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 Straßen der Stadt

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BeitragThema: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 7:29 pm

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 7:29 pm

Cullem hatte zugegeben in Loviel einen kleinen Rückschlag erlitten, denn er hatte auf die Vernunft dieser Wesen gesetzt. Ein Fehler, wie sich gezeigt hatte. Ein recht offensichtlicher, der eigentlich vermeidbar gewesen war – doch er würde ihn definitiv nicht noch einmal tun. Der Glaube daran, die Magier so in die Gesellschaft einfügen zu können, dass sie mit ihrer Macht gar keine Gefhar mehr darstellen, war gestorben, ebenso wie ein paar der Rebellen es bald tun würden, welche sich in Ayantis Urwäldern niedergelassen hatten. Nicht das Cullem von Ihnen gewusst hätte – doch dafür wussten die Menschen des einfachen Volkes umso besser, welche Prämien es auf das fassen eines Anderswesen gab, was ab und an sogar dazu führte, dass vollkommen Unschuldige beschuldigt wurden. Doch dieses Mal traf es tatsächlich Jemand richtigen, denn die Fee, die in mit der Kapuze im Gesicht durch die Gassen der Stadt lief, wurde mit einem Mal unwirsch von zwei breiten Gerbern zu Boden gerempelt. „Mhhm, was hab'n wa n da?“ Gröhlte der eine, wobei es offensichtlich war, dass beide nicht aus diesem Land kamen. „N ganz schön hübschs Mädl, Mann!“ Erwiderte der andere und klatsche seinem Kumpan vor die Stirn, ehe er die Kapuze nicht nur vom Kopf Loraines zog, sondern gleich auch noch ein Stück der Kleidung abriss. „Siehst des, Mann?“ Fragte der eine den Anderen und packte mit seinen wulstigen Fingern den Nacken der armen Fee. „N Wechselbalg – Scheiße, wir werden weich!“ „Du meinst reich, du Idiot!“ Kommentierte der zweite, packte die Fee zur Sicherheit noch an einem Arm, woraufhin beide, wie aus einem, kollektiven Gedanken heraus, zur Wachstube der Stadt gingen.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 7:36 pm

Emerson hatte sich herum gewandt, als die Stimmen der beiden Männer erklangen und hatte unter der Kleidung bereits den Griff um sein Messer fester geschlossen. "Hey!", rief er mit fester Stimme und düsterer Miene und war mit einigen wenigen schnellen Schritten bei den beiden Männern, die Waffe bereits aus dem Heft gezogen und die Spitze in die Seite seines Gegenübers gerichtet. "Finger weg", warnte er den anderen noch und zeigte ein bärbeißiges Lächeln, welches sonst so gar nicht zu seiner Erscheinung passen wollte. Er war in diesen Straßen aufgewachsen, hatte des Öfteren mit Einfallspinseln wie seinen Gegenüber kämpfen müssen und er kannte die Stadt gut genug, um Lorraine und sich aus der Gefahr zu bringen, bevor die Wachen ihnen hinterher waren. Ab und an hatte es in der Tat seine Vorteile gehabt, nicht privilegiert geboren worden zu sein und Zeit seines Lebens hart geschuftet, gestohlen und geprügelt zu haben. "Die Kleine gehört mir. Ich hab sie zuerst entdeckt und ich werde mir die Belohnung dafür holen", fuhr er fort, die Spitze des Messers ein Stück weiter gegen die Rippen des anderen drückend.
"Und jetzt schön loslassen, bevor du hier den Sand vollblutest." Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen konnten, war auch noch die Wachen der Stadt an ihren Fersen. Mit ein paar tumben muskelbepackten Trinkern kam er noch zurecht und Lorraine war ebenso wenig unfähig. Sie hatte eine Waffe bei sich, das zumindest wusste Emerson gut genug aus eigener Erfahrung.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 7:46 pm

„Hey, hey ganz ruhig – Olleg, lassen wir sie los, ja?“ Der erste, breite Geselle, der seine Haare zu einem ungeschickten Zopf zusammen gebunden hatte, sah zu seinem Gefährten, der sich wenig später als Verwandter herausstellen sollte. „Ganz der Meinung Bruder – ähm, Bolleg.“ „Ich hab dir gesagt du sollst mich nicht Bruder nennen, das wirkt bei Raubzügen falsch!“ Beide funkelten für einen Moment den jeweils anderen böse an und hatten im ersten Augenblick gar keine Zeit, sich um Emerson zu kümmern. Dann jedoch war das Getapse einen Dritten zu hören, in seiner Gestalt noch breiter und größer als Olleg und Bolleg, die beiden Raubzugbrüder, die sich in dieser Stadt schon einen recht anschaulichen Ruf aufgebaut haben. „Chef“, murmelten die beiden Brüder dann jedoch gleichzeitig und der Reise, in seiner Höche gut und gern 2 Meter zwanzig messend, blies seine Schweißnassen Strähnen, die ihm übers Gesicht hingen ein paar Mal zur Seite, ehe er seine riesige Faust knappen lies. Zwei Sekunden später verpasste der Hühne dem Anführer der Rebellen eine Ohrfeige, die den Anderen von der Wucht her gegen die Wand warf, auch wenn sie ihn nicht gänzlich vom Boden hob. „Ihr beiden Idioten, redet während hier Jemand steht und euch bedroht?“ Die nackte Brust des Mannes hob und senkte sich bedrohlich, während er einen Daumen hinter den, mit Messing beschlagenen Gürtel schob, der seinen breiten Bauch bedeckte. „Verschwinde“, wies er den anderen knapp an.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 7:56 pm

Der Schlag hatte definitiv gesessen, das zumindest musste Emerson zugeben, als der sich mit verzogener Miene wieder von der Wand löste, gegen die er geprallt war. Kraft, aber kein Hirn - letztlich würde es genau das sein, was ihm hoffentlich den Tag retten würde. "Erst, wenn ich die Kleine wiederkriege, die mir deine beiden da weggenommen haben", lautete die Antwort, während er seinen Blick noch einmal wandern ließ. Erwischen lassen durfte er sich von dem anderen in keinem Fall mehr, das jedenfalls stand fest und gegen drei von ihnen würde es schwierig werden anzukämpfen. Zumindest gegen alle drei gleichzeitig.
"Hab gehört es gibt im Wald draußen 'n Versteck, wo sich Wechselbälger versteckt halten - sind aber zu viel für mich. Da wär noch was für euch drin, wenn ihr mir die Kleine da jetzt überlasst, könnt ihr den Rest haben. Ich will nur dabei sein." Er würde drei Kreuze im Kalender machen, wenn das funktionierte und er die drei Idioten in den Wald und inmitten die Fallen locken konnte - der Dicke würde in jedem Fall einige Tage lang dafür sorgen, dass die Raubkatzen draußen sie in Ruhe lassen würden und um die anderen beiden war es eh nicht schade. "Also? Bist du und deine Jungs dabei?"
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:11 pm

„Und du glaubst wir fallen darauf rein?“ Meinte, der bis jetzt nur „Chef“ genannte Hühne und lachte grimmig, womit er mehr Verstand bewies als Olleg und Bolleg zusammen. „Jungs – bringt sie weg und passt auf sie auf“, die beiden folgten beinahe direkt dem Befehl des Größeren, woraufhin dieser Emerson an der Schulter packte, der der andere bereits im Begriff gewesen war, eine weitere Bewegung zu machen. „Nein“, mehr brachte die breite Kehle des Banditen nicht hervor, ehe sich beide Hände um die Taille des Mannes legten, wobei die Gebetsketten des Mannes an seinem Handgelenk hörbar klingelten. Es schien dem Mann nicht viel Kraft zu kosten, mit einer Halbdrehung einiges an Schwung aufzubauen und den Anführer der Rebellen dann mit der Wirbelsäule voran gegen eine der Sandsteinwände krachen zu lassen. Ein wenig Hausfassade bröckelte auf Emerson, als dieser von dem „Chef“ daraufhin zu Boden gelassen wurde. „Jetzt okay?“ Fragte der andere und hob skeptisch eine Augenbraue.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:18 pm

"Jetzt ist Schluss mit dem Kinderkram hier!", fauchte Lorraine, die sich zwar bislang zusammen gerissen hatte, um sich nicht zu verraten, doch langsam reichte es ihr. Sie konnte nicht hier stehen und dabei zusehen, wie Emerson eins auf die Nase bekam und genauso wenig würde sie sich an die Wachmänner übergeben lassen, die sich nur die Finger nach einer Belohnung leckten, wenn sie eine Fee aufgabelten - ganz abgesehen davon, was sie sonst noch mit ihr anstellen mochten und wollten ... eklige, widerliche Diebe, die sie waren.
Mit einem plötzlichen ZUsammensacken des Gewichtes zwischen ihnen hatten die beiden nicht gerechnet und es gab Lorraine den Moment, den sie brauchte, um den einen zu Boden zu reißen und dem anderen mit dem Bein die Füße weg zu ziehen. Noch während sie eine Sekunde Luft hatte griff sie nach dem Dolch, den sie unter ihrer Kleidung verborgen hatte und der zwar nicht die Waffe erster Wahl für sie war, doch hier würde er seinen Zweck erfüllen. Rasch und katzenhaft brachte sie Abstand zwischen sich und die Angreifer, eine Faust und den Dolch erhoben.
"Wenn ihr mich wollt, dann holt mich!", lockte sie die beiden Deppen und suchte sich eine Wand, an der entlang sie Deckung fand und gleichzeitig ausweichen konnte.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:23 pm

„Hehehe“, lachte Olleg, woraufhin Bolleg dem anderen eine auf den Hinterkopf gab und einen breiten Knüppel aus seinem Gürtel zog. „Jetzt mach sie endlich nieder!“ Spornte Olleg den Anderen an und zog seinerseits ein Beil, mit dem er gefährlich herumhantierte. Der Knüppel traf die Fee, auch wenn nur am Oberarm, einen zweiten Treffer konnte der Hüne jedoch nicht landen. „So eine Scheiße!“ Schrie er und das so unüberhörbar laut, dass wohl die ganze Stadt dadurch aufgeschreckt worden war.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:24 pm

Es wäre auch zu schön gewesen, wenn das Ganze funktioniert hätte und wenngleich auch der Schmerz für einen Moment lang das einzige Gefühl war, das ihn durchzog, war Aufgeben keine Option. Er würde Lorraine in keinem Fall allein hier zurücklassen, geschweige denn zulassen, dass einer dieser Idioten sie an die Wachstube auslieferten, damit Cullems Männer sie hinrichten konnten. Mehr resigniert als wütend wanderte Emersons Blick hinüber zu der Fee und er nickte nur sacht ehe er das Messer zog und sich unter dem ersten Schlag des Dicken hinweg duckte. "Nicht okay", lehnte er dessen Aussage ab und wischte sich mit einer Hand das Blut aus dem Gesicht, das von einer Platzwunde an seiner Stirn herrührte und ihm jetzt das Blut in die Augen laufen ließ.
Der erste Angriff seines Gegners ging ins Leere, als Emerson sich rechtzeitig genug außer Reichweite brachte, nur um dann doch wieder nach vorn zu springen und dem Dicken einen Schnitt an der Unterseite des Armes zu verpassen. Blut tropfte auf den Sand, als der andere aufheulte und sein Gesicht rot vor Zorn wurde. Lorraines Worte hallten in seinen Ohren und brachten Emerson dazu entnervt aufzustöhnen ehe er sich dazu entschied, diese Plänkelei hier einfach zu beenden. Das Jagdmesser in seiner Hand traf zielsicher den Dicken unter dem Arm und als der ins Straucheln geriet, drehte Emerson die Waffe noch einmal herum und riss sie dann wieder aus der Wunde ehe er sich den beiden Dicken zuwandte.
Der Anführer der beiden würde nicht lange genug leben, um sich in den weiteren Kampfverlauf noch einzumischen und so wandte er sich den beiden anderen Männern zu, die vor Lorraine standen. Ihre Aufmerksamkeit, von der wahrlich nicht allzu viel aufgebracht werden konnte, war gänzlich auf die Fee gerichtet und Emersons Schritte schienen sie nicht zu hören, so dass es jetzt ein Leichtes war, das blutige Messer durch die Kniekehlen eines der beiden zu ziehen und zu warten bis er am Boden aufgeschlagen war und vor Schmerzen heulte. Bevor der Dicke den Schrei beendet hatte, hatte Emerson das Messer zwischen Schulter und Hals gestochen.
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:32 pm

Lorraine hatte die Brutalität von Emersons Angriff für ein paar Sekunden aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie kannte ihn schon lange, lange genug jedenfalls, um solche Momente zu kennen, doch immer wieder erschreckte es sie, wozu er tatsächlich fähig war, ohne wirklich mit der Wimper zu zucken. Sie selbst jedoch erkannte den ernst der Lage trotz ihrer flappsigen Worte von zuvor und griff in ihren Zopf, um daraus Haarnadeln zu ziehen. Sie zog es vor, ihre Gegner nicht möglichst zerstückelt zurück zu lassen, sondern für so wenig Beweismaterial wie nötig zu sorgen.
Ihre Größe machte es ihr leicht, dem Hünen auszuweichen, der sich nicht entscheiden konnte zwischen dem Kampf mit ihr und einem mit Emerson, doch sie nahm ihm die Entscheidung einfach ab, indem sie mit dem Dolch nach vorne sprang und ihm einen Schnitt über den Oberarm verpasste. Emerson musste sich kurz ausruhen, sie hatte seinen vor Schmerzen verzerrten Blick gesehen, als er sich bewegte und es reichte ihr, wenn ihr Angreifer sich vollends ihr zuwandte und glaubte, sie wäre das leichtere Ziel von beiden.
Ihr Angriff hatte Konsequenzen ... Lorraine fühlte den Knüppel mit ihrem Knie kollidieren und schrie auf, als ihr das Bein einfach wegknickte, bevor sie die Haarnadel im Fallen noch mit der Haut des Mannes in Berührung brachte. Es war erstaunlich schwer, die ledrige Haut zu durchstechen, doch Lorraine drückte einfach unnachgiebig weiter, bis sie ins weiche Fleisch vorstieß und der Mann den Schmerz bemerkte. Doch da war es schon zu spät. Bewegungsunfähig kippte er vornüber und sie schaffte es nur noch, ihren Oberkörper zur Seite zu rollen, weil ihr Bein ihr den Dienst schlichtweg versagte. Hart landete das tote Gewicht des Angreifers auf ihrem Unterkörper und den Beinen und sie stöhnte gepeinigt auf. Das hatte ihr noch gefehlt ...
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:40 pm

„Olleg“, hörte man den einen Jammern, wobei der andere kurz zuvor „Bolleg“, gewinselt hatte. Doch die beiden Brüder hatte unweigerlich der Tod in seine Umarmung geholt, daran gab es nichts mehr auszusetzen. Auch der Chef war dem Tode nahe und keuchte in einer Ecke still vor sich hin. Und in dieser Ruhe war das Stampfen der dreißig Plattenstiefel noch lauter, als es eigentlich ohnehin schon war. „Halt“, rief eine kehlige, akzentbelastete Stimme und die dreißig Wachmänner versammelten sich um die zwei verbliebenen Personen, wobei ihnen allen recht schnell auffiel, was Lorraine war. „Teufel! Teufel!“ Fluchten ein paar der Männer, woraufhin sie Steine in Richtung der Frau warfen, wobei einer direkt ihren Kopf traf und damit ihr Bewusstsein raubte. „Was habt ihr mit diesen Wesen zu schaffen? Seid ihr ein Verräter am eigenen Volk?!“ Emerson hatten nicht einmal die Gelegenheit zu antworten, denn die Wachmänner rückten, mit gezückten Hellebarden immer näher. „Ergreift die beiden und bringt sie vor den Richter! Sofort!“
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt   Mo Jun 27, 2016 8:54 pm

Dieser Tag war verflucht gewesen mit dem Moment, an dem ein Schatten am Himmel aufgetaucht war und Emerson unterdrückte jedes weitere Fluchen, das ihm sonst über die Lippen geglitten wäre. Früher einmal hatten die Wachen gewusst, wem sie die Treue geschworen hatten, aber das war lange her und seit Cullem hatten sich die Dinge nur zum Schlechteren entwickelt. Als Lorraine neben ihm zusammensackte, griff er gerade noch rechtzeitig nach ihr und war dankbar dafür, dass die andere kaum etwas wog und es ihm damit leichter machte, sie zu packen, obwohl sein Rücken mit jeder Sekunde mehr schmerzte. Sie mussten hier raus, bevor sie vor die Richter gestellt und zum Tode verurteilt werden würden. Soviel also zum entspannten Umsehen in der Stadt.
Mit Lorraine halb auf der Schulter und schmerzerfüllter Miene hastete er einfach los, sich nicht herumdrehend, weil er wusste, dass die Soldaten nicht aufgeben würden. Die Hellebarden würden unweigerlich den Tod bringen, daran erinnerte er sich noch mehr als gut, während er engen Gang um engen Gang hinter sich brachte. Rechts, links - es war ein leichtes Spiel sich wieder an die Fluchtwege seiner eigenen Kindheit zu erinnern und wenngleich es auch notwendig war ab und an den einen oder anderen Bürger der Stadt zur Seite zu schubsen, um schneller laufen zu können, so vergrößerte sich doch der Abstand zu den Wachen. Er brauchte Luft hinter und vor sich, um das Portal wieder anzusteuern, das sie beide in Sicherheit bringen würde und allmählich zehrte auch Emerson an seinen eigenen Reserven, weil der Schmerz nicht weniger wurde.
Mit zusammen gebissenen Zähnen und einen Arm um Lorraine, damit sie nicht runter rutschen konnte, hastete er die Treppenstufen hinunter, kam kurz aus dem Tritt und fing sich mit der zweiten Hand an einer der Sandsteinwände wieder ab. Er würde sie nicht zum Sterben zurücklassen und so kämpfte Emerson sich weiter nach vorn bis eine Tür zu seiner Rechten seine Verfolger abhängte und ihm den Weg hinunter in die unterirdischen Gänge ermöglichte, die Sicherheit versprachen. Den Atem noch einmal kontrollierend, weil es die einzige Alternative war, am Leben zu bleiben und nicht selbst in die wackeligen Knie zu brechen, überwand er Meter um Meter, Ecke um Ecke bis das Portal in Sichtweite kam und er gemeinsam mit Lorraine dahinter verschwand.
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