Majestät? Wenn dieser Mann lügt habt ihr schließlich nichts zu befürchten"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 1:44 pm

»Ihr … ihr sprecht mit einem König! Mit dem einzig wahren König in diesem Saal! Wer seid ihr, dass ihr mich so bloß stellt Aurelius? Das ihr mir mit eurem Weiberzimmer droht und euch einfach so in meinem Schloss umher bewegen wollt? Ihr seid ein Nichts! Ihr seid Dreck unter meinen Fingernägeln! Genauso wie ihr, Solomon! Ihr verräterischer Hund! Steht in eurem Buch des Glaubens nicht geschrieben das man seinem Herrn Treue beweisen sollte? Und ICH bin euer Herr, Solomon.« Das Gesicht des Königs war inzwischen purpurrot angelaufen und er zitterte stärker als zuvor. »Wache, jetzt greift sie euch endlich und schmeißt sie in den Kerker! Allesamt.« Die schwer gepanzerten Männer bewegten sich nach einem weiteren Moment der Verwirrung und die ersten Lanzen richteten sich bereits gegen Aurelius.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 1:54 pm

"Mein Herr?" fragte Solomon ungläubig und trat schließlich einen Schritt aus dem Schatten hervor. "Ihr seid nicht mein Herr Salvatore! Mein einziger Herr ist der eine Gott und in seinem Namen habe ich euch befohlen aufzuhören!" er hatte seine Stimme nicht erhoben, doch sie hallte so laut und dröhnend durch den Saal, als hätte sie ein Riese gesprochen. "Ihr seid nur ein König der Menschen Salvatore, eingesetzt und geduldet von dem einzig wahren Gott - und ihr" er deutete auf Aurelius, "tut besser daran in eurem eigenen Land für das Wohlbefinden seiner Gläubigen zu sorgen!"
Nun, da das Licht auf ihn fiel war sein deformiertes, von Schwellungen übersätes Gesicht zu erkennen, ebenso wie die langen Gewänder die er statt den sonst so enganliegenden trug.
"Der erste Soldat, der diese Männer entgegen der Gastfreundschaft angreift wird von der Inquisition gerichtet werden. Aurelius - im Namen der heiligen Kirche spreche ich die Zofe frei, sie soll mit euch gehen wenn es ihr Wunsch ist. Seht dies als wohlwollendes Zeichen der Kirche welche den Wunsch hat mit euch in Frieden zusammen zu arbeiten"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    Di März 08, 2016 2:06 pm

»Ihr wagt es … ihr wagt es meinen Männern Befehle zu geben?« Salvatores Stimme war erstaunlich ruhig, während er zu seinen Männern sah, die, ganz nach Solomons Wunsch, nichts taten. Rein gar nichts. »Ihr feigen Schweine. Ihr hört auf diesen Verräter? Diesem Mann der das Wort eines Gottes benutzt, um mich bloßzustellen? Seid ihr zu dumm das zu erkennen? Gehorcht eurem König!« Und aus der Ruhe wurde nach und nach ein wildes, sich überschlagendes Schreien. »Ihr seid meine Untertanen! Dienst mir!« Doch nichts, niemand rührte auch nur einen Finger. Und alsbald sah man in Salvatores Gesicht blankes Entsetzen. »Ihr werdet das bereuen Aurelius. Ihr und eure gesamte Sippschaft, ebenso wie ihr, Solomon!« Und mit diesen Worten stand er von seinem Thron auf, wobei er große Schwierigkeiten dabei hatte, überhaupt auf zwei Beinen zu stehen. Und nachdem er ein paar Ausfallschritte nach links und rechts unternommen hatte, schlich er langsam in den Korridor zu seinen privaten Gemächern.
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