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 Die drei Fässer

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BeitragThema: Die drei Fässer   Fr März 04, 2016 10:43 pm

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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Fr März 04, 2016 10:51 pm

Nachdenklich hob Nebu den hölzernen Kelch an und blickte mit dunklen Augen in den Wein, in welchen sich sein Ebenbild widerspiegelte und ihn ebenso finster anstarrte. Der Mann aus Saterra seufzte und fuhr sich über die dunklen, langen Gewänder welchen ihn selbst hier zum Außenseiter brandmarkten. In der Taverne "Die drei Fässer" gab es allerlei seltsame gestalten von unterschiedlichster couleur, doch Nebu war sich sicher das niemand auch nur annährend so seltsam war wie er. Er schnalzte mit der Zunge und warf einen Blick zu dem mit Schlieren überzogenen Fenster - weit in der Ferne konnte er die Umrisse von Summerwind erkennen wo sich sein Prinz aufhielt. Er hatte den Sultan gebeten ebenfalls mit nach Ekynes reisen zu können, weil er sich einige gute Geschäfte hier im Norden erhoffte. Doch noch hatte sich nichts interessantes oder lohnendes Ergeben und mehr als über seinem Wein zu versauern und über den Sinn der Sterblichkeit nachzudenken hatte er noch nicht zu stande gebracht. Wenn nicht bald etwas geschehen würde, würde er seinem Prinz nachreisen - wenngleich er auch nicht glaubte gute Geschäfte mit den Adligen dieses Landes abschließen zu können.
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Sa März 05, 2016 11:14 pm

Es war noch keine Stunde her, dass sie mit ihrem Schiff angelegt hatten. Doch bereits in dieser kurzen Zeitspanne hatte Clive einige Eindrücke sammeln können, von denen er noch nicht wirklich wusste wie er sie einschätzen sollte. Alles hier wirkte koordinierter, ruhiger und sauberer – was für einen Hafenbezirk wirklich etwas zu heißen hatte, denn dieser war für gewöhnlich genau auf Leute wie ihn ausgerichtet. Er sollte die niederen Bedürfnisse nach Alkohol, Frauen und einem guten Schlafplatz möglichst schnell befriedigen, und dass nach Möglichkeit auch in dieser Reihenfolge. Schlussendlich hatte er sich in einer Spelunke niedergelassen, deren Name er zwar nicht aussprechen konnte, in dem jedoch drei erschreckend große Fässer standen, welche scheinbar jeder Neuankömmling kurz bewunderte.
An ein Bier kam er jedoch recht leicht, denn trotz der Sprachbarriere musste er nur auf ein großes Fass deuten, schob ein paar Münzen über den Tresen und hatte keine zehn Sekunden später ein großes Glas mit goldgelben Hopfen.
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Sa März 05, 2016 11:23 pm

Nebu hatte kurz aufgesehen, als sich die Tür der Spelunke geöffnet hatte und sein Blick war geschwind und fachmännisch über den Neuankömmling gewandert. Er trug langes Haar und einen zottigen Bart, Eigenschaften die nur wenige Männer vereinten, da die meisten Arbeiter der Einfachheit halber das Haar kurz trugen. Für einen Adligen war er bei weitem nicht reich genug bekleidet und als sich seine Hose beim gehen ein wenig hob konnte man eine Tätowierung erahnen. Lächelnd stand der Herr der Händler auf und lehnte sich neben Clive an die Theke und legte eine Hand auf den Becher des anderen. "Wartet" meinte er im fließenden satteranisch und bellte dem Wirt einige barschere Befehle in der Sprache des Landes zu, ehe der dicke Wirt ein schäumenderes Bier heraus rückte. "Sie glauben stets die Ausländer mit billigem Fusel abspeisen zu können" erklärte er lächelnd. "Das will ich einem Landsmann nun wirklich nicht zumuten"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Sa März 05, 2016 11:33 pm

Ein skeptischer Blick ging zu dem angeblichen Landsmann, ehe Clive unweigerlich Lachen musste. »Laut meiner Erfahrung wird bei meinen Landsleuten nur dann Hilfe angeboten, wenn sie sich etwas davon versprechen. Falls du also vorhast du zechen und danach nicht zu bezahlen«, er drehte nahm einen großen Schluck aus dem neuen Krug, »dann werd‘ ich dich durch dieses gesamte Lokal schleifen und dich mit nem‘ Messer an die Teke hier pinnen.« Clive war selbst über seine plötzliche Agression erstaunt, war er doch in der Regel ein eher ruhiger Zeitgenosse, selbst für einen Piraten. Doch vermutlich lag der plötzliche Ärger einfach an der Erinnerung seines Heimatlandes. Saterra – angeblich der Treffpunkt von großen Händlern und Denkern, doch, wenn dem so sein sollte, dann hatte Clive einen wesentlichen Teil seines Landes übersehen.
»Also – was willst du?«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Sa März 05, 2016 11:38 pm

"Nichts weiter als einem Mann meines Volkes ein grässliches Bier ersparen" erklärte Nebu und zuckte mit den Schultern, während er den Kopf vor so viel Zorn schüttelte. Er hätte den verdammten Piraten das billige Gesöff einfach schlürfen lassen. "Ich helfe nun einmal gerne" setzte er hinterher, doch auch dies schien den Anderen nicht zu überzeugen. "Nun gut" erklärte er leise und zog ein Kartenspiel aus seinem langen Mantel.
"Ich suche bereits seit Stunden einen Gegner für das Spiel Dreimast - aber niemand hier scheint es zu kennen. Ich habe gehofft in euch einen angenehmen Gesprächs und Spielpartner gefunden zu haben. Von mir aus setzen wir auch etwas, womöglich würde es sich für euch lohnen" erklärte er und mischte die Karten schnell und geschickt, ließ sie von der einen in die andere Hand fliegen und zurück. "Es wird nicht betrogen bei diesem Spiel"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 3:58 pm

Clive hatte nicht im entfernsteten Interesse an irgendeinem Spiel oder etwaigen Dingen, zu denen der Fremde ihn gerade überreden wollte. Und genau deshalb hob er schließlich die breite Hand, klopfte dem Anderen auf die Schulter und ließ nur ein, »nicht jetzt«, verlauten. »Nimm’s mir nicht krumm mein Freund, aber ich war mehrere Wochen auf See – alles was ich jetzt will ich mich zulaufen zu lassen, n‘ nettes Mädel zu finden, dass sich auf meinen Schoß setzt und die mir alles in’s Ohr flüstert, was ich hören will. Nachdem ich das erledigt hab, können wir uns gern deinen Spielen zuwenden.« Und damit erhob sich der Quartiermeister von seinem Platz im Tresen, sah einen Moment lang in den halbvollen Raum und grinste dann, als er ein altbekanntes Gesicht an einem der hinteren Plätze sah. »Joe«, grüßte er die Freundin, setzt sich mit einer Bewegung auf einen der freien Stühle und stellte seinen übergroßen Humpen auf dem zerkratzten Tisch ab.
»Wundert mich dich hier zu finden, ich dachte du wolltest … was war das doch gleich? Ach verdammt ich weiß’s leider nicht mehr, aber irgendwas wolltest du doch kaufen sobald wir an Land gegangen sind, oder?«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:11 pm

Jo sah nur kurz unter dem Hut hinauf zu Clive und hob dann die Augenbrauen, bevor sie die große bauchige Flasche an die Lippen führte und einen großen Schluck daraus nahm. "Das hier wollte ich mir kaufen, Clive. Jede Menge Alkohol, um die letzte Überfahrt zu vergessen", lautete die lapidare Antwort, die die junge Frau ihm gab, ehe sie sich ein Stück zurücklehnte und ihren Blick durch die Taverne wandern ließ, in der sie nun schon eine Weile saß.
Das Land hier war anders als jene, die sie sonst besuchten - anders als die kleinen Inseln rund um die wärmeren südlichen Länder, in denen sich unehrenhafte Menschen wie sie ihr Heim errichtet hatten und in denen es niemanden mehr scherte, ob nun an den einen Gott oder an eine Menge anderer geglaubt wurden. Seeleute wie sie glaubten an den Gott des Meeres, an den, der ihnen Gold einbrachte und den Gott des Windes, der ihnen eine frische Prise einbrachte, die sie schnell zur Beute brachte und an den Gott des Todes, der sie stets begleitete. Nicht einmal der Hafenbezirk dieser verfluchten Stadt war so dreckig, wie sie es erwartet hatte und wenn sie auch nur einen Schritt aus der Taverne rausmachte, dann wusste sie, dass sich dort Gardisten befanden, die jeden Schritt der Mannschaft genauestens beäugte.
"Ich hasse dieses Land jetzt schon", kommentierte sie und pustete eine der roten Strähnen aus ihrem Gesicht. Weshalb sie hierher gekommen waren, verstand Jo noch immer nicht so recht, aber sie hatte es vorgezogen nicht ein einziges Wort darüber verlauten zu lassen, weil der Captain ohnehin schon schlecht genug gelaunt war und sie nicht mit in Kontakt mit seinem Säbel kommen wollte. "Saterra ist hier, aber das weißt du schon - hast ja mit einem von ihren Händlern geredet. Die Leute hier erzählen, dass der Prinz hier ist ... könnte lohnende Beute werden."
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:20 pm

»Du willst«, murmelte Clive, ehe er nicht umhin kam laut aufzulachen. »Verdammt noch eins Joe, ich kenn‘ auf dem ganzen Meer niemanden, der gieriger ist als du. Vermutlich ziehen deswegen die meisten Leute den Schwanz ein, wenn sie dich sehen«, sein raues Lachen wurde jedoch alsbald von einem großen Schluck Bier unterbrochen, ehe er sich in seinem Stuhl zurücklehnte und beide Füße, welche mit wettergegerbten Stiefel bekleidet waren, auf den Tisch legte. »Ich find die Idee nicht schlecht, wirklich nicht«, gestand Clive daraufhin. »Allerdings glaube ich nicht das der Captain sonderlich scharf darauf wäre. Zu viel Politik und dergleichen für unsere momentane Lage. Überleg doch mal wen wir bis vor ein paar Stunden an Bord haben und auch bald wieder haben werden – ich bin schon froh wenn wir überhaupt Beute machen während sie auf dem Schiff ist. Dann auch noch eine Geiselnahme zu versuchen? Das ist glaube ich zu viel des Guten.«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:26 pm

"Du meinst das blonde Fräulein, das heute Morgen das halbe Schiff zusammen geschrieen hat? Ich erinner' mich - hat mir und dem Rest ordentlich Kopfschmerzen bereitet", grummelte Jo lediglich mit verzogener Miene und nahm erneut einen tiefen Schluck aus ihrer Flasche ehe sie sie hinüber zu Clive schob, weil der sich hatte mit einfachem Bier abspeisen lassen. Der Fluss auf dem sie der Blonden wegen gesegelt waren, hatte nicht die übliche Meerluft mit sich getragen, das Salz auf ihren Kleidern hatte ihr gefehlt und wenn sie jetzt darüber nachdachte, dass sie sie vielleicht wieder mit zurücknehmen mussten, dann wurde ihr schon jetzt übel. Es würde dafür sorgen, dass der Captain entweder sehr entspannt oder eben sehr angespannt aufs Deck kommen und rumschreien würde. Ersteres war ihr dabei bei Weitem lieber.
"Ist nur sehr teuer für uns alle, Clive, aber solang sie Gold bringt soll's mir egal sein. Trink", fuhr sie fort und verschränkte die Arme vor der Brust, die dreckigen Stiefel des Quartiermeisters skeptisch begutachtend ehe sie sich selbst sein Bier schnappte und aus dem Humpen einen Schluck nahm. Widerliches Gesöff mit zu wenig Alkohol, als dass es ihr den Abend noch retten würde. "Was Saterra angeht - ich will ihn nicht entführen, sondern sein reich beladenes Schiff angehen. Wird ausstaffiert sein wie eine goldene Kuh. Ihn können wir ja über Bord schmeißen."
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:34 pm

»Und danach hängt uns die gesamte Scheißflotte von Saterra am Arsch?« Fragte Clive daraufhin, nahm das Angebot der Flasche jedoch gern an. Was sie da trank war eindeutig – Selbstgebrannter der übelsten Sorte. Ihm war dieser Geschmack bei weitem nicht fremd, weswegen er weder den Mund verzog noch aufstieß, einzig die Flasche betrachtete er dem großen Schluck interessiert. »Wusste gar nicht, dass die hier auch derartig starkes Zeug haben, vor allem mit dem Geschmack. Ich war der Meinung die parfümieren hier alles, damit es nach irgendwelchen Blümchen und Gewürzen schmeckt«, ein zweiter, ebenso großer Schluck folgte, woraufhin sich die Stimmung des Quartiermeisters sichtlich steigerte. »Okay – gehen wir deine Idee Mal durch. Was denkst du wie viele Leute auf so nem‘ königlichen Schiff sind? Ich mein ich hab‘ mir das Ding mal angesehen, dass ist ein verdammter Koloss. Und wir können nicht wie sonst darauf setzen, dass sie sich wie die ganzen Kaufleute einfach ergeben. Klar manchmal leisten sie Widerstand aber die meisten scheißen sich doch schon in die Hose, sobald wir die schwarze Flagge hissen. Solche Leute wiederum«, Clive schnalze mit der Zunge. »Ich weiß nicht ob wir dafür genug Männer haben.«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:42 pm

Jo grinste lediglich zur Antwort, als Clive damit begann, seine Gedanken wandern zu lassen und zuckte erst zusammen, als eine zweite, eindeutig männliche Stimme erklang, die sich zu ihnen gesellte. "Sechzig kampferprobte Männer wahrscheinlich. Allesamt darauf ausgelegt ihren Prinzen zu beschützen und jeder bereit sein Leben für ihn zu geben", tönte es und Jo rutschte ein Stück zur Seite, um dem Captain einen Platz einzuräumen, bevor sie die Flasche zu ihm hinüber wandern ließ, nachdem sie sie Clive wieder abgenommen hatte. Sein Humpen blieb derweil leer auf dem Tisch stehen, während sie sich weiter zurücklehnte und dem anderen einen kurzen Blick zuwarf. "Genug von der blonden Prinzessin?", hakte sie nach und erhielt nur einen einzigen kurzen, scharfen Blick von der Seite zur Antwort, der sie dazu brachte, die Hände zu heben. "Weiß' trotzdem nicht, warum ihr euch das antut", beendete sie das Thema und wandte sich dann wieder dem Thema zu, das sie zuvor begonnen hatten.
Saterras Flotte war nicht zu verachten, das musste sie Clive in jedem Fall lassen und sie würden Jagd auf sie machen, wenn sie diesen Plan durchzogen, aber ihnen allen fehlte eine lohnende Brise als Erholung von den Strapazen, die sie wegen dem Blondchen hatten erdulden müssen. "Die sind aber auch langsamer als wir, so vollbeladen. Wenn wir sie verfolgen könnten wir vor den Küsten Erfolg haben, bevor sie Fahrt aufnehmen", stellte Killian in den Raum und Jo nickte ehe ihr Blick rüber zu Clive wanderte, auf dem sich gerade auch der Blick des Captains fixierte. "Was denkst du?"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:50 pm

»Ich find‘ das ganze immer noch ziemlich gewagt. Nicht das ich die Beute verschmähen würde, wer weiß was der Prinz alles an Bord hat. Aber selbst wenn wir schneller sind als sie, haben die immer noch mehr Männer. Im Zweifelsfall werden sie sich einfach unter Deck verstecken und warten bis wir ihr Schiff angreifen, damit sie uns dann, einen nach dem anderen, umbringen können«, er hatte schon genug Beutezüge mitgemacht um zu wissen, dass zahlenmäßige Überlegenheit und vor allem die Moral bei solchen Kämpfen entscheidend war. »Und das sind, wie bereits erwähnt nicht irgendwelche Idioten die durch Zufall an Reichtum gekommen sind, dass sind erfahrene Seemänner, allesamt. Entschlossen jeden zu töten der dem Königssohn zu nahe kommt, das einzige was wir tun könnten …«, fing er leise an und trommelte kurz mit den Fingern auf dem alten Tisch herum, ehe er entschlossen den Kopf schüttelte. »Nein, nein scheiß drauf Joe – Captain, wir sollten uns lieber irgendeine kleine Prise holen. Bringt die Männer wieder in Schwung und gibt uns genug Kapital um irgendwas Großes zu Planen. Etwas, dass nach Möglichkeit mit keinem königlichem Schiff zusammenhängt.«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 4:57 pm

"Das Einzige, was wir tun könnten, ist die Mannschaft schon vorher auszusortieren", stellte Killian in den Raum und sorgte damit dafür, dass Jo erneut zu lächeln begann, bevor sie sich nach vorn beugte und ihre Arme auf dem Tisch aufstützte. "Damit sie letzten Endes mit einer neuen Mannschaft Segel setzen müssen, die nicht ganz so kampferprobt ist wie die Letzte", schlussfolgerte sie zu Ende und bekam ein Nicken zur Antwort zurück. Verdammte Scheiße, wenn das schief ging, würden sie alle baumeln - egal, in welchem Land, aber die Aussicht auf lohnende Beute und ein paar wimmernde Männer, die vor ihnen standen und darum bettelten aufgenommen zu werden, war reizvoller als die Aussicht auf den sicheren Tod, wenn etwas schief ging. Die Estella war schneller als das große Schiff des Prinzen aus Saterra, wendiger und würde schneller Fahrt aufnehmen können - sie alle waren es gewohnt, Schiffe zu entern und keiner von ihnen hatte auch nur einen einzigen Skrupel, andere zu töten.
"Danach werden wir verschwinden müssen, Captain. Zurückkehren ist danach nicht mehr", stellte sie in den Raum und Killian nickte ehe er die Flasche von Clive übernahm. "Ich weiß", sagte er und trank einen tiefen Schluck aus der Flasche ehe er sie zurückstellte. "Hab gehört Ayantis soll um diese Jahreszeit sehr hübsch sein. Heißt, da gäbe es gute Schiffe und guten Alkohol, mit dem wir uns betrinken können, während wir unseren Sieg feiern."
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 5:04 pm

»Scheiße noch eins – ihr seid wirklich die verrücktesten Höllenhunde mit denen ich jemals Segel gesetzt habe«, zuerst sah er die beiden noch skeptisch an, doch beiden stand der gierige Blick nach Gold und Erfolg deutlich im Gesicht. Und auch Clive konnte sich, wenn er ehrlich war dieser Verlockung nicht wiedersetzen. »All das Gold von dieser Scheiß Königsfamilie. Verdammt noch eins – lasst es uns durchziehen!« Er klopfte mit einer heftigen Bewegung auf den Tisch und leerte dann die Flasche, welche sein Captain ihm zurückgestellt hatte in einem einzigen Zug. »Ich bin dabei und sollte einer der Männer irgendetwas dagegen haben, werd‘ ich mich drum kümmern Captain.« Er schlug sowohl Kilian wie auch Joe auf die Schulter, woraufhin er sich ein lautes Lachen nicht verkneifen konnte. »Glaubt man das, endlich wieder n‘ Beutezug. Ich hatte kurzzeitig schon das Gefühl wir hätten uns zu ner‘ einfachen Transportschaluppe entwickelt.«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 5:11 pm

"Hab schon gedacht, dir wären plötzlich Titten gewachsen, Clive", lachte Jo hämisch, die zuerst noch skeptisch die Miene des Quartiermeisters begutachtet hatte und wirklich Sorge gehabt hatte, der andere könne sich selbst nach der kurzfristigen Planung dieses Beutezugs noch dagegen entscheiden. Sie waren noch immer Piraten, sie würden gefürchtet sein in diesen Meeren und überall würde ihr Name mit Respekt und Furcht ausgesprochen werden, während sie sich in irgendeiner Taverne zulaufen ließen. Genau das war das Leben, das sie sich wünschte - frei von irgendeinem Mann, an dessen Seite man sie gezwungen hatte und der sie sich nahm, wann immer er wollte. An Bord eines Schiffes war es als Frau ganz einfach - kämpfe und verdiene dir Respekt oder verliere und diene auf ewig als Hure den Männern. Jo hatte diese Lektion sehr früh lernen müssen.
Als die zweite Flasche auf Wink des Captains auf den Tisch gestellt wurde, vergaß sie ihre düsteren Gedanken wieder und schob sie dem anderen zu. "Auf unseren nächsten Beutezug und Gold für jeden von uns", hörte sie ihn prosten und schob sich ein paar der roten Strähnen aus dem Gesicht. "Auf die verrücktesten Höllenhunde, mit denen man Segel setzen kann", stimmte sie grinsend zu.
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 5:19 pm

»Darauf trinke ich«, stimmte auch Clive zu, griff nach der Flasche und legte sich diese daraufhin an die Lippen. Langsam bereitete sich das angenehm warme Gefühl des Alkohols in seinem Körper aus und alle die Feinheiten die sein Körper zuvor spürte – dass leichte Ziehen am Spann seines Fußes, welches er seit dem Schlag einer Axt auf diesen spürte, dass kribbeln an der rechten Seite seines Beckens, die vor ein paar Jahren beinahe zertrümmert worden wäre. All diese Dinge störten ihn nicht, erinnerten sie ihn doch daran was er bereits alles geschafft und überstanden hatte und fügten sich auf seltsame Weise sogar in sein Weisen ein. Doch fühlte er eben diese mit jedem weiteren Schluck des Selbstgebrannten kaum bis gar nicht mehr. »Wenn wir dieses Gold haben und in Anyantis sind«, fing Clive kurz darauf an zu lamentieren und dachte bereits an den riesigen Hafen des Landes, welcher eine seltsame Faszination auf Clive ausübte. »bei allen Göttern, ich werd‘ besser leben als jeder verschissene König. Dreißig Frauen die sich damit beschäftigen mich zufriedenzustellen – am besten ganze Wochen über. Und man steht nur zum schiffen auf«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 7:47 pm

"Wochen? Du würdest schon nach ein paar Stunden schlapp machen. Nach jeder Hure, die du an Land ziehst, brauchst du länger bis du wieder aus deiner Hängematte kriechst - wenn du es überhaupt rein schaffst", tönte es über Clives Schulter hinweg und ein großer Humpen mit Bier wurde schwungvoll und überschwappend auf dem Tisch abgestellt, ehe Jerrick sich auf die Bank fallen ließ und damit Joe zwischen Kilian und sich eingequetschte. Er war ein großer Mann, breitschultrig und so leicht machte ihm niemand etwas vor. Als ihr Captain noch in Windeln gelegen hatte, war er bereits unter Silverman gesegelt und hatte Angst und Schrecken verbreitet. Die Runde hier am Tisch würde eher als sein Nachwuchs durchgehen.
"Aber um zurück zum wirklich Interessanten zu kommen ... wann legen wir los? In diesem Kaff hier ist genug Zeit, um den Arsch am Boden festfrieren zu lassen", fragte er und trank in tiefen Schlucken fast die Hälfte des Humpens leer, bevor er sich mit dem Ärmel über den Mund wischte.
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 7:59 pm

»Jerrick«, grüßte Clive den Kameraden, hob zum Gruß eine Hand und gab dann ein lautes Lachen von sich. »Stunden? Nun wenigstens sprichst du von mehreren – glaubst du denn, dass dein altes Gehänge noch so lange mitmachen würde?« Eine weitere Flasche Selbstgebrannter fand alsbald seinen Platz an dem Tisch der Freibeuter, während Clive sich ein Stück zurück lehnte die Arme hinter dem Kopf verschränkte. »In ein paar Tagen wird’s losgehen, hängt vor allem davon ab wie sich die Besatzung des Prinzenschiffs verhält. Ach ja, du bist ja grad erst dazu gekommen – Hier liegt derzeit das Schiff von einem Prinzen aus Saterra an, riesiges Teil und vermutlich bis oben hin voll mit Reichtümern. Kapern können wir das Ding allerdings nichts so einfach weswegen unser Captain«, er deutete mit dem Zeigefinger auf Kilian, »sich überlegt hat das wir vorher einfach einen Teil der Crew ausschalten, dadurch sind sie gezwungen Frischlinge mit an Bord zu nehmen, die vermutlich bei dem erstbesten Säbelrasseln kapitulieren. Auf die Idee das Schiff zu überfallen kam allerdings unsere gute Joe, die wieder mal gezeigt hat was für Eier sie hat. Weißt du was?« Meinte er in Richtung der Rothaarigen. »Ich geb‘ dir dafür einen aus – auch scheiß drauf, ich geb‘ euch allen einen aus!«
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   So März 06, 2016 11:59 pm

"Ich würde euch tunlichst davon abraten das Schiff des Prinzen anzugreifen" drang eine leise Stimme neben Kilian und Nebu, welcher erneut mit seinen Karten aufgetaucht war stand nun neben dem Kapitän, ein gewinnbringendes Lächeln im Gesicht. "Sie haben kein Gold oder Geschmeide im Frachtraum und das was sie hatten befindet sich nun im Besitz der Königsfamilie von Ekynes" erklärte er und mischte das abgegriffene Deck gut durch. "Es befinden sich kampferprobte Männer mit an Bord und es heißt, dass die Dämonen der Meere selbst das Schiff des Prinzen bewachen" erklärte er leise und tippte sich an den Nasenflügel. "Nicht zuletzt reise ich selbst auf diesem Schiff und hänge sehr an meinem Leben, aber vielleicht" erneut mischte er das Deck gut durch, "habe ich eine bessere Prise für euch in Aussicht. Wenn ihr mich im Kartenspiel besiegt"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Mo März 07, 2016 12:11 am

Killians Blick wandte sich nur langsam hinüber zu dem Rest seiner Crew hinüber zu dem halb vermummten alten Mann, der sich in ihr Gespräch eingemischt hatte und dabei mehr gehört hatte, als er sollte. Als seine Augenbrauen sich hoben, war Jo die Erste, die nach dem Säbel an ihrer Seite griff und die Klinge an den Hals des Störenfrieds legte, eine Hand bereits an seinen Tüchern während sie den Kopf des Fremden zurück riss und jeder einzelne Muskel gespannt - zumindest solang bis Killian eine knappe Geste folgen ließ, die den Rest seiner Mannschaft dazu aufforderte, sich von dem Tisch zu entfernen. Jo blieb stehen, die Hände noch immer an dem Fremden und den Blick argwöhnisch auf ihn gerichtet.
"Ich mag es nicht, wenn man mich bei Geschäften stört", raunte der Captain der Estella finster und schob den Alkohol ein Stück zur Seite. "Und meine Mannschaft mag es nicht, wenn man versucht ihnen Beute auszureden. Sie werden sehr schnell sehr ungehalten", fügte er hinzu und legte Jo dann doch eine Hand auf den Arm, um sie dazu zu bringen, die Waffe sinken zu lassen.
Missmutig und mit einem angewiderten Schnauben befolgte sie den Befehl und trat einen Schritt zurück, dem Fremden damit die Möglichkeit gebend, sich wieder gerade hinzustellen. Killian entdeckte ihre Hand noch immer an dem Säbel an ihrer Seite und während eine seiner Hände um den Humpen auf dem Tisch gelegt war, ruhte die andere auf seiner eigenen Waffe. "Also - wer seid Ihr? Außer ein Mann aus Saterra."
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Mo März 07, 2016 12:16 am

Der Mann lächelte ein gewinnbringendes Lächeln. "Man nennt mich Nebu, auch bekannt als der Herr der Händler oder Meister des Goldes" erklärte selbennamiger und hielt sein Kartendeck weiterhin in der Hand. "Und euch zu Diensten" er legte den Kopf noch ein wenig mehr in den Nacken um zu verhindern, dass der Säbel tief in seinen Hals fuhr und der Blick seiner dunklen Augen lag vollkommen auf Killian, eher belustigt als angsterfüllt.
"Ich befinde mich in euer Gewalt Captain und ihr seid kein Mann dem ich jetzt sagen müsste wie dumm es wäre mich hier zu töten. Das könntet ihr tun wenn ihr wolltet - jetzt oder später, wenn ihr unser Schiff überfallt um darauf nichts weiter als gelagerte Äpfel zu finden oder aber" er warf einen Blick zu Jo, dann zu Killian. "Ihr wagt ein Spiel gegen einen alten Mann und hört zu was er zu sagen hat. Umbringen könnt ihr mich auch danach noch"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Mo März 07, 2016 12:26 am

Eine ganze Weile lang schwieg der Angesprochene und versuchte auszumachen, was nun in der Aussage des anderen wahr und was gelogen war. In einem war er ein guter Lügner, das musste er ihm lassen - er versuchte es ihm gut zu verkaufen, dass auf dem Schiff des Prinzen nichts Lohnenswertes war, das es das Risiko wert sein ließ. Killian hatte während seiner Karriere als Pirat viele Herren der Händler kennen gelernt, beinahe ebenso viele wie Meister des Goldes oder unschuldige Damen, die sich letztlich doch als etwas gänzlich anderes herausgestellt hatten - eine von Letzterem befand sich momentan oben in dem Schloss der Hauptstadt. "Lass ihn los", befahl er nur knapp und Jo nickte ehe sie ohne ein weiteres Wort zu verlieren zurück trat und sich dann schließlich auf eine weitere Kopfbewegung von der kleinen Gruppe entfernte, sich an einen der anderen Tische sinken lassend, ohne den Fremden aus den Augen zu lassen.
"Kommen wir zurück zum Geschäft", wandte sich Killian wieder an den Fremden und beugte sich ein Stück nach vorn, froh darüber noch nicht genug getrunken zu haben, um seinen Sinnen nicht mehr vollkommen zu vertrauen. "Ihr verkauft mir also eine lohnenswerte Prise. Was springt für Euch dabei raus, Herr der Händler?"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Mo März 07, 2016 12:32 am

"Ihr stellt die richtigen Fragen" lobte Nebu und mischte weiterhin seine Karten, schlug sie ab und an hart auf dem Tresen auf, nur um sie danach munter weiter zu mischen. "Und ihr habt recht - natürlich hat jedes Angebot seinen Preis. Ich weise euch den Kurs eines Schiffes, welches aus meinem Heimatland kommt und meinem größten Rivalen gehört - beladen mit Edelsteinen, Perlen Gold und derlei. Ich gebe euch mein Wort darauf, dass die Reichtümer groß genug wären sich eine kleine Flotte anzueignen". Nebu räusperte sich, als er weiter sprach: "Auf dem Schiff werdet ihr in der Kajüte des Kapitäns ein Kästchen finden. Es ist vollkommen schwarz, mit silbernen Ornamenten überzogen und versiegelt. Ich begehre dieses Kästchen. Wenn ich in seinem Besitz bin ermöglicht mir der darin enthaltene Vertrage neue Handelsrouten zu erschließen. Ich nenne euch also den Ort der Prise, ihr bringt mir das Kästchen. Jedoch dürft ihr es unter keinen Umständen öffnen. Niemals"
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BeitragThema: Re: Die drei Fässer   Mo März 07, 2016 12:42 am

Der Alte war ein schlechterer Lügner als er selbst von sich glaubte, aber Killian war klug genug nicht einen einzigen Ton davon verlauten zu lassen, dass er die Wahrheit dahinter erkannt hatte. Kein Mensch ging das Risiko ein, einem Piraten so viel Gold in den Rachen zu werfen, nur um an ein paar Handelsrouten zu gelangen, die er ebenso gut würde fälschen können - ebenso wie das Siegel, welches sich wohl offensichtlich auf dem kleinen Kästchen befinden würde, das sie in der Kajüte des Captains finden würden. Er würde herausfinden, was sich in dem Kästchen befand, wenn sie erst das Schiff gefunden und geentert hatten und die Beute unter den Männern aufgeteilt worden war. "Euer größter Rivale also", wiederholte er noch einmal und nahm einen tiefen Schluck aus dem Humpen, bevor er den Alten noch einmal musterte und sich eines belustigten Schmunzelns nicht erwehren konnte. Hielt der andere sie wirklich für so gierig, dass er glaubte, sie würden keine Fragen stellen?
"Wer garantiert Euch, dass wir uns nicht einfach mit Eurem Kästchen aus dem Staub machen? Ihr werdet dann wohl offensichtlich wieder in Saterra sein." Wenn der Alte Recht hatte und das Schiff war wirklich so gut beladen, wie er sprach, dann würde es nicht allein auf See sein - es würde ein Begleitschiff geben und das machte die Sache komplizierter, denn es würde bedeuten, dass sie sich genauer würden vorbereiten müssen.
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