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 Thronsaal

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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 9:53 pm

Cassia lächelte sacht und zeigte sich wenig beeindruckt vom Erscheinen ihrer einstigen Meisterin, wenngleich sie auch die Furcht spürte, die durch den Raum zog und die selbst vor Karsh nicht vollkommen zurückschreckte. Der alte Magier fürchtete sich tatsächlich vor der kleinen Falle, die sie hier ausgehoben hatten und mit einem Lächeln auf den Lippen trat sie an Hekates Seite, eine Hand in Richtung ihres kleinen Bruders ausgestreckt. "Reynard?", fragte sie leise an den Jüngeren gewandt. "Komm wieder zu uns zurück. Du weißt, dass wir dich brauchen - du darfst auch deinen Schüler mitbringen und wir werden ihm nichts antun." Sie wollte ihn nicht dazu zwingen sie zu begleiten, wie sie es mit den anderen tun würden. Reynard hatte schon früher zu ihnen gehört und sich stets als guter Lehrer erwiesen, wenngleich er auch immer ein wenig feige gewesen war und die Konfrontation scheute, aber dafür hatte er jetzt einen neuen Schüler und er würde es übernehmen können. Sie brauchten weitere Lehrer für die jüngeren Schüler, die sich im Schloss befanden.
"Komm zu mir, mein kleiner Bruder", bat sie noch einmal, nur anhand der Präsenz wahrnehmend, die sich neben ihr auftat, dass sich auch Lucia zu der kleinen Gruppe gesellt hatte, die sich hier neben Hekate versammelt hatte. Cullem würde dieses Schloss verlassen, sofern sich Hekate dazu entschied, ebenso wie sein General, was die anderen Magier anging, so hatten sie eigenständige Pläne mit ihnen. Noch einmal ließ Cassia ihre eigene Energie fließen, um die anderen abzutasten - Furcht, Schrecken und Zorn - all das vermengte sich, ab und an spürte sie ein Aufladen von Energie, mal bekannt, mal weniger vertraut.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 10:00 pm

Reynard sah von einem Magier zum anderen und begegnete für einen kurzen Augenblick Devastares und Elaines Blicken, ehe er zu Archibald hinab sah. "Vertrau mir" meinte er leise, beinahe flüsternd zu seinem jungen Schüler und fuhr sich noch einmal durch die Haare.
Dann trat er langsam die Treppenstufen hinauf zu Cassia und legte sanft eine Hand auf ihre Wange. "Wenn du mich ein zweites mal beinahe tausend Jahre warten lässt komme ich das nächste Mal nicht wieder" meinte er leise, ehe er schließlich von ihr abließ und stehen blieb. Sie waren nun zu viert und die Augen der anderen Magier lagen auf ihnen. "Archibald, kommst du?"
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 10:21 pm

Archibald stand wie angewurzelt da, sah Reynard, der sich gerade offensichtlich dem Bösen zuwandte, denn nichts anderes waren Cassia und Hekate in seinen Augen. Der junge Lehrling schluckte hart, sah dann einmal zu seinem ehemaligen Lehrmeister hinüber, der mit einem Mal um so viele Jahre jünger wirkte – doch nichts desto trotz hatte er Karsh erkannt. Natürlich hatte er ihn erkannt. Er spürte ihn. Anders als vorher, denn seine Aura pulsierte nun, statt nur wie ein glimmendes Feuer ab und zu ein wenig aufzuleuchten. „Du … hast mich einst gelehrt das wir uns nicht in den Lauf der Welt einmischen dürfen. Das Partei ergreifen der größte Fehler ist den wir begehen können, denn das aussondern der Menschen untereinander ist die Wurzel allen Übels. Aber ...“, er sah erneut zu Karsh, dann wieder zu Reynard. „Ebenso wenig will ich allein sein. Ich habe in dir Jemanden gefunden der mich versteht. Der meinen Wunsch zu lernen nicht kritisiert, nicht als puren Machthunger erkennt, sondern mir einfach geholfen hat. Mir vertraut hat, ich würde schon das richtige tun und die mir gegeben Kräfte richtig einsetzen. Zum Wohle aller, nicht nur einer einzigen Partei.“ Langsam löste er den Blick von Karsh und machte ein paar Schritte auf seinen jetzigen Lehrmeister zu, bis er schließlich direkt neben ihm stand. „Wer zu viel mit Magie erledigt, verliert den Blick für den Wert der Dinge. Der … die wirklich wichtig sind.“ Murmelte Archibald leise, während sein verstohlener Blick ein letztes Mal zu Karsh ging. „Ich“, der Lehrling stockte, dann nickte er dem jung gewordenen Zauberer zu. „werde das richtige tun“, gab Archibald Reynard als letztendlich Antwort zurück. Und in dieser Sekunde fingen die Möbelstücke an hin und her zu tanzen, zu zucken und zu wirbeln. Innerhalb weniger Sekunden entstand ein Wirbelwind innerhalb des Saales und ließ die ersten Möbelstücke gegen Cassia und Heakte krachen. Birke, Eiche, Buche – sie alle zerstoben und warfen die Zauberer zu Boden, während die große Tafel anfing sich aufzubäumen und im Begriff war, die Zauberer, von denen sich Archibald mittlerweile losgerissen hatte, unter sich zu begraben.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 10:32 pm

Frustriert hatte Hekate ihren Zauber hoch gerissen, um sich zu schützen, doch die Wucht der Wut des kleinen Magiers schleuderte sie dennoch zu Boden und sie spürte das Blut an ihrer Schläfe hinab sickern, wollte es doch nicht glauben, bis sie eine Hand dort hin führte und es auf ihren Fingerspitzen klebrig glitzern sah. Archibald. Der kleine Mistkerl, der immer nur nach Macht gegiert hatte und seine Meister verraten hatte - zum zweiten Mal nun - stand hier und glaubte wirklich, er könnte gegen sie ankommen? Cassia, Lucia und vielleicht auch Reynard - obwohl sie sich da nicht so sicher war - standen hier bei ihr. Karsh war eine Gefahr und vielleicht war gerade die Zeit des Redens vorbei. Mit einem Satz kam Hekate zurück auf die Füße und arbeitete sich zu Archibald hindurch vor, bis sie nur noch den Arm ausstrecken musste, um ihn zu erreichen. "Du kämpfst tapfer, kleiner Zauberer", flüsterte sie nur für ihn hörbar. "Gut für dich. Doch sieh dich um - sie sind zu ängstlich, um dir zu helfen." Sie öffnete die Handfläche zu dem Schwert hin, das Youen gehalten hatte, bereit, um anzugreifen, und griff fest das Heft, als es ihre Hand erreichte. Rasch und geübt setzte sie die Spitze an Archibalds Kehle. Sie wollte ihn nicht zwingen, die Magie sinken zu lassen, die er nutzte, nein, sie konnte die seine nutzen, solange sie ihn nur berührte und sie hatte sein Leben in ihren Händen. "Jeder, der auch nur einen Zauber beginnt, beendet sein Leben", sprach sie mit erhobener Stimme über den Krachenden Lärm hinweg, während alle Zauberer sich selbst schützten und auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Mobiliar umgingen.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 10:39 pm

"Lass. Ihn. Los." Karshs Stimme erhob sich aus all dem Chaos und das Mobiliar begann in der Luft zu verharren. Die Luft selbst schien im Raum zu stehen, als wäre sie in einem unsichtbaren Strom gefangen. Die Augen des alten Magiers glommen auf, als er zu Archibald sah. "Der Junge gehört zu mir", Karsh machte einen Schritt auf Hekate zu, ungerührt dessen, dass sie die ersten Tropfen Blut des Magiers vergoss. "Gib ihn mir Hekate und lasse mich und die meinen ziehen. Das ist die einzige Chance die ich dir gebe".
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 10:45 pm

"Die einzige Chance?", hakte Hekate lächelnd nach und schüttelte den Kopf über den Irrglauben des alten Magiers. So langsam begann sein Verstand trotz der verjüngten Form zu schwinden und sie fragte sich, welche Menschen er getötet hatte, um wieder diese Form zu haben. Auch er war nicht vor der Dunkelheit gefeit und konnte keine weiß glühenden Tiraden mehr halten über die Heiligkeit der Magie und dass man sie nur für Gutes einsetzen durfte.
Statt Archibald los zu lassen zog sie ihn zu sich heran und legte das Schwert längs an seine Kehle. Sein Blut tröpfelte nur langsam an der Klinge entlang zum Heft und ließ sie die Augenbrauen hochziehen. Wie amüsant, dass das Schwert, das der kleine Mensch von Youen hier mit her gebracht hatte nun das Ende für einen Magier bedeuten konnte. Es hatte ein klein wenig Ironie an sich.
"Geh, Karsh. Das ist die einzige Option, die ich dir biete. Geh, wenn du es kannst und lebe mit dem Wissen, ein weiteres Mal vor deinen Pflichten davon gelaufen zu sein", sagte sie dem alten Magier, während immer mehr von Archibalds Magie in sie selbst floss. Sie konnte nicht riskieren, sie ihm hier zu lassen und zurückgeben konnte sie sie immer noch, sobald sie von hier fort waren. "Cassia! Lucia!", herrschte sie ihre ehemaligen Schützlinge an, die sich sofort in Bewegung setzten. Lucia hatte bereits mit einem Zauber Elaine und Ben unter Kontrolle gebracht, die sich sichtlich gegen den Zwang wehrten, der sie befallen hatte, und Hekate erwartete nichts geringeres jetzt von Cassia bezüglich der anderen. Blind mochte sie sein, aber ihre Sinne waren unglaublich geschärft worden.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 11:08 pm

Wie versteinert hatte Kira die gesamte Szenerie betrachtet und nicht eine einzige Sekunde lang auch nur die Entschlossenheit besessen etwas gegen die Zaubererinnen zu unternehmen, doch jetzt wo sie sah, wie Hekate Archibald bedrohte und wie Lucia ihre Mutter und Ben in einem Zauber gefangen hatte und wie Cassia hinüber zu ihrem Onkel trat, konnte selbst sie nicht mehr an sich halten. All das hier war ihre Schuld - wären sie noch an einem Ort gewesen, in der Sicherheit Ekynes' dann hätte Hekate niemals die Macht gehabt, sie alle gefangen zu setzen. Wäre sie nicht von Zuhause fortgelaufen, um zu helfen und hätte sie Karsh nicht wieder jünger gemacht und damit gleichzeitig dafür gesorgt, dass auch sein Geist wieder jünger geworden war. Sie brauchte die Magie nicht zu sehen, die ihren Onkel band, stattdessen ruhte ihr Blick auf dem Blick, das aus Archibalds Hals rann, verursacht von dem Schwert des Generals, das Hekate sich gegriffen hatte. Der Ältere hatte sie früher einmal beneidet für das, was sie konnte und Kira hatte ihn dafür verflucht, dass er so egoistisch und gemein zu ihr gewesen war, aber er war noch immer ein Magier. Er verdiente den Tod nicht, nachdem er sich richtig entschieden hatte.
"LASS IHN LOS!"
Immer noch hämmerte ihr Herz in ihrer Brust und immer noch rauschte das Blut in ihren Adern, ließ sie die Geräusche nur noch mehr wie in einem Wirbel aus Blut und Furcht wahrnehmen, der ihre eigenen Gedanken eingenommen hatte. Hekate - sie hatte die andere stets als Kind gefürchtet, seit sie zum ersten Mal vor ihr gestanden hatte und auch jetzt noch war diese Furcht präsent. Furcht, die ihren Körper reagieren ließ, noch bevor sie selbst die Richtung lenken konnte und die Möbel, die zuvor noch in der Luft verharrt hatten, nahmen ihren Flug wieder auf. Wirbelten um sie selbst herum, immer und immer schneller, Glas splitterte als die großen Fenster des Thronsaals barsten und Scherben sirrten als kleine Geschosse in dem Wirbel umher.
Da war immer noch mehr Magie, nach der sie nur greifen musste. Magie, die sie hier umschloss und nach der sich ihr eigenen Körper sehnte, sie nach und nach wieder zu sich zog. Der Fluss von Energie sog in grell leuchtenden Bahnen zu ihr, hüllte sie wieder ein und füllte wieder etwas auf, was sie bereits seit den Kristallen in Loviel nicht mehr in sich gespürt hatte. Falle um Falle des großen Schlosses begann sich zu lösen, als Kiras Magie sich ausbreitete und die Scherben zum Thron schossen, die Polster aufrissen bis die Füllung wie Blut hervorquoll. Da war noch so unendlich viel Magie in diesem Schloss verankert und ihre Gedanken rasten, drehten sich immer wieder um ein und denselben Punkt - dass sie hieran eine Teilschuld trug. Dass sie genauso unvorsichtig gewesen war und dass es Menschen und Freunde gab, die hier in Lebensgefahr waren.
Flackernd lösten sich Vorhänge auf und Löcher wurden hinein gerissen, die Kerzenleuchter, die den Raum zuvor erhellt hatten, wurden jetzt von Staub und Spinnweben überdeckt, Türen rissen aus der Verankerung und Moos zog über den Boden, riss die teuren Fliesen auf, die dem Raum die einstige Schönheit verliehen hatten, als Zeit und Raum die Bedeutung verloren und vor den Fensterrahmen die Sonne im schnellen Ablauf auf und wieder unterging. Immer wieder - immer schneller verging Tag um Tag und verblasste Gestalten zogen wie Schatten an den zerrissenen Wänden vorüber während Holz über den Boden zu ihr gezogen wurde und sich in den Sturm eingliederte, der noch immer um sie herum tobte.
Immer wieder in unregelmäßigen Abständen schoss eines der Bretter nach vorn, schlug nach den feindlichen Magiern bis es unter der Wucht zerbrach. Es war nicht genug, es war noch immer nicht genug - sie brauchte mehr der Energie, die hier verwoben worden war und nach der sie nur greifen musste, weil sie jetzt wieder brach vor ihr lag. Das Blut der feindlichen Magier war noch nicht genug, ihr Stolpern war noch nicht genug und unbarmherzig entließ Kira wieder und wieder die Energie, die sie umhüllte und die nach allem griff, was ihr in den Weg kam - es zu sich zog, um sich noch weiter in den Sturm einzugliedern, der sie jetzt mit mehr Magie versorgte, als sie selbst zu greifen gewohnt war. Sie sah vor ihren Augen, wie Cassia ins Taumeln geriet, die inzwischen nach ihrem Onkel gegriffen hatte und ihn unbarmherzig hinter sich her schleifte, wie Lucia ihre Mutter und Ben mit sich nahm und verschwand und wütend über sich selbst und auf die andere schrie Kira auf.
Kontrolle hatte sie über das, was sie tat, schon lange nicht mehr. Die Magie tat das, was sie wollte - so wie Cyrill es sie einst gelehrt hatte. Hekate - noch war Hekate da, doch als ihre Gestalt gemeinsam mit der von Cassia zu flackern begann, entließ Kira die Energie, die sie bislang gesammelt hatte vollständig.
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BeitragThema: Re: Thronsaal    So Jun 26, 2016 11:21 pm

Karsh spürte wie die wilde Magie um Kira herum aus den Bahnen geriet, wie sie die Wirklichkeit selbst aus den Angeln hob und Hekates triumphierendes Lächeln, als die anderen verschwanden. Die Magie um sie herum begann zu kollabieren als Karsh einen Satz auf Archibald und Hekate zu machte. Er bekam für einen kurzen Moment Hekates Arm zu greifen und spürte die in ihr überbordende Magie, ehe sie sich zusammen mit Archibald auflöste.
Sie waren fort - alle waren fort und Kira war es, die nun begann sich selbst und Karsh aus der Wirklichkeit zu reißen. Alte Worte der Bindung verließen Karshs Lippen und wirkten auf Kira ein - ließen ihre Magie verebben und zwangen sie wieder zurück in den Fluss der Zeit. Er spürte, wie der Zauber an seinen Kräften zehrte. Mit wenigen Schritten war er noch rechtzeitig bei Kira um sie aufzufangen, als sie in Ohnmacht fiel und in seinen Armen landete. Krachen fielen Glassplitter und Möbel zu Boden und zersprangen in tausend Teile ohne jedoch auch nur einen von ihnen zu verletzen.
Karsh sah sich kein zweites Mal um, als er zusammen mit Kira durch eines seiner Portale trat. Hekate hatte ihm Elaine, Devastare und Archibald genommen. Sie hatte einen Fehler gemacht. Einen gewaltigen Fehler.
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