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 Stunde 0 - Rebels

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Mia

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BeitragThema: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:19 pm

Das Blut klebte an Fayes Händen und sie versuchte sie in den aufgesetzten Taschen ihres Mantels zu verbergen, während sie mit gesenktem Kopf und tief in das Gesicht gezogener Kapuze hinter Juran herlief. Was war es nun gewesen? Ein Sieg? Eine Niederlage?
Wie eine kalte Hand schloss sich diese Frage um ihr Innerstes, als sie dem Anführer ihrer kleinen Truppe folgte, ohne einen Blick zurück zu werfen. Bis zu ihrem Quartier war es nicht weit und die Wachen, die ihnen gefolgt waren, hatten sie schon vor mehreren Straßen abgeschüttelt.
Keinen Deut fühlte sie sich besser, als sie die Tür zu der Behausung sah, die sie sich zu eigen gemacht hatte und schließlich mit langen, raschen Schritten Juran überholte um diese aufzustoßen. Erst im Inneren des muffigen Raumes blieb sie stehen, riss sich die Kapuze vom Kopf, so dass ihre blonden Locken in alle Himmelsrichtungen ab standen und wirbelte herum, bis sie den anderen ansehen konnte. Hart bohrten sich ihre blauen Augen in seine, während sie die Hände ein paar Zentimeter von sich weg hielt, als wäre sie angewidert davon, was trotz ihres bisherigen Lebens immer noch der Fall war.
"Was zur Hölle?!", fuhr sie ihn an und schüttelte den Kopf. "Warum hältst du dich nicht an den verdammten Plan?!"
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Cat

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:30 pm

Ruhig erwiderte Juran ihren Blick und ließ sich Zeit mit der Antwort, die er schuldig war. Zeit, die er damit verbrachte, die Klingen, die er bei sich trug, auf dem Tisch inmitten des Raumes abzulegen und das Blut, das daran klebte, einen kurzen Moment lang zu mustern. Sein Herz war ruhig, der Atem so kontrolliert, dass ihm der Gedanke, sich selbst eines Tages gegenüber zu stehen, einen eisigen Schauder über den Rücken jagen ließ. Einer der Hauptmänner der Wache waren am heutigen Tag gefallen, aber es war ein verschwindend kleiner Sieg - einer, der sie nur bedingt weiterbrachte, wenn sein Nachfolger besser und vorsichtiger war. Es hatte sein müssen, das Opfer hatte sein müssen, die Auffälligkeit in der Aktion war notwendig gewesen, um zu beweisen, dass es noch immer Widerstand in der Stadt gab - Widerstand, der stark genug war, um Menschen zu ermorden, die sich gegen das Volk stellten.
"Es ging nicht anders", lautete schließlich nach einer schieren Ewigkeit seine Antwort, ohne dass er sich Faye wieder zugewandt hatte, deren zornigen Blick er selbst jetzt in seinem Rücken spüren konnte. "Wir brauchten eine Ablenkung, um zu entkommen." Wenn er eines wusste, dann dass es in dieser Rebellion, in diesem Widerstand, Opfer geben würde. Unschuldige, die ihr Leben ließen und die sie nicht würden retten können.
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Mia

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:35 pm

"Es hätte nicht sein müssen!", wiederholte Faye stur, strich sich wütend die Locken über die Schulter nach hinten, hinterließ ein paar rote Strähnen darin und packte Juran hart am Arm, um ihn zu sich herum zu reißen. Er hielt das schon aus, es war nicht das erste Mal, dass sie sich angingen, aber heute musste sie ihrem Unmut Luft machen. Ein Magier der Garde war so gut wie tot, weil Juran beschlossen hatte, er musste es drauf ankommen lassen und den Plan von Anfang an sabotiert hatte, damit er ihm passte. Schon beim Ankommen dort hatte sie gefühlt, wie es in ihm brodelte, aber nichts dazu gesagt. Jetzt konnte sie nicht an sich halten. Der Magier, den es erwischt hatte ... er würde umgebracht werden, sie kannte die Regeln, kannte die Prozeduren und es wäre gnädiger gewesen, ihn selbst hinzurichten anstatt der "Gnade" seiner Kameraden zu überlassen. "Warum bist du zuerst aus dem Versteck getreten?"
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Cat

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:42 pm

"Weil sie wissen müssen, dass sie nicht alles tun können", lautete Jurans Antwort, der zuerst Fayes Arm hatte zur Seite schieben wollen, es sich dann aber doch anders überlegte und die Magierin gewähren ließ, die ihn noch immer wütend anfunkelte und seinen Arm im Klammergriff hielt. Sie hatte bislang ein ruhiges Leben gehabt, war behütet aufgewachsen, bevor sie sich abgewandt hatte und ab und an erkannte er noch ihre alten Ideale in ihren Augen, das hoffnungsvolle Glimmen auf eine bessere Zukunft, das ihm ab und an ein schmales Lächeln auf den sonst so harschen Zügen auftauchen ließ. "Weil es besser ist einen Schuldigen für den Angriff zu haben, statt den ganzen Bezirk dafür zu bestrafen, Faye", fügte er hinzu und als sie erneut zu protestieren beginnen wollte, hob er die Hand und bat sie um einen Moment Ruhe.
"Sie werden aus ihm nichts herauskriegen, weil er nichts weiß und sie werden befürchten, dass es wieder passiert. Sie werden die Wachen verstärken und wir werden ihnen beweisen müssen, dass es ihnen nicht hilft. Es wird schwieriger werden und es tut mir leid, was mit diesem armen Kerl passieren wird, aber es war notwendig. Sie müssen Angst vor uns und dem, was wir tun können, haben."
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:47 pm

"Was willst du sein, das Monster unter dem Bett?", herrschte sie ihn an und ließ ihn angewidert los. Er mochte Recht haben - vielleicht. Selbst wenn, dann wollte sie es nicht hören. Sie hatte Tod und Zerstörung hinter sich gelassen oder hinter sich lassen wollen, als sie vor Jahren zu seiner Gruppe stieß, aber stattdessen war es schlimmer geworden. Seine Taktiken rabiater und sein Vorgehen rücksichtslos im Bezug auf jeden.
"Sie werden die Leute trotzdem quälen. Vor allem dann, wenn sie die Wachen verstärken. Du hast doch keine Ahnung, was sie reden, wenn sie hinter ihren Palastmauern darauf warten, nach draußen zu können - du kannst -" sie brach kopfschüttelnd ab und biss sich auf die Innenseite der Wange, als sie an die Zeit dort zurückdachte.
Sie löste die Schnalle, die ihren Mantel an Ort und Stelle gehalten hatte und zog ihn sich von der Schulter, bevor sie ihn über einen Haken nahe der Tür warf und sich bückte, um die Schuhe aufzuschnüren.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:51 pm

"Ich kann?", hakte Juran schließlich nach und verschränkte die Arme vor der Brust, Faye nicht aus den Augen lassend, weil das, was jetzt folgen würde, wohl alles andere als ein angenehmes Gespräch werden würde. Erneut ließ er ihr die Zeit, die sie ganz offensichtlich benötigte, nutzte sie jetzt lediglich dafür die Klingen wieder von dem Blut des Hauptmannes zu befreien, der ihnen zum Opfer gefallen war und noch einmal rief Juran sich sein Gesicht vor Augen, den Ausdruck des Schrecken in seinem Gesicht, während er röchelnd zu Boden gesunken war und gedanklich machte er eine weitere Kerbe auf einem inzwischen sehr lang gewordenen Brett. Eine für jeden, dessen Blut inzwischen an seinen Händen klebte.
"Ich kann was, Faye?", hakte er noch einmal nach und runzelte die Stirn.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 8:57 pm

Faye unterdessen hatte sich auf die Zunge gebissen und die Augen geschlossen, um innerlich bis zehn zu zählen. Manchmal half es. Manchmal nicht. Heute war einer der letzteren Tage. Sie hatte zu viel gesagt, nur ein paar Worte, aber eindeutig zu viel. Sie hatte sich geschworen, niemals über die Zeit in der Garde zu sprechen und nun war sie beinahe heraus geplatzt mit all den Grässlichkeiten, die sie vom Stapel hätte lassen können. Aber es hätte auch sie selbst beschmutzt, es auszubreiten wie die Dreckswäsche, die sich in einer Ecke des Raumes stapelte, weil keiner hinaus wollte um sie im kalten Fluss zu waschen.
"Nichts", murrte sie also nur, unzufrieden mit sich selbst und griff sich eines der Bücher, in das sie nach ihren kleinen "Ausflügen" immer schrieben. Kodiert, kurz. Für niemanden wirklich zu begreifen, aber für sie alle ein sicheres Indiz dafür, ob sich ein Weitermachen lohnte oder ob sie die Strategie überdenken mussten. Diese Punkte waren mit roten Fäden markiert und bei Gott - es waren viele Fäden.
Sie zögerte, heute noch einen hinzu zu fügen, griff dann doch nur nach dem Tintenfässchen, das bereits am Rand eine Kruste gebildet hatte und sich nur noch schwer entkorken ließ.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 9:06 pm

Nichts.
Ihre Worte und der Tonfall, in dem sie gewählt waren, tönten noch eine ganze Weile lang in seinen Ohren und alles in ihm schrie danach, sie auf dieses 'Nichts' festzunageln, aber stattdessen ließ er ihr ihren Willen, wissend, dass es einen Tag geben würde, an dem die Geheimnisse nicht mehr gehütet sein würden. Eine Zeit, die für keinen von ihnen angenehm sein würden und mit Schaudern dachte er an seine eigenen Geheimnisse, welche gut verwahrt oben in seinem Zimmer waren. Verborgen vor der Außenwelt und gut genug verborgen vor sich selbst. "Willst du weiterhin wütend sein, auf das, was heute passiert ist, Faye?", fragte er stattdessen und schlug einen versöhnlicheren Tonfall an, während ihn seine Schritte leise rüber zu dem dreckigen Fenster trugen, das einen Blick hinaus auf die enge Gasse ermöglichte, in der ihr Haus stand.
"Wir können den Mann nicht retten. Er ist tot, bevor wir aufgebrochen sind und das Risiko uns in das Gefängnis zu schleichen ist zu groß. Was willst du, Faye?"
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 9:10 pm

"Denkst du, das weiß ich nicht?", antwortete Faye und konnte die Bitterkeit in ihrer Stimme nicht unterdrücken, während sie unter ihrem Schopf heraus auf ihre Finger blickte, die noch immer Ränder in den schmalen Rillen und unter den Fingernägeln aufwiesen. Das Blut des Hauptmannes - sie verschwendete keinen weiteren Gedanken an ihn, war zumindest nicht böse darum, dass er der Welt nun hatte "Lebewohl" sagen müssen. Aber Araban ... mit einem harten Schlucken senkte sie die Augen und begann zu schreiben.
"Halt dich nächstes Mal einfach an das, was wir abgesprochen haben, Juran. Das ist keine Bitte. Es schützt unschuldige Menschenleben."
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 9:25 pm

Er blieb dabei - die Menschen starben bereits jetzt wegen ihnen. Wegen dieser kleinen Rebellion, die er vor Jahren ins Leben gerufen hatte und sie würden auch weiterhin dafür sterben, aber dieser Gedanke brachte keine Hoffnung in die Gruppierung. Es förderte Zwietracht, es förderte Zweifel und die brachten sie nicht weiter. Sie brauchten einander um Erfolg zu haben - einer den anderen und letztlich war es genau der Gedanke, aus dem Juran schließlich nickte, eines seiner Langmesser um das Handgelenk kreisen lassend, während er die Augen ein paar Momente lang schloss, um sich seiner Gedanken wieder sicher zu sein. Diese Menschen hier brauchten nicht nur eine Klinge an ihrer Seite, die sie führen mussten und während er eine Hand zur Faust ballte, nickte Juran langsam.
"In Ordnung", stimmte er zu, so schwer ihm die Worte auch fielen. Ab und an zweifelte auch er an sich, haderte mit dem, was seine Vergangenheit gewesen war und was ihm noch immer wie ein alter Reflex in Fleisch und Blut übergegangen war. "Kanntest du ihn?", fragte er. "Den Mann, den sie dafür verantwortlich gemacht haben."
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 10:06 pm

Für einen Moment war Faye geneigt, es zu verleugnen, doch ihr Zögern hätte sie ohnehin verraten und so nickte sie nur schlicht. "Ja." Sie wollte Juran nicht den Namen geben, nicht noch etwas Persönliches hinzufügen, wo es kein Leben mehr gab und wo die Schuld nicht mehr gesühnt werden konnte. Es war geschehen, aber Araban war tot und nicht mehr zurück zu bringen. Kein Grund, Juran zu quälen damit, dass er ein guter Mann gewesen war. Kein Grund, ihm Sorgen zu bereiten. Araban war einer der Männer, mit denen sie seit geraumer Zeit in Kontakt stand, um sie von ihrer Sache zu überzeugen. Sie dazu zu bringen, sich ihnen anzuschließen und die Garde aufzugeben. Sie konnte es nicht im Großen tun, geschweige denn Juran davon erzählen. Er würde sie vierteilen, noch ehe die Garde es tun konnte.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 10:32 pm

Erneut folgte zur Bestätigung nur ein unbestimmtes Nicken, denn mehr als ihre kurze Antwort hatte Juran nicht gebraucht, um sich ein Bild zu machen. Er sah in der Spiegelung der Fensterscheibe den Schmerz über den Verlust des einstigen Bekannten, als er die Augen wieder öffnete und gegen das triste Grau des Tages anblinzelte. Der Mann, der für den Mord an dem Hauptmann verantwortlich gemacht worden war, musste ein guter Mann gewesen sein, auf den Faye große Stücke gehalten hatte und Juran betete jetzt dafür, sie möge nicht leichtsinnig genug gewesen sein, um ihm mehr als unbedingt notwendig verraten zu haben. Das Letzte, was sie brauchten, waren noch mehr Wachen, die nach ihnen suchten.
Mit einer Hand schob Juran den Umhang von seinen Schultern und die Kapuze von dem Kopf, die bislang die blonden Haare verborgen hatte. Unter seinen Schritten knarzte eine lose Diele des Holzbodens verräterisch und instinktiv hielt er inne, den Blick durch den Raum wandern lassend ehe sein Geist wieder zu begreifen begann, dass es hier gleichgültig war, ob man ihn hörte. "Es tut mir leid", sagte er, als er Faye erreicht hatte und ihr die Hand auf die Schulter legte.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 10:37 pm

In jedem anderen Moment wäre sie froh um die Geste gewesen, doch in ihrem Kopf schwirrte noch immer der entsetzte, anklagende Ausdruck Arabans, als er von der Garde davon geschliffen worden war. Seine Augen hatten ihre gesucht und sie hinter der Säule gefunden, hinter der sie hervorgelugt hatte, unfähig, sich abzuwenden und dieses Bild nicht in sich aufzunehmen. Stattdessen hatte sie zugesehen, die Dolche in den Händen, das Blut noch warm und klebrig daran, das auch ihre Finger so besudelt hatte.
Sie hätte sich gerne gefragt, wann sie zu solch einem Monster geworden war, aber die Antwort war einfach: Die Garde hatte sie dazu gemacht. Sich Menschlichkeit und Demut zu bewahren war fast unmöglich gewesen bei der schier unendlichen Macht, die sie sich von frühester Kindheit an zu Eigen machen lernten. Und obwohl sie Reue verspürte für Arabans Opfer, Wut auf Jurans Handeln und auf ihre eigene Unfähigkeit, das Geschehene zu verhindern, so wusste sie, dass sie es beim nächsten Mal wieder genauso machen würde, weil der Grund, für den sie kämpften, größer war als sie und ihr Leben. Größer, als das Leben des anderen.
"Lässt es dich kalt?", fragte sie in die Stille hinein, in der sie sich auf dem Stuhl zurücklehnte, bis sie die harten Streben in ihrem Rücken fühlen konnte, die sie etwas erdeten. "All die Morde ..."
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Stimmi

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 10:43 pm

Der Ast drückte ihm in den Rücken, natürlich mit dem Spitzen Ende voran, dass er nachher vermutlich damit beschäftigt sein dürfte, sein altes Wams, dass ihn seit Jahren vor der allmorgendlichen Kälte schützte, erneut zu flicken. Doch das Warten im Dickicht lohnte sich wie sich kurz darauf zeigte – den aus dem gegenüberliegenden Waldstück kam, in einem langsamen Trab eine Hirschkuh. Das Tier war erschöpft, so viel stand fest. Er hatte sie bereits den Abend zuvor verfolgt und nun anhand der Umgebung vermutet, wohin sie fliehen würde. Der Köder den er gelegt hatte war dementsprechend zu verlockend für das Tier. Die Aussicht auf eine kleine Energiezufuhr nach mehreren Stunden des Zickzacklaufs hätten vermutlich jedes Wesen unvorsichtig werden lassen. Doch kurz nachdem sich das Tier heruntergebeugt hatte, schnappte die von Derran ausgelegte Falle zu, klemmte ein Bein des Tieres ein und verhinderte so einen erneuten schnellen Spurt. Dann ging alles ganz schnell. Er stand aus seinem Jagdverschlag auf, spannte die Sehne seines Bogens und schoss. „Nicht darüber nachdenken“, ermahnte er sich selbst und verinnerlichte sich so das Mantra seines Vaters. „Die Finger arbeiten lange vor dem Kopf.“

Und seine Intuition hatte recht behalten, denn zehn Minuten später, als er gerade die am Boden liegende Hirschkuh von ihrem Elend erlöst hatte, betrachtete er zufrieden den Fang. Dieses Tier würde reichlich gehangenes Fleisch abgeben. Noch dazu eine Prämie – zumindest wenn er Glück hatte. Einer der Hauptmänner hatte sich wohl darüber beschwert, dass permanent Tiere über die Straßen liefen – oft sogar direkt in Handelswägen hinein und somit den gesamten Warenverkehr störten. Mit etwas Glück also ein doppelter Gewinn für Derran. „Na komm“, sprach er zu dem toten Tier, dass wenig später auf einem kleinen Karren lag, den er aus seinem Verschlag gezogen hatte und mit dem er nun durch die leere des Waldes rollte. Wildhüter waren dieser Tage selten geworden. Er und gut eine handvoll anderer Männer und Frauen hatten schon genug damit zu tun, Wölfe, Bären und dergleichen im Zaum zu halten. Doch da es durch die strengen Waffengesetze der Stadt die inzwischen herrschten, kaum noch Jäger und dergleichen gab – denn jeder musste befürchten mit einem Bogen als mögliche Gefahr und somit auch als Bedrohung für den Herrscher selbst zu gelten – hatten irgendwann die Wildhüter angefangen, auch die Versorgung mit gepökeltem Fleisch zu übernehmen. Zwar hielt sich die Menge die sie zulieferten in Grenzen, doch zumindest musste noch komplett auf die wertvolle Nahrungsquelle verzichtet werden.
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Cat

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 10:45 pm

Gerne hätte Juran gelogen und ihr gesagt, dass ein Opfer genauso gut war wie das andere und dass ein Mord nichts weiter war, als eine Ware für die er bezahlt wurde, aber er brachte nicht ein einziges Wort davon über die Lippen. "Nein", antwortete er stattdessen. "Ich tue, was ich tun muss. Ich vergieße Blut, wenn ich es muss und ich fühle in dem Augenblick ihres Todes keine Reue, aber ich vergesse nicht ein einziges Gesicht, derer, die ich ermordet habe."
Seine Worte wurden der Wahrheit nicht gerecht, es traf es nicht vollständig, aber es war die der Wahrheit am ehesten zutreffende und der kurze Anflug eines bitteren Lächeln huschte über seine Züge als er begann weiter zu sprechen "Es wäre nicht richtig, sie zu vergessen und ihr Opfer nicht zu respektieren, aber ich gräme mich dafür nicht. Meine Schuld bringt sie nicht zurück ins Leben, meine Zweifel helfen ihnen nicht auf dem Weg in eine bessere Welt und wenn ich aufgebe, mich zurücklehne und alles geschehen lasse, dann ist ihr Tod umsonst gewesen. Nein, Faye, es lässt mich nicht kalt - es treibt mich an."
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Mia

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Mi Feb 08, 2017 10:51 pm

"Muss schön sein, es so schwarz und weiß zu sehen", murmelte Faye und schob sich unter seiner Hand hervor, das Buch in der selben Bewegung zuklappend, wie sie aufstand. Die paar kurzen Zeilen waren geschrieben, alle, die heute Nacht noch kämen, konnten es nachlesen. Für heute hatte sie ihre Pflicht getan.
Still ging sie hinüber zu dem Bottich mit Wasser, den sie morgens vor Sonnenaufgang gefüllt hatte, schöpfte jetzt etwas mit einem Holzbecher heraus in eine Waschschüssel, mit der sie zu einem kleinen Tisch hinüber ging und versuchte mit mehr Geduld, als sie tatsächlich hatte, die Blutreste von ihren Fingern zu schrubben, die sich dort wie Mahnmale festgefressen hatten. Seife war ihnen ausgegangen, alles, was sie hatte, war die kleine Bürste mit den harten, struppigen Borsten. Normalerweise war sie kein Freund davon, weil ihre Haut davon aufriss, aber die dunklen Spuren weiter an sich zu tragen war keine Option. Sie fühlte die Borsten, die sich wie Metallstäbe über ihre Haut zogen und beobachtete mit Genugtuung, wie sich das Wasser in der Schüssel rosa färbte.
Morgen würde es vergessen sein. All der Zweifel und all die Schuld. Sie würde weitermachen, wie sie es immer tat. Nur heute ... heute war kein guter Tag und ehe nicht ihr Kopf endlich das Strohkissen berührte, würde sie es nicht abschließen können.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 12:36 pm

"Ihr stinkt nach Asche und Blut," kommentierte eine neu hinzugekommene Stimme von der Treppe aus, noch ehe Chadim die Stufen ganz hinab gestiegen war. Er blinzelte um seine Augen an das Dunkle in dem unteren Stockwerk zu gewöhnen und ließ seinen Blick über die Freunde wandern. "Die ganze Stadt ist in Aufruhr - ganze Pulks ziehen durch die Straßen und verstopfen die Seitengassen. Ich habe sie von meinem Dachboden aus sehen können..." erklärte Chadim und zeigte ein seltsam verhaltenes Lächeln. "Es ist ein Wunder, dass ihr da raus gekommen seid. Ich hoffe das ist euch bewusst. Seid ihr verletzt?" er trat einen Blick näher an Faye heran, musterte sie von oben bis unten.
"Schürfwunden? Schrammen? Der rote Schorf geht um, ich will keinem von euch noch vor Ende der Woche einen Arm abnehmen müssen. Also?", er richtete seine Aufmerksamkeit nun auf Juran. "Du vielleicht? Was? Soll ich euch glauben, dass ihr ohne eine Schramme aus der Sache raus seid?"
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 12:40 pm

Die Störung war Faye unwillkommen, aber Chadim war nicht gerade bekannt dafür, das perfekte Timing zu haben. Hatte er nie. Musste wohl vererblich sein, bei den Heilern oder sie lernten es in der Ausbildung. Wie dem auch war, Faye meckerte nicht, solange er sie in den wirklich wichtigen Momenten am Leben hielt. Wenn er noch dazu Taktgefühl entwickelt hätte, wäre das schon ein Wunder gewesen.
Davon gab es aber zu wenige und eines an so etwas lapidares zu verschwenden war absolut nicht drin.
Seufzend ließ sie sich zurückfallen, den Kopf in den Nacken und sah von dort aus zu Chadim hoch, dessen Haut im Zwielicht der wenigen Kerzen bronzefarben schimmerte.
"Uns geht's gut", wiegelte sie ab. Vielleicht wäre es besser mit einer Schramme gewesen, einer Platzwunde vielleicht. Etwas, was von ihrem Inneren abgelenkt hätte, aber sie nahm, was sie kriegen konnte und heute war es merkwürdigerweise Gesundheit.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 12:45 pm

"Hm," mehr sagte Chadim nicht dazu aber der Blick seiner dunklen, klugen Augen schien in Faye einzudringen. Die Magierin war ihm in den meisten Momenten ein Rätsel. Eine seltsame Frau voller Geheimnisse, die zu Lüften es ihn drängte. Aber er wusste, dass dies weder klug noch angemessen war. Das wohl jeder das Recht auf seine Geheimnisse hatte, so sehr es ihm auch widerstrebte. Mysterien hatten stets eine seltsam anziehende Wirkung auf ihn gehabt - verführerisch und vereinnahmend zugleich.
"Nun gut... ich will mich nicht beschweren. Ist ganz nett zur Abwechslung auch mal nicht eure Gedärmen in den Händen zu halten..." er wandte sich um, setzte bereits den linken Fuß auf die erste Stufe, als er sich noch einmal umdrehte. "Juran, irgendwas stimmt übrigens mit dem Auffangbehälter für unser Regenwasser nicht. Du musst da morgen früh noch mal hoch. Ich befürchte irgend ein Blatt oder so verstopft den Abfluss. Im besten Fall... im schlimmsten Fall ist eine Krähe rein gefallen und ertrunken. Ich würde ungern verseuchtes Wasser trinken und das Wasser aus dem Brunnen der Stadt ist, wie du weißt, keine Alternative für uns."
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 12:49 pm

"Ich kann das machen", bot Faye an, ohne hinüber zu Chadim zu sehen, weil sie damit beschäftigt war, ihre Finger jetzt an einem Tuch abzutrocknen, das schon bessere Tage gesehen hatte. "Es wäre besser, wir machen es heute Nacht. Ich weiß nicht, wie viel von unseren Gesichtern sie gesehen haben, oder ob uns jemand gefolgt ist." In Wahrheit wollte sie einfach etwas zu tun haben, weil sie genau wusste, dass an Schlaf nicht zu denken war.
Besser gesagt, wollte sie nicht einmal nachdenken. Es hätte bedeutet, wieder an Araban zu denken und ihn zurück in ihre Gedanken zu lassen. Der Moment Ablenkung vor dem Schlafen würde gut tun. Sie würde sich konzentrieren müssen und hatte gar nicht die Chance sich zu fragen, wie viel er preis gegeben haben mochte zu diesem Zeitpunkt oder ob er so stark war, wie sie geglaubt hatte. Vielleicht täuschte sie sich auch.
"An welcher Stelle?", fragte sie, weil Chadim ihr nicht gleich antwortete und erhob sich von dem Stuhl, ihn achtlos stehen lassend und ihr Tuch darauf werfend, damit es trocknete.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 12:53 pm

"Ähm, du weißt ja, dass wir den Kanister oben aufs Dach gestellt haben. Juran hat die Tonne klugerweise zugemauer, so dass es nur aussieht als hätten wir einen riesigen Schornstein, ist aber wohl unauffälliger als das Fass.... jedenfalls - am besten du kletterst oben drauf und tauchst rein um zu schauen, ob dort irgendwas am Boden liegt. Es ist Stockdunkel du wirst also wohl rumtasten müssen. Aber wenn du Glück hast wirst du nicht völlig nass. Es hat nicht viel geregnet die letzten Tage, es dürfte dir nur bis etwas über die Hüfte gehen," erklärte Chadim und hielt sich die Hand vor den Mund um ein Gähnen zu unterdrücken. "Macht ihr das unter euch aus, ich lass das Fenster in meiner Kammer offen und stell euch die Leiter auf den Balkon, damit dürftest du auf das Dach kommen. Aber versuch bitte nicht runter zu fallen, ja?"
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 10:20 pm

Wirklich? War das jetzt sein Ernst? Sie hatte erwartet, dass sie nur in einem Rohr stochern musste, nicht, dass sie in den Wassertank klettern sollte. Aber jetzt war es zu spät um einen Rückzieher zu machen und sie wollte sich die Blöße nicht geben, als zimperliches Mädchen verschrien zu sein. Immerhin hatte sie ihre Hände bereits in Blut und anderen Scheußlichkeiten gebadet, was konnte da schon Schlick dagegen sein?
Sie sah kurz an sich hinunter und entschied, es würde keinen Sinn machen, ihre einzige halbwegs saubere Kleidung auch noch nass zu machen, also zog sie sich die Stiefel und die Lederweste aus, schnürte die Armschienen ab und legte sie neben dem Buch ab, in dem sie vorhin geschrieben hatte. Wenn das dünne Leinenhemd nass wurde war es nicht so dramatisch, anders sah es mit ihrer Hose aus. Die würde niemals bis morgen trocknen und sie hatten kein Feuerholz.
Augenrollend schalt sie sich eine Närrin und löste die Schnüre, um sich aus der Hose zu schälen, die an ihr saß wie eine zweite Haut.
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Do Feb 09, 2017 10:40 pm

Die Jagd lag inzwischen schon gut einen halben Tag zurück und die Sonne war bereits weit hinter ihrem Zenit. Das Fleisch hatte er so gut er konnte verwertet und es zum pökeln in eine eigens dafür angebaute Kammer in seinem Haus gehangen, dass Nahe der Stadttore stand. Die Haut hingegen, bestens geeignet für die Gerberei, musste er loswerden – schnell loswerden. Denn stinkende, von Fliegen geschmückte Ware fand nur selten Abnehmer. Und noch seltener zu einem einigermaßen guten Preis. Auch der Kopf der Hirschkuh lag auf seinem Karren, in ein paar alte Leinentücher eingewickelt. Weniger als Trophäe zum ausstopfen, denn alles was kein Geweih oder Fangzähne besaß, galt hier nicht als Statussymbol sondern nur als schlechter Geschmack für Innendekoration. Doch das frische Blut am Kopf würde als Beweis genügen, dass er dieses Tier erst vor wenigen Stunden erlegt hatte und somit einen legitimen Anspruch auf die ausgeschriebene Prämie hatte. Seinen Bogen hatte er freilich in seinen eigenen vier Wänden gelassen. Nicht auszudenken was die Gardisten mit ihm angestellt hätten, hätten sie ihn damit in der Stadt gesehen. Selbst das kleine Gürtelmesser war bereits kritisch beäugt worden. Doch ein Jagdbogen?

Doch zuvor wollte er noch einen kurzen Abstecher bei seinem ehemaligen Schwager machen – Araban war seit ihrem ersten Gespräch ein guter Freund gewesen. Ein wirklicher Vertrauter war er jedoch erst durch den Tod seiner Schwester und Derrans Frau worden. Sie hatten sich danach oft getroffen, öfter als zuvor. Hatten bis spät in die Nacht geredet, in Erinnerungen über sie geschwelgt und sich ausgemalt, was sie nicht alles mit ihrem Leben anstellen könnten. Zwei junge Männer die leicht verzweifelt an einem Scheidepunkt stehen – es gab, und wird vermutlich auch nie eine kuriosere Ideenfabrik als diese geben. Doch heute schien etwas anders zu sein. Denn Araban hatte die Fensterläden noch geschlossen und die Tür stand einen halben Spalt weit offen. „Hallo?“ Rief Derran, stellte den Karren den er hinter sich herzog ab und lugte durch die Tür. „Hallo?“ Wiederholte er, diesmal ein wenig lauter.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Fr Feb 10, 2017 8:36 pm

"Hey," ein stämmiger Mann löste sich aus einer vorbei marschierenden Formation und trat auf Derran zu. "Tritt von der Tür weg," der Soldat hob nun die Stimme und legte eine Hand auf den Knauf seines Schwertes, trat noch einen schritt weiter auf den Jäger zu.
"Wer bist du? Was hast du mit dem verdammten Aufwiegler zu schaffen der hier wohnt?" er streckte den Arm aus um nach dem anderen zu greifen. "Du kommst mit, bin mir sicher der Hauptmann will sich mit dir unterhalten!"
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BeitragThema: Re: Stunde 0 - Rebels   Fr Feb 10, 2017 9:28 pm

„Nein, hören sie. Ich glaube sie haben einen ganz falschen Eindruck bekommen. Ich bin kein Dieb oder irgendetwas in der Art, ich ...“ Erst jetzt dämmerte Derran, was genau der andere meinte. Aufwiegler? In den letzten Monaten hatte dieses Wort einen gewissen Kultstatus der Angst erhalten, der nur von „Hochverrat“ getoppt wurde. Alte Frauen die über die Ungerechtigkeit schimpften, Soldaten die einfach nur einen Plausch über die derzeitige Lage in der Stadt hielten – prinzipiell, so schien es dem Wildhüter, konnte inzwischen fast jeder als Gefahr gelten. Als „Aufwiegler“, der gegen den hohen und Allmächtigen vorgehen wollte, da er seine vollendete Weisheit nicht anerkannte. Und aus genau diesem Grund vermied er es in der Regel, in die Stadt zu kommen. „Ich wusste nicht das er ein Aufwiegler ist. Und ich glaube – ich meine ich bin mir sicher, dass sie da den falschen haben. Ich meine Araban war jemand der nie an dieser Stadt oder ihrer Führung gezweifelt hat – jeden Befehl hat er, dass hat er mir selbst mehrmals berichtet, ohne darüber nachzudenken ausgeführt.“
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Stunde 0 - Rebels
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