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 Grenzübergang "Tiny Hill"

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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 8:05 pm

"Nein", wehrte Devastare erneut ab und schob Jaeren dann von sich - oder bemühte sich zumindest, es zu tun, bevor er sich irgendwie auf alle Viere brachte und dann einen Fuß auf den Boden stellte, um sich in die Gerade zu hieven. Er musste sich selbst davon überzeugen, dass Elaine wieder werden würde und das konnte er nicht, wenn er hier herumlag. Außerdem war er es nicht gewesen, der wusste der Geier wie lange in einem Eisenkäfig verbracht hatte, während das Metall ihn verbrannte. Sein Zeitgefühl hatte er verloren, ebenso wie das Kälteempfinden. Sein Körper war da anderer Meinung und er fühlte jeden einzelnen Muskel beben, kurz davor, wieder nachzugeben und ihn zu Boden zu werfen, aber mit schierer Willenskraft zwang er sich die paar Schritte zu den anderen dreien hinüber zu machen.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 8:28 pm

Elaine lehnte inzwischen an Coreen und hatte ihre zitternden Finger in dem Mantel der Freundin festgekrallt. Ihr Blick war abwesend auf irgendeinen Fixpunkt gerichtet und nur ab und an zuckte sie zusammen, wenn die Freundin an eine der Wunden kam, die der Eisenkäfig nach sich gezogen hatte. Sie war leichtsinnig gewesen, dumm genug, sich selbst den Inquisitoren zu stellen, weil sie ein Einhorn ermordet hatten und der Geist ihr die Kontrolle über ihren eigenen Körper entrissen hatte.
Immer wieder schauderte sie, wenn sie darüber nachdachte, wie wehrlos sie gewesen war und immer wieder hörte sie Mirars leise Stimme an ihrem Ohr - dass er Wesen wie sie nicht einmal hasste, dass sie nur Ballast auf dieser Welt waren. Die Magie, die sie festgehalten hatte, war um so vieles stärker gewesen als ihre eigene, sie war fremd gewesen, dunkel und als habe irgendetwas Fremdes ihre eigene Seele berührt. Oberons Worte fielen ihr wieder ein, wie er über die Verderbnis gesprochen hatte und was mit Wesen geschah, die den menschlichen Lastern anheim fielen und sich in der Dunkelheit verloren.
Als Lucan jetzt einen Schritt zur Seite setzte und ihr den Blick auf ihren wankenden Retter ermöglichte, zuckte sie erneut zusammen und verstärkte ihren Griff um Coreens Mantel, bevor sie versuchte auf dem dreckigen, aufgeweichten Boden ein Stück nach hinten zu rutschen. Eine leise Stimme riet ihr, sich zu beruhigen, weil er nicht Salvatore war, aber sie wurde von dem rauschenden Blut in ihren Ohren verschluckt.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 8:41 pm

Am liebsten hätte Jaeren dem Anderen ein Stück Pergament vor die Nase gehalten mit der Aufschrift, dass er in seiner aktuellen Lage nichts tun könne. Seine Ohren waren verletzt und somit würde er die nächsten Tage hin und her torkeln wie ein Trunkenbold, der kurz vor dem endgültigen Delirium war. »Bleib – sitzen«, mahnte er Devastare erneut, drückte und drückte den Jüngeren sacht zu Boden, sodass dieser zwar aufrecht saß, sich jedoch nicht verletzten konnte, wenn er umfiel. »Trink«, mahnte er Devatare noch, drückte ihm nun schon zum dritten Mal die Flasche zwischen die Hände und wandte sich dann zu Elaine, und im Vergleich zu Devastare hatte die Zauberin, man konnte es nicht anders sagen, deutlich mehr Pech gehabt. Viele Der Kleidungsstücke waren eingerissen und offenbarten somit Brandnarben, von denen er inzwischen wusste, dass sie keineswegs natürlichen Ursprungs waren. Glücklicherweise waren wichtige Partien wie Augen oder Mund unberührt, doch dennoch grauste es Jaeren bei dem Anblick – und ein unmittelbares Gefühl des Mitleids kam in ihm auf. Wie stark die Schmerzen gewesen sein mussten konnte er sich nur schlecht vorstellen, zumal es in einem Käfig aus Eisen keinerlei Rückzugspunkt gab. »Coreen«, wandte er sich an die Gefährtin, da es offensichtlich war, dass Elaine kaum ein Wort hervorbringen würde. »Ich glaube ich kann ihr helfen. Würdest … Würdest du mir bitte helfen?«
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 8:45 pm

Überrascht von den Worten hob Coreen den Kopf, weil sie sich schon seit Minuten nicht aus dem Griff der Freundin befreien konnte. Sie hatte keinen blassen Schimmer, was hier vor sich ging - aber sie wusste, dass Elaine Schmerzen hatte. Sie hatte von oben gesehen, was geschehen war.
"Elaine?", fragte sie die andere und strich ihr vorsichtig die Haarsträhnen aus dem Gesicht, bevor sie ihr die Hand unter das Kinn schob um sie zu zwingen, ihr in die Augen zu blicken. "Lass Jaeren dir helfen. Niemand will dir etwas Böses tun. Wir sind bei dir." Sie wusste nicht, wie weit genau sie damit kam, aber vielleicht würde es genügen.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 9:02 pm

Er ließ Coreen genug Zeit um Elaine so weit zu beruhigen, dass die Andere begriff was Jaeren im Begriff war zu unternehmen. Dann beugte sich der Südländer langsam über die Zauberin und konnte sich einen tiefen Luftholens nicht erwehren. An einigen Stellen hatten die Verbrennung bereits Blasen geschlagen und es gab mehrere Stellen, an denen die Haut bereits mit der Kleidung verschmolzen war, was zweifellos daran lag, dass Elaine keine Möglichkeit gehabt hatte Druck von einer betroffenen Stelle zu nehmen. Am schlimmsten waren Unterschenkel, Fußsohlen, Knie und Schultern betroffen, vermutlich war sie nach einer gewissen Zeit kraftlos nach hinten gefallen. Und ja – als er Elaine sanft zur Seite drehte, bestätigte sich dieser Verdacht. »Scheiße«, er nahm sich eine Handvoll Schnee, wusch sich damit zuerst die Hände und griff kurz darauf ein weiteres Mal danach, ehe er langsam über die ersten Wunden der Magierin glitt. Das schmerzerfüllte Zucken das daraufhin folgte war vollkommen normal, doch mussten die Verbrennungen gekühlt werden. »Irgendjemand soll ein Feuer machen und Wasser kochen, wir brauchen ein paar saubere Tücher und ich bezweifle das die, die wir dabei haben wirklich rein sind. Coreen«, Jaeren hob den Kopf ein Stück weit, während er erneut mit einer Hand voll Schnee über die Verbrennungen glitt. »In meiner linken Satteltasche sind zwei Lederbeutel. In einem davon mehrere Ballförmige, grüne Früchte. Bring sie mir, ja?«
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 9:30 pm

Als der andere den Stoff versuchte von ihrer Haut zu entfernen, versuchte Elaine sich noch eines jeden Geräuschs zu erwehren, doch letztlich drang doch ein leises Wimmern über ihre Lippen, die sie zusammen gepresst hatte, um nicht aufzuschreien. Das Letzte, was sie wollte, war dass er damit weitermachte, womit er begonnen hatte, doch ganz gleich, wie oft sie versuchte ein Stück vor ihm zurück zu rutschen - Lucan hielt sie an den Schultern fest und zwang sie so an Ort und Stelle zu verharren. Als Jaeren schließlich nach einer Pfeife griff und sie ihr entgegen hielt, schüttelte sie den Kopf und wandte den Blick zur Seite hin ab. Was immer es sein musste, sie wollte es nicht zu sich nehmen, war niemals ein Freund von Rauschgiften oder Alkohol gewesen, selbst wenn es ihr vielleicht gegen die Schmerzen helfen würde, die überall an ihrem Körper vorherrschten und sie immer wieder in die Trance trieben.
Coreens Gestalt verschwamm ein paar weitere Schritte vor ihr, als ihr Kopf zur Seite hin sackte, weil Jaeren erneut ein Stück Kleidung von einer Wunde zog. Fahrig streckte sie ihre Finger nach vorn und schob die Hand des anderen fort, die Pfeife weg, die er ihr noch immer hinhielt und erst als sie das Seufzen des anderen hörte, hob sie den Blick. Er war schneller bei ihr als sie gedacht hatte, schneller als sie gedacht hatte war er hinter ihr und hielt ihren Kopf fest, zwang ihr die Pfeife zwischen die Lippen und hielt ihr die Nase zu, um sie dazu zu zwingen, einzuatmen. Es blieb ihr nichts mehr übrig als ihm zu gehorchen. Der Rauch brannte in ihren Lungen und brachte sie dazu gequält zu husten, sich nach vorn zu beugen als sie endlich wieder Luft bekam.
Als sie den Blick wieder hob und in den von der Sonne reflektierenden Schnee richtete, explodierte ihre Welt und unzähligen von bunten Farben. Sie bemerkte noch, dass ihr Bewusstsein schwand, bevor sie in dem Schnee landete und dort liegen blieb.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 9:44 pm

Sie hatten nicht lange darüber debattiert, wie weit sie sich vom Ort des Geschehens entfernen wollten - teilweise auch deswegen, weil Coreen der Meinung war, wenn sie sich nur in Deckung brachten, müsste das reichen. Sie war immer noch entsetzt darüber, wie Jaeren Elaine die Pfeife angedreht hatte - aufgezwungen hatte, musste man beinahe sagen, aber sie war sich auch nicht sicher, ob die Freundin nicht ohnehin im Schnee gelandet wäre. Sie hatte Jaeren mit ihr zurückgelassen, bevor sie sich verwandelt hatte um Lucan und Devastare fort zu bringen. Letzterer schien auch nicht mehr ganz beisammen zu sein, er hatte sich widerstandslos in die Krallen nehmen lassen und einzig die Tatsache, dass er kurz nach Ende des Fluges und einer sehr sehr sanften Landung alles aus sich herausbrach, was er jemals intus bekommen hatte, sprach für den etwas ruckeligen Flug. Coreen machte sich Sorgen, aber er würde das schon wegstecken. Sie ließ ihn mit Lucan zurück, auf dessen Rufen und Pfeifen hin die Pferde sich in ihre Richtung aufmachten und hob jetzt Elaine sanft auf.
'Nach Westen, Jaeren, ich hole dich, sobald Elaine in Sicherheit ist', wies sie den Jüngeren an und war dann auf und davon mit ihrer Last.

Jetzt, fast zwei Stunden später hatten sie ein kleines Lagerfeuer aufgeschichtet und entzündet und saßen darum herum. Keiner wollte sein Zelt aufbauen und es war schließlich Devastare gewesen, der - taub wie er gerade wahr - ausgesprochen hatte, was keiner sagen wollte: niemand wollte alleine sein. Die Angst vor einem Angriff war zu groß.
"Jaeren ...?", fragte sie und kam zurück zum Feuer, nachdem sie die Pferde versorgt hatte. "Wir sollten die Zelte irgendwie miteinander verbinden. Elaine könnte das mühelos mit ihrer Magie ... aber ich will ihr das nicht zumuten. Lass uns probieren, was wir hinkriegen."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 9:53 pm

»Wir«, antwortete Jaeren und knabberte ein letztes Mal an seiner Pfeife, die er, nun da er sie ohnehin angezündet hatte, auch aufbrauchen wollte. Er hatten den Geschmack des Stoffes schon beinahe vergessen, die angenehme Wärme die einen Umfing sobald man den Rauch inhalierte – doch der Rest des Pfeifeninhalts landete schließlich im Schnee, denn über diesem klopfte der Südländer die Pfeife aus und verschüttete das schwarzbraune Gemisch mit einer weiteren Ladung des weißen Umgebungsstoffes. »können die beiden äußeren Wände einfach übereinanderlegen und mit ein paar Riemen befestigten. Vorn können wir denke ich die Pferdedecken verwenden. Das wird zwar nicht schon aussehen«, mit einem leisen Seufzen erhob er sich. »Aber ich denke es wird die Kälte recht gut fernhalten. Und das ist in Elaines Zustand momentan das wichtigste. Ihr Körper braucht eine reguläre Temperatur«, mit schnellen Schritten war er bei den Zeltplanen angekommen, doch noch ehe er mit dem Aufbau anfangen konnte, drehte er sich erneut zu Devastare um. Zwar wirkte er inzwischen wieder ein weniger gefasster, doch die Verwirrung konnte man dem Anderen noch immer ansehen. »Das hätte alles nicht passieren dürfen, wir«, murmelte Jaeren zwischen zwei Handgriffen. »Wir hätten mit eingreifen sollen, dann wäre das vermutlich gar nicht passiert.«
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 9:59 pm

"Er hatte Recht mit dem, was er getan hat", erwiderte Coreen, obwohl es bitter auf ihrer Zunge schmeckte, das zuzugeben. Sie hätte lieber selbst eingegriffen, doch die Magie, die durch die Luft gesirrt war, in der sie das ganze Schauspiel überflogen hatte, überstieg ihre eigene Leistung bei Weitem. Sie wusste wann es besser war, abzuwarten. "Lucan und du ... er ist ein bravouröser Ritter und du kannst mit Sicherheit auch mit deinem Säbel umgehen, besser als manche deiner Zeitgenossen ... aber gegen Magie könnt ihr beide nichts ausrichten. Mach dir nichts vor. Das hier wäre passiert, nur wäre es vorher für euch böse ausgegangen, wenn nicht tödlich. Die Kirche ist nicht zu unterschätzen und was Mirar angeht ... er ist anders als die restlichen Kirchenmänner."
Sie band den Knoten heftig fest, packte das Seil härter als nötig und wich seinem Blick aus, während sie es spannte, damit es die Last für die Nacht tragen würde. Elaine würde rasen, wenn sie zu viel Zeit verlören, aber heute war sie nicht mehr in der Lage, auch nur noch einen Schritt vorwärts zu tun. Um genau zu sein, war sie völlig unansprechbar.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 10:10 pm

»Anders … diese Leute sind allesamt anders Coreen. Morden und Plündern im Namen ihres Gottes, als würde allein die Erwähnung ihnen Absolution über jede Tat verschaffen. Ich habe sogar gehört, dass das große Kirchenoberhaupt zum aktiven Kampf gegen uns Ungläubige«, Jaeren spuckte das Wort förmlich aus, »aufgerufen hat. Und das jedem der jetzt konvertiert jegliche Schuld vergeben wird. Komisch oder? Eine angebliche Gottheit greift auf die gleichen Methoden zurück wie jeder noch so kleine Händler, Sondernagebote.« Inzwischen stand das provisorisch verknüpfte Zelt und wirkte tatsächlich recht stabil, was Jaeren durchaus erstaunte. Doch viel Zeit zum Wundern gewährte er sich selbst nicht, denn Coreen machte sich bereits daran die Pferdedecken vor dem Eingang zu befestigten.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 10:15 pm

"Wir werden unser Land schützen", erwiderte Coreen schlicht und befestigte die Decken der Pferde so vor dem Eingang, dass sie als Zutritt und zugleich Luftschutz dienten, bevor sie sich nach den anderen umsah und erst Jaeren, dann Lucan anstieß, die sich in ihrer Nähe befanden. "Helft mir, sie rein zu bringen."
Sie mochte ja ein Drache sein, aber ihre Kräfte waren in Menschengestalt auch nur die einer simplen Frau. Sie konnte vielleicht Elaine schleifen - was aber ihren Wunden nicht gerade zuträglich gewesen wäre. Spätestens bei Devastare hätten ihre Kräfte sie auch verlassen.
Sie hob die Decken an, damit die beiden Männer ihrem Werk nachgehen konnten und trat in das niedrige Innere, gebückt, um nirgendwo anzustoßen, bevor sie begann Decken und Mäntel auszubreiten.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 10:24 pm

»Coreen«, fing er erneut an, nachdem sie Elaine in das Innere verfrachtet hatten und auch Devastare in das Zelt bugsiert hatten, »wenn du mir eine Frage gestattet – woher genau kommst du? Ich hatte schon seit einiger Zeit die Vermutung, dass die ein Drache bist, wobei … naja, ich denke du kannst verstehen warum ich nicht offen gefragt habe. Aber jetzt dass das ganze klar ist: woher kommst du? Sicherlich aus Ayantis aber – welcher Hort? Ich hatte öfters Männer und Frauen in der Karawane, die lange Zeit für die Pflege der Nester zuständig waren, deswegen weiß ich das ein oder andere.« Doch noch bevor die Andere antworten konnte, bat er sie mit einer kurzen Geste des Kopfes mit nach draußen zu kommen. Das Feuer war noch nicht heruntergebrannt, weswegen es Jaeren für das beste hielt, noch ein wenig Essen zuzubereiten, welches sie später für Elaine noch einmal aufkochen konnte.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 10:29 pm

Das ein oder andere ...? Sie war niemals einem Menschen begegnet, der für die Pflege der Nester 'zuständig' gewesen war - es war eine Berufung und Lebensaufgabe. Derjenige, der dem Drachen beim Schlüpfen half, war bis an sein eigenes Lebensende der engste Vertraute des Wesens und wurde mit Zuneigung und Reichtum bedacht. Rhiannon hatte ihr erzählt, dass es auch anders ging, aber diese Drachen waren meistens von niederer Geburt.
Mit einem Blinzeln kehrte sie zurück und sah zu Jaeren hin. "Meine Heimat ist Ekynes", erwiderte sie wahrheitsgemäß, denn dort hatte sie ihre Lebensjahre bisher verbracht. "Aber ich war ein Geschenk Havias."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 10:38 pm

»Havia?« Wiederholte Jaeren erstaunt und hob eine Augenbraue. »Verdammt kalte Gegend, aber dass erklärt wohl euren Hang zur Kälten.« Ein Geschenk – das war überraschend. Zwar wusste der Südländer, dass es dann und wann so einen Austausch zwischen Ländern gab, doch war in der Regel Ayantis derjenige, der einen Drachen verschenkte oder aber verkaufte – Länder wie Havia waren hingegen recht dünn mit diesen Wesen besiedelt, warum also hatte man Coreen weggegeben?
Er hatte noch etwas Anderes erwidern wollen, allerdings fehlte es ihm in diesem Moment an Gesprächsstoff, was zum Teil wohl an der Erschöpfung lag, die jeden Einzelnen gezeichnet hatte. Stillschweigend griff er also nach den einzelnen Zutaten und kochte das zusammen, was sie in den letzten Tagen schon des Öfteren gegessen hatten, Eintopf.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Di März 01, 2016 10:59 pm

Zwischen den dichten Büschen, nicht einmal einen ganzen Meter von dem Lagerplatz der kleinen Gruppe entfernt, blitzte ab und an etwas Weißes auf, bevor es wieder im Dickicht verschwand, ohne einen einzigen Laut dabei zu verursachen. Das Feuer, auf das die beiden ihren Blick gerichtet hatten, blendete sie und das Prasseln der Holzscheite im Feuer verbarg auch das leise Klappern, das sich jetzt langsam näherte. Im Schnee waren Spuren von Hufen zu erkennen, von irgendwoher erklang ein leises Wiehern, das wehmütig in der sonst so ruhigen Nacht verhallte, bevor sich aus den Büschen die Gestalt eines schimmernden, weißen Pferdes schob, welches langsam näher kam. Die klugen Augen des Tieres waren auf den Eingang des Zeltes gerichtet, dessen Inneres sich hinter unzähligen Pferdedecken verbarg und hinter denen das leise Husten der Verletzten zu hören war. Die weiße Mähne flatterte in dem kalten, nächtlichen Wind, die fein säuberlich geflochtenen Strähnen fielen auf das weiße Fell hinab - ab und an nur setzte sich eine Schneeflocke darauf fest und schmolz auf dem warmen Körper.
Langsam, gerade so als habe es alle Zeit der Welt setzte es Huf um Huf nach vorn. Die Pferdedecken wurden von dem Horn auf seiner Stirn zur Seite geschoben, bevor es sich hinab beugte. Bedauern spiegelte sich in den großen Augen wieder, Schmerz über den Verlust, welchen sie am heutigen Tag hatten erdulden müssen und um Entschuldigung bittend stieß das Einhorn ein leises Wiehern aus. Die Nüstern blähten sich ein Stück auf, als sich die Blicke auf es richteten, bevor es das Horn senkte und damit nur sacht und kaum spürbar zuerst den Körper des Magiers berührte, um seine Wunden heilen zu lassen.
'Alle Kirchen haben trübe Augen', hallte die sanfte weibliche Stimme durch den Geist der Anwesenden. 'Grämt euch nicht für das, was geschehen ist. Es ist nicht immer ein Ende im Tod.'
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 7:35 pm

Devastare war nur im Halbschlaf gewesen, irgendwo in dem Bereich zwischen Wachen und Träumen, den man besuchte, ehe man wirklich in die Hände des Schlafes glitt und in dem Schatten zu Ungetümen und Lichter zu Pixies wurden. Aber ein Einhorn hatte er sich bislang niemals eingebildet. Blinzelnd vergrub er seine Hand in dem Umhang, der als Kissen fungierte, um dem Drang zu widerstehen, es zu berühren und herauszufinden, ob es real war oder nicht, dann jedoch tat es etwas gänzlich unerwartetes: es senkte sein Horn und stieß ihm damit vorsichtig gegen die Schulter. Sofort breitete sich Wärme von dort auf, fuhr durch seinen ganzen Körper und er konnte fühlen, wie zerstörte Teile sich wieder zu einem Ganzen zusammen fügten. Es änderte nichts an der bleiernen Müdigkeit, die er fühlte, aber auf einmal vernahm er wieder die gedämpften Stimmen von draußen und hörte das Prasseln des Feuers, das er nur zwischen den Beinen des Tieres hindurch sehen konnte, weil es nicht ganz in das provisorische Zelt passte.
Er hörte die Worte in seinem Kopf und setzte sich langsam auf, ganz behutsam, damit er das Einhorn nicht verschreckte. Heute hatte er merkwürdigere Dinge erlebt, grausamere ... das hier war wohl real und er tat gut daran, sich an seine gute Kinderstube zu erinnern.
"Hab vielen Dank", flüsterte er nur und sah zu Elaine hinunter, die sich immer noch wimmernd unter den Decken wälzte. Vorsichtig streckte er eine Hand zu ihr und strich die schwarzen Strähnen aus ihrer verschwitzten Stirn. Sie litt, obgleich der Droge, die Jaeren ihr verabreicht hatte und es tat Devastare fast körperlich weh, sie dabei zu beobachten. Bevor er irgendeine andere Frage stellen wollte, musste er eines wissen: "Kannst du ihr helfen?"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 8:27 pm

Als die leise Stimme des jungen Magiers erklang, hob sie den Kopf und musterte das bleiche Gesicht ihres Gegenübers für eine ganze Weile lang neugierig. Er war aufrichtig genug, um nicht den Versuch zu machen, sie zu berühren und so neigte sie sacht den Kopf ein Stück, als wolle sie noch einmal über das nachdenken, um was er sie eben gebeten hatte. Dann erst wandte sie langsam den Kopf hinüber zu der zweiten Verletzten und erneut senkte sie das Horn, berührte damit den schaudernden Körper, welcher sich nur wenig später entspannte. Sie hatten dem Einhorn helfen wollen, welches die Kirche aufgrund seines Horns ermordet hatte und auch wenn jetzt Trauer ihr Herz füllte, so konnte sie jene tapfere Streiter nicht verletzt hier lassen, während sie sie nun bereits seit Tagen in sicherem Abstand verfolgte.
'An euch hängt Schicksal', hallte erneut ihre Stimme durch die Köpfe der Anwesenden und als der Ritter an der Seite des jungen Magiers auf die Knie sank, ganz offensichtlich überrascht und erstaunt über ihr Erscheinen, wieherte das Einhorn belustigt darüber. Nur wenige Menschen erkannten Einhörner wie sie noch, wenn sie ihnen begegneten - die meisten hielten sie für einfache weiße Stuten, simple Pferde, die sie fangen und reiten wollten. Umso erstaunlicher war es, dass diese Menschen hier sie als das sahen, was sie wirklich war.
'Wer seid ihr?'
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 8:38 pm

Das eine gewisse Aura von dem Einhorn ausging war nicht zu leugnen und im ersten Moment hatte Jaeren sich vor lauter staunen nicht bewegen können. Er hatte einige Male von solchen Wesen in Geschichten gehört oder in Bücher gelesen, wobei er sich nie wirklich sicher gewesen war, ob sie denn wirklich existierten, denn letztlich hatte weder er, noch irgendjemand dem er vertraute ein Einhorn gesehen. Nun jedoch stand eines vor ihm – zwar hätte man damit argumentieren können, dass er vor ein paar Stunden bereits in der Nähe eines solchen gewesen war, doch hatte er in diesem Moment seine volle Aufmerksamkeit auf die beiden Verletzten gelenkt – und eine große Aussprache darüber, dass die Kirche ein Einhorn umgebracht hatte, hatte es nicht gegeben.
»Alharir li aistiqbal ealiat alwujud« (Seid mir gegrüßt hohes Wesen), murmelte er respektvoll in seiner Landessprache, ehe er sich der Höflichkeit entsann und eine Möhre aus einer Ecke kramte, in welcher er zuvor die Vorräte für den Eintopf aufbewahrt hatte. Es mochte nicht viel sein, doch wusste er um das Gastrecht, dass auch bei einigen magischen Wesen ein hohes Ansehen genoss.

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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 8:46 pm

Verwundert darüber, dass ihr der Fremde gerade eine Möhre hinhielt, wich sie zurück und stampfte mit den Hufen auf dem gefrorenen Boden auf, den Kopf von einer Seite zur anderen werfend. Erneut blähten sich die Nüstern auf und die Augen wanderten von der Möhre hinauf zu dem Mann, der sie in den Händen hielt und sie am Ende festhielt, das spitze Ende auf sie gerichtet, als wäre es ein gezogenes Schwert. Es war freundlich gewesen, ihr Nahrung zurück zu lassen, als sie weitergezogenen waren, doch niemals hatte jemand ihr etwas hingehalten, um sie zu locken. Niemals hatte jemand sie nicht geschätzt und mit ihr umzugehen gewusst.
Sie setzte ein paar unruhige Schritte nach hinten, tänzelte zur Seite und stieß dann schließlich ein tiefes Schnauben aus. Dachte er, sie sei ein Pferd? Sie war kein Pferd! Sie ließ sich nicht füttern, wie die einfachen Reittiere der Menschen, vor allem nicht von Menschen, denen sie weder ihr Vertrauen schenkte, noch, dass sie auf ihre Frage geantwortet hatten.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 8:51 pm

"Entschuldigt", warf Devastare ein und legte die Hand auf Jaerens, die immer noch die Möhre umschloss und sie ihr hinhielt. "Bitte vergebt meinem Freund hier, er kommt aus einem Land, in dem die Gepflogenheiten anders sind als in meinem ... unserem. Ihr begleitet uns schon einige Tage, gehe ich Recht in der Annahme?", fragte er nach und drückte die Hand des Mannes nach unten. "Unsere Gruppe begann sich in Ekynes zu formen, ich vermag nicht zu sagen, wie sie aussehen wird, wenn wir noch mehr Tage hinter uns gebracht haben."
Er ließ sich wieder entspannter zurücksinken, ließ die Muskeln locker, um keine Bedrohung mehr für das Wesen darzustellen. "Das hier ist Jaeren", stellte er dann selbigen vor, ehe er auf Elaine deutete, ihren Namen nannte und schließlich sich selbst vorstellte. "Das wisst Ihr vermutlich bereits."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 9:07 pm

'Ihr seid freundlich', hallte ihre Stimme in den Köpfen der Anwesenden wieder und langsam wagte sie sich wieder daran, einen Schritt nach vorn zu tun und ihr Gegenüber noch einmal zu mustern. Dort, wo der andere fremd und unhöflich war, zeigte zumindest der Rest der kleinen Reisegemeinschaft die Höflichkeit, um selbst jenes Vergehen wieder aufzuwiegen, das sie so sehr erschüttert hatte. 'und mutig euch der Kirche allein entgegen zu stellen. Aber Mut geht oft einher mit großer Dummheit. Ihr hättet Euer Leben lassen können in diesem Kampf', sprach sie weiter und neigte den Kopf erneut ein Stück, mit einem Huf auf dem gefrorenen Boden scharrend, als wolle sie ihn wirklich für seine Tat schelten. Er hatte Glück gehabt, sich nicht selbst in der Magie zu verlieren, die er noch nicht kontrollieren konnte und deren Macht weit über eine eigenen Grenzen hinaus ging - es hatte schon viele Magier gegeben, die diesen Fehler begangen hatten, um ihre Macht zu vergrößern. Sie alle waren nun die dunklen Geister der Versuchung, die auf die Menschen in ihren schwachen Momenten einflüsterten.
'Mit Mut kann man alles wagen, aber nicht alles tun. Es wäre bedauerlich, wenn Ihr Euch in der Magie vergessen hättet.'
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 9:14 pm

Ein wenig danach hatte es sich angefühlt, als die Kräfte durch ihn geflossen waren, aber Devastare wusste, dass er einen Ankerpunkt hatte. Karsh hatte ihm diese Magie in der Jugend beigebracht, als die Zauber komplizierter geworden waren und obwohl er wusste, dass die Ankerpunkte der anderen Magier durchaus variieren konnten, hatte es für ihn nur diesen einen Platz gegeben, der in seinem Kopf ruhig war. Die Stelle, an der er alle Gedanken und Gefühle für Alianor aufbewahrte. Es war wie das Auge des Sturms: völlig ruhig, wenn die Welt in Trümmern lag. Keine Magie der Welt konnte ihn davon fortreißen. Seinen Körper beschädigen, ja, seine Gedanken in Aufruhr versetzen oder ihn verwirrt zurücklassen ... auch das. Aber er würde sich nicht verlieren, solange es jemanden gab, der ihn wieder finden würde, egal wohin er auch ging.
"Es mag dumm gewesen sein ...", stimmte er zu und lächelte sacht zu dem weißen, strahlenden Tier hinauf. Es gab unzählige Sachen, die er stattdessen hätte sagen können. Zum Beispiel, dass er niemals jemanden aus seiner Reisegruppe zurücklassen würde. Dass er nicht wollte, dass ihnen weiterhin von den Kirchenmännern Gefahr drohte - oder einem unschuldigen Wesen, das sich nicht einmal im Ansatz würde wehren können. Aber etwas anderes kam über seine Lippen: "Die Magie hätte mir alles nehmen können, aber nicht den Ort, an dem meine Seele wohnt."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 9:30 pm

Sie betrachtete ihn noch einmal, dann erfüllte Magie die Gestalt des Einhorns und das sanfte Leuchten, das sie zuvor noch umgeben hatte, begann sich auszubreiten und ihre Erscheinung zu verändern. Schmale, zarte Hände hatten die kleine Gestalt einer Pixie umschlossen, die weiße Pferdemähne hatte sich in langes, blondes Haar verwandelt und meerblaue, menschliche Augen sahen den Magier ihr Gegenüber inzwischen an, während sich die Lippen zu einem seichten Lächeln verzogen hatten. Nur ein einziger kleiner silbriger Fleck auf der Stirn verriet die magische Natur der jungen Frau, die aus dem weißen Einhorn entstanden war und die jetzt einen weiteren Schritt nach vorn setzte. Leise raschelte das weiße Kleid, das sie am Leib trug, bevor sie sich in die Hocke sinken ließ und den Kopf zur Seite neigte. Es war ihr aufgefallen, dass es offensichtlich für die Menschen schwierig war, mit Wesen zu sprechen, die nicht die gleiche Mimik an den Tag legen konnten, wie sie es taten und so machte sie es ihnen einfacher, so fremd und unwirklich sich diese Gestalt auch anfühlte.
Sanft setzte sie die Pixie auf ihrer Schulter ab, bevor sie erneut die Stimme erhob und dieses Mal klang sie weltlicher als zuvor. "Bewahrt Euch diesen Ort, Devastare", sagte Miriel leise, ohne ihr Lächeln zu verlieren. Die Aura des anderen war warm und einnehmend, anders als die jener anderer Menschen, die sie bisher getroffen hatte und Etwas hing an ihm, das sie dazu gebracht hatte, die Gruppe weiterhin zu verfolgen, auch wenn sie dadurch die Grenzen ihrer Heimat hinter sich gelassen hatte. "Ihr werdet ihn auf Eurer Reise noch oft genug benötigen. Sie führt Euch in dunkle Gebiete, in denen die Magie nicht Euer größter Feind sein wird."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 9:36 pm

Das hatte Devastare befürchtet, aber es zu hören machte es nicht leichter. Mit zur Seite geneigtem Kopf beobachtete er, wie sie das kleine Wesen aus ihren Händen auf ihre Schulter setzte und er wagte es, sich ein winziges Stück nach vorne zu bewegen, um zu sehen, wer oder was sie war. Sie war kaum handtellergroß, hatte kurze, blonde Haare und goldene Flügel - doch einer davon war halb verblasst, das Gold weniger schimmernd, der Flügel fast durchsichtig wie Spinnenseide.
"Darf ich nach euren Namen fragen?", setzte er jetzt leise an, während die kleine Pixie sich weiter in die lockigen Haare des nun menschlichen Einhorns wühlte und ihn hinter einer der Strähnen heraus musterte. Sie musste sich in der Mähne verborgen haben und war wohl auch verantwortlich für die geflochtenen Strähnen in Canterwells Mähne. "Und warum Ihr uns gefolgt seid?" Er hoffte, sie würde die Frage, die so offen gestellt war, nicht falsch verstehen. Er hatte nichts gegen die Gesellschaft - im Gegenteil.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    Mi März 02, 2016 9:57 pm

Sie ließ sich Zeit mit der Antwort, während ihr Blick für einen kurzen Moment lang über die Umgebung wanderte. Die Bäume mussten im Dunkeln für die Menschen so bedrohlich wirken, die die Wälder nicht so sehr kannten, wie sie es tat - all die kleinen Lebewesen, die das Gleichgewicht der Natur aufrecht erhielten und die Magie, die sich wie ein dünner Fluss hinein in jeden einzelnen Grashalm zog, der sich durch den Schnee empor gekämpft hatte. Evelon hatte einen Teil seiner Magie bereits verloren - sie floss von hier fort und hin zu etwas Anderem, das Miriel bereits jetzt mit Schrecken erfüllte, obwohl sie dieses Gefühl zuvor noch nie gekannt hatte. Dort lauerte Etwas in den Schatten, näherte seine Macht von dem Blut, das auf dem einst sicheren Boden vergossen worden war.
"Miriel", nannte sie schließlich ihren eigenen Namen und wandte den Kopf ein Stück zur Seite, als wolle sie damit den Blick hinüber zu der Pixie lenken, die sich zwischen ihren Haaren verborgen hatte. "Ihr Name ist Nephelia." Die Pixie war bereits einmal zu nah an die Kirche gelangt und hatte einen Teil ihrer Fähigkeiten über den Glauben verloren, der in Ländern wie Sirean und Inera herrschte. Sie hatte Geschichten von der Flucht der Anderswesen in sichere Zufluchtsbereiche gehört, doch sie selbst war diesem Schrecken erst hier in Evelon begegnet - in einem Reich, das einst noch zu der Anderswelt gehört hatte.
"Weshalb wir euch folgten, habe ich euch bereits erklärt. Ihr tragt Schicksal an euch", beantwortete sie dann endlich die gestellte Frage, als wäre es das Natürlichste der Welt. "Die Welt verändert sich immer, wenn Menschen ausziehen, an denen das Schicksal hängt."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "Tiny Hill"    

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Grenzübergang "Tiny Hill"
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