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 Thronsaal

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BeitragThema: Thronsaal    So Jun 26, 2016 11:13 am

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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 3:28 pm

Mit einem Lächeln auf den blassen Lippen ließ Cassia sich wieder auf ihrem Platz zurücksinken bis sie die Lehne des großen Thron in ihrem Rücken spüren konnte. Mit einer kurzen Handbewegung sandte sie den Boten hinaus, welcher ihr die Antwort des neuen Herrschers vorgelesen hatte und ließ ihre Finger über die stoffbezogenen Lehnen wandern. Sie waren neu, so wie viele andere Dinge hier, mit denen sie in den ersten Stunden noch Probleme gehabt hatte - Dinge, die sie hatte mit den Händen kennen lernen müssen, nachdem Sotis ihr das Augenlicht genommen hatte. Ab und an noch vermisste sie die Farben, die sie vor 900 Jahren gesehen hatte, den hellen Sonnenaufgang und das fahle Mondlicht in der Nacht, aber die letzten sechs Jahre hatten ihr geholfen, sich besser zurecht zu finden.
Cullem hatte zugestimmt, hierher zu kommen und sich dem Gespräch mit den Zauberern zu widmen, allein und unbewaffnet, aber die Zauberin war nicht dumm genug, um zu glauben, dass er sich auch daran halten würde. Es gab überall im Schloss magische Fallen, die sie vorbereitet hatte während der letzten Stunden - Dinge, die die Magier erkennen würden, die sie eingeladen hatte, die aber jedem anderen verborgen blieben. Die Bediensteten hatte sie darüber informiert, wohin sie gehen durften und wohin nicht - wenn sie dennoch starben, war es nicht mehr ihre Schuld. Als sie die erste Präsenz spüren konnte, schob sie sich eine der weißen Strähnen zurück und hob das Kinn. Es würde das erste Treffen der überlebenden Magier sein, das es seit Hunderten von Jahren gab.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 3:36 pm

Mit einem Knall öffnete sich ein neues Tor inmitten des Thronsaals und Reynards sprang aus diesem heraus und noch ehe Archibald hinter ihm aus dem Portal getreten war schoss ein betäubender Blitz durch den gesamten Thronsaal auf Cassia zu. Es zischte kaum merklich, als der Strahl umgeleitet wurde und eine der Rüstungen traf, welche in tausend Teile zersprang.
Reynard trat tänzelnd einen Schritt nach vorne und warf der zerstörten Rüstung einen misstrauischen Blick zu. "Das kann nicht sein", meinte er leise während seine Schritte weiter zu dem Thron führten. "Das ist nicht die Möglichkeit... nein. Ein Trick, ganz und eindeutig. Ich hab es gewusst. Wusste, dass es eine Falle ist" er blieb schließlich vor Cassia stehen und betrachtete die andere von oben bis unten. Er hatte die Stimme seiner Schwester gehört, welche ihn hierher eingeladen hatte. Aber seine Schwester... nein, das konnte nicht wahr sein. Er hatte vorbereitet sein wollen. Doch weder hatte er einen Feind betäubt, noch saß ein solcher vor ihm auf dem Thron. "Du bist seit über 900 Jahren Tod große Schwester...."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 3:47 pm

Cassia erhob sich von ihrem Platz, die Stirn hinter dem dunklen Stoff gerunzelt, der über ihren Augen lag, weil sie nicht wollte, dass jemand die alten Narben sehen konnte, die Sotis' Angriff auf ihrem Gesicht hinterlassen hatte. Behutsam setzte sie einen Fuß nach dem anderen nach vorn bis sie unter ihren Zehen  nichts mehr spüren konnte und die erste Treppenstufe hinab nahm. "Dasselbe dachte ich von dir, Reynard", äußerte sie leise und rümpfte die Nase, als die zweite, bedeutend schwächere Energie ihr auffiel, die kaum hinter ihrem kleinen Bruder stand. "Ein Schüler von dir?", fragte sie, wischte aber das Thema gleich wieder zur Seite, weil es sie nicht so sehr interessierte. Reynard und sie waren niemals einander wirklich grün gewesen - er war zu feige, um das Notwendige zu erfüllen und dort, wo sie ihren Dienst unter Hekate angetreten hatte, war er stets um Frieden bemüht gewesen.
"Meine Lehrmeisterin hat mich nicht sterben lassen. Vor sechs Jahren weckte sie mich wieder." Reynards Schüler musste nicht erfahren, von wem sie hier sprachen und Cassia legte keinen Wert darauf, ihre eigenen privaten Angelegenheiten hier vor Fremden auszubreiten, von denen sie nicht wusste, ob sie ihnen vertrauen konnte. "Lass uns später reden, wenn Cullem wieder fort ist und wir unter vier Ohren sind, kleiner Bruder. Ich bin auf deine Geschichte gespannt."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 3:56 pm

„Ihr … seid eine Feuermagierin“, stellte Archibald ohne weitere Umschweife fest und schürzte dann die Lippen. Reynard hatte nie etwas von seiner Schwester erzählt, was den jungen Lehrling im ersten Moment etwas aus dem Konzept brachte, denn als sie beide ihre erste Reise begonnen hatten, waren beide in einem Punkt einig gewesen: sie würden keine Geheimnisse voreinander haben. Archibald wollte lernen und sich der Studie der Magie voll und ganz hingeben. Und wenn er aus seiner bisherigen Lehre eines mitgenommen hatte, dann war es die Tatsache, dass Vertrauen unabdingbar für Meister wie auch Schüler war. Doch er sagte nichts zu Reynard, sondern blickte stattdessen weiter zu Cassia. „Ihr wollt hier wirklich ein eigenes Reich für Magier aufbauen? Nur für Magier?“ Fragte er dann, denn sein Meister hatte diese Thematik größtenteils mit stillschweigen belegt. „Was … was soll denn aus diesem Land werden? Wie soll es versorgt werden? Wir sind so wenige dass wir nicht einmal uns selbst versorgen könnten, auch wenn wir die Möglichkeit zum Ackerbau, der Viehzucht und dergleichen hätten. Und wenn hier normale Menschen leben – dann … Wie werden sie behandelt? Es klingt mehr wie die Idee einer elitären Gesellschaft die endlich mehr Macht bekommen soll. Nicht wie der Wunsch nach einem souveränen Staat.“
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:01 pm

"Es kann sprechen", bemerkte Cassia überrascht und hob die Augenbrauen, nachdem sie auch die letzte Stufe hinab genommen hatte und nun an die Seite ihres Bruders trat. Einen kurzen Moment lang tasteten ihre Finger zur Seite bis sie den Arm ihres Bruders unter ihren Fingerspitzen spüren konnte und sacht eine Hand darum schloss. Sie spürte, wie er sich verspannte und lächelte sacht darüber ehe sie den Kopf schüttelte.
"Reynard, tu mir den Gefallen und sorge dafür, dass es den Mund hält. Zumindest solange es nicht gefragt wird." Es war in jedem Fall anders in den Zirkeln gewesen - sie hatten den Schülern beigebracht, den Mund zu halten, solange sie nicht unmittelbar angesprochen oder gefragt wurden und sie hatten ihnen insbesondere den Respekt vor ihren Lehrern beigebracht. 900 Jahre schienen die Ausbildung der Zöglinge bedeutend verändert zu haben - jetzt schien jeder kleine Novize der Meinung zu sein, er habe etwas in den Gesprächen der alten Zauberer zu vermelden. "Tu du es, bevor ich mich dazu gezwungen sehe."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:08 pm

Reynard seufzte ergeben, ehe er Archibald einen kurzen Blick zuwarf. "Archi. Das hier heute ist kein Spiel. Es hat nichts mit den Abenteuern und den Gefahren zu tun, welche wir beide zusammen durchgestanden habe. Das was hier und heute passiert ist bitterer Ernst. Und wahrhaft gefährlich. Sprich nur wenn man dir das Wort erteilt oder du etwas gefragt wirst. Mich dich nicht ein, gib keine Widerworte. Was auch passieren mag. Vertrau mir", erklärte er seinem Schüler, ehe er sich wieder an Cassia wandte.
Die andere schien verändert - und nach ihrer eigenen Aussage noch kein Jahrzehnt mehr unter ihnen zu wandeln. Hekate hatte es also gewusst. Hatte es die ganze Zeit gewusst. Er wusste nicht was mehr schmerzte, dass seine Kollegin niemals ein Wort darüber hatte fallen lassen oder aber, dass er es nicht geahnt hatte.
"Nun gut. Ich spüre mächtige Magie in diesem Schloss - allein in diesem Schloss befindet sich Albertos Flammenzirkel und eine Blitzrune nach Vorbild von Oligarchia. Gut vorbereitet dafür, dass uns nur der Herrscher der bekannten Welt besuchen kommen will"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:19 pm

Zufrieden nickte Cassia und strich noch einmal sacht über den Arm ihres kleinen Bruders ehe sie sich wieder von ihm löste. Es war gut zu wissen, dass er noch immer an den richtigen Angewohnheiten festhielt und längst nicht alles verloren hatte, was ihnen beiden über Jahrhunderte hinweg beigebracht worden war. Selbst, wenn sie einmal mehr an der Wahl seiner Schüler zweifelte, aber das waren Dinge, in die sie sich nicht einmischen wollte - Reynard war alt genug und der vorlaute Novize würde vielleicht noch einen Platz in ihren Planungen erhalten, wenn er bewiesen hatte, dass er zu Höherem berufen war, als ein drittklassiger Zauberer zu werden. "Ich bin gern vorbereitet, Reynard. Als ich es beim letzten Mal nicht war, hat man mich 900 Jahre lang in einem Tiefschlaf versetzt, der mich beinahe mein Leben gekostet hat. Ich vertraue nicht auf einen Mann, der sich als machtgierig erwiesen hat, aber nun mitteilen lässt, er käme allein und unbewaffnet."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:34 pm

Der Ruf war zu laut gewesen, um ihn zu ignorieren und er hatte unzählige Diskussionen nach sich gezogen, die ihm eine schlaflose Nacht beschert hatten. Nicht nur Kaitria hatte ihre Sorgen geäußert, auch Elaine, Devastare und all die anderen Teilnehmer der Gruppe hatten ihm davon abgeraten, dem Aufruf zu folgen, der ihn von seiner Reise nach Loviel ziehen würde. Unter dem Strich war es Gracianas Erbe, denn im Gegensatz zu Bedivere hatte sie dem Schloss und dem Land mehr als siebenhundert Jahre lang gedient und ihn dort großgezogen. Er war mit dem Land verwurzelt und schuldete es seiner Mutter, das weiter zu beschützen, was sie mit ihrem Leben verteidigt hatte. Er hatte sich schlussendlich durchgesetzt und war im Morgengrauen aufgebrochen, um sich einen Platz zu suchen, von dem aus er ein Portal schaffen konnte, ohne zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Hazel und Kira waren am Leben und bei guter Gesundheit, wie sie von Karsh erfahren hatten und sie würden sie finden. Doch in der Zwischenzeit mussten sie alles daran setzen, das Land am Leben zu halten, durch das die beiden gerade reisten. Der Zwiespalt in ihm war groß, aber er konnte ihn für den Moment ignorieren und seine Prioritäten sortieren. Erstaunlicherweise war Graciana bei dieser Entscheidung nicht aufgetaucht. Sie hatte sich nicht als Stimme, nicht als Form gemeldet und Ben seufzte leise, als er jetzt das große, schwarze Nichts betrachtete, das vor ihm in der Luft schimmerte wie eine Tür. Nur Magier würden es durchschreiten können, er hatte es absichtlich so gewirkt, um Kaitria davon abzuhalten, ihm zu folgen. Wenn ihm etwas geschah, so hatte er Coreen das Versprechen abgenommen, würde sie die andere beschützen. Die beiden hatten ein merkwürdiges Band gesponnen in ihren vielen Trainingseinheiten im Laufe der Zeit.
Mit einem letzten, tiefen Atemzug sog er die Lungen voller Waldluft, dann durchschritt er mit ungutem Gefühl im Magen das Portal und landete in einem Thronsaal, in dem die Zeit still zu stehen schien. Er kannte all die Verzierungen, die Farben und Muster, die Statuen, Bilder und Säulen und es war - trotz, der GEfahr, in die er sich begab - ein Gefühl des nach Hause Kommens.
Seine magischen Barrieren waren vollständig hochgefahren und das erlaubte ihm, erst im zweiten Blick die Personen wahr zu nehmen, die sich im Raum versammelt hatten. Eine Magierin, deren magisches Muster er erkannte, obwohl sie schon seit Jahrhunderten als tot galt. Reynard und Archibald dazu. Ein Wunder, dass die beiden denn irgendwo wieder aufgetaucht waren.
Innerlich stöhnend schloss er die Augen, als der Raum sich mit weiterer Magie auflud und er die Präsenz weiterer Magier neben seinen Schultern wahr nahm. "Solltet ihr nicht in Sicherheit bleiben?", fragte er leise und ohne sich umzudrehen, doch aus dem Augenwinkel konnte er die gestrafften Schultern und das entschlossen gehobene Kinn von Devastare erkennen, der die Hexe mit der Augenbinde fixierte, als der antwortete: "Und dich alleine gehen lassen? Das hier betrifft uns alle - unser aller Zukunft."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:43 pm

Mit einem weiteren Wirbel tauchte auch Karsh auf. Er war erst seit wenigen Stunden überhaupt von der Gruppe getrennt und wieder in Ekynes gewesen, als der lautstarke Ruf gekommen war. Ein Treffen der Magier - die Forderung Loviel als eigener Staat und Herrschaftsgebiet der Magier aufzutun. Ein Plan der, wenn auch von Cassia ausgesprochen, nur von Hekate stammen konnte.
Er war gekommen - und wenn auch nur um der Gründung einer neuen Schreckensherrschaft beizuwohnen und diese bei Zeiten wieder beenden zu können. Sie würden die Türme wieder aufbauen und die Züchtungen wieder beginnen lassen wollen. Und er würde es zu verhindern wissen. Doch vorerst galt es mitzuspielen und die Karten gut zu legen, die ihnen das Schicksal hier in die Hand gab.
"Die Zukunft der ganzen Welt würde ich meinen," gab Karsh zu bedenken, der den letzten Teil des Gesprächs mitbekommen hatte, ehe er mit einem Wink zur Rechten einen Stuhl auf einer der Treppenstufen erschuf und sich darauf nieder ließ. "Einige fehlen noch würde ich meinen"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:51 pm

Die Würfel waren gefallen, die Lawine war ins rollen gebracht worden – mit welcher Metapher man es auch beschreiben wollte, die wichtigsten Entscheidungen für die folgenden Monate waren bereits entschieden. Denn Samuel glaubte nicht wirklich daran, dass es in diesem Konglomerat an Magiern auch nur einen geben würde, der bereit war auch nur eine Haaresbreite von seiner Meinung abzuweichen. Ebenso wenig würde es Cullem tun. Was die berechtige Frage aufwarf, warum war Samuel gekommen? In erster Linie um sich unterhalten zu lassen. Er wusste das es einige Amüsante Streitgespräche geben würde und mit ziemlicher Sicherheit würde irgend eine seiner Standeskolleginnen oder Kollegen sich dazu berufen fühlen, dem frischgebackenem Eroberer eine Kostprobe ihrer Macht zu geben. Es würde also so sein, wie in jeder großen Versammlung. Ein ewiger Schwanzvergleich an dessen Ende jeder der Meinung war, er hätte die richtigen Karten ausgespielt. „Ich hab noch nichts verpasst? Erstaunlich, ich hatte es eigentlich darauf angelegt“, meinte der Feuermagier mit einem Schmunzeln, nachdem er sich aus seiner Vogelgestalt zurück in die menschliche Verwandelt hatte.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 4:58 pm

Der Ruf in ihrem Kopf war zu laut gewesen, um ihn vollkommen zu ignorieren und obwohl sie noch immer vor dem Treffen schauderte, hatte Kira nicht anders gekonnt als diesem Ruf zu folgen. Sie hatte das Grab ihres Onkels gesehen, von Alrik erfahren, dass er eine sehr kurze Regentschaft in Caria gehabt hatte und sie wusste, dass er bei diesem Treffen sein würde. Dieses Treffen war die einzige Gelegenheit sich davon zu versichern, dass es ihm gut ging und ihn zu warnen, bevor sie wieder zurück zu Hazel und Alrik kehren würde, dem sie vorher das Versprechen abgenommen hatte, sich um die Freundin zu kümmern. Sie hatte gewusst, auf was sie sich einließ und dass längst nicht alle Magier dort auf ihrer Seite sein würden - dass Hekate und ihre Schoßhündchen dort sein würden und dass sie damit wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, als ihr lieb war, aber es ging nicht anders. Mirar und Ungrim waren weiterhin auf dem Weg zu Sotis und sie würde sich um das kümmern, was in Caria vor sich ging.
Bei Einbruch der Nacht hatte sie sich von Alrik verabschiedet und ihn noch einmal an sein Versprechen erinnert, ehe sie die alte Kathedrale verlassen hatte und sich einen Ort mitten im Schloss gesucht hatte, an dem sie Zeit und Ruhe hatte, um sich darauf zu konzentrieren. Bislang war sie noch nicht im Schloss von Loviel gewesen und das machte es reichlich schwierig, den Ort abzumessen, an dem sie ankommen wollte, denn dieses Mal durfte nichts schief gehen. Sie musste es ein einziges Mal richtig machen, wenn ihre Kräfte sie schon sonst so häufig in größere Schwierigkeiten brachten.
Mit pochendem Herzen und flatterndem Magen schloss Kira die Augen und mit einem einzigen Lichtfunken verschwand ihre Gestalt, nur um in derselben Sekunde mitten im Thronsaal von Loviel aufzutauchen. Blinzelnd schob sie sich eine der wirren, dunklen Strähnen hinters Ohr und ließ ihren Blick über die teilweise bekannten Gesichter streifen, die sich hier versammelt hatten. Gesichter, von denen sie nur einige wenige wirklich kannte.
Erleichterung durchflutete sie und nahm ihr die Unsicherheit, als sie ihre Mutter und ihren Onkel hier an der Seite von Ben registrierte und hastig eilte sie zu ihnen. "Ich erklär es euch später", bat sie nur leise auf den finsteren Blick ihrer Mutter hin. "Ich versprech es."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 5:06 pm

Die Ungläubigkeit musste sich trotz all der Jahre Übung in seinem Gesicht wider spiegeln, als Devastare seinen Blick auf Kira lenkte und ihn dort verweilen ließ. Sie war wie eine Gestalt aus einer anderen Welt, einer anderen Zeit und wirkte völlig fehl am Platz, wie sie da mit wehendem Haar zu ihnen herüber kam. Nur kurz erwischte er sie am Arm, denn Elaine schien völlig gelähmt und heute würde es ihm zufallen, sich um sie zu kümmern, wenn Coreen schon nicht hier sein konnte und Karsh ihnen wohl kaum eine Hilfe war und Ben hatte seine eigenen Gedanken bezüglich dem Land und war abgelenkt.
Kira schien größtenteils unverletzt, wenn auch etwas heruntergekommen, aber in ihren Augen stand Angst und es verwirrte ihn, weil diese Angst erst deutlich zu sehen war, als sie ihn anblickte.
"Wo ist Hazel?", fragte er sie kaum hörbar, als er sie zu sich zog und ihr Handgelenk weiterhin umfasst hielt, damit sie nicht gleich wieder verschwand wie ein Vogel. "Und was bei den Göttern tust du hier?" Er schüttelte den Kopf, als sie ansetzen wollte. "Knappe Erklärung - jetzt. Alles andere kannst du gerne später erklären."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 5:17 pm

"In Sicherheit und bei einem Freund, der auf sich acht gibt. Ich hole sie nach dem Gespräch, damit sie wieder mit euch gehen kann", erwiderte Kira. "In Winterhold in knapp eintausend Jahren, wo wirklich niemand mehr am Leben ist und was ich hier tue, ist ziemlich einfach. Ich bin eingeladen worden und habe mir Sorgen darüber gemacht, ob du noch am Leben bist, nach all den Geschichten, die ich in der letzten Zeit gehört habe." Das zumindest war die Kurzfassung dieser Geschichte und etwas gröber als beabsichtigt löste sie sich wieder aus dem Griff des Älteren, der ihr Handgelenk umfasst hielt, nur um die Arme wenig später zu verschränken, weil in ihr selbst noch immer ein Sturm tobte und sie nicht wollte, dass sie etwas sagen würde, was sie im Nachgang bereute. Sie war kein Kind mehr, sie war erwachsen genug, um selbst entscheiden zu können, wohin sie ging und vor allem mit wem - dies hier war ein Treffen der Magier und sie war ein Teil von ihnen, so oft sie das auch gern vergessen würde, weil sie wusste, dass sie nie wirklich ganz wie die anderen sein würde.
"Ich hab an deinem Grab gestanden und ich habe Geschichten darüber gehört, was geschehen ist. Ich wollte mich einfach nur versichern, dass dir hier nichts passiert ist", fügte sie noch hinzu und schluckte. Niemand hatte sie gezwungen hierher zu kommen und mit jeder weiteren Sekunde kam ihr das hier mehr wie ein Fehler vor, weil sie die Blicke auf sich ruhen spürte, die gepresste Stimme des Älteren hörte, mit der er sprach.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 5:24 pm

Karsh lächelte sanft als er Kira dort drüben stehen sah. Sie war in Sicherheit - ganz so wie er es gesehen hatte. Auch Eilian würde wohl zufrieden sein. Zumindest, wenn in dem darauf folgenden Gespräch nichts furchtbar schief gehen würde. Er schloss für einen kurzen Moment die Augen und konzentrierte sich auf Kira um einen Schutzzauber über das Mädchen zu ziehen. Er würde sich lösen sobald Kiras eigene Magie dies erforderte, aber er konnte nicht zulassen, dass die jüngste und wohl auch wichtigste Magierin in diesem Saal irgendeiner Gefahr ausgesetzt war.
Karsh ließ noch einmal den Blick durch den Thronsaal wandern, während alle ihre Plätze auf den Stufen zum Thron hin bestiegen.
Karsh musste zugeben, dass diese Formation ihn an den Rat der Magier erinnerten, welchen auch er einst aufgesucht hatte. Es war keine angenehme Erinnerung.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 5:39 pm

Er war in ein einfaches Gewand gekleidet, keine unnötigen Verzierungen, kein goldener Rand um den Saum am Hals. Auch der Rest seiner Kleidung fügte sich in dieses Muster ein und schien größtenteils praktikabler Natur zu sein – Modeschmuck und dergleichen war nicht zu erkennen. Einzig ein, mit Eisen beschlagener Ring, sowie eine Halskette schmückten ihn – wobei schmücken mit derartigen Werkstoffen wohl nicht wirklich gesagt werden konnte. Youen zu seiner rechten war ebenso gekleidet, ohne Waffen, ohne großartige Umhänge und dergleichen. Er war und würde nie ein Herrscher sein, der sich über seine Äußerlichkeiten definierte. Der über Gehabe und Prunk die Aussage „Ich allein bin der Herrscher hier“ äußerte. „Youen, ich will ehrlich zu dir sein. Wir haben hier einen Rückschlag erlitten, einen herben Rückschlag“, fing Cullem an und sah den Anderen mit einem ernsten Blick an. „Aber du tastest alles nur erdenklich mögliche. Deswegen gebe ich dir keine Schuld daran was hier passiert ist. Dennoch ist es ein Rückschlag. Und den können wir uns, dass weißt du ebenso gut wie ich, nicht erlauben.“ Mit diesen Worten trat Cullem durch die Tür und sah in die Gesichter von elf Magiern und Magierinnen, die in aller Seelenruhe zu ihm sahen. Wobei bei einigen das Wort starren besser gewesen wäre. „Einen guten Tag“, grüßte der Eroberer sie, als sei es eine lapidare Floskel auf dem Fischmarkt. Dann setzte er sich auf einen der beiden freien Stühle, da alle anderen bereits Platz genommen hatten.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 8:18 pm

Die Präsenz, die den Raum als Einzige durch die Tür statt durch ein Portal betrat, übernahm den Thronsaal auf eine ganz eigene Art und Weise, die Cassia die Stirn runzeln ließ. Sie hatte sich den Herrscher der bekannten Welt anders vorgestellt, als diesen beiläufigen lapidaren Tonfall, der nun an ihre Ohren drang und beinahe wäre ihr ein enttäuschtes Seufzen über die Lippen geglitten. Sie hatte einen Mann erwartet, welcher durch sein militärisches Geschick brillierte, sie hatte einen Mann erwartet, der es charismatisch vollbrachte, Menschen auf seine Seite zu ziehen - keinen Städter auf einem Fischmarkt, der die Gefahr von zehn Zauberern nicht einzuschätzen wusste.
Die blinde Magiern erhob sich als Erste von ihrem Platz und tat einen Schritt nach vorn. Er war entgegen seines Versprechens nicht allein und unbewaffnet hergekommen, aber darum sorgte sie sich nicht weiter. Der Mann, der hinter ihm stand und leise atmete, den Geruch von Hitze und Blut mit sich trug, würde kein größeres Problem darstellen, denn letztlich ging es nicht um ihn. "Seid uns ebenfalls gegrüßt", begrüßte sie Cullem und schlug dabei einen weit ernsteren Tonfall an, als ihr Gegenüber. "Ihr wisst, weshalb Ihr hergekommen seid und dieser Tage hat niemand von uns unnötig viel Zeit mitgebracht. Zieht Eure Armee aus Loviel zurück und überlasst es wieder uns."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 8:30 pm

Cullem lachte weder, noch zog er eine Grimasse oder dergleichen. Vielmher wirkte sein Gesicht in diesem Moment wie aus Stein gemeißelt. Einzig seine Hände bewegten sich in diesem Moment, ehe er Youen mit einem Handwink bedeutete sich endlich zu setzen, was der General daraufhin folgsam tat. Danach trommelte der Eroberer auf dem schweren Tisch vor ihm und sah die Blinde und daraufhin die restlichen Magier kühl an. „Wenn diese Verhandlungen derart einfach wären“, fing er schließlich an, „und ihr sie euch derart einfach vorgestellt hättet, dann säßen wir jetzt nicht hier. Ich bitte also darum die üblichen, ersten Forderungen direkt außen vor zu lassen, da diese ja Traditionsgemäß stets überzogen sind. Wie meine Politik gegenüber Magiern aussieht wisst ihr. Auch, dass ich Loviel früher oder später einnehmen werde. Mir ist bewusst das die Magie immer knapper wird und das euch dadurch die Macht entgleitet – und versucht dies bitte nicht zu leugnen, es wäre unter euer aller Niveau, derart offensichtliche Tatsachen abzustreiten. Auf die Frage was ihr mir bieten könnt verzichte ich ebenfalls, denn euer Stolz wird euch sicherlich daran hindern den ersten Schritt zu machen. Daher folgendes Angebot – ihr bekommt, alle elf wie ihr hier sitzt, Anwesen im Reich verteilt, ganz nach eurem Wunsch. Im Gegenzug hebt ihr die magische Barriere von Ekynes auf, mehr nicht. Ich müsst euch nicht selbst in Gefahr begeben, sondern nur diese Kuppel auflösen. Danach erhaltet ihr freies Geleit zu euren Burgen, Sommerresidenzen, wonach euch eben der Sinn steht. Zumal ich darauf hinweisen will, dass dieses Land ohne einen Rückhalt nur ein riesiger Haufen Asche wäre. Ihr habt weder Männer, noch die Ressourcen um wieder etwas einigermaßen annehmbares aufzubauen, dass auch nur ansatzweise den Namen „Land“ tragen dürfte.“
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 8:37 pm

"Diese Barriere ist göttlicher Natur, Eroberer, und niemand von uns hat die Macht sich gegen die Götter zu stellen und um Euch daran zu erinnern ist es mir allein gelungen, dieses Schloss zurück zu erobern, bevor ich meine Kollegen zu mir gerufen habe", ließ Cassia den anderen wissen, sich nicht im Geringsten von der Forderung beeindruckt zeigend, die der bedeutend Jüngere an sie gestellt hatte. "Wenn es mir weiterhin nicht entgangen ist, dann wurde Eure Armee im Wald zurück gedrängt und die Streitkräfte Ekynes' haben neuen Boden erhalten, nachdem Eure Männer dumm genug waren, den Wald bei drehendem Wind anzuzünden", führte sie seelenruhig weiter fort und ließ ihre Fingerspitzen über den Tisch streichen. Sie spürte die Erhebungen der Karte dieser Welt darunter - die Berge und Täler, die magische Feuchte, wenn ihre Finger die kleinen Seen und Flüsse erreichten, die darauf erschaffen worden waren, als ihr langweilig genug gewesen war.
"Ekynes ist ein stolzes Reich, dessen Bevölkerung Euch niemals Gehorsam leisten wird und wenn Ihr auch nur etwas über dieses Reich gehört habt, dann wird es das sein, aber sei es drum. Ihr bietet uns Residenzen an, aber wer garantiert für unsere Sicherheit? Denn wie Ihr bereits sagtet - wir kennen Eure Ansichten, was die Magierschaft und die magischen Wesen anbelangt. Ihr habt die Möglichkeit, Eroberer, wir einigen uns hier oder ich sagte Euch bereits, was geschehen würde. Noch genügt unsere Magie, um dieses Reich in Niemandsland zu verwandeln und alle Menschen mit, die sich darauf befinden. Dann hat niemand von uns gewonnen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 8:46 pm

Youen hatte sich widerwillig hingesetzt. Ein sitzender Mann war in jedem Kampf einfacher zu überraschen und zu töten als einer der stand. Aber sei es drum, denn was sein König befahl musste er tun. Youen saß mit aufrechtem Rücken, welcher kaum das Holz der Lehne berührte und ließ seinen wissenden Blick über die anwesenden Magier wandern. Er hatte Geschichte gehört, oben in Caria seiner alten Heimat. Geschichten von Magiern und deren Taten - lange bevor der Wahnsinn Sireans über die Grenzen gekommen war. Es war über dreihundert Jahre her, dass sich die Magier geeint hatten. Und es stimmte - sie hatten einen Teil ihrer Armee verloren, wenngleich auch nicht weil der Wind sich gedreht hatte. Das Feuer selbst war zu ihnen gekommen, während um sie herum Windstille geherrscht hatte.
Inmitten der Flammen hatte er gegen die Anführerin der feindlichen Armee gekämpft. Blut, Feuer und Stahl hatten sie ausgetauscht. Niemals hatte Youen eine Frau derart kämpfen sehen. Kein Mann hatte es Zeit seines Lebens vollbracht sich ihm im Kampf oder in der Schlacht zu stellen. Und während er ihr eine böse Wunde am Arm hatte mitgeben können, so brannte seine Wange noch immer von dem tiefen Schnitt über den sich nur mühsam Schorf bildete. Erst als der Ring aus Feuer um sie so eng geworden war, dass sie sich nicht mehr bewegen konnten hatten sie einen Waffenstillstand ausgehandelt. Sie zogen sich mit der Armee hinter den brennenden Wald und den Fluss zurück, dafür würden ihnen die Armeen von Ekynes eine Woche Zeit lassen die Männer zu versorgen.
Zu wissen, dass die Magier sich nun ebenfalls in den Kampf einmischten bereitete ihm Sorgen. Er warf seinem Herren einen kurzen Blick zu und hoffte inständig, dass sich dieser Weise entscheiden mochte.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 8:59 pm

„Ganz richtig, dann hätte niemand gewonnen. Deshalb sollten wir eine Lösung finden, in der beide Seiten einen Vorteil bekommen. Mir ist bewusst das meine Truppen in letzter Zeit einige Rückschläge erlitten haben, viele sind verletzt und müssen abseits der Front behandelt werden“, die Brauen von Cullem zogen sich ein wenig zusammen, während sein Blick nun ganz zu Cassia ging, da diese anscheinend die einzige war, die in dieser Unterredung das Wort erhob. „Und mir ist nicht daran gelegen diesen Kampf hier noch monatelang hinzuzuziehen. Ich bewundere die Art dieser Menschen hier, ihre Heimat bis auf den letzten Blutstropfen zu verteidigen. Und eigentlich will ich dieses Blut gar nicht vergießen. Es geht mir lediglich darum, zu einen. All die anderen Länder, Sirean beispielsweise, profitieren von dieser Einigkeit. Sie erhalten Unterstützung in jeglicher Form. Sei es Nahrung, Ressourcen oder Baumeister um die zerstörten Städte wieder aufzubauen. Und das gleiche kann auch mit Loviel passieren.“ Einen Augenblick lang herrschte daraufhin Ruhe, bis Cullem hinzusetzte „ihr könnt, wenn ihr es unbedingt wünscht, regieren. Doch dann unter meiner Obhut. Ihr bekommt eigene Verwaltungssektoren, wobei es euch obliegt diese untereinander zu verteilen. Ich will kein unnötiges Blutbad. Und wenn ich eine Einigung mit den letzten Magiern in Kauf nehmen muss, dann ist dem so. Den letzten einer aussterbenden Art gebührt ein gewisser Respekt, dem bin ich mir bewusst. Doch ich werde dieses Reich nicht in den Händen anderer lassen. Denn wenn wir die Fakten auf den Tisch legen, kann ich euch alles für einen Wiederaufbau bieten. Mir gehört mehr die Hälfte der bekannten Welt. Ein geordnetes, strukturiertes Reich in dem ich nichts anderes als Frieden will. Fügt ihr euch dem ein, bin ich gewillt von meiner Politik gegenüber den Magiern abzulassen.“
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 9:05 pm

"Wir werden die Magierzirkel wieder neu errichten und wir werden die Akademien zur Ausbildung der Jungmagier wieder neu errichten. Die Magie wird zurück in dieses Land und alle anderen kehren und Ihr werdet von der Befolgung der Magier und der magischen Wesen absehen. Es ist wichtig für uns, dass die magischen Kinder zur Ausbildung zu uns gebracht werden, bevor sie durch ihre unkontrollierte Gabe einem anderen ein Leid zufügen können", erwiderte Cassia ohne weitere Umschweife, weil alle anderen schwiegen und wenngleich sie auch wusste, wie deren Meinung dazu aussah war eine Gelegenheit die Zirkel neu zu errichten und Kinder ausbilden zu können, statt sie verstecken zu müssen, eine durchaus angenehme Alternative. Bislang spielten Hekate und sie Katz und Maus mit den Häschern des neuen Eroberers dieser Welt, immer wieder rechtzeitig fort, bevor sie sie in die Finger bekommen konnten, aber mit der schwindenden Magie wurde auch das immer schwieriger.
"Diese Welt braucht die Magie und das wisst Ihr. Allein die Dürre des Sommers zeigt es, denn auch Eure Vorräte verfaulen in der Hitze und die Ernte wird uns alle kaum durch den Winter bringen. Auf Caria liegt ein Fluch, der einst ausgesprochen wurde vor hunderten von Jahren. Wir könnten all das lösen, aber dafür müsst Ihr von Eurer Magierverfolgung absehen und uns am Leben lassen. Bislang funktionierten die Reiche mit magischer Unterstützung und gediehen prächtig", führte sie weiter fort. "Einen von uns werdet Ihr als magischen Beistand zur Seite gestellt bekommen. Als unsere Versicherung nicht zu einem Schlag gegen Euch auszuholen, wenn Ihr die Bedingungen akzeptiert. Wen dürft Ihr Euch selbst aussuchen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 9:18 pm

„Als eine Versicherung? Mehr ein gespannter Bolzen im Nacken möchte ich meinen – doch wie nähern uns an“, Cullem nickte mit seiner gewohnten Ruhe und sah dann für einen Augenblick zu Youen hinüber, als ihm eine Idee kam. „Allerdings kenne ich die Macht, die euch Zauberern inne wohnt. Daher biete ich euch folgendes an: ich unterstützte Loviel, so wie ich jedes andere Land auch unterstützt habe. Das Hungern und das Leid wird aufhören und die einfache Bevölkerung wird wieder Arbeit und Sicherheit finden, denn ich habe mehr als genug Männer um dafür zu Sorgen. Auch werde ich euch bei eurer Ausbildung neuer Magier unterstützen. Ich werde euch sogar einen eigenen Zirkelturm bauen, es gibt sicherlich mehrere Stellen im Land die dafür geeignet sind. Doch alle Handlungen eines Magiers sollen kontrolliert sein. Denn wir alle wissen, wo unkontrollierte Macht enden kann.“ Einen scheinbar unendlicher Moment schien zu verstreichen, ehe Cullem endlich aussprach, was genau er damit meinte. „Als Bedingungen für meine Unterstützung fordere ich also, dass ein jeder Magier einen kleinen Teil seines Blutes abgibt und dieses in, von mir ausgewählten Hallen gelagert wird. Denn laut den alten Büchern der Kirche gibt es Mittel und Wege, über das Blut eines Zauberers auch sein Leben nehmen zu können. Zusätzlich dazu werden wir unsere Sicherheit vor magischen Angriffen mit speziellen Soldaten verstärken, die“, er schaute zu Youen hinüber. „Von meinem General hier angeführt werden. Ich Gegenzug werdet ihr, Cassia, oberste des neuen Ordens. Ihr erhaltet freie Hand über die Verwaltung eures Ordens, der Rangstruktur, der Ausbildung und allem weiteren. Im Gegenzug dafür will ich lediglich die Bestätigung der Sicherheit für alle Bürger dieser Erde.“
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 9:25 pm

Die Stille über dem fast leeren Schloss ließ Hekate nicht im Mindesten beunruhigt werden – ganz im Gegenteil. Es bedeutete, dass sie endlich alle Eindringlinge aus dem Gebäude vertrieben hatten und letzten Endes doch noch ihrem eigentlichen Ziel nachgehen konnten.
Im Vorbeigehen streifte sie Vorhänge mit den Fingerspitzen, ließ den schweren Brokat über ihren Handrücken gleiten, fühlte die Magie, die sich in den Stoff hineinwob und ihn stärkte. Es würden Barrieren werden, die die anderen Magier in ihrer Panik nicht einmal gemeinsam überwinden konnten. Cassia kannte dieses Schloss in- und auswendig und diesen Vorteil hatten sie sich zu Nutze gemacht – während die andere im Thronsaal alle Ankömmlinge beschäftigt hielt, war Hekate hier und versiegelte die letzten Ausgänge mit einem Lächeln im Gesicht. Die Vorhänge würden herabfallen wie Falltore, scharf genug um jedes Leben auszuhauchen und stabil genug, um fast jedem Zauber stand zu halten. Sie hatte sie bislang offen gelassen, damit Cullem eintreten konnte und obwohl er eine Begleitung mitgebracht hatte, die nicht abgesprochen war, hatten sie ihn eintreten lassen, damit er keinen Verdacht schöpfte. Er würde wohl nicht so dumm sein und glauben, sie würden mit offenen Karten spielen? Wie schnell würde er begreifen, dass das alles nur ein Vorwand war? Sie brauchten ihn nicht – schon gar nicht als Stimme des Volkes, nicht als Stimme des Eroberers. Kein Mann der bei Verstand war, würde sich noch auf seine Seite schlagen.
Leise lachend legte sie mittig vor das Fenster einen kleinen Achat. Im Laufe der Jahre hatte sie eine beträchtliche Menge an Edelsteinen für die unterschiedlichsten Zwecke mit Magie gefüllt und konnte so aus einem schier unerschöpflichen Vorrat zehren, der sie noch nie im Stich gelassen hatte. Regelmäßig ließ sie weitere Steine mit der Magie der Kinder füllen, die in ihrem Schloss lebten. Avonwick Castle … vor Jahrhunderten hatte sie es losgelöst von der Erde, verborgen unter magischen Kuppeln, die ihr jederzeit Benachrichtigungen schickten, sollte jemand es versuchen zu verlassen oder zu betreten. Bedienstete, weit älter als sie hätten sein dürfen, waren aus einem Deal mit Cyrill heraus entstanden, die ihr noch heute die Treue schworen. Allesamt waren sie nichtmagisch, doch der Ausgleich dafür lag in all den Kindern, die sie dort hin gebracht hatte. Ihr magisches Potenzial war gering gewesen, doch mit einigen Tricks hatte es sich teilweise vertausendfacht. Sie konnten es alle nicht mit Karsh aufnehmen, doch die Älteren unter ihnen machten dennoch allmählich einer Zauberin wie Elaine Konkurrenz und diese Macht in dutzendfacher Ausführung … Immer noch wollte sie Ben in die Finger bekommen, den Graciana wie ihren Augapfel gehütet und vor ihr versteckt gehalten hatte. Sie hätte ihn sich nehmen können, natürlich, doch sie wollte eine ihrer ersten Schülerinnen nicht vor den Kopf stoßen. Ihre Macht war beschränkt gewesen durch die wenigen Magier, die ihnen noch geblieben waren und sie hatte das treue Gefolge gebraucht. Mochte es auch nicht aus Liebe geschehen sein, sie hatte die Befehle, die man ihr gab, unter dem Bluteid leisten müssen. Jetzt sah die Sache anders aus. Ben war nicht länger geschützt und sie leckte sich schon die Finger danach, all die Magie in ihn zu pressen und seine Sehergabe für sich zu nutzen. Er wusste nichts davon, wie viel er eigentlich erreichen konnte, wenn er endlich den Glauben verlieren würde, er wäre zu abhängig von der Magie.
Der Achat schillerte noch ein letztes Mal im Licht, ehe Hekate ihn unter einem Tarnzauber verbarg, wie sie es bei all den anderen Steinen auch getan hatten. Seit Tagen hatten sie dieses Schloss vorbereitet und mit Zaubern geschützt, jede Ecke, jeden Winkel magisch verstärkt. Sie hatten die Fluchtwege und Geheimgänge verriegelt, von denen nicht einmal mehr die aktuellen Herrscher gewusst hatten, so lange lag deren Erschaffung zurück. Cassia erinnerte sich, denn ihr Schlaf war so lang gewesen, kaum einer der Anwesenden in diesem Schloss hatte sie noch lebendig erlebt. Umgekehrt war Cassia nicht emotional an einen der anwesenden Magier gebunden, denn niemand davon hatte eine wirkliche Bedeutung für sie. Sie wollte ihr Land zurück und Hekate ließ sie gewähren, weil sie wusste, dass es von ihrem eigentlichen Vorhaben ablenken würde.
Am Eingangstor bemühte Hekate sich nicht um eine händische Betätigung des Falltores, das Cassia mit Zaubern belegt hatte, sondern sie ließ es sich senken und verankerte es, indem sie dem Steinboden befahl, sich in die Zwischenräume zu schieben. Auf diesem Wege würde kein Magier das Schloss verlassen und als sie die Hände hob um dem Eisen noch zusätzlichen Halt zu geben und sie dann zu Boden senkte, den letzten Achat platzierend, schloss sich endgültig ein Kreis aus Magie um das Schloss. Der Boden, der Himmel, die Seiten in alle Himmelsrichtungen – niemand würde von hier verschwinden und niemand würde ihnen zu Hilfe eilen. Vor allem … was wollten ein paar läppische Kompanien gegen sie ausrichten? Die Götter hatten zu tun, dieses kleine Feuerchen in Schach zu halten, dem sie gewährt hatten, zu existieren. Man hätte meinen sollen, uralte Kreaturen waren schlauer als das. Nun, man konnte nicht alles haben.
Hekate klopfte sich geschäftigt den Staub von den Händen, als sie über den Innenhof zurück in das Innere des Schlosses ging. Sie setzte langsam einen Fuß vor den anderen, hatte keine Eile dabei und prüfte nur am Rande immer wieder in ihrem Geiste all die Fallen, die Cassia angebracht hatte. Magische sowohl als Stoffliche. Ab und an nur korrigierte sie einen kleinen Patzer im Zauber nach, doch das war selten. Sie hatte ihre Schülerin gut ausgebildet in der kurzen Zeit, in der sie sie bei sich gehabt hatte und der lange Schlaf hatte so viel Macht in ihr angesammelt, die sie niemals zurück in die Umgebung gegeben hatte, dass sie nun eine ernst zu nehmende Gegnerin für den Rest der magischen Bevölkerung war.
Nichts desto trotz musste sie wieder an ihren ursprünglichen Plan denken und schlug den Weg zum höchsten Turm hinauf ein. Sie konnte nicht damit rechnen, von den Göttern mit Magie versorgt zu werden, denn mindestens eine hörte nicht mehr zu, seit ihre Liebschaft in den Hügeln Havias zerschellt war und nun vor sich hin rottete und sie brauchte all die Elemente.
Ganz oben, völlig abgeschieden an einer Stelle, an der sie auch die versammelte Magie von Eilian nicht mehr spüren konnte, trat sie zu dem Wasser in dem Bassin hin, in das sie all die Steine gegeben hatte, die noch bei ihr gewesen waren. Achate, Saphire, Rubine, Onyx, Mondsteine, Moqui-Steine und ein Exemplar eines beinahe faustgroßen Karneols, der ihr wichtigster Besitz in diesem Zimmer war, das sie bewohnt hatte. Sie würde all die Energie darin in sich aufnehmen und hatte sogar ein paar Steine gefunden, die von Kira aufgeladen worden waren und die sie in ihrer hastigen Flucht völlig vergessen hatten. Wie unaufmerksam die jungen Dinger doch wurden … das wäre einer ihrer Schülerinnen niemals geschehen. Sie wären dafür hart bestraft worden, denn Magie war ihr Heiligtum und sie hatten geschworen, sie zu ehren.
Es war interessant, wie sehr sich die Magie der jungen Magierin von der der anderen unterschied, doch Hekate, geprägt durch all die Jahre auf dieser Welt, hatte sofort den Hauch gespürt, der in den Nachwellen mitschwang. Cyrill. Sie hatte beinahe gelacht, als sie es herausgefunden hatte. Der alte Wicht … Sie hatte befürchtet, er hätte die Welt verlassen, doch da war er, da waren eindeutig die Anzeichen dafür, dass er sich nur versteckt hielt und auf den richtigen Moment wartete.
Langsam ließ sie die Robe fallen, die sei getragen hatte und stieg hinein in das Wasser. Es war kalt und eine Gänsehaut überzog ihre Haut beinahe in der Sekunde, in der ihre Zehenspitze mit dem kühlen Nass in Berührung kam, doch sie scherte sich nicht darum und zögerte keinen Moment, als sie die Augen schloss und Steinfliese um Steinfliese tiefer stieg, bis sie vollständig untertauchen konnte. Ihre Lungen schrien nach dem lebenswichtigen Sauerstoff, doch sie ignorierte den Ruf und breitete die Arme aus, die Finger unter der Wasseroberfläche. All die Steine begannen an die Wasseroberfläche zu steigen, zu glühen und innerhalb von kurzer Zeit heizten sie die Flüssigkeit beinahe unerträglich auf. Selbst Hekate, die solche Rituale schon mehr als einmal durchgeführt hatte, entkam ein Schrei, der nur in Luftblasen nach oben stieg und ansonsten völlig stumm war. Die Magie hatte sich inzwischen zu einer rot schimmernden Spirale verformt, die um sie herum ihre Kreise zog, ehe sie schlussendlich ihr Ziel fand und Hekate in eine Umklammerung nahm, die ihr vorübergehend die Besinnung raubte.

~*~

Es dauerte eine ganze Weile, ehe Hekate sich so weit wieder bei Sinnen hatte, bis sie sich keuchend und nach Luft schnappend aus dem Wasser hoch katapultierte. Die schwarzen Haare hingen ihr in langen, pechschwarzen, algengleichen Strähnen über das Gesicht, die Schultern und die Brüste, doch hier war niemand, der etwas daran anstößig hätte finden können. Immer wieder sog sie gierig die Luft ein, hielt sie in den Lungen, als könnte sie sie damit davon überzeugen, in Sicherheit zu sein, dann stieß sie sie aus. Erst nachdem sie ihren Herzschlag so weit beruhigt hatte, dass sie sich traute, auch nur einen Arm zu bewegen, öffnete sie die Augen und wischte sich die Strähnen fort, die ihr die Sicht verhängten.
Es war an der Zeit. Sie konnte fühlen, dass Cassia mit ihren Verhandlungen weiter kam und sie fühlte sich jetzt in der Lage, Karsh und all den anderen gegenüber zu treten. Sie wollte nichts von ihm, ohne seine Magie und seine Reise gäbe es keine Zaubereien in dieser Welt mehr, doch die anderen … die anderen …
Ein warmer Luftzug trocknete sie ab, als sie das Wasser verließ und sich wieder ankleidete, ehe sie in ihre Sandalen schlüpfte. Sie hatte nie verstanden, wie man sich in dickes Fell und geschlossene Schuhe quetschen mochte … ein Ding für Normalsterbliche, aber ein Armutszeugnis für jeden Magier, der es nicht beherrschte, sich selbst warm zu halten und das konstant über längere Zeit hinweg. Sie waren alle so verweichlicht … es wurde Zeit, das zu ändern. Die Welt war bereit für das, was sie ihr zu geben hatte und musste sich endlich weiter entwickeln. Sie traten seit fast tausend Jahren auf der Stelle, wären beinahe ausgerottet worden wie eine Tierart, deren Lebensraum bedroht worden war und sie weigerte sich das zu akzeptieren. Wenn die Magier nicht in der Lage waren, all das zu lösen, damit das Überleben gesichert war, dann wurde es wirklich höchste Zeit für einen Eingriff und jetzt mit den geschwächten Ländern war die beste Zeit dafür.
Wenn Cullem kooperierte, dann war das gut. Wenn nicht waren sie nicht auf ihn angewiesen, so gerne er sich das vielleicht in seinen stillen Stunden einredete, in der er andere Leute für sich in den Tod schickte anstatt selbst zum Schwert zu greifen. Loviel würde ihnen etwas Sicherheit bieten, das Schloss hier war genauso dafür geeignet wie jedes andere auch, doch das würde mehr Arbeit erfordern …
Wie dem auch war. Sie warf die Haare über die Schulter zurück, dann stieß sie die Flügeltüren auf und betrat mit einem Lächeln auf dem Gesicht den großen Thronsaal.
„Kein einziger Tropfen magischen Blutes wird den Weg in Eure Hände finden, Cullem“, sprach sie den ‚Eroberer‘ an. „Schon gar nicht, um uns zu kontrollieren. Was glaubt Ihr, was wir sind? Eure Schoßhündchen?“ Sie machte sich nicht die Mühe, den unbewaffneten Mann mit Magie in Schach zu halten, als sie sich ungeachtet der stehenden Anwesenden, zum Thron bewegte, sich dort energisch umwandte und nieder ließ. Sie nickte Cassia sacht zu und ließ ihre Unterarme auf die hölzernen Armlehnen sinken, die Finger locker daliegend. Nur ihr Zeigefinger tippte immer wieder langsam hinunter und das Klicken ihres Fingernagels durchbrach die eingetretene Stille. „Wir lehnen eure Forderungen und Angebote ab, Cullem. Was gedenkt Ihr, jetzt zu tun?“
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 9:44 pm

Karsh erhob sich, als Hekate den Raum betrat und er die sie umgebende Magie spürte. Er hatte gewusst, dass dies hier eine Falle war. Hatte gewusst, dass er und jene die ihm lieb und teuer waren sich niemals darauf hätte einlassen dürfen. Mit einem kurzen Blick erlangte er einen Überblick über die Situation. Elaine und Devastare schienen reichlich verwirrt, Kira ebenso wie Ben geradezu zu Eis erstarrt. An der verzerrten Miene Reynards konnte Karsh ablesen, dass der Versuch des Anderen zu verschwinden nicht geglückt war - niemand von ihnen würde hier heraus kommen.
Noch ehe er selbst einen weiteren Schritt tun konnte hatte Youen ein Kurzschwert aus einer verborgenen Scheide an der Seite gezogen und sich zwischen Hekate und seinen König gestellt. Doch noch während er Hekate betrachtete und die in ihr pulsierende Magie spürte zuckte er zusammen. Die Frau die vor ihm stand hatte mehr Magie in sich aufgenommen als jemals ein Mensch vor ihr. Die Konturen ihrer Aura schienen nach allen Seite auszubrechen und es unmöglich zu machen ihre wahre Form auch nur zu erahnen. Nicht einmal Kira hatte zu ihren schlimmsten Zeiten solch einer Kraft geboten.
Und mit einem Mal wurde sich Karsh gewahr, dass er sie vor langer Zeit hätte aufhalten müssen statt sich, wie immer, aus der Sache heraus zu halten. "Was willst du hier Hekate?" fragte Karsh schließlich und trat die letzten Stufen hinunter. "Wozu dieser Auftritt?" er erklomm noch einige Stufen, ehe er nur wenige Meter von ihr entfernt stehen blieb.
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