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 Grenzübergang "longclaw"

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BeitragThema: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 12:42 pm

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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 1:02 pm

„. . . die Hölle, das sind die anderen.“
- Jean-Paul Sartre


Er konnte sich noch gut daran erinnern wie er als Knabe von gerade einmal acht Jahren seinen Vater beobachtet hatte, wie dieser eifrig mit einem Mann der Kirche sprach. Leider hatte der junge Verstand von Renard beide Gesichter nicht mehr genau wiedergeben können, sodass in der Retrospektive der Szene nur noch Schemenhafte gestalten zu sehen waren. Doch worüber sie sich unterhielten, dass wusste er bis heute. Es ging um das konvertieren um einzig richtigen Glauben. Um das anerkennen des einzig wahren Gottes, der sie alle retten würde. Und Renard hatte sich mit einmischen wollen, hatte fragen wollen warum dieser Gott denn dann nicht ein deutlicheres, ein glaubwürdigeres Zeichen als einen alten, kränklichen Priester schickte, doch die massige Hand seines Vaters, der seit Jahren den Beruf des Müllers ausübte und dementsprechende Kraft besaß, hielt ihn zurück. »Gott selbst gibt uns also ein einmaliges Angebot? Mein Hof und mein Hab und Gut gegen Absolution und Bildung für meinen Jungen?« Er konnte sich daran erinnern das der Priester erbost irgendetwas gezischt hatte, doch letztlich waren sie sich einig geworden. Und Renard hatte sich, auf den Befehl des Vaters hin die neue Welt zu akzeptieren, eingegliedert. War unter den Umständen der Kirchenschule geformt und gelehrt worden.
Und dieser Weg hatte ihn letztlich an die Seite des Großinqusitors gebracht, der – ironischerweise, jünger war als Renard selbst. Doch er hatte sich bisher nicht darüber beschwert, war ihm der Andere doch trotz seiner Eitelkeit auf eine seltsame Art und Weise sympathisch. »Euch ist bewusst das wir, wenn wir jetzt ohne einen Erfolg in die Ländereien Sireans zurückkehren, nur Groll und Hohn ernten werden?« Die Frage stellte sich als unsinnig heraus, denn allein schon Mirars Gesichtsausdruck genügte, um zu zeigen, dass er sich dieser Sachlage bewusst war. »Allerdings sind wir hier nur noch zu zweit Herr – wobei es bereits ein Wunder des Herrn ist das ich euch noch rechtzeitig fand.«
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 1:10 pm

Mirar warf dem anderen einen kurzen Blick zu, ehe er dem schwarzen Pferd noch einmal die Sporen gab um dieses ein wenig mehr anzutreiben als den gemütlichen Trab welchen es gerade an den Tag legte. "Ich hatte das Einhorn. Ich hatte meinen Auftrag erledigt, ehe diese Hexe und ihre Gefährten kamen. Die Teufelei der Verderbten war es, welche mich um meinen Sieg gebracht hat" fluchte Mirar und zupfte noch einmal an seinem Verband, welcher um seine Schulter gelegt war um den verletzten Arm zu stützen. "Ich weiß nicht welches Geschick der junge Magier angewandt hat - er hat einfach seinen eigenen Körper aufgegeben. Sich in die wilde und chaotische Natur fallen lassen. Ein verwilderter Bastard" fluchte der Inquisitor weiter vor sich hin, während er auf seinen Arm sah. Er war zwar in einer Schlinge, doch spürte er keinen Schmerz. Er hatte es nur geschehen lassen weil Renard darauf bestanden hatte. Seitdem Mirar das Blut des Einhorns besprenkelt hatte schmerzte der von dem Angriff des Eisdrachens tauber Arm nicht mehr, wenngleich er auch sonst keinen Schmerz in ihm spürte.
"Mein Glaube war schwach"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 1:18 pm

»Verzeiht mir die Korrektur Herr, doch sich einfach auf den Glauben zu beziehen wird uns in dieser Angelegenheit nicht voranbringen. Der Glaube«, er strich sich über den Bart und wickelte kurz darauf die Zügel seines Pferdes um eine seiner Hände, damit er die andere Hand in eine der Satteltaschen gleiten lassen konnte. Aus eben dieser förderte er kurz darauf ein paar Streifen Dörrfleisch heraus. Zwei behielt er selbst, die anderen beiden reichte er Mirar. »Der Glaube«, griff er nun seinen angefangenen Satz wieder auf, »Bemächtigt uns unsere Ideen, den Willen unseren Herrn zu vollführen. Doch der Herr denkt nicht für uns – also müssen wir Finesse beweisen. Geschick im Kampf gegen unsere Feinde und Einfallsreichtum. Denn nun mit diesem können wir uns auch die Macht verdienen, die aus dem Glauben keimst. So«, er biss von einem der Streifen ab, welcher zwar stark gewürzt, alles in allem aber genießbar schmeckte. »So steht es zumindest geschrieben. Was dieser Heide getan hat war nur eine erstaunlich gute Taktik. Wir helfen ihm nur, wenn wir all diese Teufeleien seiner falschen Gottheit zuschreiben. Er wusste lediglich wie er seine Fähigkeiten bestmöglich ausschöpft. Und dadurch bleibt er was er ist – ein einzelner, schwacher Mann, der letztlich leicht zu besiegen ist. Nur müssen wir ebenso darauf achten, dass was uns gegeben ist besser einzusetzen.«
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 1:25 pm

"Mein Vater hätte dich für solche Ketzereien an einen Eschbaum nageln und diesen in Brand stecken lassen" erwiderte Mirar während er das Dörrfleisch nahm und ein Stück davon abbiss, während er seinen Blick in die Ferne gerichtet hielt. "Der Eine wirkt durch uns, dass ist wahr und es steht auch geschrieben: Ein guter Soldat gehorcht, ohne zu fragen. Ein guter Offizier befiehlt, ohne zu zweifeln. Aber ich bin nicht mein Vater Renard und du hast mein Leben gerettet, so werde ich das deine Verschonen. Heute und für alle Zeit. Wenn du Zweifel an meinen Befehlen hast so teile sie mir mit - aber alleine und unter vier Augen" befahl er dem anderen und schloss für einen kurzen Moment die Augen. "Mein Vater hat von alle dem erfahren und er wird nicht erfreut gewesen sein" murrte der Großinquisitor und warf Renard einen kurzen Blick zu. "Was schlägst du also vor?"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 1:35 pm

»Kann es wirklich Ketzerei sein, wenn es in dem heiligen Buch geschrieben steht?« Fragte Renard nur skeptisch, aß den ersten Streifen des Dörrfleisches auf und legte dann wieder beide Hände um die Zügel seines Wallachs. »Doch sei’s drum – Was euch betrifft Herr, so habe ich keine Bedenken. Ihr seid klug und mutig, tragt den Glauben in euch und genießt einen guten Ruf. Vielmehr Sorge ich mich darum, dass ihr diese Talente unter Erwartungen begrabt, die nicht einmal drei Großinquisitoren gleichzeitig erfüllen könnten. Was euren Vater wiederum betrifft …« Renard hatte bereits das zweifelhafte Vergnügen den Anderen kennen zu lernen, auch wenn der alte Mann ihm glücklicherweise kaum Beachtung geschenkt hatte.
»Er ist letztlich nur an Resultaten interessiert. Wie sie zustande kommen scheint ihm dabei recht gleich zu sein, zumindest kam es mir bisher so vor, denn jedes Vorhaben wird für ihn, sofern es denn gelingt, als Wille unseres Herrn ausgelegt. Ich sage also lasst und eurem Vater und unseren Feinden gleichermaßen ein Schnippchen schlagen. Ich kenne eine gut besetzte Garnison, ganz in der Nähe von Loviel. Und mit dieser Truppstärke könnten wir … unseren bereits besprochenen Plan umsetzen, Herr.«
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 1:51 pm

"Nicht eure schlechteste Idee" lobte Mirar aus während er sich über die Wange strich, welche begonnen hatte stoppeln anzusetzen. Er würde später wieder mit Faden und Feuer wieder an seinen Wangen arbeiten müssen. "Wenn wir dieses Geschenk meinem Vater darbieten könnten, dann hätte ich meinen Wert bewiesen" murmelte er und zog an dem Zügel seines Pferde, hob die Hand und bedeutete Renard still zu sein.
"Ich höre ein weiteres Pferd, um die nächste Biegung herum. Es ist nicht schwer beladen, entweder ohne Reiter oder ein Kind sitzt auf ihm" versuchte er auszumachen. Doch eine seltsame Präsenz drückte auf seiner Seele.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:04 pm

Seit den frühen Morgenstunden war Adara unterwegs gewesen, hatte die Spinnen passiert, die ihr den Weg freigegeben hatten und die der Eine dem Reich als Strafe für ihren Unglauben gesandt hatte, vorüber an den dichten netzbehangenen Nadelbäumen der Wälder und den weinenden Frauen in den Dörfern, die ihre Kinder bereits an die Plage verloren hatten. Nicht ein einziges Mal hatte sie sich die Mühe gemacht, ihr Schimmel zu stoppen, denn sie vernahm nicht den Wunsch der Erlösung dieser Menschen, die sich selbst in den dunkelsten Stunden noch immer an ihre alten Götter wandten und um Hilfe bei ihnen baten. In ihrem Geist hörte sie nur die Stimme, die sie wie immer leitete und ihr die Müdigkeit nahm, wenn sie unaufmerksam wurde - jene Stimme des Einen, die sie zu dem Sohn des Hohepriesters führte, den sie am Morgen verlassen hatte. Er war ein stoischer, sturer Mann, der nicht begriff, dass die Worte der Gebetsbücher von Menschen verfasst worden waren und sie niemals den wahren Willen des Einen würden erfassen können, doch der Gespräche darüber war sie längst müde geworden. Er würde es nicht sehen.
Als sie Stimmen vernahm, zügelte sie ihr Pferd und löste eine Hand von den Zügeln, um sich damit eine der braunen Strähnen aus dem Gesicht zu streichen und ihre Haltung noch einmal zu korrigieren. Die Präsenz, die sich ihr näherte, war ihr durchaus bekannt und als die Stimme in ihrem Inneren schwieg, wusste sie, sie hatte ihr Ziel erreicht. Das Rot wich aus ihren Wangen, allmählich verlangsamte sich die schnelle Atmung der Priesterin, als sie um die Ruhe bat, die sie benötigte, bevor sie ihr Pferd wieder antrieb, um den beiden Männern entgegen zu reiten, die sich ihr näherten.
Die Worte des Großinquisitors hallten noch an ihre Ohren und ein weiches, nachsichtiges Lächeln kletterte auf ihre Lippen und ließ ihr Gesicht weicher erscheinen, noch bevor sie die leise Stimme erhob. "Weder noch, Großinquisitor Mirar", begrüßte sie den Ranghöheren und neigte sacht den Kopf vor ihm. "Der Eine entsendet mich, um Euch in den dunkelsten Stunden beizustehen."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:13 pm

Mirar zog voller Überraschung an den Zügeln und beinahe hätte sich das Pferd aufgebäumt - was Mirar nur in letzter Sekunde und durch pure Willenskraft welche er seinem Reittiert aufzwängte unterbinden konnte. "Seherin Adara" grüßte der Inquisitor zurück und neigte das Haupt tief, ehe er es wagte den Blick erneut zu heben. "Ich habe nicht mit euch gerechnet" erklärte er und führte sein Pferd näher an das ihre heran. "Die Wege des Einen sind unergründlich und doch erhellt von seinen tausend sehenden Augen", brachte er schließlich noch hervor während er die kleine Gestalt auf dem Pferd betrachtete. Kein Wunder, dass er geglaubt hatte das Pferd wäre unbeladen - die Seherin schien als könne ein einziger Windhauch sie hinauf in die Wolken tragen.
"Wir sind auf dem Pfad nach Loviel" erklärte er und ließ seinen Blick in die Ferne schweifen.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:21 pm

»Ehrwürdige Seherin Adara«, grüßte nun auch Renard die junge Frau, neigte sein Haupt so tief es im Sattel des Pferdes nur ging, wobei das Schwert, welches an den Satteltaschen des Pferdes befestigt war ebenso klapperte, wie Schild und Streitkolben, welche auf der anderen Seite des Reittieres hingen. »Es ist mir ein Vergnügen, euch nach so langer Zeit wiederzusehen«, kurz daraufhin folgte ein schmales Lächeln des Soldaten. Er hatte die Frau das letzte Mal vor gut sechs Jahren getroffen, denn zu diesem Zeitpunkt hatte man ihn der Landesverteidigung Sireans zugeteilt. Ein reichlich ruhiger Posten wie er im Nachhinein festgestellt hatte – doch auch wenn die meisten Gedanken an diese Zeit von Ödnis und Ruhe geprägt waren, so konnte er sich doch noch genau an den Tag erinnern, an dem er die Seherin getroffen hatte.
Es war keine offizielle Kampagne der Kirche, zumindest glaubte Renard nicht das irgendein Oberhaupt Adara dazu gezwungen hatte die einzelnen Städte zu besuchen und den Männern Mut zuzusprechen, wobei sie sich sogar einzelne Personen herausgepickt und ihnen Ratschläge mit auf den Weg gegeben hatte. Noch eindrucksvoller als ihre weisen Worte war jedoch ihre Aura gewesen, dieses tiefe Gefühl der Macht, dass er nun erneut spürte.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:31 pm

Ein leises, warmes Lachen drang aus ihrer Kehle, als sie die ehrerbietigen Worte der beiden Männer hörte, die sichtlich davon überrascht zu sein schienen, sie hier vorzufinden. Niemals würde sie sich wirklich daran gewöhnen mit Männern zu sprechen, die älter waren als sie selbst und die noch immer vor ihr niederknieten, einzig weil sie die Stimme des Einen vernahm und seinen Worten folgte, wie es alle Gläubigen tun sollten. Die Gabe, die ihr gegeben worden war, ging stets mit Pflichten einher - Pflichten wie einer eben solchen, die sie nun an die Seite des Großinquisitors gebracht hatte, weil es dem Einen gefiel. "Ich weiß", sagte sie dann nur leise und schob mit einer Hand die weiße Kapuze zurück, die sie vor dem Schnee geschützt hatte, der noch immer auf das Land herab fiel, während ihr Blick noch einmal über ihr Gegenüber wanderte. Er war noch immer jung und die Worte seines Vaters, die sie noch vor ein paar Stunden vernommen hatte, hallten in ihren Ohren nach.
Er hatte gesagt, er wäre nicht stark genug, sein Glaube nicht fest genug, doch es war nur an dem Einen seine Gläubigen zu beurteilen und zu richten und so würde auch sie ihre Entscheidungen fällen. Bis er sich von ihm abwandte, war er noch immer ein Teil des Glaubens und genoss ihren Respekt. "Es tut mir leid, was Euch in den Wäldern hier geschehen ist, Mirar", sagte sie leise und aufrichtiges Beileid spiegelte sich in ihren Zügen wieder. "Niemand konnte in diesen Wäldern mit den Ketzern aus Ekynes rechnen. Grämt Euch deswegen nicht - er ist nicht zornig auf Euch. Ihre Macht hier ist noch immer ungebrochen und es bedarf mehr als eines rechtschaffenen Schwertes um den Glauben zu den Menschen zu tragen."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:39 pm

"Ich danke euch für eure Worte, Herrin" antwortete der Großinquisitor und neigte das Haupt vor ihr während er für einen kurzen Moment schwieg, ehe er sich an eine der vielen Zeilen in den Apokryphen erinnerte. "In den Litera Ars steht geschrieben - Es ist die Pflicht eines Kommandanten zu entscheiden, was getan werden muss, um ein Ziel zu erreichen. Er muss wissen, was zu gewinnen ist und was er verlieren kann. Ein Kommandant, der seine Truppen so aufstellt, dass er mehr verliert als gewinnt, riskiert mehr als nur das Leben seiner Männer. Er riskiert das Versagen. Verluste sind akzeptabel, Versagen nicht" betete er jene Wörter hinunter, welche er seit frühster Kindheit hatte lernen müssen. Er kannte die wichtigsten Stellen der Apokryphen auswendig, hatte sie bereits als Kind gelernt und der Rohrstock war ein guter Lehrmeister gewesen. Später, als er sich für die Ausbildung zum Inquisitor als würdig erwiesen hatte war es erneut sein Vater gewesen, der ihn die Litera Ars und die Litera Vita hatte auswendig lernen lassen und ihn mit der Neunschwänzigen gegeißelt, wenn er einen Fehler begangen hatte. Noch heute erinnerten ihn Narben an jedes falsche Wort.
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:47 pm

Adara führte ihr Pferd langsam näher zu dem des Großinquisitors, ließ es sein Pferd beschnuppern ehe sie sich zu ihm hinüber beugte und eine Hand sanft auf die seine legte, die die Zügel noch immer umschlossen hielt. Sie kannte sein Schicksal, kannte die Düsternis, die sich bei den Erinnerungen an die Kindheit über seinen Geist legte und die sie auch jetzt wie ein schweres Tuch auf seinen Schultern spüren konnte. "Es ist die Pflicht eines Inquisitors die Anderswesen zu jagen und zu töten, Mirar. Eure Soldaten befinden sich nun im Schoß des Einen und er wacht über sie", sagte sie und seufzte leise, weil sie Mitleid mit den Anforderungen empfand, die sein Vater an ihn stellte und die er nicht würde erfüllen können, weil es niemand vermochte.
"Der Pfad unseres Herren ist oftmals nur schwer für uns Menschen zu erkennen. Seht diese Schlacht nicht als Euer Versagen an, denn der Krieg ist noch nicht verloren. Er sandte mich nicht an Eure Seite, weil er an Euer Versagen dachte, sondern um Euch wieder Hoffnung zu geben."
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 2:57 pm

Es war seltsam - wo die Worte seines Vaters nur tiefe und klaffende Wunden schufen fühlte er eine innere Wärme bei den Worten der Seherin, welche ihn mit Hoffnung statt mit Selbstzweifeln füllte. Er schloss die Augen, atmete tief ein und aus während er schließlich den Blick hob und die Schlinge von seinem Arm riss. Er war der Großinquisitor - kein verletzlicher Soldat und wenn der Eine seine Seherin zu ihm gesandt hatte, dann würde er nicht straucheln und nicht fallen.
"Wir werden Purbell einnehmen" erklärte er leise. "Wenn wir auf dem Pfad bleiben erreichen wir den Grenzübergang der drei Länder in weniger als zwei Tagen. Mit der dortigen Garnision könnten es uns gelingen. Wenn wir dem Einen ein Opfer darbringen um uns auf den Sieg einzustimmen wird die Hauptstadt Loviels noch diese Woche fallen" erklärte er leise und drohend.
"Und ich werde den Thron Loviels seiner Heiligkeit zum Geschenk machen"
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BeitragThema: Re: Grenzübergang "longclaw"   Mi März 09, 2016 3:09 pm

»So ist es«, bestätigte Renard und nickte seinem Herrn zustimmend zu, ehe er die faszinierende Gestalt der jungen Seherin erneut musterte. Es faszinierte ihn wie ein so kleiner, schmaler Mensch eine so starke Wirkung auf die Menschen haben konnte. »Das – genau das ist Göttlichkeit«, dachte er sich im Stillen. Beweise für die Existenz des einen hatte er Jahrelang gesucht – und letztlich auch gefunden. Und eine der stärksten Beweise dafür war diese Frau, welche eine Macht besaß, die selbst Könige schwach aussehen ließ.
Sein Pferd bewegte kurz die den Kopf, scheute es doch all die Spinnen die sich inzwischen um sie herum befanden, doch mieden sie die kleine Gruppe an Gläubigen glücklicherweise. »Ruhig, ruhig«, mahnte er sein Pferd dennoch und strich mit der Hand über die Mähne des Wallachs. Loviel … er konnte sich noch gut an dieses Land erinnern, schließlich hatte er an der Grenze eben jenes Landes gewohnt. Und auch wenn ihm die Sprache inzwischen nur noch schwer über die Lippen kam und die Erinnerung an die Kultur des Heimatlandes größtenteils verblasst war, so verband er damit dennoch eine gewisse Emotion.
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