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 Edelsteinmine

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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 7:39 pm

Mit Müh und Not hatte Elias sich zusammen genommen, entschieden, dass heute nicht der Tag sein würde, an dem er sein Leben verlor, nachdem er so viele Jahre hier durchgehalten hatte. Er sah zu Anna, die gut und gerne ihre Stellung hielt und inzwischen auch nicht mehr so belagert war, ehe er sich unbemerkt zu dem großen Mann schob, ganz langsam und immer auf der Hut, den Dolch fest in der Hand, in der anderen eine Kette, die er aufgeklaubt hatte und zusammengerollt barg, damit sie keine Geräusche von sich gab.
Erst hinter dem Mann blieb er stehen, atmete tief durch und konzentrierte sich. Emerson würde ihm ein Signal geben, sobald er selbst zum Angriff bereit war.
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 7:42 pm

Der Riese wandte sich um und fixierte Emerson mit dunklen Augen, die über dem struppigen Bart dunkel und intelligent glommen. "Du?"
Er lachte. Ein lautes und schallendes Lachen, dass die Höhle bis in ihre Grundfesten durchdrang. "Wie kannst du es wagen auch nur an das geheiligte Artefakt zu denken?"
Mit einer geübten Bewegung griff sich der Hüne an die Halskette, an welcher der Artefakt hing und nun seltsam rötlich zu schimmern begann. "Niemand kommt aus meiner Höhle! NIE-MAND!" mit diesen Worten streckte er die Hand Richtung Emerson. Eine gewaltige, kinetische Kraft brandete gegen den Körper des Attentäters, hob ihn hoch und schleuderte ihn durch die Luft, ehe er gegen die niedrige Decke der Höhle schlug und wie ein nasser Sack nach unten klatschte.
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 7:51 pm

Der Aufprall war härter als er es erwartet hatte und presste ihm die Luft aus den Lungen. Für einen kurzen Moment lang war er wieder jünger und übte mit Septim - er fiel von den Dächern und erinnerte sich wieder an den Schmerz in seinem Rücken, der sich bis zur Brust zog und es schwer machte zu atmen. Er erinnerte sich daran, wie sein Meister näher gekommen war und auch jetzt wartete er für einen kurzen Moment lang - solang, wie es dauerte, bis der Grubenkommandant einen Schritt nach vorn gesetzt hatte, denn genau das taten sie immer um nachzusehen, ob er wirklich ausgeschaltet war. Septim hatte ihn gelehrt, dass genau das der Augenblick des Leichtsinns war und auch jetzt kam er wieder auf die Füße zurück.
Die Klinge glitt durch die Luft und schob sich tief in den Unterschenkel des Kommandanten. Emerson schloss seine Hand fester darum und stemmte sich dagegen, damit die Waffe sich nicht verkantete - er spürte den Druck in seinem Gelenk als das Fleisch und die Sehnen auseinander klafften und er stolpernd wieder zurück auf den Boden kam. "Elias! Jetzt!"
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 7:56 pm

Sofort reagierte der Angesprochene, stob nach vorne mit nur einem langen Satz und ließ den Dolch von oben in den Bereich zwischen Hals und SChulter niedergehen. Die Haut war noch das, was am schwersten zu durchbohren war, obwohl sie an dieser empfindlichen Stelle so hauchdünn war, doch die Hauptschlagader und alles, was danach kam, durchtrennte sich wie Butter. Er wurde von der Wucht des Falles überrascht, mit der der Mann fiel, bekam den Dolch nicht sofort heraus und musste sich abfangen, ehe er ebenfalls einfach langgestreckt im Dreck landete. Der Kommandant hatte seinen letzten Lebenshauch noch nicht getan, aber es konnte sich nur noch um Sekunden handeln.
Ärgerlich zog er an dem Dolch, bis er ihn frei hatte. Er konnte es sich nicht leisten, seine einzige Waffe zu verlieren und griff dann nach den Armen des anderen, um die Kette darum zu wickeln. Kein Risiko eingehen. Er sah nicht zu Anna, nicht zu Emerson - sie mussten für den Moment klarkommen mit dem, was sich hinter ihm abspielte.
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 8:03 pm

Noch einmal pulsierte die Kette und der Grubenkommandat hob abermals den Kopf - in seinen Augen nun das selbe rote Glühen, welches auch von dem Amulett ausging. "Was glaubt ihr, was ihr da tut?" tönte die Stimme des Feindes. Lauter und tiefer diesmal als zuvor. Etwas an ihr hatte sich verändert. Und so richtete sich nun auch der Kommandant wieder auf, griff nach Elias Arm und hob ihn hoch. Noch immer strömte das Blut aus der Wunde des Feindes. Seine Rüstung schien das Blut in sich aufzunehmen, es einzusaugen und auch das Amulett strahlte nun so hell, dass es die ganze Höhle auszuleuchten vermochte. Der Fuß des Riesen legte sich schwer und drückend auf Emersons Brustkorb, während der Kommandant Elias schüttelte wie eine Stoffpuppe. "Ich bin ein Diener des Einen Gottes. Wie konntet ihr nur glauben, dass ihr Ketzer mich besiegen könnt?" er schleuderte Elias fort, trat Emerson noch einmal in die Magengrube, ehe er zu dem Haufen von verängstigten Sklaven trat. Ein diffuses, bläuliches Licht ging von ihnen aus, zog wie ein wirbelnder Nebel in das offene Maul des Amuletts. Die Sklaven alterten. Kinder wurden zu Greisen, Greise zu knochigen Gerippen während sich die Wunden des Kommandanten wieder schlossen. "Und nun zu euch."
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 8:30 pm

Emerson wusste in diesem Augenblick wieder, weshalb er nicht allzu viel von Religionen und ihren Traditionen hielt, als die Sklaven um ihn herum alterten und sich die Wunden des Grubenkommandanten wieder schlossen. Dutzende von Toten sackten um sie herum zu Boden und blieben regungslos liegen und er wusste, dass sich dieses Bild in Elias Verstand brennen würde, wenn sie das hier alle überstanden hatten, doch noch bevor er selbst reagieren konnte, hastete die junge Frau nach vorn, die Kette zwischen den Fingern, mit der sie zuvor gefesselt worden war. Es hätte ihnen geholfen, wenn sie wirklich die Hexe gewesen wäre, als die sie die Wachen zuvor bezeichnet hatten, aber allmählich wuchsen daran Zweifel. Fakt war jedoch, dass sie schnell genug war um die Kette um die Beine des Grubenkommandanten zu schlingen und die eisernen Stifte festzuziehen, um die Kette zu befestigen.
Emerson nickte knapp und stob dann erneut nach vorn, eine Hand ausgestreckt um sich an der Rüstung des Hünen festzuhalten und nahe an seine Schulter zu kommen. Ohne das Artefakt würden sie hier alle sterben. Die Klinge glänzte kurz in dem Licht, das von den Fackeln auf die Szenerie geworfen wurde, dann schob er den Dolch in den großen Verschluss der Artefaktkette. Der Grubenkommandant warf sich hin und her, seine Bewegungen vibrierten in Emersons Arm und Schulter während sich das Metall Stück um Stück aufbog und mit einem Klirren gab der Verschluss nach. "Weg hier!"
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 8:40 pm

Elias rannte - zum ersten Mal seit Jahren bewegte er sich in einem schnelleren Tempo vorwärts und er stellte fest, wie sehr er es vermisst hatte. Das Herumschleichen würde ein Ende haben, die immerwährenden Arbeiten würden ein Ende haben und obwohl er seine Gefühle nicht einordnen konnte, die er beim Tod der anderen Sklaven zu spüren begonnen hatte, so wusste er, dass er ihnen keinen Gefallen tat, um sie zu trauern und zu zögern. Sie alle hatten sich geschworen zu flüchten, sobald sich ihnen eine Chance bat und bitte: da war sie.
Heftig packte er Anna am Arm, als die ins Straucheln geriet, durch ihre Gefangenschaft noch mehr mitgenommen und vermutlich auch, weil sie sich kaum hatte bewegen dürften.
"Wir schaffen das", gelang es ihm, ihr beim Laufen zuzuraunen und schob sie vor sich durch einen engen Schacht, der sie zwang, langsamer zu werden. "Emerson - nach links! Das ist kürzer!"
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 8:48 pm

Nach links, nach rechts, durch einige Gänge, von denen er niemals gedacht hatte, dass er überhaupt hindurch passen würde - es war ein endloses Gewirr aus Ecken und Enden, immer wieder durchzogen von den kurzen Kämpfen mit den wenigen verbliebenen Wachmännern, die auf den Plan gerufen worden waren, als die ersten Sklaven begriffen hatten, dass nichts sie mehr hier festhielt. Die Gänge wurden mit jeder Abzweigung, die sie nahmen wieder größer und Emerson war dankbar dafür, dass er nicht mehr mit gebeugtem Rücken und gezückter Klinge weiterlaufen musste, immer wieder darauf achtend, dass ihm sein kleiner Bruder und dessen Freundin nicht verloren gingen.
Es war ein seltsames Gefühl jetzt Menschen in Sicherheit zu bringen, wo seine Aufgabe bislang doch immer nur ihr Tod gewesen war und er zwang sich dazu noch nicht darüber nachzudenken, während der Ausgang der Mine immer näher kam. Von dort aus würden sie weiter bis zu dem kleinen Lager kommen, in dem die beiden erst einmal etwas essen und die Kleider wechseln konnten - von dort an würden sie die Pferde am nächsten Morgen zurück zu der restlichen Reisegruppe nehmen, die noch immer auf sie dort draußen wartete. Wie er ihnen Elias und Anna erklären wollte, konnte er für den Moment noch immer nicht sagen.
"Was hast du eigentlich hier angestellt, dass die alle so erpicht darauf sind, dich zu ermorden?", hakte Emerson nach als sie wieder Tageslicht sahen und die Mine hinter sich gelassen hatten. "Scheinst da unten ja eine richtige Berühmtheit gewesen zu sein."
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 8:56 pm

Der Schritt nach draußen war verbunden mit einem tiefen Atemzug, den Elias gierig in seine Lungen saugte. Es war der erste, der frische Waldluft beinhaltete und die Bäume, die den Eingang zur Mine säumten waren größer geworden, seit er sie dort das erste Mal gesehen hatte. Die Verwunderung darüber, dass die Welt wohl doch nicht stillgestanden war, sondern sich weitergedreht und -entwickelt hatte, ließen ihn mit der Antwort ziemlich lange zögern, auch, weil er sie gar nicht wirklich registriert hatte.
Sacht legte er einen Arm um die Schultern von Anna, der es ähnlich zu gehen schien wie ihm und schüttelte dann kurz den Kopf.
"Gar nichts, Emerson. Wir haben überlebt."
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BeitragThema: Re: Edelsteinmine   Do Nov 10, 2016 9:02 pm

Er glaubte ihm nicht ein einziges Wort, ließ es aber einstweilen so stehen und gestattete sich selbst und den beiden anderen einen kurzen Moment des Verschnaufen. Sein Rücken protestierte bei jeder Bewegung, irgendwo unter den Stoffen spürte er einige kleine Steinchen, die unangenehm auf der Haut rieben, seine Rippen schmerzten beim Luftholen an der Stelle, an der der Grubenkommandant ihm den Fuß auf den Brustkorb gesetzt hatte und sein Arm pulsierte noch immer unangenehm nach. Sie hatten es wirklich überlebt. Mit dem Handrücken fuhr er sich über die schweißnasse Stirn, wischte Dreck und Staub davon und schüttelte dann langsam den Kopf.
"Sie werden euch beide jagen, weil ihr geflohen seid und ihr Kommandant jetzt tot da unten liegt", ließ er den Jüngeren wissen und schob ihm das Artefakt zu, das er vom Grubenkommandanten mitgenommen hatte. "Vielleicht brauchen wir es noch." Sie würden es wahrscheinlich spätestens dann brauchen, wenn die Gilde ihnen begegnete und ihn oder Elias ermorden wollte, so unehrlich es auch sein würde nicht den direkten Kampf zu suchen.
"Kommt weiter. Je länger wir hier bleiben, umso mehr Aufmerksamkeit ziehen wir auf uns. Wir sind zu nahe an Stillstar."
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