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 Zellen

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BeitragThema: Zellen    Do März 17, 2016 9:11 pm

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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 9:22 pm

Devastare verstand nicht allzu viel von der Sprache, die in Ayantis überwiegend gesprochen wurde, aber er kannte genug Worte, um zu begreifen, dass in Caria irgendetwas vorgefallen war. Er sah besorgt zu Elaine hinüber, die in ihrer eigenen Ecke der Zelle saß, mit verschränkten Armen und gesenktem Blick. Jaeren war in der Zelle neben ihnen, aber seit seinem letzten Zusammentreffen mit der Herrscherin über Ayantis war er nicht mehr ansprechbar gewesen und jeder Versuch, ihn durch die Gitter hin anzustoßen wurde rigoros von den Wachen unterbunden. Er hätte beinahe seine Hand dabei verloren, als sie mit dem Säbel ihre Worte bekräftigten. Nur notdürftig hatte er den tiefen Schnitt auf der Oberseite seine Unterarmes verbunden und das auch eher nur, weil ihm das Verbandsmaterial fehlte. Ein Teil seines Hemdes hatte dafür herhalten müssen. Obwohl sie in einem kaum lichtdurchfluteten Kerker saßen war es nicht sonderlich kühl. Eher im Gegenteil, die dicken Steinmauern waren von der Sonne aufgeheizt und gaben die feuchte Wärme nach drinnen ab, was ihnen allen die Schweißperlen auf die Stirn trieb. Mochten sie das anfangs noch weggesteckt haben, es gab jemanden, der ziemlich darunter litt und genau die Person tigerte unruhig in der Zelle neben ihnen herum, eingesperrt mit Lucan. Er hörte Coreen immer wieder etwas von „Drachen“ murmeln, während sie sich auf die Unterlippe biss und damit alle Verwünschungen zurück hielt, die ihr mit Sicherheit auf der Zunge lagen.
Seufzend lehnte Devastare den Kopf zurück gegen die Steine, fühlte die eklige Wärme, die ihm das Hemd an die Brust und den Rücken klebte. Strohhalme hatten ihren Weg an seinen Körper gefunden und er verkniff sich nur mit Mühe, sich an diesen Stellen zu kratzen.
Ohne Jaeren in einem wachen zustand hatten sie überhaupt keine Möglichkeit, sich zu verständigen – sie konnten nur hoffen, bald würde jemand vorbeikommen und ihnen sagen, was hier los war. Bislang war nicht viel aus Jaeren heraus zu bekommen gewesen und Devastare hätte ihn schlagen mögen dafür, dass er ihnen offensichtlich etwas wichtiges verschwiegen hatte.
„Wie lange sind wir schon hier?“, fragte er Elaine, alleine deswegen, um die Stille zu überbrücken, die an ihm nagte. Er konnte dort draußen das rege Treiben der Stadt hören, doch es war zu gedämpft, um wirklich etwas aus zu machen. Nur die Wachen dort draußen unterhielten sich in schnellen, unverständlichen Sätzen. Sie hatten es gerade noch so lebend aus Evelon geschafft, bevor die Spinnen ihnen den Gar ausgemacht hätten. Sie hatten noch immer die Überreste der Pusteln, denn einige der Viecher hatten es durch das Feuer und die Schutzschilde geschafft. Wie es dem Land ergehen mochte, daran wollte er gar nicht denken. Sie hatten unglaublich viel Wald verloren, indem sie mit Feuer gegen die Tiere angekämpft hatten und ihnen standen nicht die Mittel und Wege von Zauberern zur Verfügung. Evelon würde Hilfe brauchen und er wusste, Alianor würde sie ihnen möglich machen, aber manchmal hatte er die Befürchtung, Ekynes würde nicht mehr viel von der Verantwortung stemmen können. Sie konnten nicht an allen Ecken gegen einen Krieg rüsten und Länder über Wasser halten.

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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 9:38 pm

"Ich hab absolut keine Ahnung ...", antwortete Elaine gedämpft und hob den Blick, um die Augen hinüber zu Devastare zu wenden. Es war widerlich schwül in diesen Zellen, in die man sie gesteckt hatte, kaum dass sie Dragoncross betreten hatten und ganz gleich, wohin sie sich auch drehte, es wurde nicht kühler - es war gleichgültig, ob sie sich gegen die Wand lehnte oder sich einfach auf den Boden sinken ließ, wo das Stroh sie überall piekste. Die Nächte waren kaum kühler als die Tage gewesen, der Schlaf hier nicht erholsam und die Temperaturunterschiede machten der Magierin soweit zu schaffen, dass sie inzwischen sogar zu müde und zu erschöpft für eine schnippische Antwort war, die ihr sonst so leicht von den Lippen geglitten war. "Ich kann es nicht wirklich abmessen und ich verstehe kein Wort von dem, was die Wachen hier sprechen ...", schob sie nach einer kurzen Weile hinterher und seufzte schwer, sich die langen, schwarzen Haare wieder über die Schulter nach vorn schiebend, weil sie ihr wieder am Rücken klebten. Alles hätte sie in diesem Moment für ein Bad gegeben.
"Was macht dein Arm?", setzte sie die leise Frage hinterher, während ihr Blick für einen Moment hinüber zu Jaeren wanderte, welcher bislang stumm wie ein Fisch geblieben war. Was immer hier geschehen sein mochte - es reichte, um jemanden ziemlich wütend zu machen und sie verfluchte den anderen dafür, dass er keinem von ihnen ein einziges Wort davon gesagt hatte. Er hatte sie hier einfach ins offene Messer laufen lassen und sie vergeudeten hier wertvolle Zeit in einer Zelle eines fremden Landes, das sie wahrscheinlich gerne tot sehen würde. "Schmerzt die Wunde noch?"
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 9:44 pm

"Es geht", erwiderte Devastare schulterzuckend und sah auf den durchtränkten, provisorischen Verband hinunter. Sie beide hatten beschlossen dass es besser war, keine Magie anzuwenden, solange sie in einer so prekären Lage waren und auch Coreen befand sich in Menschengestalt, obwohl es vermutlich einfacher war, zu erraten, was sie tatsächlich war. Noch hatte jedenfalls niemand einen Ton dazu gesagt und sie gedachten, es dabei zu belassen. "Ich mache mir mehr Sorgen darum, dass es sich entzündet, als um die Schmerzen." Sobald sie hier heraus waren, würde er sich darum kümmern. Wenn und nicht falls. Etwas schwerfällig erhob er sich von dem harten Zellenboden und ließ sich näher bei Elaine wieder an der Wand zu Boden gleiten.
"Irgendetwas muss in Caria geschehen sein", fügte er wesentlich leiser hinzu.
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 10:01 pm

Scham war wohl das erste und gleichzeitig das stärkste Gefühl das er empfunden hatte, als er in seiner Zelle zu sich gekommen war. Denn die Wachen, die er teilweise sogar kannte, hatten ihn ohne großes Gezeter mit dem Knauf ihrer Waffe bewusstlos geschlagen, wohl aus der Befürchtung heraus, er würde sich auf dem Weg in die Zellen in eine Seitengasse schlagen und dann in einer der Seitengassen verschwinden. Schließlich kannte er diese Stadt, wusste um jede Ecke und jeden Winkel in dem man sich verbergen konnte. Doch dieses Wissen hatte ihn, wie man unschwer erkennen konnte, nicht weit gebracht.
»Zu meiner Verteidigung – ihr sagtet am Anfang, dass ihr nach Evelon reisen wolltet, mehr nicht«, dies waren die ersten Worte die er an seine Begleiter richtete, seit sie sich in den Zellen wiedergefunden hatten. Wie er ihnen weiß machen sollte warum sie gefangen genommen wurden, wusste er immer noch nicht wirklich. Wobei – im Grunde war das ganze doch relativ simpel, nicht? Man erzählte einfach mit wem man geschlafen hatte und dass man daraufhin untreu wurde – und das wäre es, dass wäre das ganze Geheimnis. Doch irgendetwas in Jaeren sträubte sich davor dieses Geständnis abzulegen und mochte es nur sein, weil er sich dann selbst in seiner Schuld bestätigte. »Es … tut mir im übrigen Leid, auch wenn das gerade nicht viel bringt. Das hier … naja, wegen mir hier drinsitzt.«
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 10:11 pm

"Du wusstest seit mehr als zwei Wochen, dass unsere Reise weitergehen würde, Jaeren", konnte sich Devastare nicht verkneifen, während er in der Hocke neben Elaine sitzen blieb, die Unterarme auf seinen Knien abgelegt und zu dem anderen herüber sah. "Meinst du nicht, es wäre sinnvoll gewesen zu erwähnen, welche Probleme auch immer hier hast, würden uns eventuell am weiterreisen hindern?" Er biss verärgert die Zähne zusammen, dann stand er auf und trat an die Gitterstäbe heran, die ihn von Jaeren trennten - sein Glück. "Was war hier los?"
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 10:26 pm

»Naja«, fing der Südländer an sich zu verteidigen, »Euer Entschluss kam so schnell und ich wusste die gesamte Zeit über nicht, wie ich es euch beibringen sollte. Ich meine, die Verbannung hier bezieht sich auf etwas, worauf ich nicht sonderlich stolz bin«, doch Jaeren wusste das langes herumgedruckse nichts bringen würde, weswegen er nach einer kurzen Gedankenpause mit der Sprache herausrückte. »Ich … ich hatte eine Weile lang eine Beziehung mit der hier herrschenden Königin … allerding«, er zog hörbar die Luft ein. »Endete das Ganze nicht gut. Ich … habe mir währenddessen eine Andere gesucht und … nun, die Königin war davon nicht sonderlich begeistert.«
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 10:31 pm

Das ... war ... nicht das, was er erwartet hatte. Devastare blinzelte einige Male, hoffte, dass es nur ein böser Traum war, aus dem er gleich erwachen würde, doch die Schweißperle, die ihm gerade die Wirbelsäule hinunter rann und ihn kitzelte zeigte ihm deutlicher als jeder Schlag, dass er wach war. Viel zu wach, als gerade gut für Jaeren wäre. Wie hatte der andere denn nur so etwas für sich behalten können? Er hätte sie immerhin warnen können, damit sie sich einen anderen Weg suchten oder sich trennten ...! Jaeren hatte sie willentlich in Gefahr gebracht und ihre Reise und ihr Vorhaben damit gefährdet und dadurch wiederum würde er vielleicht sein Versprechen Alianor gegenüber nicht halten können - sie würden Kira vielleicht nicht retten können.
"Bist du eigentlich noch zu retten?", fragte er harsch und langte durch die Zwischenräume der Metallstangen, um Jaeren am Kragen auf zu ziehen.
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 10:49 pm

»Naja, ich glaube momentan könnte man mich zwar retten«, mit einem schwachen Lächeln besah er seine Umgebung und legte dann beide Hände um die Gitterstäbe, ehe eine Wache ihn ermahnte wieder in die Mitte zu kriechen. Beide Hände in die Höhe gereckt versuchte Jaeren die Situation daraufhin wieder zu entschärfen und machte, vollkommen folgsam, ein paar Schritte zurück. »Nein, für den Galgenhumor ist es wohl noch ein wenig zu früh, was? Naja … jedenfalls … glaube ich das ich uns hier rausbekommen kann, ich hoffe das beruhigt euch ein wenig. Auch wenn das Verhältnis zwischen mir und der Königin immer noch ein wenig … nun, angespannt ist, sollte ich es doch schaffen sie davon zu überzeugen, uns freizulassen.«
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BeitragThema: Re: Zellen    Do März 17, 2016 10:56 pm

"Du willst uns ganz im Ernst sagen, dass du uns - weil du mit deinem Schwanz gedacht hast - in eine verdammt beschissene Zelle gebracht hast, wo wir nur darauf warten von ein paar Drachen gegrillt zu werden?!", fauchte Elaine und erhob sich von ihrem Platz, um an Devastares Seite zu treten und ihre Finger ebenfalls um die Gitter zu schlingen und dann doch wieder abrupt loszulassen, weil sie das brennende Gefühl auf ihrer Haut spüren konnte. Eisen ... wie konnte es auch anders sein. Schmerzerfüllt verzog sie das Gesicht und trat wieder einen halben Schritt nach hinten, Jaeren noch immer finster anfunkelnd. Damit blieb es dann wohl auch aus ihn mit Hilfe ihrer eigenen Magie zu erwürgen. Wenn etwas schief lief, dann starb Kira oben in Caria und sie hatte nicht einmal eine Möglichkeit noch rechtzeitig zu ihr zu gelangen, um sie vor dem Zorn ihres Vaters zu beschützen.
"Du willst mit ihr reden? Glaubst du allen Ernstes, sie wird noch mit dir reden, nachdem du sie für irgendeine Hafennutte ausgetauscht hast? Verfluchte Scheiße ... ich hätte dich in Widow lassen sollen", grummelte sie und warf die Hände in die Luft, weil ihr nichts anderes mehr übrig blieb als sich auf unflätige Worte zu verlassen, von denen jetzt eine grobe Masse ihre Lippen verließen. "Sie wird uns grillen lassen und das auch nur, wenn wir Glück haben!"
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BeitragThema: Re: Zellen    Fr März 18, 2016 8:35 pm

»Zu meiner Verteidigung«, setzte Jaeren an und war in diesem Moment mehr als froh darüber, dass keine der Wachen die gemeine Zunge aus Ekynes sprach. »Es war nicht einfach irgendeine Hafenhure, sie … war charmant und hatte einen kleinen Laden, irgendwo in dem vierten Ring. Ich weiß noch das es dort immer noch frischen Blumen roch, aber«, er schüttelte unwillkürlich den Kopf. »Wie gesagt, ich wusste nicht wie ich es euch beibringen sollte. Und ihr wiederum hättet mir direkt sagen können, dass ihr weiterreisen wollt als nur nach Evelon … dann wäre ich vermutlich gar nicht erst mitgekommen. Aber … Schuldzuweisungen bringen uns jetzt nicht weiter«, und damit hoffte Jaeren das Thema geschlossen zu haben. »Ich habe immer noch einigen Einfluss auf sie, zumindest glaube ich das. Deswegen … halte ich das momentan für unsere beste Möglichkeit hier wieder heraus zu kommen – es sei denn natürlich einer von euch hat einen besseren Einfall.«
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BeitragThema: Re: Zellen    Fr März 18, 2016 8:48 pm

"Was bei den Unterwelttoren hast du dir nur gedacht?!", hakte Devastare noch einmal nach, warf die Hände in die Luft und fuhr dann wieder herum. "Meinst du, sie zu betrügen und dann zu versuchen, sie überhaupt noch einmal anzusprechen würde dir irgendetwas außer ihrem Hohn und vor allem ihrem Ärger einbringen? Wenn du Glück hast kommst du mit deinem Leben davon - und wir dazu! Verdammt noch mal ... weißt du denn gar nichts über Frauen?!"
Devastare hatte weitaus weniger Probleme mit dem Eisen, um das er jetzt seine Hände legte und Jaeren dazwischen hindurch stechend musterte. Er hatte sie bis hierhin gebracht - ja. Aber er hatte ihnen willentlich verschwiegen, in welche Probleme er sie kopfüber stürzen wollte. Dagegen war ihm nicht zu sagen, dass die Reise weiterging, wohl noch das kleinere Problem. Abgesehen davon hätte er sie ja nicht weiter begleiten müssen und außerdem war genug Zeit gewesen, um ... Mit einer wütenden Tirade an nicht kindgerechten Schimpfworten stieß er hart mit dem Fuß gegen das Eisen, dann wandte er sich von der Zelle ab, in der Jaeren schmorte und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Stäbe. "Ich habe eine Idee, aber die ... könnte nach hinten losgehen."
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BeitragThema: Re: Zellen    Fr März 18, 2016 9:10 pm

»Ich halte meinen Vorschlag nach wie vor für gut, aber«, Jaeren wischte sich ein wenig Blut von der Lippe, denn alle paar Stunden hielt es eine der beiden Wachen für notwendig, ihn ein wenig zu maßregeln und ihm klarzumachen, dass er hier keineswegs erwünscht war. »Aber bitte – ich nehme andere Idee gern auf. Ich meine es ist nicht so, als hätten wir in absehbarer Zeit irgendetwas anderes vor.« Kurz darauf folgte eine vielsagende Handbewegung.
Dass er dieses Land überhaupt betreten hatte – im Nachhinein ärgerte er sich über seine eigene Dummheit. Über die Leichtigkeit, mit der er gedacht hätte „es würde schon nichts passieren“ und „wer solle sich schon an sein Gesicht erinnern?“
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BeitragThema: Re: Zellen    Fr März 18, 2016 9:18 pm

"Coreen", ließ Devastare schließlich nur verlauten und sah auf die gegenüberliegende Seite. Die Angesprochene hob den Kopf und wischte sich die verschwitzten Strähnen aus dem Gesicht. Der Rest davon hing bereits in losen, verklebten Wellen über ihre Schultern. Langsam wurde ihm bewusst, warum er sie im Sommer nie gesehen hatte - sie war ein Bild des Jammers und noch dazu hoch geladen.
"Was?", fragte sie dennoch und stemmte sich auf die Füße.
"Wir sind in Ayantis ...", fing der Magier an und kam zu ihr herüber, die Stimme jetzt gesenkt. "Du als Drache würdest mit Sicherheit freies Geleit bekommen, um mit der Königin zu sprechen."
"Und was soll ich ihr bitte sagen? Dass wir nur durch Zufall bei dem Kerl sind?"
"Ich kann es dir nicht sagen, Coreen - aber möglicherweise könntest du überhaupt zu ihr gelangen im Gegensatz zu uns. Finde heraus, was hier vor sich geht und ganz eventuell ... überzeug sie, uns hier raus zu lassen."
Coreen schüttelte nur entgeistert den Kopf und Devastare machte sich auf das Schlimmste gefasst, als sie hinüber zu Elaine blickte. Fragend.
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BeitragThema: Re: Zellen    Fr März 18, 2016 9:48 pm

Es war nicht die beste Idee, die Devastare jemals gehabt hatte, aber im Gegensatz zu Jaerens Vorschlag, er würde die Herrscherin dieses Landes einfach um den Finger wickeln, klang alles nach einem riesigen Hoffnungsschimmer. Es war die einzige verfügbare Alternative, die ihnen blieb und auf jeden Fall einen Versuch wert - vermutlich würde dieser Vorschlag noch nicht einmal damit enden, dass jeder von ihnen geröstet werden würde. Coreen würden sie hier nichts antun, dessen zumindest konnte sich auch Elaine sicher sein und so nickte sie müde und lehnte ihren Kopf wieder gegen den Stein, an dem sie hockte. Das hier war die einzige Möglichkeit, wo sie sitzen konnte, ohne dass sie unmittelbar mit dem Eisen in Kontakt kam - Devastares Wunde genügte, um die sie sich noch immer sorgte. Sie musste jetzt nicht auch wieder mit Verletzungen zu kämpfen haben, wenn sie es vermeiden konnte.
"Versuch es", stimmte sie ihm schließlich zu und zog ein Bein zu sich heran, einen Arm darauf ablegend und die Augen wieder schließend. "Wenn alles schief geht, dann ruf nach Rhiannon oder einem der anderen. Vielleicht können sie uns hier rausbringen, bevor Jaeren uns endgültig ins Grab bringt."
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BeitragThema: Re: Zellen    Fr März 18, 2016 10:00 pm

"Rhiannon würde sich bedanken", schnaubte Coreen, dann schob sie sich an Lucan vorbei, näher zu der Gittertür, die sie von den Wachen trennte.
"'Ahtaj 'iilaa alttahadduth mae almalika", sprach sie und Devastare runzelte die Stirn. Sie übersetzte, nur halb über die Schulter zurück sehend "Ich muss die Königin sprechen". Es hätte ihn nicht wundern sollen, dass sie immerhin eine andere Sprache beherrschte, zudem die Sprache, die beinahe alle Drachen in die Wiege gelegt bekamen. Dass sie davon nichts hatte verlauten lassen war eine andere Sache. Sie hatte auch zuvor nur still alle Nachrichten aufgesogen und keinen Ton gesagt, scheinbar aus gutem Grund. Sie hatte sich diesen Überraschungsmoment aufsparen wollen.
"Min yahtm?", herrschte eine der Wachen sie an, ein Bär von einem Mann und schlug mit dem Säbel gegen die Stäbe, scheinbar um die Schwarzhaarige einzuschüchtern, aber sie zuckte nicht einmal mit der Wimper.
"Tanin - wahid minkum", antwortete sie und verengte die Augen zu schlitzen, bevor diese aufflackerten. Nur ein einziges Anzeichen einer bevorstehenden Verwandlung, die sie abbrach, noch ehe es sich auf ihren Körper ausbreitete. "Ein Drache. Eine von Euch."
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BeitragThema: Re: Zellen    Mo März 28, 2016 5:15 pm

Als die Wachen Coreen aus den Zellen gelassen hatten, war Elaine wieder zurück gesunken und hatte ihren Kopf gegen den Stein gelehnt. Sie hatte die Augen wieder geschlossen und die Hände tief in den schwarzen Haaren vergraben, die ihr inzwischen strähnig auf die Schultern fielen. Sie hätte in diesem Moment alles für ein Bad gegeben oder zumindest für ein wenig Frischluft, denn die schwüle Hitze machte ihr hier zu schaffen und ließ ihr immer wieder schwummrig werden. Einst hatte sie Miris besucht und dort das wärmere Klima kennen gelernt, doch hier in Ayantis in den stickigen Zellen zu sitzen war noch einmal etwas ganz anderes.
Sie hörte das schwere Atmen von Lucan in der anderen Zelle und konnte Devastares Unmut beinahe körperlich spüren. Keiner von ihnen hatte damit gerechnet, dass sie hier landen würden, insbesondere da Ayantis vor den Ländern der Kirche noch die letzte Bastion zu sein schien. Sie konnten jetzt nur noch darauf hoffen, dass Coreen sie hier alle rausholte, wenn sie noch rechtzeitig Caria erreichen wollten. Mit jeder einzelnen Minute, die sie hier verbrachten und gefangen waren, schien die Chance zu sinken, dass Kira noch am Leben war und sie ihre Tochter bald wieder im Arm halten konnte. 



„Was beschäftigt dich?“, fragte Devastare leise und wandte den Kopf langsam herum, bis er die schwarzhaarige Magierin neben sich sehen konnte. Sie wirkte viel jünger als sie tatsächlich war, als sie jetzt hier saß, die Kleidung zerknittert, die Haare durcheinander. Sie atmete genauso schwer wie er selbst und langsam machte ihm die Hitze wirklich zu schaffen. Lucan hatte schon seit einiger Zeit kein Wort mehr gesagt und schien sich in einen Zustand gebracht zu haben, bei dem er im Geiste weit weit weg war. Keine Meditation, aber nahe daran.
Sacht berührte er Elaine an der Schulter, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, denn bei den ersten Worten hatte sie nur weiter in die Zelle hinein gestarrt, völlig blicklos und langsam begann er sich Sorgen zu machen.
„Ist es Kira?“, hakte er nach, obwohl er die Antwort längst kannte.

„Natürlich ist es Kira“, antwortete Elaine leise und nickte ehe sie die Augen langsam öffnete und Devastare in dem Halbdunkel musterte. Er wirkte aufrichtig besorgt und sie dankte ihm im Stillen dafür, dass er die Anteilnahme und Ruhe zeigte, die sie hier gerade jetzt am Boden hielt. Der Stein in ihrem Magen jedoch blieb, der ihr das Schlucken schwer machte und sie sich wünschen ließ, es wäre ihr möglich, ein Portal nach Caria zu öffnen, um dorthin zu gehen und sie sich zurück zu holen, nachdem sie all die Jahre nur blind hatte gehorchen müssen, um sie zu schützen.
„Mit jeder weiteren Minute, die wir hier sitzen, vergeude ich Zeit … ich kann hier nichts unternehmen und ich kann keinen Zauber wirken, der uns hier schneller rausbringt“, erklärte sie leise, sich gar nicht erst die Mühe machend, etwas vor ihm geheim zu halten. Inzwischen waren sie über diesem Punkt hinaus und sie war zu müde und zu erschöpft, um sich jetzt weitere Lügen auszudenken. „Ich weiß nicht einmal, ob sie überhaupt noch am Leben ist und ich kann mich nicht davon überzeugen, wie es ihr geht, weil das Eisen mich davon abhält.“


Der Schmerz und die Erschöpfung in Elaines Stimme taten Devastare fast körperlich weh. Auch wenn es ihm selbst nicht besser ging und er sich immer noch nicht um die Wunde gekümmert hatte, weil er nicht riskieren wollte aufzufliegen, ihre Gedanken waren von Sorgen geplagt. Obwohl er Alianor in einem Chaos zurückgelassen hatte, war sie dennoch in Sicherheit. Elaine jedoch wusste nichts über Kira Verbleib. Das führte zu einer Lösung, die er bisher nicht gewagt hatte, anzubieten aus Angst, sie würde fehlschlagen und sie noch mehr enttäuschen oder in Verzweiflung stürzen, aber jetzt hatte er das Gefühl, ihr helfen zu müssen. „Wenn du mir eine Anleitung geben würdest, könnte ich es versuchen an deiner statt“, schlug er leise vor und sah ihr ernst in die Augen. „Coreen wird bald zurück sein, solange kann ich es versuchen.“

Eine Weile lang zweifelnd sah sie hinauf in sein Gesicht und runzelte die Stirn, doch statt sich zu einer schnippischen Antwort herab zu lassen, nickte sie langsam und schluckte schließlich schwer. Er hatte eine Verbindung zu ihr, was zumindest bedeutete, dass es für ihn leichter werden würde, sie zu finden, aber da war noch immer die Tatsache, dass er davon keine Ahnung hatte - es würde es nicht einfacher machen. Eine ganze Weile lang haderte sie mit sich und schüttelte dann schließlich doch noch den Kopf, eine Hand ausstreckend und sie ihm sacht auf die Schulter legend. 
„Danke“, sagte sie leise und lächelte sacht. „Ich weiß es zu schätzen wirklich und ich wünschte, es gäbe eine Lösung dafür, aber du bist erschöpft und verletzt und ich will dir nicht noch mehr zumuten …“, räumte sie dann ein. Er war noch nicht stark genug dafür, selbst wenn sie ihm die Wahrheit hinter allem würde sagen können - es würde seine Zeit brauchen und sie verachtete den König von Caria einmal mehr dafür, dass er sie in diese Situation gebracht hatte. „Ich bringe dir diesen Zauber bei, aber nicht hier und nicht jetzt. Nicht solange es dir selbst nicht gut geht.“

„Elaine“, seufzte Devastare leise und wandte sich dann endgültig ihr zu, auch wenn es bedeutete, dass er auf seinen vom Schweiß und dem harten Stein aufgerissenen Knien sitzen musste, bevor er den Kopf schüttelte, ein nachsichtiges Lächeln auf den Lippen. „Vertrau mir. Wenn es nicht klappt, dann ist es so, aber ich habe es wenigstens versucht und kenne den Zauber für ein nächstes Mal. Du weißt, dass du nicht alles alleine schultern musst, lass mich diese Sache für dich tun.“
Er hatte keine Ahnung, ob es funktionieren würde, aber einerseits wollte er sie ablenken, andererseits brauchte sie einen kleinen Hoffnungsschimmer in dieser Dunkelheit und noch wagte er nicht zu hoffen, dass Coreen sie hier lebend heraus brachte. Er machte sich weniger Sorgen um die Wunde als um eine Magierin an seiner Seite, die die Zuversicht verlor. „Erzähl mir von ihr. Gib mir etwas, womit ich beginnen kann.“

„Sie …“ begann Elaine leise und schluckte, weil die Erinnerung an das Mädchen, das dort oben in Caria im Turm eingesperrt war, weh tat. Sie hätte nicht gehen dürfen, sie hätte in Caria bleiben müssen und bei ihrer Tochter sein müssen - sie hätte sie vielleicht sogar beschützen können, vor dem Monster, das ihr Vater war. Vielleicht hätte sie damals vor beinahe 27 Jahren Salvatore im Schlaf erdolchen sollen, als er noch in der Wiege gelegen hatte - es wäre alles ganz anderes geschehen. „Sie ist dreizehn Jahre alt - sie ist schmal und hat dunkles Haar. Es ist heller als meines, aber sie besitzt dieselben Augen. Sie interessiert sich für Geschichten, weil es alles ist, was ihr bleibt und sie würde niemals einem Menschen etwas zuleide tun. Es gibt dort keine Freunde, die sie hat und ich habe ihr einst beigebracht, dass sie den Raben oben im Turm vertrauen soll“, begann sie ihm dann doch leise zu erzählen.
„Über sie habe ich die Möglichkeit genutzt mich zu versichern, dass sie noch immer am Leben ist. Sie ist ein liebes Kind, Devastare, das in der vollkommen falschen Welt aufgewachsen ist. Ich habe ihr früher Geschichten erzählt, damit sie einschlafen konnte - Geschichten über edle Ritter, die aufbrachen, um eine Jungfrau in Nöten zu retten. Sie hat immer gesagt, eines Tages würde auch jemand kommen, der sie von dort wegbringt und uns beide rettet.“

„Wir werden sie retten“, erwiderte Devastare und griff nach Elaines Händen um sie sacht zu drücken. Seine waren genauso schweißnass wie die ihren und überhaupt waren sie völlig dreckig - was machte es da schon, wenn noch mehr Schmutz dazu kam? Wählerisch sein konnten sie hier nicht und Zurückhaltung hatten sie in den letzten Tagen auch abgelegt. Zeit für eine Veränderung. „Wir werden ihr beweisen, dass die Geschichten Wirklichkeit werden können und die Welt nur auf sie gewartet hat, um ihr einen wundervollen Platz in der Mitte von Menschen zu ermöglichen, die sie lieben.“ Während er sie am Reden hielt, ließ er langsam die Magie in sich aufsteigen. Er fühlte, wie sie sich aus allen Elementen in ihm sammelte, von den Steinen herauf in ihn hinein kroch und ihn ausfüllte, bevor er die Verbindung zu Elaine schlug und die Fäden der Magie um ihre Erzählungen wand. Sie musste ihm keine Anleitung dafür geben, was er vorhatte, denn er würde sich seinen Weg auch so suchen. Ihm stand ein klares Bild vor Augen, so ausgiebig hatte sie ihre Tochter beschrieben. „Wohin möchtest du mit ihr gehen?“

„Ich weiß es nicht einmal so genau. Ich will nicht wieder zurück nach Caria - ich habe bis auf Kira nur wenig Grund dorthin zurück zu gehen. Irgendwohin, wo wir weit entfernt von diesem Reich sind  und insbesondere weit entfernt von Karsh“, sagte sie und neigte sacht den Kopf ein Stück zur Seite, weil sie die Magie flirren spürte, die über ihre Haut zog und in ihren Fingerspitzen kribbelte. Sie hatte geahnt, dass er sich nicht würde aufhalten lassen, selbst wenn sie ablehnte, aber sie wollte ihn jetzt auch nicht den Zauber abbrechen lassen, nur weil sie sich nicht sicher war, ob es funktionieren würde oder ob sie die Antwort überhaupt wissen wollte. 
„Oberon hat uns einen Platz in der Anderswelt angeboten, aber in Ekynes ist nicht unsere Heimat, Devastare. Nicht mehr und wir sind dort nicht länger willkommen, selbst mit dir als neuem König. Es ist zu viel geschehen. Ich habe einige Jahre in Miris verbracht - vielleicht werde ich dorthin wieder zurückkehren. Kira muss ausgebildet werden, denn bisher beherrscht sie es nur, wie sie ihre Magie unterdrücken muss.“

„Dann sollten wir rasch einen Meister für sie finden, wenn du die Ausbildung nicht selbst übernehmen willst“, fuhr Devastare leise fort, ohne auf ihren Einwand mit Karsh einzugehen. Sie wusste genau, dass sie jederzeit in Ekynes willkommen war, gleich, was sie sagte, das musste er nicht extra noch einmal betonen. Alianor und er würden immer einen Platz für die beiden haben und sie herzlich begrüßen. Langsam nahmen die Konturen des Mädchens deutlichere Züge an, nicht nur ihr Gesicht wurde vor seinen Augen scharf gestellt, auch der restliche Körper. Noch konnte er nicht erkennen, wo sie sich befand, aber ihr Blick war überrascht und wach, wenn auch ein wenig ängstlich. „Erzähl mir mehr, Elaine“, bat er erneut und fokussierte seine gesamte Konzentration zu Kira hin, während seine Finger ihre fester griffen. Sie musste das Bild ebenfalls sehen können, wenn er richtig lag.



Elaine schluckte, als sich das Bildnis ihrer Tochter auch vor ihren eigenen Augen zu manifestieren begann, selbst wenn ihre Umgebung verschwommen blieb. Es war nicht mehr der kalte Turm, in dem er sie eingesperrt hatte, das zumindest konnte sie klar sagen, denn sie spürte jetzt nicht mehr den eisigen Hauch, der sonst auf ihrer Haut gelegen hatte, wenn sie nach ihrer Tochter gesucht hatte, doch was genau es gewesen war, das konnte sie nicht sagen. Sie spürte den festen Griff um ihre Finger und wie sie an ihren wunden Knöcheln schmerzten, aber sie jammerte nicht darüber - es war der falsche Augenblick dafür. „Sie war bei mir bis sie sechs Jahre alt war. Ihre Gabe hatte sie bereits seit ihrer Geburt. Ich hatte ein kleines Windspiel für sie, das über ihrem Bettchen hing aus lauter bunten Glasscherben, ab und an habe ich es für sie klirren lassen und irgendwann musste ich das nicht mehr tun. Sie hat es selbst gekonnt, noch bevor sie laufen oder sprechen konnte“, fuhr sie mit ihrer Erklärung fort und wusste nicht, ob sie sich schlecht fühlen sollte oder nicht, diese Erklärungen so freimütig von sich zu geben. 
„Es wurde mit der Zeit mehr und mit der wachsenden Macht der Kirche in Caria blieb mir nichts anderes mehr übrig, als ihr beizubringen, wie sie es verheimlicht. Es hat ihm trotzdem nicht ausgereicht - dann hat er sie fortgenommen. Seitdem ist dieser Turm ihr Zuhause.“



„Salvatore?“, fragte Devastare angestrengt und biss sich so hart auf die Innenseiten der Wangen, bis er den metallischen Geschmack von Blut im Mund hatte. Diese Art von Magie war ihm noch so fremd und sie so lange aufrecht zu halten verlangte ihm alles ab. Sein Kopf schwirrte, doch bei den Göttern, so sehr er es wollte, er konnte den Hintergrund nicht erkennen. Wo war sie, wenn nicht im Turm? „Warum … warum bist du nicht mit ihr gegangen? Irgendwohin? Eilian ist … groß … Oberon hätte euch sicherlich ein … Zu-…“ er schluckte hart und spürte die Schweißperlen, die ihm jetzt die Schläfen hinunter rannen sich ihren Weg über seine Wangen zu seinem Hals suchen. Kiras Gesicht verschwamm vor ihm als würde jemand die Augen zusammenkneifen, bis er nur noch durch die schwarzen Streifen, die die Wimpern waren, ein durchbrochenes Bild hatte.
„Warum … hatte er … diese Macht über euch …?“

„Eine falsche Bewegung, eine falsche Antwort und sie wäre tot gewesen. Er hat mich oft genug sehen lassen, wie er ihr weh getan hat, nur damit ich gehorche und jedes Mal waren genug seiner Wachen im Raum, die mich vorher in Eisen gelegt hatten“, sagte sie und schloss die Augen, die Magie lösend als sie ihm ihre Hände entzog und noch einmal schwer schluckte. Kira war am Leben, das zumindest musste genügen bis sie aus den Zellen heraus gekommen waren und sie selbst den Zauber würde wirken können. Die Antworten, die sie hier geben musste und die sie Devastare nun bereits lange genug schuldig geblieben war, gefielen ihr nicht - es tat weh darüber zu sprechen und es so offensichtlich zu machen, was sie über all die Jahre zurück gehalten hatte. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn sie damit gar nicht erst begonnen hatten.
„Sie ist …“, begann sie und haderte erneut mit sich, die Hände ineinander schlingend und die Augen für einen kurzen Moment schließend. Noch einmal schluckte sie schwer, dann endlich zwang sie die Worte über ihre Lippen, die die Wahrheit enthielten, die sie lieber vergessen hätte. „…seine Tochter …“



„… seine Tochter ….“, echote Devastare dumpf und öffnete die Augen, um sich immer noch direkt Elaine gegenüber vorzufinden. Sein Atem ging stoßweise und das nicht nur wegen der Anstrengung, die eben von ihm gefallen war wie ein schwerer Umhang. Er hatte mit so vielem gerechnet, aber nicht damit. Nicht mit Salvatores eigenem Kind, nicht damit, dass Kira seine Nichte war und er dadurch noch viel mehr den Drang verspürte, sie zu holen und ihr endlich das Leben zu ermöglichen, das sie verdient hatte. Elaine würde ihm irgendwann erzählen, wie es dazu gekommen war, dass ausgerechnet sie und Salvatore ein Kind miteinander gezeugt hatten, aber es war besser, sie nicht zu einer Antwort zu drängen. Er war heute schon weit genug gegangen. Aber im Moment konnte er noch nicht mehr für Elaine tun, außer ihr klar zu machen, diese Tatsache würde nichts an seinem Vorhaben ändern. Beruhigend drückte er ihre Schulter, dann stand er etwas mühselig auf, schwankte und hielt sich nur aufrecht, indem er sich an den Steinen festhielt, die die hintere Wand säumten. Die Kraft, die er in die Magie gesteckt hatte, erzeugte jetzt Übelkeit in seinem Magen und er holte noch einmal tief Luft. „Wir holen sie raus, Elaine. Das einzige, was sich mit dieser Information für mich geändert hat ist die Tatsache, dass du ebenso wie sie zu meiner Familie gehörst. Eine Familie, von der ich nicht wusste, dass ich sie hatte und die ich mit offenen Armen empfangen werde.“ Diese Reise war mit einem Mal sehr persönlich geworden.
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BeitragThema: Re: Zellen    Mo März 28, 2016 5:24 pm

Die Reise war eine kurze und Edan glaubte an einen bösen Traum, als er direkt vor den Kellerzellen zu Boden fielen, eine Wache auf den Füßen, deren halber Hinterkopf fehlte. Er konnte auch an dessen Rücken direkt in die Mitte seiner Wirbelsäule sehen. Angewidert und völlig verwirrt von dieser Wendung zog er die Füße zurück und Ileana mit sich.

Sie lag ohnehin halb auf ihm und er schlang die Arme eng um die andere, als könnte er sie damit vor allem weiteren Bösen der Welt beschützen. Sie stöhnte so leise und gequält, dass er auf ihren hellen, zerzausten Schopf hinuntersah, alle Wut über die Tatsache zurück in sich schob, wo sie gelandet waren und ihr vorsichtig und zärtlich über die Wange strich. Ihr Gesicht war das einzige, was nicht mit Blut bedeckt war, ihr Atem ging so flach, als hätte sie Angst vor jedem neuen Zug und die Tränen, die in ihren Augen standen sprachen ihre ganz eigene Sprache. Wenn sie jetzt schon so starke Schmerzen hatte, dann wollte er nicht wissen wie es ihr gehen würde, sobald der Schock nachgelassen hatte und sie die Schmerzen richtig wahrnahm. Er hätte alles gegeben, sie davor zu bewahren oder es ihr abzunehmen, doch das stand außer Frage.
Vorsichtig setzte er sich auf die Knie, zog sie mit sich und barg ihren Kopf an seiner Halsbeuge, während er spürte wie ihre Lebensgeister weniger wurden. Das durfte nicht alles gewesen sein.
Er wollte nicht fragen, wo sie waren oder warum, denn hier war er der Bittsteller und auf die Gnade der anderen angewiesen, auch wenn ihm diese Rolle absolut nicht behagte.

„Helft uns“, bat er deswegen leise und ernst, während ihm die Angst um Ileana die Luft abschnürte. Er sah nur kurz hinauf in die hellen Augen der Magierin, die den Weg hierher geschaffen hatte, dann zurück hinunter auf die blonde Frau in seinen Armen. Er bekam nicht mit, wie der jüngere der Männer zu einer der Zellen eilte, um das Schloss davor mit Magie zu zertrümmern oder warum noch keine Wache hier aufgetaucht war, um sie alle zur Rechenschaft zu ziehen.


Jaeren hatte bereits viel erlebt - er hatte Menschen gesehen, die aus den Augen bluteten, denen die Füße abgenommen wurden und die sich die Haare vom Kopf rissen, nur weil ihnen das Gefühl es Juckreizes zuwider war. Doch das was er nun sah, sprengte diesen Erfahrungsschatz voll und ganz, denn der geteilte Körper, der ein schmatzendes Geräusch von sich gab als er auf dem Boden aufkam, wirkte widernatürlich - ganz und gar abstrakt, wie das Kunstwerk eines Malers, den man mehrere Jahre allein in einem Keller eingesperrt hatte.
Doch damit nicht genug, denn nachdem durch diesen seltsamen Lichtoval der halbe Körper und dann seine Begleiter getreten waren, kamen zwei Fremde, einer gehetzt, die andere mit etlichen Verletzungen übersehen, wobei ihre Bissspuren recht schnell erahnen ließen, dass sie aus der Arena kam. Dann jedoch kam Lucan, dessen Magen wohl am schwersten von allen angeschlagen war, denn nachdem Devastare das Schloss von Jaerens Zelle gesprengt hatte, und dieser mit einem leisen Freudenruf zu den anderen getreten war, übergab sich der Ritter, in einem erstaunlich reichhaltigem Maße auf den ehemaligen Karawanenwache. „Ich … ich“, stotterte Jaeren, rieb sich das erbrochene aus den Augen und unterdrückte selbst einen Würgereflex. „Ich … danke euch, dir Devasare und … dir Elaine. Das ihr … nunja, ich meine wegen mir seid ihr überhaupt hier.“

„Ver…zeiht“ flüsterte Lucan mit rauher, angeschlagener Stimme und wischte sich mit einem dreckigen Ärmel seiner Gefängniskluft über den Mund. Sie waren aus den Zellen geholt worden um dabei zuzusehen, wie man in diesem Land mit Verbrechern umging - natürlich hatte man ihnen nichts anderes als die angegriffenen Überwürfe aus kratzigem Stoff gegeben. Er räusperte sich noch einmal und hob abwesend die Hand. „Ich… so ein Schweinedreck… was… hätte das auch mit UNS passieren können?“ fauchte er und deutete auf die arme Wache, die ihnen nachgesprungen war, während sich die Portal geschlossen hatte. Er brauchte keinen zweiten Blick um herauszufinden wo er war. „Wir… sind wieder im Kerker?“ hakte er nach und schüttelte den Kopf. „Ich dachte du bringst uns raus?“


Schwer atmend wankte Elaine einen halben Schritt zurück und ließ ihren Blick über die Anwesenden wandern. Zumindest war der Teil ihrer Reisegesellschaft heil hier angekommen und nicht wie die Wache in der Mitte zerteilt worden - von dem restlichen Teil, der mit ihnen durch das Portal gekommen war, konnte sie das nicht unbedingt behaupten und genau das war der Grund, weshalb sie jetzt einen Schritt nach vorn setzte und neben Edan in die Hocke ging.
„Ich kann euch beiden hier nicht helfen. Wir müssen von hier weg“, ließ sie ihn wissen, weil es in diesem Moment vollkommen irrelevant war, wer die anderen beiden waren. Sie schienen genauso in der Klemme zu sitzen, wie sie selbst und das machte sie in diesem Moment zu Verbündeten.

„Lucan! Hilf Jaeren sich wenigstens halbwegs sauber zu machen - so nehm ich ihn nämlich mit Sicherheit nicht mit!“, herrschte sie den Ritter an und warf einen Blick hinüber zu dem Gang, der zu den Zellen führte, in der Hoffnung Coreen würde rechtzeitig hier ankommen, bevor sie das Portal geschaffen hatte, das sie von hier wegführen würde. „Devastare“, wandte sie sich an den Jüngeren und bat ihn mit einer kurzen Handbewegung zu sich. 
„Ich brauche deine Energie. Allein schaffe ich es nicht uns alle sicher von hier weg und aus Ayantis zu bringen.“
Was sie verschwieg war, dass sie nicht den Hauch einer Ahnung hatte, wo sie landen würden, wenn sie erst das Portal geschaffen hatte. „Es gibt in Miris eine Zauberin, bei der ich eine ganze Weile lang gewesen bin. Hekate. Sie lebt in der Hauptstadt, aber ich weiß nicht, ob die Magie bis dorthin reicht. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir Meilen entfernt von der Hauptstadt landen und dass unsere beiden Neuankömmlinge bis dorthin durchhalten.“

„Hekate … ich kenne sie“, kam es von Edan, der den Kopf nur ein winziges Stück von Ileanas Haaren weg gehoben hatte. Jede Trennung schien zu viel, jeder Zentimeter zwischen ihnen bedeutete eine Kluft, von der er nicht wusste, ob er sie jemals wieder überwinden konnte. Doch die Magierin und einer ihrer Begleiter schien ihn gar nicht wirklich zu registrieren, also ließ er weitere Einwände einfach sein, hörte nur zu und war ein wenig beruhigter als er hörte, dass sie nicht vor hatte, ihn zurück zu lassen wie zuerst erwartet. Er sparte sich auch den Dank - sollte Ileana das hier überleben konnte er damit immer noch ankommen.

Devastare unterdessen nickte schlicht und verstehend. Er hoffte auf Coreen, die immer noch im Thronsaal unterwegs war, um ihre Sachen einzusammeln oder wenigstens das Wichtigste. Die Waffen, den Dolch von Rhiannon, den Ring von Oberon. Elaines Kopf schien zu voll zu sein, als dass sie ihren Plan weiter erklärt hatte und er fragte nicht nach. Sie würden es irgendwie hinbiegen müssen und darauf vertrauen, dass Lucan, Jaeren, Coreen und die beiden Neuen irgendwie in der Wildnis überleben konnten, wenn sie ihr Ziel verfehlten.
Kurz nur dachte er an Alianor, der er seit fast einer Woche kein Wort mehr hatte zukommen lassen können. Sie würde umkommen vor Sorge. Er hatte es mit Magie versucht, war aber an der schieren Entfernung gescheitert. Dafür war er einfach noch nicht bereit und es wurmte ihn, dass all das Lernen nicht schneller von Statten ging. Leider hatte er gerade gesehen, zu was es führte, wenn ein Zauber mittendrin zusammenbrach und sie waren eben nur wenige hundert Meter gesprungen. Ein Marsch von vielleicht drei, vier Minuten, wenn es hoch kam.
Was würde mit ihnen geschehen, wenn sie mehrere Meilen auf diese Art zurück legten? Hunderte davon? Swanrest war unglaublich weit von Dragoncross entfernt. Seufzend sah er auf die anderen, von denen Jaeren gerade sein Hemd auszog und auf Lucan, der es mit dem Fuß zur Seite stieß. Der Mann und die etwas jüngere Frau waren auch nicht mehr ganz auf der Höhe und Elaine taumelte erneut. Rasch streckte er die Hand nach ihr aus, stabilisierte sie und runzelte die Stirn.
„Ich helfe dir“, bestätigte er, einen Tonfall der Selbstverständlichkeit anschlagend, damit sie sich keine Gedanken um die Bitte machen musste. „Nimm, was du brauchst.“
Dann wandte er sich zu den anderen, hob die Stimme ein wenig. „Ich weiß nicht, in welchem Zustand wir an unserem Zielort ankommen, aber ich zähle auf Euch. Kümmert Euch umeinander, sucht erst einmal Unterschlupf.“
Just in dem Moment bog Coreen um die Ecke, die Haare überall, aber nicht in einer Form, in die sie gehörten, während sie eilig und ohne auch nur ein Wort begann, die klirrenden Schwerter, Dolche und Taschen zu verteilten. Devastare ignorierte geflissentlich, dass sie keine Zelte hatte tragen können aber so geistesgegenwärtig gewesen war, um fünf Umhänge um ihre Schultern zu legen, trotz dem Fakt, dass sie in der Wärme nur noch halb funktionstüchtig war. Die Umhänge verteilte sie nicht, das hätte zu viel Zeit gekostet, aber sie trat mit nur einem fragenden Blick neben die beiden Neuen und beugte sich zu ihnen hinunter. Sie ging einfach davon aus, dass sie mitkommen würden, sonst wären sie vermutlich längst tot, wie Devastare aus ihrem stoischen Blick schloss.


Elaine warf nur kurz den Blick zu den anderen hinüber, nickte Coreen zu, um sich zu vergewissern, dass es der Freundin gut ging ehe sie sich wieder zu Devastare drehte und ihm sacht eine Hand auf die Schulter legte. „Danke“, ließ sie ihn nur leise wissen, die Berührung nicht unterbrechend, weil sie wusste, es würde die beste Gelegenheit sein, um die Magie zu kanalisieren, die das zweite Portal benötigen würde, das sie weit nach Miris bringen würde. Soviel also zu der geplanten, unauffälligen Reise auf Pferden … Viel war davon nun wirklich nicht mehr übrig.

Als das Portal flackernd aufleuchtete, hatte sie Mühe ihre Konzentration noch aufrecht zu erhalten und sich an das zu erinnern, was sie einst in Miris zurückgelassen hatte, als Hekate sie nach Caria geschickt hatte. Sie erinnerte sich an die großen, hellen Bauten und an die milden Sommer inmitten der sanften Hügel und sie erinnerte sich ebenso an die Festivitäten, an denen sie einst noch teilgenommen hatte, bevor der einstige König von Caria den Schatten über ihre Seele gebracht hatte. Heute wollte sie nichts davon mehr erleben. 
Trotzdem hallten Edans Worte noch in ihrem Kopf nach. Wenn er Hekate kannte, dann würde es der Einstieg nach Swanrest sein, denn nach 27 Jahren würde sich niemand mehr an sie selbst erinnern. Vorausgesetzt sie schafften es, die beiden Fremden am Leben zu halten.
Elaine zwang ihre Gedanken zurück zu dem Gebäude, das sie einst verlassen hatte - der geräumigen Villa aus weißem Stein und mit marmornen Figuren verziert, der kunstvollen Fresken und dem Duft nach Oliven und Blumen. Dorthin würden sie müssen. 
„Jetzt!“, herrschte sie die anderen zwischen zusammen gebissenen Zähnen an, weil sie ihre Konzentration jetzt noch abbrechen lassen wollte, selbst wenn sie spürte, wie die Energie weniger wurde, die sie durchflutete und wie die Magie immer weiter ins Stocken geriet. Sie beobachtete, wie Jaeren und Lucan durch das Portal sprangen, wie Coreen folgte und schließlich auch die beiden Fremden in dem Nichts verschwanden. „Geh schon“, wandte sie sich an Devastare und stieß ihn nach vorn. „Ich bin hinter dir.“

Anstatt völlig ohne eine Verbindung zu ihr zu gehen griff Devastare noch im Fall in die Finsternis nach ihrem Handgelenk, zog sie einfach ungefragt mit sich und hoffte - hoffte einfach nur - auf ein gutes Ende. Die Reise diesmal war lang, verwirrend und einfach nur dunkel. Er konnte nichts sehen, fühlte nur das Reißen an seinem Körper, als würde er entzwei geteilt und konnte rein gar nichts dagegen tun, dass ihm schlecht wurde und sein Kopf anfing, leichter zu werden. Viel zu leicht, viel zu leer … der Ring an seinem Finger war das einzige, was ihn erdete, ihn zwang sich noch einen klitzekleinen Fitzel an Willen aufrecht zu halten. Er musste Alianor Bescheid geben.
Er prallte hart auf dem Untergrund auf, das Stöhnen, das ihm aus den Lungen entwich, konnte er nicht hören. ‚Nicht schon wieder‘, flehte er innerlich. ‚Nicht schon wieder.‘ Elaine würde ihn nicht heilen können und er selbst war … so müde … durcheinander …
Devastare konnte seine Finger sehen, in Dreck gegraben und nur noch der silberne Ring von Oberon stach glitzernd heraus. Mühsam löste er die zweite Hand von Elaine, streckte sie zu dem Ring aus und drehte den kleinen geformten Ast dreimal herum.
‚Ich liebe dich‘, sandte er durch die Verbindung, die sirrend von seinem Körper Besitz ergriff und nach diesen drei Worten legte er den Kopf auf den Boden, fühlte das nasse, kitzelnde Frühlingsgras unter sich, an einigen Stellen noch gefroren. Die Morgensonne war zu schwach um gegen das Eis vorzugehen. Sie würden erfrieren, wenn niemand sich um sie kümmerte … er hoffte nur, seinen Begleitern ging es besser. Sie hatten nur den Sprung machen müssen, hatten keine Magie geopfert, um hier an zu kommen … er zählte auf sie.

Coreen kam mit dem Stolpern auf der anderen Seite des Portals heraus, mit dem sie es betreten hatte, aber das half ihr auch nicht wirklich weiter, als sie mit einem lauten Platschen in dem klaren See landete und dabei die oberste, hauchdünne Eisschicht durchbrach. Prustend und fluchend tauchte sie wieder auf, sog Luft in ihre Lungen und strich sich die langen Strähnen wie Algen aus dem Gesicht, um etwas zu sehen.
„Elaine!“, rief sie, weil sie niemanden erkennen konnte und drehte sich ohne Kontakt zum Boden zu haben einmal um sich selbst. Das weiße Kleid, das sie wieder über ihre Rüstung gezogen hatte trieb um sie her auf wie ein Ballon auf den Märkten ein Ekynes, die sie kennengelernt hatte. „Elaine! Devastare!“
Nichts.
Sie besann sich darauf, das Wasser nach weiteren Einbruchstellen abzusuchen, aber da war nichts. Sie musste hier raus, denn die Umhänge, die sie noch trug, sogen sich jetzt innerhalb von wenigen Momenten voller Wasser und zerrten an ihrem Hals.

Edan hatte keine Ahnung, wo er war oder wie er hier gelandet sein mochte - was war das für eine Art der Zauberei gewesen? Es fühlte sich nicht mehr nach Ayantis an und das einzig Warme um ihn her war Ileana, die er inzwischen in den Armen hatte. Glücklicherweise war sie auf ihm gelandet, aber selbst das war zu viel für ihre geschundenen Knochen. Eilig rollte er sie auf die Seite, kam selbst auf die Füße - zumindest die Knie - und nahm ihr Gesicht in beide Hände. „Lena“, flüsterte er eindringlich, ignorierte seinen rebellierenden Magen, der nicht schon wieder eine Veränderung in die Vertikale unternehmen wollte und strich ihr die verklebten Haare aus der Stirn. „Ileana!“
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