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 Erster Akt - Patriots Act

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Yannic

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   So Nov 27, 2016 10:49 pm

Jesse schwieg während er zuhörte, wie der Mann vor ihm große Reden schwang über das was sie alle geopfert hatten und wie Amerika sie nun am Ende doch noch alle errettete und irgendetwas in ihm wollte sich übergeben. Das alles war doch nicht wahr - Elias mochte es nur gut meinen, aber er hatte keine Ahnung von was er hier alles sprach und allein dies formte jedes seiner Worte in Jesses Ohren zu purem Hohn.
Er nickte Anna kurz zu, welche einige Meter von ihm entfernt neben Gavyn stand und richtete seine Aufmerksamkeit dann wieder auf Elias. Es war also vorbei. Europa verloren. Wie all dies mit dem Triumph der Amerikaner und dem Ende des Krieges zusammen hing wollte ihm aber noch immer nicht klar werden. All dies fühlte sich viel mehr wie ein Verlust an, doch auch dazu sagte er nichts. "Ich werde dabei helfen den Rückzug bis zuletzt zu koordinieren. O'Conner hat sich bereit erklärt die Evakuierung der ersten Welle zu überwachen, Sir."
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Mia

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   So Nov 27, 2016 10:52 pm

Die Feindseligkeit war deutlich zu spüren und Elias verkniff sich jeglichen Gesichtsausdruck sowie ein Seufzen, als er sich umwandte. Jesse Craven war kein einfacher Fall. Ein stolzer, pflichtbewusster Soldat, der viel mehr den Heldenkomplex hatte als er selbst, ganz gleich, was seine Familie sagte.
"Gut." Kurz angebunden, auf mehr Worte reagierte der andere ja auch nicht. "Craven - Sie werden noch einmal ausrücken und die Teams zurückholen, die wir ausgesandt haben. Ich werde Sie begleiten. Zu einigen haben wir den Funkkontakt verloren."
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Yannic

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   So Nov 27, 2016 10:55 pm

"Die Teams haben sich in der Nähe des Kraftwerks aufgehalten?" hakte Jesse nach und bekam ein bestätigendes Nicken von Elias. "Alles klar, Sir!" erwiderte er und salutierte vor dem Anderen. Der Höherrangige schien doch kein Problem damit zu haben sich die Hände dreckig zu machen. Eine Aktion, die Jesse in jedem Fall überraschte. "Wann rücken wir aus Sir? Wir haben nur ein Zeitfenster von sechs Stunden bis zur dritten Welle. Vielleicht sollten mehr als nur wir zwei ausrücken, damit wir einen größeren Suchbereich abdecken können?"
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Mia

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   So Nov 27, 2016 10:59 pm

Bestätigend nickte Elias, sah dann von einem zum anderen. "Wenn es Freiwillige gibt, wäre es mir lieber, als wenn ich es zum Befehl machen müsste", schlug er vor und hob dann die Hände. "Aber keinem von Ihnen drohen Strafen oder Personalieneinträge, sollten Sie es vorziehen, sicher nach Hause zu gehen. Alle unter 17 verlassen diesen Posten als erstes. O'Connor, wenden Sie sich an Major Rymes, er hatte die bisherige Alleinaufsicht, aber ein zweites Paar Augen schadet auf keinen Fall."
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Cat

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   So Nov 27, 2016 11:05 pm

"Ich komme mit", meldete Anna mit fester Stimme und war die Erste von Freiwilligen, die den Schritt nach vorn setzte. Wenn es dort draußen noch Soldaten gab, die auf ihre Rettung warteten, dann würde sie nicht zulassen, dass ihnen diese Chance verwehrt blieb, nur weil sie egoistisch genug gewesen waren, um lieber nach Hause zu kommen.
Die letzte Nacht war ruhig genug gewesen, um sie ihre Kraftreserven bis zu einem gewissen Teil wieder auffüllen zu lassen und auch wenn die Kälte ihr noch immer am schmalen Körper zerrte und das Atmen in ihrem Hals weh tat, weil sie sicher war, dass sie sich irgendwo eine Erkältung oder ähnliches zugezogen hatte, war der Gedanke hier zu bleiben doch bei Weitem angenehmer als die Ungewissheit, die sie Zuhause erwartete. Sie war noch nicht alt genug, um allein zu leben, einmal ganz davon abgesehen, dass sie auch noch eine Frau war und das nur tun durfte, wenn sie einen Mann an ihrer Seite hatte. Kopfschüttelnd schob sie den Gedanken bei Seite, versprach sich selbst noch einmal darüber nachzudenken, wenn sie sicher in einem Flugzeug saß. Jetzt hatten sie Kameraden zu retten und sie musste ihre Gedanken bei ihnen halten.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 7:19 pm

"Wir haben noch immer niemanden gefunden," stellte Jesse leidlich fest und warf einen kurzen Blick zu den anderen - Jonathan, Elias und Anna suchten zusammen mit ihm bereits seit fast zwei Stunden das gesamte Gebiet östlich des Kernkraftwerks ab, ohne Erfolg. "Wen das so weiter geht finden wir niemanden, bevor die dritte Welle an Hubschraubern im Lager eintrifft. Die zweite Welle dürfte in einer viertel Stunde abheben," stellte der Soldat mit einem kurzen Blick auf die Uhr fest.
"Wir sollten uns aufteilen, Sir?" er warf Elias einen kurzen Blick zu, welcher jedoch mit einem knappen Nicken sein Einverständnis abgab.
"Es gibt nur noch einen kleinen Teil an der Westküste des Kraftwerks, dort werde ich mich noch einmal umsehen - geht ihr schon mal in das Innere, ich glaube zwar nicht, dass ich wirklich jemanden finden werde aber wir sollten nichts unversucht lassen!"
Jesse lud noch einmal seine Pistole durch und nickte den anderen zu, ehe er sich alleine Richtung Westen begab.
Der Sand knirschte unter seinen schweren Stiefeln, während Jesse mit dem Sturmgewehr im Anschlag langsam über das vom Meer angespülte Treibholz am Ufer des Kernkraftwerkes stieg und seine Umgebung im Auge behielt. Als er hinter sich das Knacken von Holz hörte wirbelte er herum, die Waffe erhoben und beinahe abgedrückt hätte, ehe er sein Gegenüber erkannte. "Nohan?" ungläubig schüttelte Jesse den Kopf. "Was zur Hölle tust du hier Kleiner? Du hattest einen verdammten Befehl! Als ich dir erlaubt habe bis zur letzten Welle zu bleiben, habe ich gemeint: Im Lager!" er schüttelte den Kopf und griff sich an die Schulter um das Funkgerät anzuschalten. "Leute, Jesse hier - Ich haben Nohan erwischt wie er hier umher streifen wollte und," er schwieg mit einem Mal und schien an Nohan vorbei zu starren. Irgendetwas störte ihn. Ein Art pfeifendes Geräusch. Kein Lieder oder so etwas in der Art, er konnte nicht einmal sagen aus welcher Richtung das Geräusch kam. Vielmehr schien es von überall zu kommen. "Einen Moment. Jesse Over..." der Soldat sah sich noch einmal um, versuchte die Quelle des Pfeifens auszumachen und sich daran zu erinnern wo er dieses Geräusch schon einmal gehört hatte. Und mit einem Mal wurde es ihm klar. Mit einer Ruckartigen Bewegung starrte Jesse in den Himmel, wo ein kleiner schwarzer Punkt immer näher kam. "Scheiße!" erneut Griff Jesse sich an die Schulter. "Eine Flugzeugbombe befindet sich im direkten Anflug auf das Kraftwerk! Leute, ihr müsst da raus!" er wirbelte zu Nohan um. "Kleiner! LAU" weiter kam er nicht. Er spürte die Druckwelle noch ehe er die Explosion hörte oder die Hitze in seinem Rücken. Ein gewaltiger, knochenzerberstender Stoß. Jesse wurde in die Luft geschleudert, flog mehrfach um seine eigene Achse während sein Verstand - gelähmt durch den Schock noch nicht ganz fassen konnte was gerade passierte. Noch im Anflug folgte dann die Explosion und die Feuersbrunst, die zusammen mit Beton und Stahlteilen um seine Ohren flog - die Haut verbrannte und dann, kurz vor dem Aufschlag das Gefühl, dass etwas in ihm auseinander riss. Bevor die Schwärze ihn ummantelte, glaubte er noch Helikopter in der Ferne zu sehen, die - von der Schockwelle getroffen - abstürzten. Dann wurde es Dunkel um ihn.
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Cat

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 7:48 pm

Jesses Stimme im Funkgerät war nicht mehr als ein leises statisches Rauschen, das ab und an von Wortfetzen durchzogen worden war. Worte, die nicht verständlich waren und sie hatten es aufgegeben den anderen verstehen zu wollen. Es war zu viel Strahlung im Kraftwerk vorhanden, die ihrer aller Technologie unbrauchbar machte und sie immer wieder schlucken ließ. Es brannte auf ihrer Haut, juckte in den Augen und ließ ihre Sicht immer wieder verschwimmen, während sie sich Meter um Meter nach vorn arbeiteten, die Waffen im Anschlag, die Körper angespannt, doch niemand begegnete ihnen hier. Weder Feind, noch Freund.
Dann ertönte das Pfeifen und Anna hielt die Luft an. Das Nächste, woran sie sich erinnern konnte, war die Explosion der Kerne und das leuchtende Wasser, das über sie alle hinweg schwappte. Es erstickte den verzweifelten Schrei, den sie noch hatte ausstoßen wollen, nahm ihr alle Gedanken und ließ die Welt in Finsternis um sie herum vergehen, während die Bauteile des inaktiven Kraftwerks auf die kleine Gruppe niederregneten.
Sie hatte sich gewünscht, die Dunkelheit hätte sie noch länger in den Fängen, denn das Aufwachen war begleitet von berstendem Schmerz, der sie lähmte. Ihr Körper reagierte auf keinen einzigen Befehl, den sie ihm im Geiste gab, das Blinzeln war schwer und obwohl sie sicher war, dass sie die Augen geöffnet hatte, befand sich vor ihren Augen nichts. Nur ihre Finger tasteten hilflos in dem Schutt um sie herum umher, bekamen kleine Steine zu greifen - dampfend, so brüchig, dass sie in ihren Händen zu nicht mehr als Staub zerfielen. Da war nur eine einzige Frage in ihrem Verstand, die sie von alledem ablenkte.
Warum lebten sie noch?
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Mia

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 7:56 pm

Der Brand, in den Elias einmal geraten war auf einem der Einsätze und der ihm einen Teil der Haut seiner Seite verbrannt hatte war ein Spaziergang gewesen, so angenehm auf der Haut, dass er sich in der abstrusen Situation wiederfand, diesen Zustand zurück zu wünschen. Denn was hier geschah war absolute Qual.
Sein Körper schien zu glühen, von innen heraus zerbersten zu wollen, sein Herz, sofern es denn noch irgendwo vorhanden war, war stumm. So lange, bis er endlich realisierte, dass sein Kopf so sehr dröhnte, dass er durch das Piepen hindurch keinen einzigen Ton von außen hören konnte. Er war taub. Es erschreckte ihn, wie sehr er überhaupt auf diesen Sinn vertraut hatte, während er mit geschlossenen Augen da lag, alle Glieder von sich gestreckt. Aber just in dem Moment, als wollte es "Hallo" sagen, setzte sein Herz wieder ein und pumpte sich dann bei dem plötzlichen Einsetzen fast zu Tode.
Er wollte Stöhnen, als er sich zwang, die verklebten Augenlider zu öffnen, doch kein Laut kam über seine geöffneten Lippen - oder er hörte es nicht. Das war wohl eher der Fall.
Stattdessen schob er die Hände unter sich, riss sie sich auf, weil seine Haut kaum mehr einem hauchdünnen Papier glich und stemmte sich auf alle Viere. Jedenfalls für ein paar Sekunden, ehe er einfach wieder keuchend in den Dreck fiel, zitternd und nass. Sein Körper schien gar nicht klar zu kommen mit dem, was passiert war und auch sein Gehirn brauchte einiges an Vorlaufzeit, um ihm die restlichen Informationen wieder zuzuspielen. Der Funkspruch ... die Bomben. Adam hatte gelogen, was den Zeitpunkt anging.
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Stimmi

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 8:08 pm

Ein lautes Scheppern, in etwa einem viel zu energischem Kind gleich, dass gerade zwei Becken im Musikunterricht gegeneinanderschlug – In etwa so hätte Jonathan diesen Moment in einer späteren Retrospektive beschrieben. Er fühlte im ersten Moment nach dem Knall nichts: er hörte lediglich, doch das in jeder nur erdenklichen Art und Weise. Ihm wurden Geräusche bewusst, die er vorher nie aktiv wahrgenommen hatte. Selbst das Rieseln der schweren Staubflocken war mit einem Mal deutlich hörbar. Und dann erneut – ein Scheppern, eindeutig von einer harten, glatten Oberfläche.
An die Explosion und die Schockwelle konnte er sich kaum erinnern. Er wusste das alle Anwesenden etwas gebrüllt hatten – vermutlich auch er. Dann war da noch eine große, braune Wolke und ein tosendes Geräusch, als würde eine riesige Welle auf ihn zukommen und kurz vor dem Brechen innehalten. Danach war nichts mehr in seiner Erinnerung. Nur der Beckenschlag.
Doch dann reagierte ein anderer Sinn. Er schmeckte … Metall. Kupfer? Höchstwahrscheinlich – etwas Anderes konnte es kaum sein, oder hatte er in seiner Verzweiflung auf einem Rohr gekaut? Schließlich gesellten sich gleichzeitig Geruchs und Tastsinn mit dazu, was seinen Körper im ersten Moment beinahe zum Kollabieren brachte. Er saß, gelehnt an ein riesiges, Dosenförmiges Behältnis. Die Kleidung voller Blut und die Hände schlaff neben sich.
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Jul

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 8:10 pm

Nohan wollte gerade Jesse rede und Antwort gestehen, als auch er den Flugkörper am Himmel sah und ihm nur noch ein leises "Oh Fuck..." entfleuchte. Vor Angst  konnte er sich keinen Millimeter mehr rühren. Ihm war klar, dass es keine Chance mehr gab zu überleben.
Er spürte, wie jeder seiner Zellen anfing zu brennen und und seine Sicht verschwamm. Parallel merkte er, wie er über dem Boden flog und die letzten Meter hart auf diesen aufschlug und sich mehrere Verletzungen zu zog.
Die trockene Erde in seiner Wunde brannte. Vor schmerz wurde er für einige Zeit ohnmächtig. Als er wieder zu sich kam, dachte er, er wäre verstorben. Doch die Schmerzen und die verschwommene Sicht zu einem teil eines Atompilz bewiesen das Gegenteil. Der junge Soldat, war zu desorientiert um darüber nachzudenken, wie er überleben konnte. Beim versuch sich an einem Baumstumpf hoch zuziehen, zerbröselte dieser und Moore viel wieder.
Erst jetzt nahm er war, dass sein linkes Bein irgendwie wohl durch etwas durchbohrt wurde. Was es war, war nicht mehr zu erkennen, da sich der Gegenstand wohl aufgelöst hatte. Mit Schmerzen im ganzen Körper, versuchte er auszumachen, wo sich Jesse befand und mit aller Kraft, die er noch Besaß, in die Richtung zu kriechen, wo er etwas vermutete.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 8:21 pm

Die Rotorblätter der Hubschrauber fegten mit ihren schnellen Bewegungen sämtlichen Staub im Umkreis von mehreren dutzend Metern bei Seite, wirbelte den Dreck und die Asche vom Boden auf und legten über das sowieso schon völlig zerstörte Schlachtfeld ein einen Nebel aus Asche, Dreck und Tot.
Beinahe Zeitgleich glitten die großen Türen der schwarzen Hubschrauber auf und entließen gut ein Dutzend, in schwarze Schutzanzüge gekleidete Männer, welche mit seltsam aussehenden Geräten und Waffen ausgerüstet hinaus stürmten. Als letzter stieg der Größte von ihnen aus der Tür. Ein breitschultriger, fast ein Meter neunzig großer Mann mit dichtem Bart. Der einzige der Truppe, der zu dem schwarzen Schutzanzug keinen Helm trug. Er hatte das sichteinengende Kleidungsstück aber auch nicht nötig. "HQ, Alan York hier - wir sind am Ground Zero eingetroffen. Starten die Suche nach Überlebenden. Over"
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Cat

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 8:39 pm

Das Erste, was sie hörte, als ihr Körper langsam wieder begann ihren Befehlen zu folgen war das Dröhnen der Rotorblätter eines Helikopters außerhalb der Ruinen des Kraftwerks, in dem sie noch immer lag. Wieder und wieder hatte sie sich gefragt, wie lange sie weggetreten war, warum sie noch lebte und warum der Schmerz langsam nachließ. Wankend kämpfte sich Anna zurück auf die Beine, setzte ein paar Schritte nach vorn, nur um dann doch wieder in den Staub zu fallen und die Augen auf ihre aufgerissenen Hände zu richten. Zwischen dem Ruß und dem Staub daran glitzerte Blut in dem spärlichen Licht, das der Mond auf die Szenerie fallen ließ und hustend kämpfte sie sich wieder hoch. Ihre Knie versagten ihr erneut den Dienst und hustend blieb sie auf den Knien sitzen. Einen kurzen Moment lang nur ausruhen, nur eine einzige Sekunde, dann würde sie weitermachen.
Ihr Herz schmerzte in ihrer Brust, das Atmen tat im Hals weh und sie spürte die Müdigkeit in sich aufsteigen, die ihr wieder die Lider schwerer machte. Nicht aufgeben. Sie hatte Soldaten unter der Müdigkeit und unter der Kälte sterben sehen - sie würde nicht zu ihnen gehören. Nicht jetzt, nicht hier. Sie hatte versprochen zurück zu kommen, sie hatte Gavyn versprochen, dass sie zu ihm zurück ins Lager kommen würde - dass sie zurück nach Hause gehen würden. Verbissen kämpfte sie auf Knien um jeden weiteren Meter, näher zu der verschwommenen Kontur eines anderen Menschen in ihrer unmittelbaren Nähe, der nicht zu Asche zerfallen war. Ihre Stimme gehorchte ihr nicht als sie die Hände zu dem anderen ausstreckte und ihre Finger nichts weiter als Kälte weiterleiteten. Erneut schluckte sie, dann begann sie den anderen einfach zu schütteln, um irgendeine Reaktion hervorzurufen.
"Wach auf ...", hauchte ihre angeschlagene Stimme nach endlos scheinenden Minuten. Da draußen war irgendjemand - jemand, der ihnen vielleicht helfen konnte oder jemand, der sie ermorden wollte. Sie durften nicht hierbleiben, durften nicht einschlafen. "Komm schon ... bitte."
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Mia

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 8:46 pm

Elias hatte immer wieder versucht, auf die Füße zu kommen, aber irgendwann nachgegeben und seinem Körper das gegeben, was er so vehement verlangte: Ruhe. Er wusste gar nicht, warum er nicht eiskalt war, wieso er nicht längst erfroren war, als er die Berührung an seinem Arm spürte, die ihn zurück in die Realität katapultierte, die aus zerstörten Gebäuden, Geröll und Schutt um sie her bestand. Eine dicke Staubschicht waberte trübe darüber hinweg, unbeeindruckt von dem heftigen Wind, der an seinen Kleidungsstücken zerrte. Die Luft stank und stand. Sie fühlte sich an wie Gift bei jedem ATemzug, den er tat und trotzdem hörte er nicht auf. Trotzdem war er am Leben. Irgendwie.
"... Anna", wisperte er heiser, seine Stimme rau wie ein Reibeisen, als er endlich die Augen fokussieren konnte auf ein Ziel näher als zehn Meter. Sie sah ... gotterbärmlich aus. So jung. Sie war viel zu jung um hier zu sein und mit einem Mal wurde ihm die Wucht dessen bewusst, was all das bedeutete: Er hatte es nicht geschafft, wenigstens die paar Hundert Leute unbeschadet heraus zu holen, für die er hierher gekommen war. Zwei Drittel von ihnen waren auf dem Nachhauseweg, aber die anderen? Diejenigen, die geblieben waren, um den Ablauf zu koordinieren? Sie waren jetzt vermutlich tot. Was die Frage aufwarf, warum er nicht tot war?
Der Ernst in Annas Blick holte ihn zurück aus seiner Lethargie. Sie mussten handeln. Etwas wackelig schob er sich nach vorne, hievte ihren Körper ein Stück weiter in die Gerade und strich ihr über die Wange, eine der wenigen Stellen, die nicht von Blut besudelt war. Er suchte ihren Blick, hielt den Augenkontakt. "Wir schaffen das."
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 8:53 pm

Routiniert stapfte Alan über die verkohlten und verbogenen Überreste von Stahlträgern, welche wie das Gerippe eines verstrahlten Riesen überall in der Gegend verteilt lagen. "Status?" fragte er einen der anderen Soldaten, musste dabei jedoch gegen den Wind der Rotorblätter anbrüllen. "Die erste Welle ist wohl rausgekommen, die zweite Welle ist jedoch abgestürzt - vermutlich durch den Druck der Explosion!" Alan nickte. "Schickt ein Team dorthin und sammelt die Überreste ein, ehe ihr die Überreste der Hubschrauber vernichtet. Vor allem die Blackboxen!"
Der Soldat salutierte und entfernte sich wieder, ehe Alan weiter voran schritt. Irgendwo zwischen all dem Dreck und dem Staub musste es doch jemanden geben der das ganze überlebt hatte. Jemand den sie hier rausholen konnten. Sie waren gefährlich und nur der Teufel wusste welche Fähigkeiten ihnen eigen waren. Der Esper griff die Schockpistole in seiner Hand fester, ehe er auf eine Bewegung in der Nähe aufmerksam wurde. Dort, von Staub und Dreck bedeckt lag ein Junge - begraben unter einer schweren Betonplatte. Alan eilte zu ihm und wuchtete die Platte von dem Jungen.
Er war verdreckt und blutig, aber die Wunden, welche ohne jeden Zweifel seine Haut aufgerissen und die starke Blutung hervorgerufen hatten waren schon zum Großteil wieder verschlossen. Seine weißen Augäpfel nur noch an den Rändern gelblich. "Wie ist dein Name Junge?"
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:05 pm

Mit zugekniffenen Augen betrachtete er Alan, wie er sein Bein befreite. Seine Augen ließen langsam das Bild vor ihm klarer wirken. Dafür aber fing es an in seinen Ohren ein wenig zu klingeln. Der junge merkte seine Trockene kehle und versuchte seine Stimme wieder zu finden, "N..Nohen Moore, Sir." Brachte der Soldat noch heraus, bevor er anfing zu husten.
Verwundert hörte er die Rotorblätter. Von einem guten Gefühl, dass er gerettet wurde, änderte sich dieses Schlag artig und ihm wurde mulmig zu mute. Schritt für Schritt, versuchte er seine Gedanken zu ordnen. Vielleicht war er auch einfach wirklich lange Ohnmächtig, weswegen schon Hubschrauber da waren.
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:14 pm

"Willkommen bei den Special Forces Moore," erwiderte Alan und richtete dann seine Waffe direkt auf den Jungen. Nohan konnte nicht einmal mehr den Mund öffnen, ehe zwei kleine Nadeln tief in das Fleisch an seinem Hals eindrangen und mehrere tausend Volt durch den Körper des Jungen jagte, welcher sich unter Krämpfen wand, ehe er schlaff zur Seite sackte.
"Ich hab hier einen - ortet meine Position und holt ihn mit - aber seid bloß vorsichtig, dass er nicht beschädigt wird. Die Frau Doktor würde nicht sehr erfreut darüber sein. Habt ihr sonst noch jemanden?" kurze Stille in der Leitung, ehe die Antwort kam. "Ja noch jemanden - Jesse Craven laut seinem Dogtag - wir haben ihn bereits Stillgelegt." Alan nickte.
"Sehr gut - mehr als wir erwartet haben. Ich durchsuche noch mal das Innere!"
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:19 pm

„Verdammt …“ Seine Gliedmaßen fühlten sich ungewohnt steif und schwer an, als hätte man an jede Hand und jedes Bein ein Gewicht von mindestens fünfzig befestigt. Dementsprechend landete er mit seinem ersten Versuch aufzustehen geradewegs auf der Nase. Doch eben diese bog sich kaum merkbar, vielmehr hörte man ein lautes Poltern. Doch eben dieses konnte unmöglich von ihm stammen. Vermutlich war gerade irgendwo ein Stahlträger zusammengesackt – was wiederum bedeutete, dass auch diese Halle bald in sich einstürzen würde. „Hey“, rief er seine Kameraden, die er gut hundert Meter weiter in der Halle erspähte. Beide sahen miserabel aus. Schlimmer, als jeder Hollywoodfilm es jemals hätte darstellen können. Und allein ihre Augen sprachen Bände. Wie er wohl aussehen mochte. „Warte … lasst, lasst mich euch helfen“, Er kniete sich neben Elias, versuchte den beiden zu helfen und erneut polterte es – erneut derart laut, das man meinen müsste, ein weiteres Stützelement der Halle würde gleich zusammenbrechen.
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:32 pm

Gar nichts würden sie schaffen, sie würden beide an dem Strahlenbrand sterben, noch bevor die Sonne aufstieg und Anna biss sich auf die aufgerissenen, trockenen Lippen, um jeden weiteren Ton zu ersticken, der sich in ihrer Kehle sammelte und beinahe in einem leisen Schluchzen hervor gebrochen wäre. Sie würden hier unten sterben, aber wenigstens würde sie es nicht allein tun. Wenigstens würde es ein freundlichen Gesicht sein, das sie sah, bevor sie hier starben. Sie nickte wortlos, schluckte wieder und wieder und kämpfte gegen die Tränen an, die sich in ihr auftaten während sie hier inmitten der Ruinen, den lodernden Flammen und der Asche saßen. "Okay ...", flüsterte sie nach einer Weile dann doch und hob eine Hand, ihre Finger zitternd um die des Älteren schließend.
Zum ersten Mal seit ihrem Einberufungsbefehl wünschte sie sich wieder nach Hause. Wünschte sich, dass sie auf die anderen gehört hatte, statt hier zu bleiben - zurück in den Helikopter mit den anderen, der jetzt bestimmt schon in einem anderen Lager angekommen war. In Sicherheit. "Wir müssen weg."
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:37 pm

Elias nickte zustimmend, alarmiert durch den immer noch klingelnden Ton in seinen Ohren, der ihn fast orientierungslos machte und kämpfte sich mit Anna auf die Füße. Schlussendlich hatte er sie sich fast unter den Arm geklemmt und schleppte sie weiter, immer wieder über das unwegsame Gelände, zu dem die Reaktorblöcke geworden waren. Das hier konnten sie eigentlich nicht überlebt haben und eine ganze Weile rätselte er, ob er nicht einfach wirklich in der Hölle gelandet war. Nur eben in einer anderen Schale - einer, die mehr Chaos und viel mehr Folter beinhaltete. Ein Szenario, das er sich in seinen Alpträumen nicht grausamer hätte ausmalen können.
"Ein bisschen Zuversicht schadet nicht", mahnte er die Jüngere leise, weil sie so aussah, als würde sie gleich zusammenbrechen und er konnte im Augenblick nicht sagen, ob vor Erschöpfung oder Verzweiflung. Er hätte es ihr gerne gleich getan, aber irgendwo tief in ihm rüttelte der Offizier, der er nun einmal war oder besser darstellen sollte und wies ihn zurecht, sich zusammen zu reißen.
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:44 pm

Alan warf sich mit seinem ganzen Körpergewicht gegen die schwere Eisentür, hinter welcher er die Geräusche gehört hatte. Ein Mal, zwei Mal - erst beim dritten Mal flogen die schweren Eisentüren auf und der Esper stolperte beinahe hinein, ehe er sich noch einmal mit einem Ausfallschritt retten konnte.
Irgendwo weiter hinten hörte er lautes Scheppern und das entfernte Murmeln von rauen, angeschlagenen Stimmen. "Echo - ich glaube wir haben hier etwas", Alan stellte noch einmal den Taser auf eine höhere Stufe. Wer auch immer dort war, er schien sich besser bewegen zu können als das Kind zuvor.
Langsam schob sich Alan durch die engen Stäbe hindurch, immer dem Lärm nach. Er glaubte drei Stimmen auszumachen - unglaublich. Entgegen jeder Berechnung für einen solchen Vorfall. Konnten wirklich so viele Leute hier überlebt haben?
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:51 pm

„Wir müssen versuchen ein Funkgerät zu bekommen … oder … oder irgendetwas anderes um uns bemerkbar zu machen. Es kann … ich meine, wir haben es überlebt. Es kann doch unmöglich eine Atombombe oder etwas Derartiges gewesen sein, oder?“ Natürlich war es nur Wunschdenken, gepaart mit einer großen Portion Verzweiflung. Aber wie um alles in der Welt hätte sich ein normaler Mensch all dies sonst erklären sollen? Kein Mensch der nicht in einem tiefen Keller oder gar in einem Atombunker gesichert war, konnte eine derartige Bestrahlung überleben. Sie verätzte alles und jeden der sich ihr aussetzte. Doch hier standen sie – alle am Leben. „He – sie da! Sind sie auch“, doch noch bevor Jonathan weitersprechen konnte, fiel ihm auf, wie unpassend das hier wirkte. Sie waren beinahe wandelnde Leichen, wohingegen der Fremde dort wirkte, als hätte ihn nicht ein einziges Staubkorn berührt. Erst jetzt kam ihm wieder das Geräusch des Helikopters in den Sinn. Und da war noch etwas. „Seine Waffe“, er versuchte es den beiden Anderen so leise wie möglich zuzuflüstern, während sie sich weiter in Richtung Ausgang schoben. „Wer sind sie?“ Rief Jonathan dennoch, um kein Misstrauen aufkommen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:53 pm

Alan hörte die Stimme und lächelte. "Alan York - Special Forces. Wir waren einige hundert Kilometer entfernt als wir die Explosion gesehen haben! Wir wollten eigentlich nur einen Schadensreport machen. Unglaublich das sie überlebt haben! Wie ist ihr Status? Können sie alle laufen oder müssen meine Leute Tragen bringen?"
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 9:58 pm

Tragen? Er wollte nichts dergleichen. Die Situation stank zum HImmel und wenn sie es trotz aller Widersprüche nicht tat, dann konnten sie sich immer noch darauf berufen, durch die Explosion und ihre Bewusstlosigkeit von der Rolle gewesen zu sein. Für einen Schadensreport war es zu früh, gleich, wie lange sie bewusstlos gewesen waren. Erst einmal hätten sie nach Überlebenden gesucht. Es sei denn ... es sei denn sie wollten es so. Adam fiel ihm wieder ein und die merkwürdige Art, wie er auf das Thema reagiert hatte.
Alan York ... Special Forces. Elias maßte sich nicht an, alle Namen zu kennen, die hier drüben waren, aber bei dem hier klingelte absolut gar nichts in seinem Kopf. Der Mann sah aus wie geleckt, er trug keine Schutzkleidung und es gab keinen einzigen Sanitäter, der ihn begleitete. Meine Leute. Special Forces Typen hatten nicht 'meine Leute' sondern Kameraden und sie bestanden darauf, diese so zu nennen.
"Lauf", raunte er Anna zu und stieß sie sacht in die Seite, damit sie sich von ihm löste.
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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 10:05 pm

"Nicht ohne euch", war ihre einzige Antwort auf die Aufforderung begleitet von einem energischen Kopfschütteln. Sie würde nicht wieder jemanden zurücklassen, von dem sie nicht wusste, ob sie ihn noch einmal wiedersehen würde, denn wer auch immer der Fremde dort vorn war, den sie zwischen Staub und Schutt nicht sehen aber durchaus hören konnte. Seine Stimme jagte ihr einen eisigen Schauder über die Arme und das Adrenalin tat den Rest in ihrem Körper, um sie davon zu überzeugen, dass sie noch einige Meilen weiter rennen konnte, bevor der letzte Rest ihrer Kraft sie endgültig verlassen würde. Etwas stimmte hier ganz und gar nicht, der Befehl zum Kraftwerk zu gehen und es zu sichern, obwohl es keine Feinde gegeben hatte, der Fall der Bombe und jetzt dieses Einsatzkommando, das dort gerade so auf sie gewartet zu haben schien.
Sie hörte die fremden Schritte, die fest und sicher auf den verseuchten Boden gesetzt wurden und schluckte, dann wandte sie sich um und begann zu rennen, so schnell sie ihre Füße eben tragen wollten. Sie mussten weg - weg von dem Kraftwerk und weg aus dem Sichtbereich der fremden Gruppe, die sie aufsammeln wollte - hin zu einem der Lager, die weit genug vom Kraftwerk entfernt gewesen waren. Unter ihnen würden sie nicht auffallen, unter ihnen würden sie Hilfe bekommen.
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Stimmi

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BeitragThema: Re: Erster Akt - Patriots Act   Mo Nov 28, 2016 10:11 pm

Jonathan rannte als letzter im Bunde und versuchte den beiden ein wenig Sicherheit zu verschaffen. Als er sich gerade durch den Ausgang quetschte. Eine kleine, halb verkeilte Tür, hörte er ein leises Knistern, kurz darauf ein Klappern auf dem Boden. Nur für eine Sekunde ging sein Blick gen Boden. Und eben dort lag eine seltsame Art von Pfeil, die er nicht genau definieren konnte. Auf den ersten Blick hin hätte jedoch vermutet, dass es sich um eine Art Betäubungsgeschoss handelte – denn, wenn man jemanden töten wollte, warum nicht einfach eine normale Schusswaffe verwenden? Schließlich kam auch Jonathan aus dem Kraftwerk und schloss im Sprint zu den beiden anderen auf. War dieser Pfeil an ihm abgeprallt? Nein, unmöglich – er hatte einen kurzen Druck am Hals gespürt, war jedoch davon ausgegangen, dass er sich an irgendwelchem Geröll gestoßen hatte. Und an eben solchem Schutt hatte vermutlich auch der Fremde, dieser „Alan York“, seinen Schuss verschwendet.
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Erster Akt - Patriots Act
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