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 Waldweg

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BeitragThema: Waldweg    Di März 15, 2016 7:31 pm

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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 7:55 pm

Devastare bekam es immer noch nicht in den Kopf, was sich da an Chaos aufgetan hatte in nur 24 Stunden, die er bei Alianor verbracht hatte. Linniana und die Probleme ihres Landes, ihre Schwangerschaft, Bedivere, der zugestimmt hatte, sie zu heiraten und langsam zweifelte er wirklich am Verstand dieser Familienmitglieder. Keiner von ihnen hatte wirklich Zeit gehabt, den Entschluss zu fassen zu heiraten und beide hatten es in einer Nacht- und Nebelaktion getan. Er hatte das dumpfe Gefühl, Alianor war mit ihrer Entscheidung aber weitaus glücklicher als Bedivere. Auch die junge Königin hatte spürbar die Zähne zusammen gebissen und Devastare bereute fast, dem Vorschlag von Alianor zugestimmt zu haben. Es mochte um die Geschicke eines Landes gehen, aber waren sie nicht alle noch Menschen und durften wenigstens zu einem Teil selbst bestimmen, wen sie liebten und mit wem sie ihr Leben verbringen wollten? Er schalt sich selbst einen Narren, denn ohne die schicksalhafte Wendung, die ihm widerfahren war - auch wenn er nicht alles davon mochte - hätte er auch niemals die Frau an seiner Seite haben können, die er jetzt hatte.
Am frühen Morgen hatten die beiden frisch Vermählten gemeinsam das Schloss verlassen, um mit einem kleinen Boot auf dem Fluss zurück nach Purbell zu segeln, damit sie das Schlimmste verhindern konnten. Er wünschte ihnen alles Glück, wurde aber das schlechte Gefühl bei der Sache nicht los und er wusste, auch Alianor machte sich Vorwürfe. Es brachte nichts, wenn er jetzt noch nach stierte.
Doch auch die Stunden davor ließen ihn nicht los. Die Nacht, die er mit seiner Frau geteilt hatte und das übereilte Vorstellen seiner als ihr Angetrauter bei den wichtigsten, anwesenden Personen. Sie hatte ihm bereits angedroht, dass die Krönung folgen würde, sobald er wieder zurück war und er betete zu den alten Göttern, dass es bald und unbeschadet sein würde, obwohl er nicht gerade darauf brannte, diese Last auf seinem Haupt zu tragen. Wer jedoch wusste, wie ihn diese Reise verändern würde? Vielleicht würde er sich bis zu ihrem Ende damit angefreundet haben und akzeptiert haben, wohin ihn das Leben führte?
Devastare sah hinunter auf den schwach von der Morgensonne erleuchteten Winterwald, als Rhiannon tiefer flog und anfing, Kreise zu ziehen. Coreen war vorausgeflogen, nachdem sie ihm kurz mitgeteilt hatte, wie sein Rückweg aussehen würde und er war sich ziemlich sicher, dass sie ein letztes Mal Widow aufsuchen hatte wollen, denn ziemlich auf der Höhe des Dorfes hatte sie sich ihnen wieder angeschlossen. Es war ein merkwürdiges Bild, das sich ihm in den Kopf gebrannt hatte, wie der viel kleinere, weiße Drache sich an einem der großen Stacheln festhielt, um ebenfalls Passagier zu sein. Nur ab und an verließ sie den Rücken des warmen, roten Drachens, der Rhiannon war, um eine Weile neben ihnen zu fliegen. So wie er Coreen kannte musste sie sich zwischendurch abkühlen. Er lächelte, als sie sich jetzt löste und selbst zum Landeanflug ansetzte, kaum eine Minute später folgte Rhiannon. Erstaunlich aber wahr: der große Drache landete um ein vielfaches leiser als Coreen.

Sie hatten kaum lange genug Zeit, sich richtig zu verabschieden, da rief Rhiannon schon wieder die Pflicht. Bedauernd nickte Devastare, bevor er ihre Menschengestalt sacht umarmte und ihr für den Flug dankte. Sie musste zurück, hatte schließlich das Land und die Grenzen zu schützen und er sah auch Alianor ungerne ohne diesen Wall an geballter Macht in ihrer Nähe. "Pass auf meine Königin auf - und auf dich", gab er ihr mit auf dem Weg, dann wandte er sich zu den Männern und Elaine, die aus ihren Zelten gekrochen kamen und um Rhiannon und Coreen einen Moment für sich zu geben.
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 8:15 pm

Sir Lucan hatte am Feuer gewacht, halb im Schlaf des frühen Morgens versunken als er das Rascheln aus einer der Gebüsche vernahm und mit dem Schwert in der Hand aufsprang und umher wirbelte. "Devastare!" rief er mit vom Rauch des Feuers rauer Stimme und ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. "Bei allen Göttern..." japste er und winkte seinen Herren heran, vorbei an den Lagerfeuern, von denen sieben an der Zahl das Lager umgrenzten hin zu dem achten, das am hellsten Leuchtete.
"Geht es dir gut?" fragte er leise und ein wenig unverständlich - sein Gesicht war etwas angeschwollen, ebenso eine seiner Hände mit welcher er versuchte ein Bündel voller Brot aufzuschnüren. "Diese verdammten Spinnen - ich hoffe du bist keiner von ihnen begegnet. Feuer hält sie fern... haben wir später heraus gefunden" fluchte er und deutete mit dem Kinn in Richtung des Waldes wo zwischen den Bäumen weiße Fäden glänzten und im Morgentau schimmerten wie halb durchsichtige Vorhänge.
"Wir verdanken es Herrin Elaine, dass wir überhaupt noch leben"
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 8:29 pm

Wenn es etwas gab das Jaeren zutiefst verachtete, dann waren es Spinnen. Und als er aufgewacht war und eben diese überall vor dem Zelt gesehen hatte, hätte er sich beinahe übergeben – doch der Südländer hatte sich beherrschen können, auch wenn seine Haut noch immer aussah wie die einer Gans. »Devastare«, grüßte er den Anderen mit hörbarer Erleichterung, klopfte dem Anderen auf die Schulter und sah dann in den Wald hinein. »Ich hatte mir bereits Sorgen gemacht – wir alle. Schließlich scheint in diesem Land gerade einiges verrückt zu spielen, aber … nun, du bist hier und nur das zählt. Auch wenn es mich gewundert hat mit wem du dort zurückgekommen bist. Ich meine – man kann sich in der Größe durchaus irren, vor allem auf Entfernungen, deswegen wollte ich erst nichts sagen als ich einen Drachen am Himmel gesehen habe, der um einiges größer wirkte als Coreen. Aber … nunja, er war rot.«
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 8:40 pm

"Was ...?", fragte er nach und sah von einem zum anderen. Spinnen und acht Lagerfeuer ...? Für einen Moment hatte er nur gehofft, sie würden es etwas kuscheliger und heller wollen, aber wirklich geglaubt hatte er dieser Ausgeburt seiner Fantasie nie. Was war hier los? "Lucan, Jaeren ...?" Er besah sich die beiden näher, weil ihre Haut gerötet und pustelig war und es absolut nicht gesund aussah. Elaine schien der Sinn nach Reden überhaupt vergangen zu sein, denn sie kam nicht einmal näher und er ließ sie gewähren. Er hatte noch einige Fragen an sie, aber die konnten warten, zumindest für den Moment und bis er ganz im Bilde war.
"Er ist eine sie", fügte er dann als Erklärung an Jaeren gewandt hinzu und deutete über die Schulter auf die beiden Frauengestalten, die sich umarmt hatten. "Rhiannon. Unsere Heerführerin in Ekynes - sie hat sich bereit erklärt, Coreen und mich wieder hierher zu bringen, dankbarerweise."
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 8:47 pm

"Herrin Rhiannon, hm?" hakte Lucan nach und nickte nur - es war gütig von der Herrin gewesen den König zu ihnen zu bringen. "Wenngleich ich mir auch gewünscht hätte, dass sie den ganzen verdammten Wald mit diesen Spinnen abfackelt" brummte er und setzte heißes Wasser auf. Sie würden es brauchen um daraus feuchte Tücher herzustellen, die nicht nur das Jucken unterdrückten sondern auch weiteren Bissen vorbeugten. Sie hatten tote Wandersleute gesehen, sogar die Leiber einiger aufgedunsener Kinder aus deren aufgeplatzten Bäuchen Spinnen gekrochen waren - noch immer verfolgte ihn dieser Anblick und ließ ihn Nachts nicht schlafen. Was sie ohne Elaines Magie getan hätten wollte er nicht einmal Bedenken.
"Sie kamen einfach über Nacht - wie aus dem Nichts. Tödliche Viecher. Sie vernichten ganze Baumbestände aber... ebenso schnell wie sie kamen scheinen sie auch zu sterben. Erst Gestern sind wir in auf einer Lichtung durch tote Spinen gewatet und sie scheinen sich in graue Asche aufzulösen und zu verschwinden. Was auch immer das hier ist - es ist nicht natürlich. Ein Omen vielleicht"
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 9:02 pm

»Das es nicht natürlich ist dürfte jedem klar sein, der einen einigermaßen klaren Verstand hat Lucan«, erwiderte Jaeren und gab ein raues Lachen von sich, ehe seine Augen zu der fremden Dame wanderten. Sie hatte eine erstaunlich natürliche Schönheit – nicht durch ihre Kleidung herbeigeführt, denn diese war durchweg schlicht gewählt. Nein, es war einfach die Person an sich die diese Aura verströmte, doch - »Nun … ähm, wir sollten aufbrechen. Und das möglichst bald. Wer weiß wie lange die Feuer noch brennen und ich habe keine Lust mich schon wieder in diese verdammten Wälder zu schlagen um Feuerholz zu besorgen.«
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 9:15 pm

"Das Feuer liegt Elaine nicht", erwiderte Devastare mit einem Blick auf die Gestalt, die sich jetzt Coreen und Rhiannon genähert hatte. "Aber wir dürften uns da ganz gut ergänzen. Zur Not sorge ich für das Feuer, aber mir wäre es lieber, wenn wir das nicht müssten."
Er bekam durchaus die Blicke mit, die Jaeren in Richtung der Heerführerin von Ekynes warf und schlug ihm sacht auf die Schulter. "Ich glaube nicht, dass sie in deiner - oder irgendeiner - Reichweite liegt. Belass es beim Anschauen", riet er ihm, dann wandte er sich zum Lager zurück, just in dem Moment, als Rhiannon sich zurückverwandelte und Elaine Coreen an der Hand etwas aus der direkten Nähe des riesigen Drachens zog. Der Gesichtsausdruck auf dem Gesicht des schwarzhaarigen Drachens war schmerzerfüllt und er fühlte mit ihr. Abschiede waren nicht das, was irgendjemand wollte - aber sie waren ihr täglich Brot und nicht zu umgehen.
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 9:21 pm

"Na los Leute - wir haben schon einiges an Zeit verloren und die Spinnen werden das Vorankommen nicht einfacher machen. Ich werde nicht hier sitzen und warten ob die Spinnenplage sich zurückzieht oder die Viecher vielleicht einfach nur wachsen" murrte er und nahm sich einen großen und starken Ast von dem Boden und wickelte einen Stoffstreifen um diesen, steckte dabei einige Kräuter hinein welche er immer wieder umschlang, ehe er den Stoff in Lampenöl tränkte und Bienenwachs darauf schmierte, den er nebenbei in einer Pfanne erhitzte. "Wir müssen versuchen uns einen Weg zu bahnen - Elaine meinte die Spinen würden sich fern halten wenn wir die Kräuter verbrennen und Feuer mögen sie ebenfalls nicht. Es ist einen Versuch wert. Wir sind kaum mehr als einen Tagesmarsch von Ayantis entfernt und könnten die Grenze bald überwinden. Dann müssen wir jedoch wohl unsere Pferde zurücklassen, es soll viel Sumpf in Ayantis geben und" er schüttelte den Kopf, "das ist nichts für Pferde. Andererseits habe ich Bedenken sie durch diesen Spinnenwald zurück zu schicken. Sie haben besseres verdient als im Magen von tausenden Spinnen zu landen"
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 10:16 pm

»Und du glaubst wirklich das einer von uns sein Pferd zurücklassen würde?« Erwiderte Jaeren mit hörbarer Entrüstung und wandte seinen Blick nun vollends von Rhiannon ab, wobei er bei den Worten von Devastare nur kurz geschmunzelt hatte. »Die Pferde würden sich hier bloß verirren und ebenfalls zu Tode kommen – nein, es muss irgendeine andere Möglichkeit geben wie wir durch diesen verdammten Wald kommen. Gibt es … ich weiß nicht«, der Südländer kratzte sich am Hinterkopf und begutachtete seine Umgebung. »Gibt es nicht irgendeinen Zauber der diese verdammten Viecher von uns fernhält? Oder irgendetwas anderes, womit wir nicht den gesamten Wald in Flammen setzten, wenn wir ihn wieder betreten?«
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 10:20 pm

"Wartet einen Moment", erwiderte Devastare daraufhin und sah zu Elaine hinüber. Er wollte sie ungerne stören, andererseits ... sich innerlich am Riemen reißend wandte er sich von den Männern ab und trat die wenigen Schritte hinüber zu den beiden Frauen.
"Elaine - es ist schön dich wieder zu sehen", grüßte er die andere und lächelte sacht. "Danke, dass du die beiden gerettet hast. Bist du in Ordnung?", Er musterte sie, aber durch ihre lange Kleidung, die fast alles bedeckte, konnte er nicht feststellen ob sie ebenfalls von den Spinnen angegriffen worden war. Sorge spiegelte sich in seinem Blick.
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 10:40 pm

Mit verschränkten Armen hatte Elaine die Ankunft des großen Drachen am Rande des kleinen Lagers beobachtet und die Augenbrauen ein Stück empor gehoben, als der zur Landung angesetzt hatte, weil sie sehr genau gewusst hatte, wer die beiden wieder zurück gebracht hatte. Sie hatte gewusst, dass Coreen sich hatte von Callum verabschieden wollen, dass sie Heimweh hatte und dass es wohl auch Devastare so gegangen war - was sie letztlich dazu gebracht hatte einige finstere Gedanken über das Verschwinden der beiden zu vergeuden, von denen sie nicht einen einzigen laut geäußert hatte. Sie wusste, wo die Sympathie der beiden Männer lag, die mit ihr zurück geblieben waren, und es hatte inzwischen mehr als genügend Zwietracht gegeben - es war ab und an besser, wenn sie mit ihren Gedanken hinterm Berg hielt.
Als die Spinnen beim ersten Licht des Morgens sichtbar geworden waren, die ihr Lager gestürmt hatten, war ihr keine andere Wahl mehr geblieben, als sie magisch zu vertreiben - sie hatten immer wieder versucht gegen die Barriere anzukämpfen, die sie um die Zelte gezogen hatte, während sie Lucan und Jaeren angewiesen hatte, kleinere Feuer um den Lagerplatz zu errichten, nah genug beieinander, um dafür zu sorgen, dass die widernatürlichen Wesen ihnen nicht näher kamen. Mochten Spinnen auch Wesen des Waldes sein und mochte sie auch sonst keine Furcht vor ihnen haben, so hatte sie bei diesen einen unangenehmen Schauder auf der Haut gespürt - jemand hatte sie gerufen. Es war derselbe Schauder, den sie gespürt hatte, als die Magie sie gefesselt hatte, die Mirar zu Hilfe gerufen hatte und genau das bereitete ihr Sorgen.
Was ihr ebenso wenig verborgen geblieben war, war das Verschwinden der Königin Loviels. Ihre Freundin am Hof war während der nächtlichen Unterhaltungen, die sie nach Coreens Verschwinden wieder hatte führen können, äußerst aufschlussreich gewesen und Graciana hatte darüber ebenso den Kopf geschüttelt, wie es Elaine jetzt tat. Das war es, weshalb sie etwas tun mussten - genau das war der Grund, aus dem sie miteinander in Kontakt standen. Linniana von Loviel war ein Kind gewesen, als man sie aus Sirean nach Loviel verkauft hatte und sie schien auch nach Jahren im Geiste noch immer ein Kind geblieben zu sein. Ein Kind, das sich nicht zu benehmen wusste und der ihr eigenes Vergnügen wichtiger schien, als das Überleben ihres Reiches, denn die Affäre war durchaus aufgefallen, auch wenn die andere freundlich genug gewesen war, bislang den Mund darüber zu halten. Dass sich die Dinge nun so verändert hatten und die Kirche vor Loviels Toren stand, damit hatte niemand gerechnet.
"Ich hoffe, du hattest eine angenehme Rückreise", antwortete Elaine lediglich und machte sich nicht die Mühe, sich an einem Lächeln zu versuchen, stattdessen löste sie die Arme aus der Verschränkung und begann von einem Feuer zum nächsten zu treten. "Die Spinnen sind nicht natürlich. Jemand hat sie magisch erschaffen und ich kenne die Magie, die dafür genutzt wurde. Wir konnten sie abhalten und inzwischen ist die Energie fort, aber die Bauern sind verängstigt, ihre Kinder sind tot und Evelon ist Schaden zugefügt worden. In Loviel ist die Kirche bereits angekommen und wir sollten zusehen, dass wir dieses Gebiet verlassen, wenn wir es lebend bis nach Caria schaffen wollen."
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 10:50 pm

Na das war einmal eine Begrüßung, die er nicht erwartet hatte. Es schien als wären alle Schritte, die sie nach vorne gemacht hatten innerhalb weniger Stunden wieder zu Nichte gemacht worden. Devastare verkniff sich das Seufzen und schloss nur für einen Wimpernschlag länger die Lider, als es hätte sein müssen, bevor er von seinem Platz aus Elaine hinterher sah. Wenn sie mit ihm sprechen wollte, musste sie schon selbst wieder herkommen, er würde ihr nicht nachlaufen. Sie war aufgewühlt und sichtlich verärgert. Fast hätte ihr Verhalten ihn dazu gebracht, sich schuldig zu fühlen, seinem eigenen Herzen gefolgt zu sein statt stur gerade aus zu sehen, aber das wäre Verrat gewesen. Ruhig sah er auf ihre dunklen Haare, bis sie sich umwandte und er ihren Blick erfassen konnte.
"Wir werden weiterreisen. In wenigen Tagen erreichen wir Ayantis, in Dragoncross werden wir einige Tage verbringen wie geplant. Vielleicht finden wir unterwegs jemanden, der uns sagen kann, was hier geschieht. Ich hoffe jedenfalls nicht, dass das, was euch widerfahren ist, noch einmal passiert."
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 10:56 pm

"Noch einmal?" echote Lucan, welcher bereits die Zelte abbrach und dabei war die Pferde zu beladen. "Devastare - dieses ganze Land ist von einem verdammten Gift heimgesucht worden, dessen Ursacher noch immer ihre viel zu vielen Beine über den Boden huschen lassen. Wir können alle von Glück reden, wenn wir fort von hier sind" erklärte er und schüttelte den Kopf. Nicht erneut geschehen - sie waren noch mitten drin in diesem verdammten Schlamassel.
"Und auch wenn ich hier keine Befürchtungen schüren will oder irgendwem die Schuld für irgendwas geben möchte, so halte ich es doch für einen nicht zu unterschätzenden Fakt, dass diese ganze Scheiße begonnen hat kurz nachdem ihr dem Inquisitor zu den Geistern gejagt habt!" erklärte er leise und verzog das Gesicht. "Wenn ich mir überlege, dass all dies hier vielleicht nur wegen uns stattfindet" - er unterbrach sich. Nein, so durfte es nicht sein überlegte er und versuchte die Gedanken zu vertreiben. So wichtig waren sie nicht - so wichtig konnten sie nicht sein. Denn wenn es wirklich um sie ging, dann fürchtete er um das was noch kommen würde.
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 11:03 pm

"Schluss jetzt, Lucan", warf Elaine wieder harsch ein und wandte sich über die Schulter zurück zu dem Ritter, welchem mit einem Mal jegliche Worte im Hals stecken blieben, als ihr Blick den seinen traf. Nicht viel mehr als seine Lippenbewegungen deuteten noch darauf hin, dass er überhaupt etwas sagen wollte und Elaine kommentierte den finsteren Blick lediglich mit einem schmalen, herausfordernden Lächeln, bevor sie sich wieder zurück zu Devastare wandte. Es war seine Entscheidung, was er tat und sie respektierte diese Entscheidung. Was sie jedoch nicht respektierte war der Umstand, dass Lucan nun begann, ihm die Schuld für etwas zu geben, für das er nicht einmal etwas konnte. Mirar wäre nicht geflüchtet, wenn er wirklich so mächtig wäre - dann hätte er sich schon viel früher für die Dinge gerächt, die man ihm angetan hatte, aber das musste sie dem Ritter ebenso wenig sagen.
"Das Letzte, was wir hier gebrauchen können, sind schlimmere Vermutungen als der Wahrheit entsprechen. Wir wissen es nicht. Die Spinnen sind hier - zahlreiche von ihnen tot auf den Wegen und wir werden mit den Pferden durch sie hindurch reiten müssen. Wir werden Evelon verlassen und weiter nach Ayantis ziehen", stellte sie fest und trat zurück zu den anderen, die noch immer in der Nähe des größten Feuers standen. "Ich glaube nicht, dass Devastare hören will, wie du dir wie ein Feigling in die Hosen machst. Du bist ein Ritter - benimm dich wie einer."
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BeitragThema: Re: Waldweg    Di März 15, 2016 11:13 pm

Es war besser, jetzt den Mund zu halten, beschloss Devastare und stieß nur einmal hart die Luft aus seinen Lungen, bevor er sich sammelte. "Es könnte die Kirche sein, natürlich. Andererseits, Lucan - selbst wenn es mit uns zu tun hatte - und ich sage nicht, dass es nicht so wäre - dann werden wir wohl damit leben müssen. Wir können sie nicht einfach herumziehen und wehrlose Anderswelt-Wesen umbringen lassen. Wir können sie nicht uns umbringen lassen. Solltest du das vergessen haben, wir haben noch eine Aufgabe." Er sah zu Elaine hinüber und nickte nur fast unsichtbar, um ihr zu bestätigen, dass er Kira nicht vergessen hatte.
"Lasst uns zusammen packen und uns auf den Weg machen. Elaine und ich werden Vorhut machen und Rückendeckung geben, auf diesem Weg hoffe ich, kommen wir einigermaßen schnell voran und raus aus diesem Wald. Solange ... bitte ich euch alle, euch zusammen zu reißen. Es ist nicht schön, aber wir haben keine Wahl. Umdrehen kommt nicht in Frage."
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