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 Zweiter Akt - Homecoming

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Cat

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BeitragThema: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:13 pm

Als Washington in Sicht kam, ging die Sonne gerade wieder über dem Horizont auf. Die Sonne tauchte die Wolken in ein orangefarbenes Licht während das helle Blau den nahenden Tag ankündigte. Die Gebäude wurden größer als das Flugzeug zur Landung ansetzte, die Lichter der Autos dort unten auf den Straßen heller - sie blendeten in ihren Augen, als Anna wieder die müden, verklebten Augen öffnete und den Kopf von der Lehne hob, um den Blick hinaus zu richten. Sie waren seit Stunden unterwegs und irgendwann hatte die Müdigkeit nach ihnen allen gegriffen. Stille war in dem Passagierraum eingekehrt, in dem sie gemeinsam mit anderen Soldaten saßen, die evakuiert worden waren. Jetzt hörte sie vereinzelt das Rascheln von Kleidung, das Klappern von dem wenigen Gepäck, das jeder von ihnen mitgebracht hatte und das ins Handgepäck gepasst hatte.
Der kurze Anflug eines Lächeln huschte über ihre Züge als sie das Washington Monument dort unten erkannte. Der weiße Stein, der sonst so hell angestrahlt wurde, war jetzt genauso von orangenem Sonnenlicht erfüllt wie die Wolken. Die Stimme des Piloten hallte aus den Lautsprechern und weckte die Lebensgeister der übrigen Männer und Frauen. Zuhause. Es klang so furchtbar seltsam darüber nachzudenken und mit tauben Fingern tastete sie nach der kleinen Tasche bei sich, in dem alles war, was die Explosion überstanden hatte - gemeinsam mit ein paar Ersatzkleidern, die man ihnen gegeben hatte, als sie den Militärflughafen in Deutschland erreicht hatten.
Es fühlte sich nicht nach Zuhause an, als sie eine knappe Stunde später das Gate hinter sich gebracht hatten und Anna unschlüssig in der Flughafenhalle stehenblieb.
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Mia

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:18 pm

Elias hatte sich mit Jonathan nahe bei Anna gehalten, hatte irgendwie das Gefühl, dass sie im Kopf noch nicht dort war, wo sie sein sollte und so trat er schließlich neben sie, beide Hände im Nacken verschränkt und streckte sich.
Die umstehenden Leute ignorierte er, so gut er konnte. Sie beäugten sie misstrauisch, nichts mehr von der Liebe zum Militär war zu spüren, sie hielten es wohl auch für einen Fehler, dass sie abgezogen wurden und man Europa aufgab. Vielleicht hatten sie auch Angst vor ihnen. Was es auch war, es interessierte ihn im Grunde auch gar nicht wirklich, das einzige, was zählte, war, dass sie am Leben waren und jetzt eine Chance hatten, das ganze noch herum zu reißen.
"Anna", riss er sie sanft in die Wirklichkeit zurück und musterte ihr junges Gesicht. "Hast du einen Ort, an den du gehen kannst?"
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Cat

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:24 pm

Anna lächelte nur sacht und nickte dann nur knapp, weil es einfacher war bei der Normalität zu bleiben, statt jetzt eine weitere herzzerreißende Geschichte zum Besten zu geben, die ihnen nur noch mehr Probleme schaffen würde, als sie ohnehin schon hatten. "Meine Familie." Sie würde einen Teufel tun und ihre Familie behelligen, indem sie jetzt nach drei Jahren wieder einfach so ohne Nachricht zurückkehren würde, nachdem sie einfach so abgehauen war. Ihre Mutter war vermutlich froh darüber, sie endlich los zu sein, ebenso wie es ihr Stiefvater sehen würde und was ihre Schwestern anging ... sie wusste nicht einmal, wo sie jetzt wohnten.
Sie ließ ihren Blick noch einmal über die Halle wandern und fühlte sich mit einem Mal unangenehm beobachtet in der Uniform, in der sie jetzt hier stand. Die Menschen hier sahen gewöhnlich aus, sie sprachen allesamt wieder ihre Sprache und es gab hier keine ständigen Gefechte mehr, keine Feinde, auf die sie achten musste. Es wirkte, als sei sie hier der Fremdkörper und für einen kurzen Moment lang wünschte sie sich zurück auf das Schlachtfeld. Dort hatte sie sich wenigstens ausgekannt. "Was ist mit dir? Wohin gehst du?"
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Mia

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:26 pm

"Dann bringe ich dich nach Hause", erwiderte er, ohne ihre weitere Frage zu beantworten und ohne einen Widerspruch zuzulassen. "Jonathan - wohin soll ich dich fahren?"
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Stimmi

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:33 pm

„Also ich würde vorschlagen, dass wir erst einmal beieinander bleiben. Wir wissen immer noch nicht ob wir verfolgt werden oder zu welchen Mitteln diese Leute, die uns in Greifswald abgefangen haben, noch Zugang haben.“ Er zog noch einmal die Tasche, die er sich über die rechte Schulter geworfen hatte zurecht. Viel privates befand sich darin nicht – das meiste davon war Kleidung von der Army. Der Rest Ausrüstung die man sonst ohnehin zurückgelassen hatte und die Jonathan für nicht hilfreich befunden hatte. „Wir könnten uns für ein oder zwei Wochen eine Wohnung mieten, oder ein Ferienhaus. Eigentlich ist es mir vollkommen egal was, solange wir erst einmal noch aufeinander acht geben können.“
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Mia

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:37 pm

"Vielleicht ist das gar keine so dumme Idee", gestand Elias und blieb einen halben Schritt hinter den beiden. Untertauchen, sich sammeln, neu formieren. Es war eine simple Taktik die meistens den gewünschten Erfolg brachte.
"Nur nicht unter unseren Namen. Wir brauchen also mindestens eine Person, die nicht mit uns in Verbindung gebracht wird und es uns kurzzeitig finanziert. Ich will nicht Kreditkartenbetrug auch noch an mir kleben haben."
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Cat

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:41 pm

"Jetzt mal im Ernst ... hier sind überall Kameras. Egal, was wir hier tun, wir fallen auf und es ist nur eine Frage der Zeit bis unsere Familien auftauchen. Mitten in Amerika und vor allem nachdem wir jetzt in Washington gelandet sind, zu erwarten, dass wir unerkannt bleiben, funktioniert vielleicht in einem Film aber leider nicht in der Wirklichkeit."
Zumindest das konnte sie mit Sicherheit sagen - sie waren in der Hauptstadt, dem Sitz des Senats und des Präsidenten und sie wusste von ihren Schwestern wie verdammt gut die Homeland arbeitete. Spätestens in 48 Stunden würde zumindest Elias' Familie seinen Standort haben und ihn kontaktieren.
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:42 pm

"Dann müssen wir uns wohl entscheiden, wohin wir gehen", antwortete Elias schlicht, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:47 pm

"Erst einmal zurück, um kein Aufsehen zu erregen. Wir sind sicherer, wenn jemand weiß, dass wir leben als wenn sie uns für tot erklären, denn wer immer das gewesen ist, wird uns nicht vor all diesen Zeugen ausschalten können, ohne noch mehr Aufsehen zu erregen", stellte Anna in den Raum und seufzte dann, weil Elias' Vorschlag ihr jetzt schon Magenschmerzen bereitete. Sie wollte ihn nicht anlügen, aber ebenso wenig wollte sie wie bestellt und nicht abgeholt im Wagen sitzen, weil sie es nicht wagte das Auto zu verlassen und auf das Haus zuzugehen. Es war ihr lieber, wenn die anderen gingen und sie sich allein darum Gedanken machen konnte, wohin sie gehen sollte.
"Wir leben in einer technischen Welt. Es gibt Handys - lasst uns einfach in Kontakt bleiben. Einmal pro Tag. Solange die Nachrichten oder eben Anrufe kommen, wissen wir, dass alles gut ist."
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Yannic

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 10:56 pm

___________________________________________
Grelles Neonlicht beschien in absoluter Regelmäßigkeit die weißen Wände. Die Räder der Bahre klapperten über den mit weißen Fließen ausgelegtem Boden, während diese immer weiter nach vorne geschoben wurde. Links und Rechts von der Bahre schritten im Gleichschritt gänzlich in schwarz gewandete Soldaten, deren Rüstung nichts mit jenen des amerikanischen Militärs gemeinsam zu haben schienen. Und vorne weg, dem Gefangenen voraus - Alan.
Der Esper hob die zur Faust geballten Hand um seinen Leuten den Befehl zum stehen bleiben zu geben, ehe er sich umwandte. "Bringt ihn in die Vertikale," befahl er und die Trage ruckte für einen kurzen Augenblick. Nohan, noch immer an das harte Plastik fest gezurrt wurde aufrecht gestellt, so dass er Alan ins Gesicht sehen konnte. "Ich gebe dir einen letzten Rat Kleiner - spiel nicht den Helden!" raunte er ihm zu.
Dann erklang das Klacken von Stöckelschuhen auf Parkett. Ein permanente, penetrantes Klicken. Alan atmete selbst noch einmal durch, ehe er seinen Blick auf die Frau richtete, welche vor ihm stehen blieb. "Doktor Cadena! Melde gehorsamst meine Rückkehr... zusammen mit zwei neuen Subjekten der Stufe C."
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Stimmi

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 11:08 pm

„Ganz wie du meinst“, antwortete Jonathan nur und zuckte mit den Schultern, ehe er seine Taschen abklopfte. Mehr eine noch immer altbekannte Bewegung als ein wirklicher Gedanke. Dann jedoch fiel ihm etwas auf. „Ich … hab aktuell kein Geld oder irgend eine Kredit oder Bankkarte. Geschweige denn ein Handy. Alle meine Wertgegenstände sind damals in dem Laster zurückgeblieben, den ich auf dem Feld zurückgelassen habe.“ Eine unangenehme Stille legte sich daraufhin über die kleine Gruppe, während sie den ersten Fuß aus der großen Halle setzten und das kalte Winterwetter sie mit einem unnachgiebigem Hauchen begrüßte. „Von euch beiden hat nicht zufällig jemand noch eine unbenutzte Luftmatratze und einen kleinen Abstellraum, den ich für die nächsten ein oder zwei Wochen bewohnen könnte?“
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Mia

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Fr Dez 02, 2016 11:13 pm

Elias würde den Teufel tun, und alle anderen so einfach alleine dastehen lassen. Das konnte er nicht, noch war er ihr Kompanieführer und zwar so lange, bis sie jemand anderem zugeteilt wurden, ob das jemals passieren würde oder nicht, war egal.
"Kommt mit", forderte er beide auf und nickte hinüber zum Ausgang. Sie würden sich ein Taxi nehmen, seine Karten waren noch gedeckt und dann sollte er wohl Chris und die anderen informieren, dass er noch am Leben war. Auch Adam ...? Aber der würde es wie Anna schon gesagt hatte spätestens in zwei Tagen auch wissen und er brauchte den Überraschungsmoment.
"Das gilt auch für dich, Crowley", forderte er sie noch einmal auf, aber weitaus weniger harsch, als es ihr Nachname vermuten ließ.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 4:40 pm

____________________
Er hätte es eigentlich gar nicht wissen dürfen. Wann die Soldaten wieder zurück in ihre Heimat beordert werden sollten war eigentlich höchster Geheimhaltung unterlegen. Aber es hatte seine Vorteile in der Firma angestellt zu sein, deren Satelittenaufnahmen die Army nutzte um ihre Einsätze präzise planen zu können. In einem Akt von Grauzonenausnutzung hatte sich Anthony daher vor einigen Tagen die Daten seines Sohnes zu eigen gemacht.
Nervös klopfte sich der IT-Techniker noch einmal die mehligen Hände an der Schürze ab, ehe er noch einen kurzen Blick auf den vorgeheizten Backofen warf. Wenn sein Sohn schon wenige Tage vor Weihnachten zurück kam, dann sollte er nach all den Entbehrungen und dem Leid, welches er dort unten in der verdammten Hölle erfahren hatte wenigstens in ein zu Hause kommen, dass ihn nicht vergessen hatte und mit so viel Wärme empfing wie es nur irgend möglich war.
Gavyn hatte die Kekse mit Mandeln stets geliebt.
Kopfschüttelnd sah Anthony noch einmal auf die Uhr - noch immer nervös und schwitzend. Wer wusste schon, was sein Sohn dort unten alles erlebt haben musste. Schreckliche Begebenheiten. Noch immer machte sich Anthony schwere Vorwürfe nicht mehr unternommen zu haben, als die Army ihn eingezogen hatte. Aber was hätte er damals schon tun sollen?
Als es schließlich an der Tür klingelte schreckte Anthony auf, stolperte beinahe über seine Hausschuhe und kam stolpernd vor der Tür zum stehen. Das er noch immer voller Mehl war, dass er eine Schürze trug - all das war ihm gänzlich egal als er die Tür öffnete.
Doch dort, vor der Tür stand nicht Gavyn. Dort standen zwei große Männer, in Paradeuniformen der Armee gekleidet und hielte ein kleines Paket in der Hand. Eine gefaltete, amerikanische Flagge auf welcher fein säuberlich ein abgetrenntes und angebranntes Dog-Tag lag. Und in diesem kleinen Moment, im Bruchteil einer Sekunde brach Anthonys Welt zusammen.

Die Augen des Administrators waren noch immer mit roten Äderchen durchzogen, der Schal trotz der Wärme in dem Großraumbüro fest gezogen und der schwere Geruch von Alkohol schien aus jeder Pore zu dünsten, während seine Hände in einfältiger monotonie die viel zu bekannten arbeiten verrichteten. Zwei Tage waren seit der Begegnung an der Tür vergangen und nichts in seinem Leben hatte mehr einen Wert. Wieso sollte das Unternehmen des verdammten Fitzpatrick da eine Ausnahme bilden. Als er ein räuspern hinter sich hörte, drehte sich Anthony halb um und betrachtete Daniel Fitzpatrick höchst selbst aus eingesunkenen Augen. "Ja Sir?"
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Jul

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 4:57 pm

Daniel hatte zwar viele angestellte in seiner Firma. Aber dennoch waren sie für ihn eine kleine Familie. Zumindest diejenigen, die hier in der obersten Etage mit ihm arbeiteten. Es war sowieso schon schwer in seine Firma zu kommen,
obwohl sie noch so jung war. War man jedoch hier auf dieser Etage, konnte man erfahren, dass Fitzpatrick nicht nur ein Name ist. Dem Programmierer lag es am Herzen, dass seine Angestellten sich während ihrer Arbeit wohlfühlen konnten.
Auch wenn er ab und zu viel von ihnen verlangte. Doch seit zwei Tagen machte ihn Anthony zu schaffen. Er gehörte zu seinen besten Programmierern und er schätzte seine Arbeit. "Anthony, kommen sie doch bitte mit in mein Büro.
Ich würde gerne mit ihnen reden.", antwortete er mit einer ruhigen Stimme. Fitzpatrick war immer darauf bedacht mit jedem seiner Mitarbeiter jeweils einmal im Monat ein Gespräch zu führen.
Das Gespräch mit Anthony war zwar noch kein Monat her, aber Daniel musste erfahren, was mit ihm los war.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 5:04 pm

Anthony blickte den anderen hinter den Rändern seiner großen Brille, welche nur schwer die tiefen Augenringe verbergen konnte, an und nickte dann langsam. "Ja, natürlich Sir..." murrte er und hievte sich mehr schlecht als Recht aus dem Sessel und kam schwankend zum stehen, riss dabei jedoch einen Stapel Notizzettel vom Tisch, ließ diese jedoch achtlos liegen als er Daniel folgte, welcher ihn den Gang entlang und schließlich in sein mit einer Glaswand versehenes Büro führte.
Kaum das die Tür geschlossen worden war verfärbte sich das Glas und nahm ein milchiges Weiß an um sie vor den Blicken all zu neugieriger Mitarbeiter schützte.
Halb setzend, halb fallend ließ sich ANthony in einen der Sitze plumpsen und starrte Daniel unentwegt an. "Was ist los Boss? Nicht zufrieden mit meiner Arbeit? Hab ich ne verdammte Deadline verpasst?"
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 5:14 pm

Der Informatiker stellte zwei Tassen unter seinem Kaffeautomaten, welcher sich im Büro befand. Dieser war in einem Schrank intigriert und war nicht direkt als Automat zu erkenne.
Währen der Kaffe langsam in die Tassen floß, lehnte sich Daniel mit einem leichten Kopfschütteln an seinen schwarzen Schreibtisch an. "Nein, ganz und gar nicht Anthony. Ich bin wie immer mit ihrer Arbeit zufrieden. Nur habe ich das Gefühl,
dass vor kurzem etwas bei ihnen Vorgefallen ist. Ihre Briller ist nicht richtig sauber, ihr Bart sieht ungepflegt aus und sie haben tiefe Augenringe, als ob sie in letzter Zeit ziemlich viel Getrunken hätten." Mit einem leichten schmunzeln reichte er Anthony seinen schwarzen Kaffee ohne Zucker. "Sie wissen doch, dass sie mit mir über alles reden können. Für sie habe ich immer eine offene Tür. Also, was liegt ihnen auf dem Herzen?"
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Yannic

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 5:26 pm

"Oh ich weiß nicht..." antwortete Anthony und seine Stimme nahm einen gereizten Unterton an. "Vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Firma arbeite deren Gründer noch nicht einmal geboren war, als ich meine erste Zeile Code geschrieben habe und der dennoch aufgrund seines Namens und einer ganzen Stange Geld von Daddy eine Multimilliaden-Dollar-Firma aufgebaut hat, obwohl er selbst nur ein zweitklassiger Programmierer ist, welcher ein Bit nicht von einem Byte unterscheiden könnte, wenn er nicht ein unglaublich lustiges, selbstreferenzielles Poster an seiner verdammten Wand hängen hätte!" mit einer ausladende Geste wies er zu eben jenem Poster.
"Oder vielleicht liegt es daran, dass wir eine private Firma sind, welche ihre Nutzerdaten zu tausenden an die Regierung verkauft und das unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit! Weil es ja bestimmt ein verdammtes Attentat verhindert, wenn wir wissen mit wie viel Stück Zucker jemand seinen verdammten Kaffee trinkt! Oh, aber stimmt - dafür haben wir ja auch einen Abnehmer! Die verdammten Krankenkassen und Pharmakonzerne, welche mit diesen Daten aufgrund von halbseidenen Hochrechnungen die Krankenkassenbeiträge von Millionen Amerikanern anheben, weil sie ihnen ein erhöhtes Diabetes-Risiko zusprechen!" Anthony hatte den Kaffee noch immer nicht angerührt, während der Blick seiner hellen Augen den anderen fixierten. "Oder aber vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass wir zwar in der Lage sind punktgenau zu bestimmen wann ein verfluchtes Flugzeug irgendwo landen wird, aber scheinbar nicht in der Lage sind unsere eigenen Daten richtig auszuwerten, wenn es darum geht, dass unsere Soldaten dort unten in Europa von einer chinesischen Bombe unter Beschuss genommen werden! Und zwar genau deren geheimes Lager! Ich meine, wer weiß - vielleicht haben wir ja auch an China unsere Daten verkauft! Wer kann denn bei all unseren Käufern noch den Überblick behalten? Aber es muss ja sein, nicht wahr? Irgendwie muss der Gewinn ja angekurbelt werden. Die Börse läuft schlecht, der Dow Jones liegt im Keller. Und Wachstum. Ja das ist wichtig - und was bringt mehr Wachstum in unserer heutigen Welt als die verdammte Kriegswirtschaft! Einträglicher geht es ja wohl kaum, nicht wahr? Wissen sie wie viel ein Menschenleben wert ist? Nein? Kann ihnen das ihre Maschine nicht sagen? Ich sag es ihnen - etwa hundert Dollar am Tag ist es Wert! Das ist nämlich die Summe, die ich für den Tod meines Sohnes bekommen habe! Eine knappe halbe Millionen für seine sechzehn Lebensjahre. Aber hey, wer will sich schon beschweren? Ist ja auch immerhin nur etwas weniger was ich am Tag hier verdiene, nicht wahr? Von daher - alles hier hat einen Preis Mister Fitzpatrick! Aber wer bezahlt ihn am Ende? Sie? Nein, das glaube ich nicht. Also - was ist mein Problem? Ich habe hier angefangen weil ich glaubte, ich würde etwas gutes tun. Etwas erreichen können. Aber die Wahrheit ist - wir haben keine Ideale. Mein Sohn ist tot und wir hätten es vielleicht verhindern können, wenn wir darauf geschaut hätten was die Daten uns sagen, statt uns nur zu fragen wer am meisten für sie bietet!"
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:11 pm

Es hatte eine ganze Weile gedauert, auch Anna davon zu überzeugen, damit sie in das Taxi stieg, das sie von hier wegbringen sollte, noch bevor sie jemand entdeckte und ein großes Drama daraus machte. Das wäre kontraproduktiv und garantiert nicht das, was sie alle brauchten.
Es war schwer, in Worte zu fassen, was er fühlte, jetzt, wo er endlich in Ruhe dasaß und Elias ertappte sich dabei, still aus dem Fenster auf die vorbeifliegenden Lichter zu starren, die ihm so unwirklich erschienen nach den Wochen der Dunkelheit in Deutschland, damit nur ja niemand auf sie aufmerksam wurde. Er war bei Weitem nicht so lange dort gewesen wie viele andere, aber auch er spürte die Erschöpfung, die an ihm zog wie eine Bleidecke und ihn drohte, zu begraben, wenn er nicht aufpasste.
Seufzend und müde rieb er sich mit beiden Händen über das Gesicht, dann sah er zu Jonathan und Anna hinüber. "Der Campus meines Bruders ist hier in der Nähe ... würde es euch etwas ausmachen, wenn ich ihm selbst sage, dass ich wieder da bin, ehe er mich in den Nachrichten sieht?"
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:25 pm

Jonathan hatte sich ohne weitere Anstalten nach vorn zu dem Taxifahrer gesetzt, welcher sich als recht ruhiges Exemplar seiner Gattung herausstellte. Mit einer grauen Wollmütze und einem karierten Schal wirkte er lediglich ein wenig schrullig, was jedoch zu dem Alter des Fahrers passte. Der Major schätzte ihn auf gut fünfzig Jahre, doch angesichts der medizinischen Mittel die es inzwischen gab, hätte er auch gut und gern sechzig oder gar siebzig sein können. „Klar, können wir gern machen. Ich nehm an dort wird es irgendeine Art von Cafeteria geben?“ Elias bestätige die Frage mit einem kurzen Nicken, woraufhin Jonathans Blick zu Anna ging. „Was hältst du davon, wenn wir beide uns währenddessen irgendein Essen genehmigen? Ich glaube dir würde etwas Warmes im Magen guttun. Vor allem nach einem derart langen Flug.“

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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:31 pm

Reden war noch immer unangenehm, sich Gedanken darüber machen zu können, dass sie währenddessen irgendwo etwas Essen gehen konnten war fremd in ihrem Kopf und Anna brauchte eine Weile bis sie den Blick hinüber zu Jonathan lenkte und an sich herunter sah. Irgendwo in England hatte sie zuletzt etwas zu essen gehabt und erst als sie in sich hinein horchte, fiel ihr der beißende Hunger auf, der sich jetzt breit machte und sie die Zähne aufeinander beißen ließ. "Okay", stimmte sie dann schließlich leise zu und nickte, sich selbst in Gedanken noch einmal dafür verfluchend, dass sie mit dieser ungewohnten Normalität jetzt auf einmal solche Probleme hatte. Sie ertappte sich dabei, wie sie den Blick aus dem Fenster richtete, wie sie die entgegen kommenden Wagen und deren Fahrer scannte und nach Waffen suchte, obwohl sie es hier nicht müsste.
"Essen wäre wohl gar nicht so schlecht", schob sie noch hinterher, um das Gespräch am Laufen zu halten, weil die vorherige Stille trotz der Erschöpfung, die sie spürte, beinahe körperlich weh tat. "Solange es nur irgendwas mit Fleisch ist."
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:36 pm

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Der Weg durch den Campus hindurch war keiner gewesen, der ihm fremd war. Er hatte Chris schon oft hier besucht, um genau zu sein, jedes Mal wenn er in der Stadt war. Sein erster Weg war immer der hierher und meistens machte er sich schon gar nicht mehr die Mühe, den Jüngeren anzurufen. Irgendwo fand man ihn immer und wenn nicht, dann würde ihm einer der Kommilitonen schon Auskunft geben können.
Diesmal aber war es anders, diesmal fühlte er sich merkwürdig, falsch am Platz, als würde er aus einer anderen Welt kommen und sich neu zurechtfinden müssen. Die Menschenmassen waren ihm zu viel, der Lärm zu massiv und als eine Tür hinter ihm zugeknallt wurde, ertappte er sich dabei, wie er herumfuhr und seine Hand zu seiner Seite wanderte auf der Suche nach seiner Waffe. Glücklicherweise war dort keine.
Innerlich rief er sich selbst zur Ordnung, bevor er vor Chris' Tür stehen blieb, tief durchatmete, all das Getuschel hinter sich ignorierte und die Hand hob um zu klopfen.
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:43 pm

Daniel musste sich zusammenreißen nichts zusagen. Ihm war bewusst, dass er in diesem Moment keine empfindliche Seite zeigen durfte. Daher setzte er sich erst einmal in seinen Bürostuhl und faltete seine Hände zusammen, "Den zweite Klasse Programmierer habe ich mal überhört...Anthony, du hattest dich damals freiwillig für die Entwicklung unseres Objektivs bereit gestellt. Damit meine Firma überlebt, musste ich nun einmal mit dem Militär arbeiten.
Was die Satelliten angeht, da wissen sie, dass ich sie nicht beeinflussen kann und es nicht unser Zuständigkeitsbereich." Mit einem seufzten, tippte er kurz etwas in seinem PC. "Was Menschenleben angeht, brauchen sie mir zu mir nicht kommen. Ich weiß, dass es unbezahlbar ist. Schließlich war mein Bruder auch unten. Anthony, sie sollten doch wissen, dass ihr Sohn leider nicht der einzige ist, der dort unten leider gefallen ist.
An dem dortigen Zustand ist alleine unsere Politik schuld. Nicht diese Firma. Da ich weiß, aber auch hoffe, dass gerade nur der Alkohol in ihnen gesprochen hat, so wie der ihr Frust, werde ich sie für 3 Monate erst einmal bezahlten Urlaub geben und sie zu unserer Psychotherapeutin schicken. Sie wird ihnen helfen. Ich kann mich leider nicht in ihre Momentane Lage versetzen. Genauso wenig kann ich ihnen ihren Sohn zurückbringen.. Daher hoffe ich, dass sie mein Angebot annehmen. Ansonsten bleibt mir leider keine andere Wahl als ihnen zu kündigen, was ich aber nur mehr als ungerne tun würde."


Zuletzt von Jul am Sa Dez 03, 2016 8:45 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:44 pm

Chris hasste die Uniarbeit, die ihn von den Dingen abhielt, die ihn wirklich interessierten - seine Musik, die Feiern auf dem Campusgelände und den Studentinnen, die sich hier auf dem Campus aufhielten. Die Wochen waren ins Land gestrichen und es war einzig und allein das Versprechen, das er Adam gegeben hatte, dass ihn zu dieser Uhrzeit noch an die Bücher band, statt sich jetzt wieder einer anderen Beschäftigung zu widmen. Heute sollten die Bücher sein Glück sein, denn als es an der Tür klopfte, hob er den Kopf und fuhr sich durch die dunklen Haare. Niemand klopfte an seiner Tür, solange nicht ein eindeutig weibliches Kleidungsstück an der Klinke hing - niemand außer seiner eigenen Familie und Chris befürchtete schon Adam davor, als er sich von dem alten Stuhl hochschob und rüber zur Tür trat.
Er machte sich darauf gefasst wieder eine Standpauke zu hören, darüber, wie er hier lebte und dass das wenig repräsentativ war, insbesondere angesichts des Chaos, das sich hinter ihm erstreckte, doch als er die Tür öffnete und seine Augen auf den Besucher fielen war es nicht der Schrecklichste seiner Brüder, der vor ihm stand. "Eli!" Hastig zog er den anderen zu sich und umarmte den Älteren. "Ich bin so froh, dass du wieder da bist!"
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:47 pm

"Na, Kleiner?", gab Elias zurück und erwiderte die stürmische Umarmung ein wenig gelassener, wenn auch nicht weniger fest. Er konnte durch den dünnen Stoff des Shirts, den Chris' trug, dessen Herz schlagen spüren, viel schneller als normal. Die Wochen hatten auch ihn mitgenommen, das konnte er spüren, auch wenn Chris das niemals sagen würde. "Hey - alles gut."
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BeitragThema: Re: Zweiter Akt - Homecoming   Sa Dez 03, 2016 8:49 pm

____________________________________
Anthony schluckte schwer, während der glasige Blick seiner Augen unablässig auf Daniel gerichtet blieb. Er nickte fahrig, drehte die Kaffetasse in seinen Händen und nickte dann langsam. Erst jetzt wurde ihm langsam bewusst, was er da eigentlich vom Stapel gelassen hatte und zu wem.
Sein Herzschlag beschleunigte sich, während sein Blick noch einmal zu dem Poster glitt, dann zur Kaffetasse und wieder zurück zu Daniel.
Sein Schädel dröhnte und wenngleich er auch dieses Angebot als das ansah was es war - ein Versuch ihn billig zum schweigen zu bringen und größeren Problemen aus dem Weg zu gehen nickte er knapp. Vielleicht hatte der andere Recht. Er brauchte Abstand. Er brauchte eine Pause.
"Ja..." das Wort kam ihm nur langsam und schwierig über die Lippen, während sein Kopf wie von selbst nickte. "Ich glaube... das wäre das Beste..."
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