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 Grenzübergang "Tiny Hill"

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BeitragThema: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 8:13 pm

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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 8:27 pm

Die letzten acht Tage waren in einer merkwürdigen Stimmung verlaufen. Sie hatten wie geplant den Sonnenhain erreicht um dort ihr Nachtlager aufzuschlagen und anschließend die drei Tage nach Newmarket zurückgelegt, wo sie sich erneut mit Verpflegung eingedeckt und weitere Münzen abgeholt hatten.
Devastare wurde das Gefühl nicht los, dass Alianor nicht nur ihm ein kleines Vermögen untergejubelt hatte, so sehr sie auch gegen seine Reise protestiert hatte. Er hatte Elaine dabei beobachtete, wie sie stirnrunzeln ein paar Münzen aus den Tiefen ihrer Satteltasche fischte und Sir Lucans Naht am Stiefel war geplatzt und hatte einen kleinen Goldregen auf den Waldweg niedergehen lassen.
Alianor … Die Gespräche, die er mit ihr führte, waren kurz und schmerzlich und die Reise fing gerade erst an. Wie sollte es in einigen Wochen werden? Würden sie noch jede Nacht die Gelegenheit haben, miteinander zu sprechen und sich auf dem Laufenden zu halten, was in ihrer beider Leben vor sich ging? Die Fragen führten ins Ungewisse und er zwang sich zurück auf Canterwells Mähne zu sehen. Er hatte jeden Tag die kleinen, geflochtenen und gedrehten Strähnen daraus entwirrt, doch noch hatten sich ihre stillen Begleiter nicht gezeigt. Er wusste, dass sie ihm folgten und er legte inzwischen mehr Futter und Essen nach draußen. Danach zu urteilen, dass es morgens weg war, wenn sie erwachten und das Lager räumten, schloss er, dass sie zumindest das Vertrauen der Verfolger hatten. Sie würden sich zeigen, wenn es ihnen gefiel. Noch machten sie nur auf sich aufmerksam, indem sie den Pferden die Mähnen zerzausten oder kleinere Löcher in den Planen flickten, die die Äste hineinrissen. Er nahm es dankbar hin, anstatt Fragen zu stellen.
Inzwischen hatten sie den Grenzübergang „Tiny Hill“ nach Evelon erreicht und es gab kein Zurück mehr. Sie würden den sicheren Schutz Ekynes verlassen müssen und hinaus in die Welt ziehen.
Ein letztes Mal sah er zurück auf die vertrauten Ländereien, dann hin zu den Menschen und Wesen, die mit ihm unterwegs waren. Sir Lucan pfiff ein leises Lied, das ihm unbekannt war, aber melodisch klang. Elaine sah sich in den Baumkronen um, als erwarte sie, dort etwas zu finden. Jaeren ritt als Letzter, ruhig und entspannt; er fügte sich gut in die Gruppe ein, sorgte für ein wenig Abwechslung und Gesprächsstoff. Neben ihm sah er Coreen auf ihrem Schimmel. Er hatte sie noch am selben Abend des Abschiedes aus Widow aufgesucht und ihr von Callum erzählt – viel war nicht aus ihr heraus zu bekommen gewesen, doch den Grundtenor verstand er und er ließ sie sein. Es musste hart für sie sein und zum ersten Mal in seinem Magierleben wurde ihm bewusst, dass auch ihm das bevorstehen konnte. Alianor hatte nur ein normales Menschenleben und würde sterben, lange bevor er überhaupt ein gesetztes Alter erreichen würde. Das setzte voraus, dass er zurück kam …
Coreens Blick streifte ihn und sie zwang ein schmales Lächeln auf ihr blasses Gesicht. Sie hatte sich zusammen gerissen und ließ sich meist nichts anmerken, aber es waren die Momente, in denen sie sich unbeobachtet fühlte, in denen sie die Masken fallen ließ und in ihre eigene Welt versank. Es waren die Abende am Lagerfeuer, während er mit Elaine an seiner Magie feilte und sie hatte Recht behalten, ihre Methoden waren anders als die von Karsh. Sie waren tiefergehend und … schmerzhaft. Ihm tat jeder Muskel weh, auch die, von denen er nicht einmal wusste, dass er sie besaß. Doch das war ein Preis, den er zu zahlen gerne bereit war, wenn es bedeutete, im Ernstfall die anderen, Alianor oder sich selbst schützen zu können. Nur die Sache mit ihrem Kind … die hatte er ruhen lassen. Sie vertraute ihm nicht genug für dieses Gespräch und noch hatten sie Zeit.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 8:44 pm

Die Truppe war, alles in allem betrachtet durchaus interessant. Sicherlich hatte jeder von Ihnen seine Eigenheiten, wie beispielsweise die leichte Morgendepression mit der Coreen jeden Morgen ihr Zelt verließ. Doch es waren gute Männer und Frauen, vor allem mit Ser Lucan hatte er sich anfreunden können, welcher nach sich nach einigen Abenden sogar dazu bereiterklärt hatte einige Würfelspiele zu lernen – inzwischen war der Ritter ein begeistertet Spieler, wobei es nie einen wirklichen Wetteinsatz gab, höchstens die Verpflichtung am nächsten Morgen die Pferde zu striegeln oder dergleichen. Auch glaubte er, dass er von Ser Lucan am meisten Vertrauen erhielt, was vielleicht darin begründet lag, dass sie beide die einzigen normalen Menschen waren. Denn Devastare und Elaine waren, wie sie jeden Abend aufs Neue bewiesen, Zauberer. Und was Coreen anging, so hatte Jaeren seine ganz eigene Theorie, wobei er die Dame darauf bisher nicht angesprochen hatte. Doch gut zwanzig Jahre in Dragoncross lehrten einen Recht gut magische Wesen, vor allem die mit einer großen Flugbegabung und einer Vielzahl an Schuppen zu erkennen.
»Und das war die Grenze von Ekynes, wir sind jetzt offiziell auf evelonischem Boden«, verkündete er schließlich, als er neben dem Weg eine große, hölzerne Markierung sah, die ihm durchaus bekannt vorkam. Sonderlich poetische Worte waren allerdings nicht darauf eingeritzt, lediglich das Datum der Grenzfestlegung und die Entfernung bis zum nächsten größeren Ort.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 8:52 pm

Sir Lucan, welcher sich eine ganze Zeit lang damit begnügt hatte ein Lied zu pfeifen, nachdem ihm der Gesang von Coreen verboten worden war zügelte relativ vehement sein Pferd und bedeutete Jaren still zu sein, während er versuchte einen Blick durch den Wald zu wagen. Die Sonne stand mittlerweile recht tief und er wusste, dass es bald dämmern würde aber bereits jetzt hatte sich der Himmel rot gefärbt - jedoch im Osten, in der vollkommen falschen Richtung. Oder standen sie gerade westlich? Er wusste es nicht, doch es beunruhigte ihn zu sehr als das er es hätte ignorieren können. "Was ist das da vorne?" fragte er und deutete in die Richtung die er meinte.
"Ist das vorne Feuer?" fragte er und ließ seinen Blick über die anderen wandern. "Sollen wir dem auf den Grund gehen oder reiten wir einfach weiter?" fragte er leise. "Wenn es zu viele sind wäre es eine dumme Idee, vor allem wenn sie uns feindlich gesinnt sein sollten. Wenn es nur irgendwelche Arbeiter sind, würde ich uns in der Gruppe auch nicht gerne sehen lassen" überlegte er laut. "Aber wenn es Feinde sind und wir an ihnen vorbei reiten könnten sie uns in den Rücken fallen"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 9:02 pm

Die kleine Gruppe schwieg eine Weile lang, jeder schien sich seine eigenen Gedanken zu machen, wie sie mit dem Feuer im Osten umgehen sollten und ob sie es ignorieren sollten oder nicht, bis schließlich Elaine ihrem Pferd die Fersen in die Flanken drückte, um das kleine Stück nach vorn aufzuholen.
"Ich reite vor und sehe mir das Ganze an. Devastare, bleib bitte bei den anderen - ich setze mich mit dir in Kontakt, falls dort vorn Gefahr auf uns wartet. Wenn ich mich nicht melde, sehen wir uns beim Nachtlager, sobald es dunkel wird", wandte sie sich an den anderen und nickte ihm noch einmal knapp zu. Sie konnte sich verteidigen, wenn es Räuber und Banditen waren und bei allem anderen würde sie eben auf ihre Magie zurückgreifen und sich verborgen halten bis sie sicher sein konnte, dass ihr Rückweg geschützt genug war, um sie nicht gleich auffliegen zu lassen. Nachdem sie jetzt die Grenzen überwunden hatte, wurde es wichtiger, dass Devastare noch viel weniger auffiel als in Ekynes - Evelon war ein Land, in dem sich die alte Religion und die Kirche die Macht teilten und wenn ihnen hier auch nur ein einziger Priester begegnete, der bereits einmal in Caria gewesen war, dann würde die Nachricht und die darauffolgenden Anschläge nicht mehr lange auf sich warten lassen.
"Keine Sorge, ich achte auf mich", versprach sie, bevor sie Reverend antrieb und sich von der Gruppe entfernte. Coreen würde schon auf den Rest des kleinen Haufens achten, dessen war sie sich sicher, auch wenn die Freundin während der letzten paar Tage erstaunlich ruhig gewesen war.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 9:13 pm

"Los, drängt es in die Ecke" fluchte Mirar und scheuchte seine Männer nach vorne. Die Fackeln der Inquisition leuchteten grell im Licht des Abendrots, während der Wald in einem kontrollierten Brand einen Kreis um das Geschöpf bildete, welches scheuend vor der Gruppe aus dreißig Männern zurück wich. Noch immer spürte der Inquisitor die beißende Kälte in seinem Arm, die Taubheit welche seit dem Angriff des Drachens niemals hatte verschwinden wollen - doch sein Gott hatte zu ihm gesprochen. Es gab Heilung - und er war bereit alles dafür zu tun. Nur als ganzer Mann konnte er dem wahren Gott dienen - und dafür war er bereit alles zu opfern. "Na los! Werft die Ketten, haltet es fest!" schrie er seinen Männern zu, welche mit eisernen Ketten versuchten die silbernen Beine des Geschöpfs zu treffen. Das Wesen machte einen Satz nach hinten, ehe es vor der Feuerwand stand und kein entkommen mehr sah. Mirar lächelte, als er die Panik des Tieres in den Augen sah als es aus purer Angst in den Angriff überging. Tatsächlich erwischte das lange Horn einen seiner Leute in der Brust und hinterließ eine tödliche Wunde, als dieser über den Pferderücken geworfen wurde und als blutiger Haufen auf dem Boden ankam. Das weiße Fell von roten Sprenklern bedeckt hielt das seltene Tier nun auf den Inquisitor selbst zu. Doch Mirar sprang aus dem Weg und mit einem einzigen Hieb trennte er den Kopf des Einhorns von seinem Hals und silbernes, warmes Blut spritzte ganz über Gesicht und Kleidung des Inquisitors welcher sich hinab beugte und mit solcher Gewalt gegen das Horn trat, dass es abbrach und er es aufsammeln konnte. Da war es - das Heilmittel.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 9:59 pm

Mit nacktem Entsetzen im Blick hatte Elaine die Szenerie aus der Ferne beobachten müssen und genau gewusst, dass ihr nichts anderes übrig geblieben war, als zu verharren und zu zuzusehen. Sie spürte die Angst des Einhorns in ihren eigenen Knochen, seine Furcht davor zu sterben, bevor die lange Klinge des Inquisitors sein Leben beendete. Der Schmerz traf sie in ihrem eigenen Herzen und trieb ihr die Tränen in die Augen - es war ein Geschöpf des Waldes, ebenso wie sie es auch war und diese Männer dort vorn wussten nichts über das Leben mit den Anderswesen. Sie wussten nicht, dass es auch einen anderen Weg gab, als jenen, der zugleich Tod und Verzweiflung bedeutete. Mit bebendem Atem und Wut im Magen ballte sie die Hände zu Fäusten, als der Inquisitor nach dem Horn griff und entließ ihre Magie, ließ sie den Kreis aus Feuer enger um die Gruppe der Männer ziehen, als der Wind auffachte. Sie wussten nichts über das Leben und was es bedeutete, nicht, dass die Magie auch gleichzeitig für die Menschen etwas Lebensnotwendiges war und wie diese Welt sein würde, wenn sie erst vollkommen verschwand.
Der Geist in ihr selbst regte sich und befeuerte ihre eigene Kraft, als die Flammen heller loderten und sich lange Wurzeln aus dem Boden schoben, um dem Inquisitor das Horn des Einhorns zu entreißen und es mit sich zurück in den Boden zu nehmen. Sie hörte sein Flüstern in dem Wind und das Beben im Boden, während sie machtlos daneben stehen zu schien, sich selbst dabei beobachtend, wie die Kraft ihren Körper verließ und der Wut den Platz einräumte. Die Kirche hatte ihr die Kraft genommen und sie sterbend zurück gelassen - Elaine hielt inne und runzelte die Stirn. Das waren nicht ihre eigenen Gedanken, sie waren so voller Abscheu und Hass gegen die Menschen, die dort vorn standen und von denen die Ersten nun vom Feuer ergriffen wurden.
Es fraß sich durch die Stoffe der Gewänder und färbte die Rüstungen schwarz, bevor sie auf den Boden fielen. Jeder von ihnen schrie durcheinander, wahnsinnig vor Schmerzen und Furcht und Elaine spürte die Genugtuung des Geistes in ihr, als er sich an eben jenen Emotionen zu weiden begann. Sie flehten nicht ihren Gott an, als sie starben - das taten nur die hohen Inquisitoren, die einfachen Soldaten flehten nach der Gnade der alten Götter.
'Devastare! Es ist die Kirche!', war die einzige Nachricht, die das letzte bisschen Bewusstsein in ihr noch zu Stande brachte ehe sie den ersten Schritt nach hinten setzte, um sich von der Szene zu entfernen. Sie musste fort, bevor sie sie entdeckten - fort, bevor auch sie brennen würde.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 10:10 pm

"Oh ihr Kleingläubigen" fluchte der Inquisitor als er die Hitze der Flammen spürte und den Quell der fremden Magie wie einen siebten Sinn ausmachte. Noch immer überzogen vom silbrig glänzenden Blut des Einhorns, trat er durch die Wand aus Feuer und die Flammen wichen vor ihm zurück wie scheues Getier. Er spürte wie das Blut des Einhorns auf seiner Haut brannte, spürte wie es sich durch seine Poren fraß und von der Macht seines Gottes erfüllt wurde. Er hörte die Stimme seines Herren, hörte sie tief in sich während er sich mit langen Schritten Elaine nährte.
Hinter ihm begannen sich auch der Rest der Soldaten aus den Flammen zu Kämpfen - mit Decken und Dem überall umher liegenden Schnee versuchten sie die Flammen zu bekämpfen während sich der Inquisitor weiter nach vorne kämpfte und es schließlich schaffte sich der anderen in den Weg zu stellen. "Die Hexe aus Ekynes" flüsterte er, als Erkennen in seine Augen trat. "Nun schließt sich der Kreis der menschlichen Existenz im vollen Rund. Aus dem Staub der Erde hat sie sich erhoben, um lange Zeiten zu überdauern. Im Licht der Sonne wandelte sie sich, Zivilisationen wuchsen und versanken wieder in Vergessenheit. Im Licht der Sterne erblühte das Wissen, um wieder zu verblassen, während sich das Rad weiter drehte. Nun gerät das große Rad der menschlichen Existenz erneut in Bewegung. Der Kreis ist fast geschlossen, und es nähert sich die Zeit der menschlichen Herrschaft und des Untergangs derer, die keine Menschen sind" flüsterte er leise, während er eine lange klinge aus schwarzem Kalteisen zog. "Diesmal gibt es keine magischen Tricks mehr Hexe"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 10:18 pm

Sie erkannte das Eisen in seiner Hand und sie wusste, was es anrichten würde, wenn er sie damit verletzte - letztlich war dieser Anblick der Grund, weshalb sie einen Schritt zurück machte. Hinter ihm waren noch immer Soldaten und der Weg hinter ihr war ihr versperrt, denn wenn sie zurück zu den anderen kehrte, würde sie den Inquisitor zu Devastare führen und damit ihr gesamtes Vorhaben auffliegen lassen. Es blieb ihr nichts anderes mehr übrig als ihrem Rappen einen Klaps auf die Flanke zu geben und ihn davon galoppieren zu lassen, in der Hoffnung, er würde die anderen erreichen, bevor sie sich selbst dem Inquisitor zuwandte und ihn genauer ins Auge fasste. Sie hatte ihn schon in Ekynes gehasst, als er den Wald gerodet hatte und ihrer einstigen Heimat gedroht hatte - die Emotion veränderte sich nicht, als sie ihn jetzt noch einmal wieder traf.
"Du hast ja keine Ahnung", sagte sie nur und ließ sich auf die Knie sinken, ihre Finger in den Boden grabend bis sie eine Hand voll Gras und Erde zwischen ihren Fingerspitzen spüren konnte. Als er mit dem Kalteisen nach ihr schlug, warf sie die Erde empor bis sich ein steinerner Wall zwischen ihnen beiden bildete, in welchem die Klinge für einen kurzen Moment lang stecken blieb. Sie war noch immer ein Kind des Waldes, sie war noch immer Oberons Patenkind und sie hatte gelernt, weil es das Einzige war, was ihr übrig geblieben war. Die Erde zerbrach mit einer einzigen Handbewegung, welche Elaine vollführte, über dem Kopf des Inquisitors, als wäre sie nichts weiter als eine große Welle am Rande der See und warf ihn zu Boden.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 10:27 pm

Mirar unterdrückte einen Aufschrei, welcher ihm wohl das Leben gekostet hätte. Die Erde drückte schwer auf ihm und wäre wohl bis tief in die Lunge gedrungen, wenn er den Mund nicht geschlossen gehalten hätte. Mit aller Kraft die er aufbringen konnte stand er auf, die heiligen Worte der Apokryphen auf seinen Lippen während er sich Stein, Geröll und Erde von seinem Mantel aus Fell abschüttelte. "Oh Geschöpf der dunkelsten Teufelei" fluchte er und löste die Schnallen seines Mantels, welcher daraufhin zu Boden fiel und die Rüstung des Inquisitors offenbarte. Sie bestand aus geschmiedetem Eisen in welches die verschiedensten Gebete eingraviert worden waren. Sein Untergewand indes bestand aus gehärtetem Leder, das allerlei ätzendem Widerstehen zu können schien. "Männer!" schrie er und die Augen der Anwesenden richteten sich auf ihn, während sie weiterhin Elaine umkreisten. "Was ist der Schreckend es Todes?" brüllte er und der Chor antwortete: "Zu sterben, bevor unser Werk vollendet ist" der Inquisitor nickte. "Was ist die Freude des Lebens?" und der Chor antwortete: "In dem Wissen zu sterben, dass unsere Aufgabe erfüllt ist!" erneut nickte der Inquisitor und schien neue Kraft zu gewinnen. "Welche Feinde sollen uns auf dem Schlachtfeld noch begegnen, die wir nicht schon in den Schatten der menschlichen Seele besiegt haben? Welche Dämonen mögen uns noch anbrüllen, die nicht schon aus der Dunkelheit unseres Verstandes geschrien haben? Was haben wir am Tod zu fürchten, wo wir wissen, dass Unsterblichkeit der Lohn für große und edle Taten der Menschen ist?" und dann stieß er seine leere Hand nach vorne und griff ins Leere, schien Elaine verfehlt zu haben. Doch dann, nach einem Herzschlag spürte die Zauberin den harten Griff einer gewaltigen, unsichtbaren Hand am gesamten Körper.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 10:36 pm

Erschrecken trat einmal mehr in ihren Blick als sie die Kraft spürte, die sie festhielt und die sie schaudern ließ. Der Geist in ihr bäumte sich auf und drängte sich gegen seine körperlichen Grenzen, die sie ihm auferlegte, brachte Elaine selbst dazu, sich wieder und wieder gegen die unsichtbare Kraft aufzulehnen, die sie an Ort und Stelle fixiert hielt. Nicht ein einziges Gliedmaß reagierte auf ihren Befehl, ihre Gabe schien nutzlos zu sein und nicht zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte Elaine sich vollkommen hilflos und ausgeliefert, während der Mann vor ihr näher kam. Sie roch das Feuer an seiner Kleidung, sah das silbrige Blut des Einhorns überall an ihm kleben, den Wahnsinn in seinem Blick, der ihr Herz schneller schlagen ließ bis es so heftig in ihrer Brust hämmerte, dass es ihr den Atem nahm. Der Geist fürchtete hingegen nicht den Mann dort vorn, sondern die Kraft, die er herbei beschworen hatte und sie wusste nicht, weshalb er glaubte, sie stamme nicht von ihm.
Wenn sie nur an das Messer käme, um sich selbst zu schneiden und damit den letzten Trumpf auszuspielen, der ihr noch offen stand. Blut war eine Waffe, die noch immer funktioniert hatte, doch gleichzeitig, wie sehr sie es auch versuchte - es wollte ihr nicht gelingen. Ihre Gedanken glitten hinüber zu ihrer kleinen Tochter, die sie hatte retten wollen und deren Leben sie nun verloren hatte, weil sie selbst vor einer Dummheit nicht gefeit gewesen war. Wenn sie sich doch nur herum gedreht hätte und gegangen wäre, dann wäre sie bei den anderen und sie würden weiter reiten, weiter auf dem Weg nach Caria.
Der Sog ließ sie nach vorn wanken, weil ihr gar keine andere Wahl mehr blieb und als ihre Augen auf den Käfig dort einige Meter vor ihr fiel, nahm sie die Gegenwehr wieder auf und lehnte sich in dem Griff zurück, stemmte ihre Füße gegen den gefrorenen Boden. Eisen ... dort vor ihr war Eisen.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 10:44 pm

Mirar spürte die Erschöpfung welche die Kraft mit sich brachte - er spürte den Griff seines Gottes tief in seinen Gedanken, welcher tröstend und zugleich zerstörend wie ein süßes Gift durch seinen Verstand troff. Sein ganzes Denken konzentrierte sich nur noch auf Elaine - nur noch sie existierte und mit einem letzten Ruck zog er seine Hand nach hinten, was die Magiern nach vorne schnellen ließ, dass sie hart auf dem eisernen Boden des Käfigs landete. Erschöpft schlug der Inquisitor die Tür zu, dass der Wagen auf welchem der Käfig befestigt worden war wackelte. Mit einer schweren Kette verschloss er die mit Segenssprüchen beschlagene Tür und wankte einige Schritte zurück.
Er war noch immer nicht würdig, zu schwach um den Segen seines Gottes in Gänze zu empfangen. Er klaubte seinen Mantel auf doch als er hoch blickte waren seine Männer verschwunden. Mit dem Handrücken wischte sich Mirar das Blut von der Lippe, welches aus seiner Nase lief und blinzelte Richtung Elaine. "Sie verstehen es nicht, weißt du?" fragte er leise und ging zu ELaine hinüber. "Sie fürchten euch und diese Furcht erzeugt ihren Hass" er schüttelte den Kopf. "Ihr sollt wissen... dass ich euch weder hasse noch fürchte - ihr seid einfach nur noch Ballast auf dieser Welt"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 10:53 pm

Sie spürte, wie sie in den Käfig gestoßen wurde und vornüber auf dem eisernen Boden landete. Es zischte als ihre Haut darauf traf und ruckartig wich Elaine wieder zurück, doch ganz gleich, wohin sie auch immer sah - um sie herum war alles nur noch aus Eisen. Wenn sie sich zurücklehnte, spürte sie wie der dünne Stoff ihres Mantels nichts von der zerstörerischen Kraft abhielt, die sich auf ihr ausbreitete und Wunden auf ihrer Haut schlug, denen sie sich nicht mehr entziehen konnte.
Ihre Kraft schwand mit jeder weiteren Minute hier, ihre Magie konnte sie nicht mehr greifen und so blieb ihr nicht mehr viel übrig  als sich mit letzter Kraft aufrecht zu halten, um ihm wenig Fläche zu geben, wo es sie verbrennen konnte. Die Erinnerungen an Salvatore waren wieder so nah wie nie zuvor und als sie das leise Flüstern des Inquisitors hörte, glaubte sie für einen kurzen Moment auch das Gesicht des irren Königs wieder zu sehen - das Gesicht, das sie jetzt dazu brachte zu weinen. Tränen von Schmerz und Verzweiflung rannen ihr über die geröteten Wangen, während sie die Finger nach der Tür ausstreckte und daran zog - sie war versperrt, die Bannsprüche würde sie nicht aufheben können.
Als sie zu Boden sackte, brannte das Eisen erneut auf ihrer Haut, fraß sich durch die Schichten ihrer dünnen Gewänder und hielt nur vor ihren Händen zurück. Sie hörte sich selbst schreien, als die nächste Wunde aufriss, danach flüsternd flehend, es möge aufhören. Er möge sie in Ruhe lassen und aus dem Käfig hinaus lassen, der ihr solche Schmerzen zufügte, als wäre jeder einzelne der Gitterstäbe ein Brandeisen, das ihr auf die Haut gedrückt wurde.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 11:02 pm

„Die Kirche“, echote Devastare dumpf, nachdem sich seine Sicht wieder geklärt hatte. Elaine hatte nicht nur Gedanken und Worte gesendet, sondern ihn für einen Moment mit dem Gefühl der Wut und Hilflosigkeit geflutet, während er die Bilder vor Augen hatte, wie alles um sie her brannte. Das tote Einhorn, das verbrannte Horn. Der Mann der Kirche … Mirar. Und dann wurde es schwarz, die Verbindung brach mit einem Mal ab.
„Coreen!“, rief er der anderen zu und fuhr auf Canterwell herum, bis er sie in seinem Sichtfeld hatte. „Nimm Jaeren und Sir Lucan – lauft. Lauft zurück nach Ekynes, wenn es sein muss und ihr es schafft, wir sind noch nicht weit und dort seid ihr sicher. Wenn sie euch verfolgen, dann flieg. Lasst die Pferde laufen, sie finden ihren Weg.“
„Devastare – nein!“, erwiderte Coreen heftig und trieb Holly nach vorne, um ihm den Weg zu versperren, doch er starrte ihr in die hellen Augen und schüttelte nur stumm den Kopf. Mehr eine Bitte denn eine Anweisung. Er konnte sich verteidigen, ebenso gut wie sie es konnte und wenn es hart auf hart käme, wäre sie wohl die bessere Wahl um zu kämpfen, aber sie würde die beiden Männer in Sicherheit bringen könnten im Gegensatz zu ihm. Er musste an alle Teilnehmer dieser Gruppe denken und nicht nur an eine.
„Ich muss ihr helfen“, raunte er Coreen leise zu und versuchte Canterwell alleine mit seiner Hand auf dessen Hals zu beruhigen, als er sich nach vorne lehnte. Der Rauch und der beißende Gestank zog zwischen den Bäumen hindurch und heftete sich an Kleidung und Haare. Die Pferde wurden unruhig und auch Holly warf den Kopf hin und her, während sie sich gegen die Zügel lehnte und nervös tänzelte. Sie führten einen merkwürdigen Tanz umeinander auf, gesteuert von den Pferden und völlig ungewollt tauschten sie die Seiten. Canterwell stapfte ärgerlich auf dem Boden und seine Muskeln spannten sich an. Er war wie ein explodierendes Pulverfass. Über die Tiere hinweg griff Coreen nach seinem Handgelenk. „Du musst –„
„Coreen“, flehte Devastare diesmal fast und sah auf ihr Hand hinunter. Er konnte seine zweite unmöglich vom Zügel lösen, um sich zu befreien. „Du musst die Männer wegbringen. Ich schicke dir Canterwell hinterher.“
Die andere schloss für eine winzige Sekunde die Augen, dann nickte sie und setzte sich zurück in Hollys Sattel, die von der plötzlichen Gewichtsverlagerung aufgeschreckt einen ganzen Satz zur Seite machte.
„Hol sie zurück!“, rief Coreen ihm über die Schulter hinweg zu, dann trieb sie Holly zu Jaeren und Sir Lucan und deren Tieren. „Ihr habt ihn gehört – los!“
Dankbar wandte Devastare sich zurück zu dem Weg, der vor ihm lag. Es war kein langer und der Horizont wurde immer heller, die Rauchschwaden beschienen von flackerndem Licht und Funkenflug. Er konnte die Feuer jetzt sehen, die immer noch loderten und die Hitze erreichte ihn inzwischen auch hier. Das war nahe genug, entschied er schließlich und rutschte von dem bockenden Pferd hinunter, in das sich sein sonst so zahmer Wallach gewandelt hatte.
„Lauf schon, Kleiner“, wisperte er, band einen Knoten in die Zügel, damit sie ihm nicht vom Hals rutschten und er sich mit den Beinen darin verfing und Sekunden später waren die Hufschläge verklungen und Devastare stand alleine nahe der Lichtung.
Er konnte Elaine im ersten Moment nicht sehen. Dort drüben war zu viel aufgewühlte Erde, verkohlte Haufen … gewandete und gerüstete Gestalten. Kirchenanhänger. Der Ärger überrannte ihn und er zog leise sein Schwert aus der Scheide, ehe er sich am Rand der Lichtung entlang pirschte um zu den Männern zu gelangen, die sich gegenseitig die Wunden versorgten. Sie waren so nahe an Ekynes, an seiner Heimat und seinen Liebsten, dass er nicht anders konnte, als dagegen vorzugehen. Devastare war kein Mann des Krieges. Die Leibgarde war der einzige Kompromiss, den er zu schließen bereit gewesen war und auch dort hatte er Menschen töten müssen; es bereitete ihm keine Freude, aber auch keine Alpträume mehr. Und diese Menschen dort vorne? Sie folgten blind dem neuen Gott, einem Glauben, der alles ausrotten würde, woran er selbst glaubte. Noch dazu hatten sie Elaine und wenn sie auch keine Freunde waren, so war sie Teil dieser Reisegruppe. Er wollte nicht, dass ihr etwas geschah. Sie hatte ihre Gründe, nach Caria aufzubrechen und er würde ihr ermöglichen, so weit es ging zu kommen. Lebendig.
Er erledigte sechs Männer, ehe jemand auf ihn aufmerksam wurde. Die Klinge, die Ared ihm geschenkt hatte war scharf und ein von Meisterhand gefertigtes Stück Handwerkskunst. Sie glitt durch die Körper der Menschen wie Butter. Die Erde unter ihm bebte sacht, als Blut sie benetzte und Devastare stockte.
Das war der Moment, in dem die letzten Wachen auf ihn aufmerksam wurden.
„Hier! Hier drüben!“, riefen sie und er dankte den Göttern dafür, dass sein Gesicht schmutzig war, er sich seit Tagen nicht rasiert hatte und er nicht gekleidet war, wie ein Ritter oder Magier. Sie erkannten ihn nicht und Mirars Blick war auf Elaine gerichtet, die er in einen metallenen Käfig gezwängt hatte. Eisen. Es konnte nur Eisen sein. Devastare hielt erneut inne, diesmal geschockt. Bei den Göttern, sie musste Höllenqualen leiden.
„Da ist noch einer!“
Zeit zum Nachdenken blieb ihm nicht. Er ließ die Truppen näher kommen, verschwand immer wieder in der Deckung der Bäume. Sein Herz raste, aber sein Atem war völlig ruhig, er fühlte jeden einzelnen Schlag, jedes Luftholen, das sich mit der Umgebung verband. Der Wald um ihn her unterstützte ihn, vertraute sich ihm an. Er wusste, warum es geschah, er sollte eine der ihren retten und er nahm das Geschenk entgegen, indem er seine Handflächen auf die Rinde des nächstgelegenen Baumes presste. Das raue Holz war warm und die Energie, die in ihm floss, kribbelte seine Arme hinauf. Die Erdmagie war niemals sein Element gewesen, er konnte mit dem Feuer umgehen, doch mit der Unterstützung der Natur und Karshs Worten im Kopf, dass alle Magie gleich funktionierte, würde er das hier schaffen. Er wusste es einfach.
„Packt ihn euch!“, hörte er einen Mann rufen, doch er war kaum laut genug, um das Knistern des Feuers zu übertönen. Mirar war immer noch mit der Aufmerksamkeit an anderer Stelle. Devastare lächelte kurz und humorlos, dann senkte er den Blick zu Boden, rief die Götter an, ihm zu helfen.
Magie füllte seinen Körper vom Kopf bis in die Zehenspitzen. Er ließ das Schwert zurück an seinen angestammten Platz gleiten und hob die Hände, als würde er sich ergeben, als er aus dem Schatten trat und der Schein des Feuers ihn erhellte, während er die Arme ausbreitete, die Handflächen zu den Kirchenmännern und Soldaten gerichtete, die ihn einkreisen wollten. Sie würden den nächsten Sonnenaufgang nicht erleben, um von ihm zu erzählen.
Er hatte keine letzten Worte für sie, sandte nur einen einzigen Impuls von sich aus und der Wald reagierte. Immergrünes Efeu schlängelte sich unter dem Schnee entlang zu den Männern wie Schlangen unter einer Decke. Die herabgefallenen Äste des Winters begannen sich lautlos vom Boden zu heben und legten sich wie Schienen an die Gliedmaßen, die sich eben noch verzweifelt gegen die Fesseln zu wehren versuchten. Ein Windstoß wirbelte den Schnee in kleinen Spiralen vom Boden auf, trieb ihn zur Seite und schirmte sie vor neugierigen Blicken ab, ehe die nassen Blätter darunter folgten. Devastare wusste nicht, wie viel Macht er noch halten konnte – sein Kopf schien bersten zu wollen, überflutete von dem, was er kanalisierte, aber er hielt die fast steifen Hände weiterhin richtungsweisend ausgestreckt. Die Magie gab ihm kurze Schläge wie Peitschenhiebe, wenn sie ihn nicht schnell genug verließ.
Die Blätter fanden ihren Platz – es waren so viele, so unendlich viele und innerhalb von Sekunden konnte er die Männer nur noch erahnen, die von den Ranken und Ästen zu Boden gezwungen worden waren. Die Blätter bedeckten sie, raubten ihnen die Luft zum Atmen und erstickten unterdessen jeglichen Laut, den die Sterbenden von sich gaben.
Devastare konnte nicht sagen, wie lange es gedauert hatte, biss sich kein Blatt mehr regte, kein Ast mehr im Todeskampf eines Mannes nach oben gestoßen wurde, aber als er schließlich die Arme zitternd sinken ließ und sich nach Elaine umsah, konnte er sie noch immer neben Mirar in ihrem Käfig kauern sehen.
„Ich rufe Euch an, Ihr Elemente“, flüsterte er leise, als er sich den Feuern zuwandte, die immer noch brannten. Er kam ihnen näher, gefährlich nahe, ohne von Mirar gesehen zu werden, weil er sich in dessen Rücken befand.
„Erde“, rief er das Element auf und nahm eine Hand voll davon auf. „Wasser“, fuhr er fort und barg den Schnee in der geschlossenen Faust, bis eiskalte Tropfen ihm den Handrücken entlang rannen. „Luft“ er hob den Kopf, ließ den Wind um seine Wangen streichen, bevor er die Hand mit dem geschmolzenen Schnee hinüber zu dem Feuer streckte. Flammen begannen unverzüglich an seiner Haut zu lecken, doch sie verbrannten ihn nicht. „Feuer. Vereint Euch – werdet zu meinem Geist.“
Er fühlte eine immense Kraft in sich fahren, als die Elemente reagierten.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 11:13 pm

HINTER DIR Mirar wirbelte herum, sprang zur Seite und entging dem ersten Schlag aus Feuer und Eis welcher dort nieder ging wo er wenige Sekunden zuvor noch gestanden hatte. "Noch ein Magier?" zischte er, halb zu sich, halb zu Elaine während der flackernde Schein des Feuers der den Horizont in der Ferne erhellte langsam nachzulassen begann, da das Feuer nieder brannte. Er wusste nicht woher der Angriff kam - wusste nicht wo er seinen Aggressor suchen sollte. Sein Feind hatte sich verborgen - in den Tiefen des Waldes zwischen Gestrüpp und Strauch. "Angst ist der Name des Feindes - des einzigen Feindes!" flüsterte er leise. TÖTE IHN sprach Gott.
"Zeig dich!" schrie Mirar in die Finsternis hinaus und zog nun erneut das stählerne Schwert. "Beweis Courage! Lass uns das hier austragen wie Männer! Du willst die Hexe? Dann komm und hol sie dir!"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 11:18 pm

"Ich bin bereits da", erwiderte Devastare, doch seine Stimme schien aus allen Richtungen gleichzeitig zu kommen. Er war sich nicht ganz sicher, was die Elemente bewirkt hatten, doch sein stofflicher Körper existierte nicht mehr. Er war ... die Natur. Das Wasser, die Erde, die Luft und das Feuer und mit bloßer Willenskraft konnte er sie alle einzeln beeinflussen. Er durfte nicht zu sehr darüber nachdenken, er musste handeln und das schnell. Elaines Wimmern drang deutlich zu ihm, durchfuhr ihn wie ein Dolchstoß. Scheinbar konnte sein Herz noch fühlen als wäre es eins.
"Verschwindet, Mirar", sprach er jetzt nur drohend und ließ die Flammen zu dem anderen hinüber springen, um ihn von Elaine weg zu treiben. "Verschwindet aus diesen Ländern."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 11:32 pm

"Welche Teufelei ist dies?" rief Mirar in die Finsternis hinein und schüttelte den Kopf während er dem nächsten Feuerstoß entkam. Er tänzelte einem Dolch aus Eis aus dem Weg und selbst die Erde unter ihm schien sich gegen ihn zu verschwören. "Unmenschliche Bestie" keifte er und beschrieb mit dem Schwert eine Mühle, da er nicht viel mehr tun konnte. Seine Ausbildung hatte derartiges nicht vorgesehen - doch er wusste, dass sie dies auch gar nicht musste, wenn er sich nur von seinem Glauben leiten ließ. "Der wahre Gott ist das uns leitende Licht, ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die Menschheit in einem Universum der Finsternis. So wie wir Ihm dienen, so ist Er unser größter Diener. So wie wir zu Ihm beten, so gelten Seine Gedanken nur uns. Und wenn die Dunkelheit kommt und die Schatten uns bedrohen, ist der wahre Gott mit uns in Körper und Geist" flüsterte er im langsamen Gebet während sich seine Augen weiterhin auf das Flimmern in der Luft gerichtet hielten, welches mal hier mal dort aufzutauchen schien. Mirar spürte so etwas wie Furcht in seinem Herzen, doch er wusste das bereits dies Ketzerei war. Wie konnte er furchtsam sein, wenn der Eine auf seiner Seite stand?
"Es gibt unzählige Namen für die Verdammnis! Millionen von Kreaturen kriechen und winden sich und schänden das Land und das Wasser und die Luft. Jede Kreatur ist eine Sünde, die aus dem Schlechten der Menschen entsprungen ist. Und da die Sünden der Menschen ungezählt sind, gibt es unzählige dieser Kreaturen der Verdammnis, und ihre Macht ist groß.
Es liegt in der Natur eines jeden Wesens, sich auszubreiten und zu vermehren, so auch in jener der Verdammten. Sie möchten, dass wir uns ihnen anschließen und versuchen, uns zu beherrschen. In fremdartigen Formen greifen sie uns an. Im Schlaf säen sie Furcht und Zweifel in uns. Sie möchten unsere Herzen vergiften und uns auch zu Verdammtenn machen. Du darfst ihnen weder vertrauen noch sie am Leben lassen, wenn dir deine Menschlichkeit teuer ist" intonierte er, während seine Stimme immer lauter und dröhnender wurde. Er betete zu dem Einen - gab ihm all sein Vertrauen und er spürte wie seine Männer nicht fern von ihm starben. Sollte ihr Tod dem Einen gewidmet sein, wenn es seinen Sieg bedeutete. Die Todesschreie der Männer waren die Musik der Schlacht welche sie beide hier austrugen und die auf keiner sichtbaren Ebene zu sehen war. Der Inquisitor griff hinein in die Leere und spürte wie die Kraft seines Gottes aus ihm floss, seidenen Spinnenfäden gleich. Blut lief ihm aus der Nase und benetzte sein Gewand während er versuchte das Gefäß für den Einen zu sein, während er sich selbst von Unreinen Gedanken fern hielt. Und dann, als er glaubte etwas greifen zu können - etwas wie einen Arm, eine Hand griff er zu. Hielt sie fest wie ein Schraubstock und riss daran. In einem Schemen aus Licht und Feuer wurde Devastare aus dem Sein zurück ins Stoffliche gerissen und landete, ebenso wie der Inquisitor auf dem harten, vereisten Boden. Es war der Gottesmann, welcher zuerst erwachte. Sein Körper brannte und er konnte kaum eine Faser bewegen, als er fort kroch - fort von Devastare den er in seinem Zustand nicht töten konnte. Nur mit Mühe gelang es dem Inquisitor sich auf sein Pferd zu ziehen. Er verschwendete keinen Gedanken an Devastare oder Elaine oder seine Männer. Sein Kopf schien bersten zu wollen und all seine Aufmerksamkeit galt nur dem eigenen Sein - dem Gedanken seines Namens und mit aller Mühe erinnerte er sich wer und was er war, während sein stolzes schwarzes Pferd ihn in die Nacht hinaus trug.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 11:47 pm

Sein Kopf war ein Trümmerfeld nach einer Schlacht und sein Körper zitterte wie Espenlaub, als Devastare sich nach und nach zurück in die Realität kämpfte. Seine Finger krallten sich in den eisigen Boden, Schmutz blieb unter seinen Fingernägeln zurück und er fühlte etwas warmes seine Wange hinunter rinnen. Stockend tastete er danach und ließ die Hand dann kraftlos in den Schnee vor seinen Augen fallen. Blut. Es sickerte aus seinem Ohr und das konnte nicht gut sein. Die Welt vor seinen Augen drehte sich und das grelle Licht der Feuer stach darin, so dass er sie immer wieder schließen musste und darauf hoffte, der Seegang der Erde wäre bald zu Ende. Sein Rücken war taub, aber der Rest von ihm stand in Flammen ... es gab nichts, was er lieber getan hätte, als jetzt in einem weichen Bett zu liegen und zu schlafen ... aber da war noch etwas, was er tun musste. Etwas ...
Ein leises, kaum hörbares Schluchzen rüttelte seine Lebensgeister wach, obwohl er nicht wusste, ob es wahr war oder in seinem Kopf existierte. Egal, es funktionierte jedenfalls.
"Elaine", krächzte er heiser und schob die Hände unter sich, um sich irgendwie auf die Knie hoch zu stützen. Die Welt kippte von rechts nach links und Devastare blieb kurz auf den Knien sitzen, beide Hände an seinen Schläfen, als würde das helfen - das tat es nicht, aber er musste irgendwo anfangen.
Langsam sah er sich um, doch weder von den Männern noch Mirar war noch etwas zu sehen ... sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Mühsam stemmte er sich hoch, taumelte ein paar Schritte, bis er endlich den Käfig sah, in dem Elaine sich befand. Stolpernd kam er herüber, griff nach den Stäben, die er selbst unbeschadet berühren konnte. Sie waren tatsächlich aus Eisen ... diese Bastarde!
"Elaine ...!", rief er leise nach ihr, während er den Blick unstet über den Boden wandern ließ. Seine Magie war am Ende, er würde nicht einmal mehr so viel zusammenkratzen können, um auch nur zu versuchen, dieses Schloss vor sich zu öffnen. Schlüssel zu finden wäre zu schön gewesen, aber er fand etwas ähnlich gutes: eine Axt.
Sie zu heben erforderte einiges an Geschick und schwankend fixierte Devastare sein Ziel. Elaine war in der anderen Ecke zusammengekauert, sie war nicht in Gefahr, jedenfalls nicht in Gefahr, von ihm zerteilt zu werden.
Die Kette gab erst nach mehreren Schlägen nach und bis dahin war Devastare schweißgebadet und das Blut hatte längst einen Kragen durchnässt und fraß sich hinunter zu seiner Brust. Sein eigenes Blut rauschte ihm pulsierend in den Ohren, als er die Kette fahrig aus den Stangen zog und sich nach dem Riegel streckte, der als Verschluss fungierte.
"Komm schon ...", flüsterte er unwirsch, weil er ihn die ersten beiden Male verfehlte und erst beim dritten Mal und unter Ächzen konnte er den Riegel nach oben hebeln. Sollte er nicht eigentlich das Knistern des Feuers hören? Brannten die Stellen nicht mehr ...?
Verwirrt schüttelte er den Kopf und zog die Eisentür auf, ehe er sich nach innen streckte und Elaine an den Fußgelenken zu fassen bekam. Er zog sie so weit, bis sie mit den Beinen aus der Käfigtür war, dann seufzte er leise und schob die Arme unter sie. Zwei Meter würden sie kommen, alles andere würden sie später klären, jetzt zählte nur, sie von dem direkten Kontakt zu dem Eisen zu befreien. "... halt dich fest."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mo Feb 29, 2016 11:57 pm

Der Ruck, den sie am Knöchel spürte, zerrte sie aus dem Delirium zurück und wieder hinein in die wahre Welt, aber sie war zu schwach dazu, um sich der Hand entgegen zu setzen, die nach ihr gegriffen hatte. Sie spürte, wie sie jemand unter den Armen griff und ihr vernebelter Blick fiel auf das dreckige, blutige Gesicht, welches das Erste war, was sie noch erkennen konnte zwischen all den verwaschenen Farben und dem Feuer, das um sie herum noch züngelte. Der Griff schmerzte an den offenen Wunden, die das Eisen verursacht hatte, doch das Erschrecken darüber, wer sich dort bei ihr befand, war größer und brachte Elaine jetzt dazu, noch einmal alle übrig gebliebenen Reserven aufzubringen, die ihr zur Verfügung standen. Magie zuckte kurz um ihre Finger, bevor sie wieder verglomm und sie sich daran erinnerte, dass sie nicht einen einzigen Zauber aussprechen konnte und so versuchte sie sich gegen den Griff zu wehren, um zu versuchen wieder auf beiden Füßen zu landen, selbst wenn die sie nicht mehr tragen würden.
"Nein bitte ...", flehte sie, die Tränen noch immer in den geröteten Augen, weil das Gesicht sich in ein anderes wechselte, das sich nur durch den Dreck und den kurzen Bart von dem bei ihr unterschied und als sie beide unsanft auf dem Boden landeten, robbte Elaine von ihm fort, während ihr Herz in ihrer Brust zu zerspringen drohte. "Ich hab alles getan ...! Nicht wieder ... du hast gesagt, ich darf sie sehen ..."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 12:05 am

Scheinbar hatte sein Gehör wirklich gelitten, denn Devastare konnte kein einziges der Worte hören, das sie sagte, aber sie versuchte auf Biegen und Brechen mit ihrem geschundenen Körper von ihm weg zu kommen und brachte ihn ins Straucheln. Er schaffte es gerade so, sie ein paar Meter neben dem Eisenkäfig abzusetzen, halbwegs sanft, bevor er seine Kräfte nicht mehr beisammen halten konnte und einfach neben ihr in die Knie brach.
Ihre Hände versuchten ihn von sich wegzuschieben und auch, wenn er nichts verstand von dem, was sie sagte - denn ihre Lippen bewegten sich eindeutig immer noch - so verstand er ihre Gestik und den Gesichtsausdruck. Zögernd rutschte er ein Stück von ihr weg, wollte die Hand ausstrecken um sie zu beruhigen, besann sich dann aber doch eines besseren. Es war nicht das erste Mal, dass sie in seiner Gegenwart zusammenzuckte, obwohl sie ansonsten die Ruhe selbst war. Nichts konnte sie überraschen, nicht der kreischende Vogel über ihrem Kopf, nicht das Knacken des Astes hinter ihr, weil ein Pferdehuf ihn zerteilt hatte.
"Elaine, hör mir zu", bat er sie eindringlich und löste seinen Umhang mit bebenden Fingern von den Schultern, um ihn ihr über zu legen. Er bemühte sich, sie nicht zu berühren und zog die Hände so rasch es ging zurück. "Elaine. Ich bin's. Devastare. Verstehst du mich? Ich werde dir nichts tun."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 12:13 am

"Ruhig Mädchen", sprach Lucan welcher wie aus dem Nichts aufgetaucht war und nun Elaine an den Schultern hielt. "Ganz ruhig, wir sind da - wir sind da und es wird alles wieder gut werden" versprach er ihr in dem selben Ton in welchem er auch mit den Pferden sprach und der Worte unbedeutend machte, da die intonierung unmissverständlich war.
Er hatte es von Anfang an für eine dumme Idee gehalten, dass Devastare alleine losgezogen war und so hatte er Coreen und Jaeren dazu überredete wieder umzukehren. Sie alle konnten kämpfen und wieso es klüger sein sollte drei von ihnen fort zu schicken nur weil die Kirche da war schien ihm auch missverständlich. Die Kirche wurde von Menschen geleitet und Menschen konnte Lucan töten. Den Beweis, dass er Recht behalten sollte fand er nun in Form eines halb zerstörten Devastare und einer verstörten und verletzten Elaine. Er rieb ihr Schnee über die Arme um die Verletzungen zu kühlen und kaute Sauerampfer, welchen er auf die Wunden spuckte. "Jaeren kümmer dich um Devastare, Coreen dich brauche ich hier!"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 7:22 pm

Als Devastare jetzt von Elaine wehsah und zu Jaeren blickte, der vor ihm in die Hocke gegangen war, wusste er im ersten Moment nicht einzuordnen, was hier los war. Er hatte die anderen doch weggeschickt ... warum waren sie hier? Wieso waren die Dummköpfe zurückgekommen? Sie hatte nur Glück, dass Mirar weg war ... gegen seine Magie hätten sie nichts ausrichten können mit ihren Schwertern und Rüstungen ...
Verwirrt und schmerzerfüllt das Gesicht verziehend rieb er sich über die Stirn, aber es war vergebliche Liebesmüh, denn sein Kopf schien weiterhin bersten zu wollen und irgendjemand hämmerte wie wild dort drinnen mit einem Hammer herum.
Er beobachtete wie in Trance das Tun von Lucan und Coreen, die effektiv einen Blick auf Elaine verhinderten. Es ließ ihn nicht los, dass irgendetwas an ihm so angsteinflößend war, dass sie ... und dann traf es ihn. Völlig geschockt von der Fähigkeit, so lange begriffsstutzig zu sein, ließ er sich zurück in das nasse Gras sinken und gab alle Versuche, sich aufzurichten auf.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 7:50 pm

Der besorgte Blick ging mehrmals über die junge Gestalt von Devastare, während Jaeren mehrere Male nach Schnittverletzungen oder ähnlichem suchte. Doch war nichts davon zu sehen, vielleicht die eine oder andere Schramme, wirklich ernsthafte Verletzungen blieben jedoch aus. Einzig das bluten aus den Ohren bereitete dem Südländer wirkliche Sorgen, weswegen er Devastare langsam mit dem Oberkörper hoch half. »Ich weiß nicht was zur Hölle da gerade passiert ist«, fluchte er Jaeren, setzte ein bitteres Lächeln auf und prüfte daraufhin, ob die Augenbewegungen des anderen noch einigermaßen akkurat waren, oder nicht mehr als ein wildes Flimmern. »Aber du scheinst verdammtes Glück gehabt zu haben. Tu mir beim nächsten Mal nur einen Gefallen, stürm nicht einfach nach vorn und sag uns wir sollen fliehen. Ich«, er ließ den letzten Satz unbeantwortet und bot dem Anderen stattdessen etwas zu trinken an.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 7:54 pm

Devastare schüttelte nur den Kopf, als der Wasserschlauch in seine Hände gedrückt wurde und gab ihn zurück. Schon der Blick darauf und die Aussicht, etwas zu sich zu nehmen, bereitete ihm Übelkeit. Vielleicht lag es auch an der plötzlich wieder vertikalen Lage, in der er sich befand. Sacht legte er eine Hand auf seinen Magen um das Rumoren darin zu beruhigen, doch es brachte ihm nicht sonderlich viel.
Jaeren schien mit ihm zu sprechen ... verzweifelt versuchte er, von dessen Lippen zu lesen, was er sagte, doch der andere sprach entweder zu leise oder mit seinen Ohren stimmte wirklich etwas nicht. Er sah sich um auf dem freien Bereich, in dem sie sich befanden. Die Feuer brannten noch, Lucan redete auf Elaine ein und Coreen war damit beschäftigt, die Wunden irgendwie zu versorgen.
"Jaeren?", fragte er und war sich sicher, dass etwas aus seiner Kehle kam, das Wort vibrierte auf seinen Stimmbändern, doch er hörte keinen Ton. Langsam wurde ihm anders.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 8:02 pm

»Oh verdammt«, fluchte Jaeren leise und legte den zurückgewiesenen Wasserschlauch langsam zur Seite. Er hatte befürchtet, dass die Blutung der Ohren durch eine Verletzung des inneren Häutchens im Hörkanal herbeigeführt wurde, dessen genauen Namen er leider vergessen hatte. Doch kurzzeitig war die Hoffnung in dem Südländer aufgekeimt, es wäre nur irgendeine Art von Stressverarbeitung des Körpers, hatte er doch schon einige Male erlebt, dass die Menschen aus den verschiedensten Löchern bluteten, wenn sie sich zu sehr beanspruchten. Doch hier schien es der typische Fall zu sein, auch wenn die Ursache wohl keineswegs normal war, denn Jaeren hatte kein derart lautes Geräusch gehört, dass eine solche Verletzung erklärte. »Verdammt … du solltest etwas trinken«, murmelte er leise und schob dem Anderen daraufhin erneut den Trinkschlauch zu, in der Hoffnung der andere würde verstehen, dass sein Kreislauf nach diesem Angriff stark mitgenommen war.
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