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 Kapitel 11

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Yannic

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BeitragThema: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 8:29 pm

Cailan blickte auf und sein langes, goldenes Haar umrahmte sein Gesicht in einer wogenden Welle, während ein breites Grinsen den dichten blonden Bart durchzog, den er sich seit ihrer letzten Begegnung hatte stehen lassen. "Lyra! Wie schön dich zu sehen! Toll siehst du aus, keinen Tag älter - aber das war ja auch noch nie der Fall nicht wahr?" er deutete auf einen gepolsterten Sessel in der Nähe. "Bitte setz dich und... meine Güte! Walerian bist du das? Groß bist du geworden - und wie es scheint nicht nur Vaters Obhut sondern auch seinen Barbieren entkommen. Junge wenn du schon so viel liest, dann solltest du doch wenigstens Zeit finden dich zu rasieren..." er schüttelte den Kopf und seine Himmelblauen Augen funkelten auf.
Cailan Troufal war ein Riese von einem Mann. Fast vier Ellen groß, breitschultrig und Muskulös. Er ähnelte seinem Vater in dessen besten Jahren, wenngleich Hieronim auch nie derart viel Muskelmasse angesetzt hatte. Doch die Augen und das Haar hatte er aus der Familie seiner Mutter. Er war ein gutaussehender Mann, dem in seinen wilden Jahren Reihenweise Frauen zu Füßen gelegen hatten. Sein Umgang mit dem Schwert auf Tourneien hatte sein übriges getan.
"Kann ich dir einen Wein anbieten?"
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Cat

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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 8:34 pm

Lyra hob lediglich abwehrend die Hand und ließ sich auf den ihr angebotenen Platz sinken, Willem mit einer kurzen zweiten Handbewegung auf den zweiten Platz scheuchend, ohne dass sie Cailan aus den Augen ließ. Er hatte sich nicht verändert, seit er geheiratet hatte - er war geschwätzig, ein Mann, der gerne trank und dem die Frauen zu Füßen lagen und der genau das auch gern ausnutzte, ohne allzu viel Interesse in Bücher und Geschichte zu legen. Er war ein direkter, impulsiver Mann - einer, der nicht so viel nachdachte, wie es sein Vater tat und das Spiel nicht ansatzweise so gut beherrschte, noch der Walerians Intelligenz geerbt hatte. Es war eine Schande, dass ausgerechnet vergeudete Talente für seine künftige Position als König benötigt werden würden.
"Wir waren unterwegs und kommen gerade erst aus Nykara. Dein kleiner Bruder wollte die Welt bereisen - wir hatten bisweilen keine Zeit uns lange auf dieses Treffen vorzubereiten, zumal es überraschend kommt, Cailan. Ich wiederhole also meine Frage - was hat dieser Aufmarsch hier zu bedeuten?"
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Mia

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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 8:39 pm

"Wir werden den Auftrag des Königs erfüllen", sagte sie leise. "Nebenbei finde ich vielleicht noch die ein oder andere Möglichkeit, ein paar Magier hinter die Grenzen zu bringen, bevor sie ebenfalls zu willenlosen Maschinen werden -" Sie hatte ihm bereits vor der Abreise davon erzählt, was sie planten. Es war nun kein Geheimnis, dass Emerson unbegeistert war, wie so oft, wenn es um Pläne ging, die schon vom bloßen Hören Visionen aus Chaos im Kopf heraufbeschworen, doch sie musste ihm zu gute halten, sie nicht davon abgehalten zu haben. Sacht griff sie über die Pferde hinweg nach seiner Hand, fügte noch leiser hinzu: "Und dann kehren wir nach Hause zurück."
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Yannic

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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 8:44 pm

Caillan betrachtete Lyra, nickte dann aber und goss dennoch zwei Kelche mit Wein ein. Einen stellte er vor Walerian ab und musterte ihn aufmunternd, ehe er sich den beiden Gegenüber auf den Stuhl sinken ließ. "Ist ja gut, ist ja gut Lyra! Um dich erst einmal zu beruhigen - ich bin nicht hier um Vaters Burg zu belagern. Der alte Bock reißt schon früh genug die Hufe hoch und im moment habe ich keinerlei interesse an der Krone. Alles ist gut so wie es ist", er trank einen Schluck und ließ dabei Lyras finstere Miene auf sich ruhen. "Na gut - tut mir leid. Ich weiß die Wortwahl war unpassend. Sowas passiert, wenn man zu lang unter Soldatenvolk ist. Kommt nicht wieder vor...." er schüttelte den Kopf und stellte den Kelch wieder ab.
"Drüben im Westen gab es ein kleines Scharmützel. Wie, du hast nicht davon gehört? Ein kleiner Lord hat sich mit den Bannwirkern zusammen getan. Er wollte irgend so eine Kleine ehelichen - aus dem Zirkel. Eine Magierin! Und unter seinem Stand noch dazu. Das gefiel der Kirche natürlich nicht. Aber er, der verdammte Lüstling hat seinen Lümmel über seinen Glauben gestellt. Hat der Kirche abgeschworen und der Zirkel, der wohl glaubte nun einen Beschützer zu haben, hat alle Templer in ihren Hallen getötet. In der Nacht. Mit irgend so einem Zauber. Jetzt schützt dieser Lord seine Ländereien mit finstrer Magie und die Templer haben um das Recht des Auflösung gebeten. Das Recht wurde gewährt - und da die Königsfamilie eine fromme Familie ist ziehe ich natürlich mit in den Kampf um die Templer zu unterstützen. Wir löschen die Familie des Lords aus und den Zirkel mit dazu - das wird eine Schlacht, die in die Geschichtsbücher eingeht. Dann liest du auch mal was interessantes Brüderchen!"
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Cat

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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 8:58 pm

"Ich will nur ehrlich gesagt nicht länger da oben bleiben als unbedingt nötig", antwortete er und drückte ihre Hand sacht, überrascht davon, dass Faye jetzt schon von 'nach Hause' sprach, obwohl die Anfangszeit innerhalb der Bruderschaft so schwer für sie gewesen war. "Unsere Leute brauchen uns auch Zuhause." Dort würde noch viel Arbeit warten, denn dort wo Faye die Zirkel neu errichten wollte, hatte er eine Bruderschaft neu zu strukturieren, um damit Livios und Ellis Plan mit ihm anzugehen und zu verhindern, dass ihre gesamte Art im Lauf der Veränderung ausstarb.
"Was denkst du, was uns da oben erwartet?"

--------------------

Lyra blinzelte vollkommen entgeistert und brauchte eine Zeit lang bis sie begriff, was Cailan ihr da gerade berichtete. Schon wieder ein Zirkel, der aufgelöst wurde. Schon wieder würden Dutzende von Magiern sterben, die nichts für das Massaker konnten und die vollkommen unschuldig waren. Kinder, die kaum alt genug waren, um ihre Kräfte überhaupt zu kontrollieren und die etwas Besseres verdient hatten als ihres Lebens von einigen Templern beraubt zu werden.
"Cailan", begann sie mit zitternder Stimme, weil sie sich nicht vorstellen wollte, welchen Schrecken er dort verbreiten würde. "Das kann nicht dein Ernst sein. Das, was ihr dort vorhabt, ist reiner Wahnsinn. Wenn die Templer weiterhin Magier abschlachten, hat das Land bald überhaupt keine mehr - es ist der zweite Zirkel, der in diesem Jahr aufgelöst wurde. Du weißt, was in Kaladir passiert ist." Vielleicht war da noch ein Funken von Verstand, der nicht von Glaube und Fanatismus gefressen worden war.
"Ihr ermordet in dem Zirkel auch Unschuldige. Dort werden Kinder unterrichtet, die sicherlich nichts mit dem Massaker zu tun haben. Wir haben dir beigebracht nicht jeden pauschal zu verurteilen. Was ist damit? Hat dich die Kirche so mit Heldentaten geblendet? Davon abgesehen - weißt du denn nicht, wie gefährlich es dort ist? Du könntest dort sterben."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:03 pm

"Ich fürchte, nicht das Paradies, das wir erwarten. Es wäre schön, wenn wir eine Richtung bekommen, in der es auch für uns weitergehen kann, es wäre schön, Unterstützung zu finden. Beides wird keine einfache Aufgabe, aber nun sind wir schon mal auf dem Weg. Wir haben ein paar Vorgaben, aber du wärst kein Assasine und ich keine flüchtige Magierin, wenn wir uns nicht immer schon verschiedenster Mittel und Wege bedient hätten. Hochoffiziell tun wir das, was von uns verlangt wird, wie gute kleine Schoßhündchen. Was erwartest du von dort?"
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Yannic

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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:05 pm

"Lyra..." meinte Cailan leise und schlug den Tonfall eines Jungen an, der zu seiner alt gewordenen Mutter sprach. "Ich bin mit Vaters Segen auf dieser Mission - alle Schüler, die nicht ihre Weihe erhalten haben werden von mir persönlich unter königlichen Schutz gestellt. Ein Schutz, der die Schüler damit direkt dir und deinem Orden - wenn du sie nicht weiter gibst..." er lächelte knapp.
"Und was die Gefahr angeht - ich bin auch Soldat verdammt noch mal. Und einer der besten dieses Landes mit dazu. Vater hat die größe unseres Reiches fast verdoppelt! Da werde ich ja wohl noch mit einem Aufsässigen Lord fertig. Sterben werden nur jene, die die Waffen gegen uns erheben! Was die Magier im Zirkel angeht, die nur stille Unterstützer waren gibt es eine andere Art der Bestrafung. Die Inquisitoren haben einen neues Geschenk Gottes erhalten, das die Magier am leben lässt und so ihr Wissen bewahrt, ohne das sie jemals wieder jemanden gefährlich werden können!"
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:14 pm

"Du und ein guter, kleiner Schoßhund? Was willst du behaupten? Dass sie dir alle Fangzähne gezogen hätten und du deshalb nur mit dem imaginären Schwanz wedeln und ums Bällchen spielen betteln kannst?", hakte Emerson mit hochgezogenen Augenbrauen nach, weil das so überhaupt nicht zu dem passte, was die blonde Luftmagierin sonst in jeder anderen Situation deutlich gemacht hatte. Sie hatte sich innerhalb der Bruderschaft nicht benehmen können, sie hatte sich am Königshof alles andere als mit Ruhm bekleckert und es würde wahrscheinlich im Norden auch nicht anders sein. "Faye. Du bist genauso schlecht wie ich darin so zu tun als wärst du ein gutes, kleines Schoßhündchen."

--------------------

"Hieronim weiß davon und duldet ES?!", echote Lyra blinzelnd und mit hämmerndem Herzen in ihrer Brust. Sie wusste nicht, was schlimmer sein würde - dass diese armen Seelen überleben würden und nur noch eine Hülle ihrer selbst waren oder dass ausgerechnet Hieronim es erlaubte, dass sein Sohn sich mit den Templern verbündete, um Unschuldige hinzurichten. "Von was für einer neuen Methode sprichst du? Was tun die Inquisitoren mit den Magiern? Cailan, sprich schon! Es ist wichtig!"
Sie würde Faye kontaktieren müssen, sobald sie dieses Heerlager voller Templer verlassen hatte - dringend, noch bevor sie mit Hieronim sprach, um die andere zu warnen und um den Norden und dessen Magier davor zu warnen, was geschehen würde.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:16 pm

"Hey!", maulte die Angesprochene und verzog das Gesicht. "Ich bemühe mich um eine erwachsene, vernünftige Sicht der Dinge! Mach das nicht zunichte!" Und viel, viel weniger laut und deutlich grummeliger fügte sie hinzu: "Männer ... da gibt man sich Mühe und versucht, ihnen das Leben leichter zu machen, indem man sich anpasst und solche Scherze und dann sowas ..."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:17 pm

"Erwachsene, vernünftige Sicht der Dinge?", wiederholte Emerson lachend und schüttelte den Kopf. "Der war gut. Der war wirklich gut."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:20 pm

"Als wärst du mir da ein gutes Vorbild, Emerson!", fauchte sie und trieb ihr Pferd näher an das seine, bis sie ihn in die Seite boxen konnte - fest. Und vielleicht mit ein klein wenig zu viel Unterstützung ihres Elementes, weil das nächste, was sie sah, Emersons Beine waren, die zuletzt auf dem Boden des Wegesrandes aufkamen. Das deutlich vernehmbare dumpfe Aufkommen ließ auch die anderen anhalten und die Szene beobachten. "Ähm ...", flüsterte Faye, vom Übermut befreit und rieb sich den Nacken. "Tut mir Leid ...?"
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:20 pm

"Für jene Magier, die sich von der Herrlichkeit Gottes abgewandt haben gibt es keine Rettung sagen die Priester," erklärte Cailan und fuhr mit einer Hand über den Rand seines Kelches. "Es gefällt mir genauso wenig wie dir unschuldige Leben zu nehmen aber das ist denke ich die beste Methode. Die Jünglinge werden gerettet und deinem Zirkel unterstellt, die Rädelsführer hingerichtet und die Verschwörer nun... ich weiß auch nicht wie es genau funktioniert aber..." er schien für einen kurzen Moment zu überlegen.
"Der Inquisitor sagte, dass es die Gefühle der Menschen sind - Ihr Charakter - der die Magie formt. Die Inquisitoren brennen sämtliche Gefühle aus einem Magier heraus. Er spürt darüber keine Trauer oder Zorn - es ist also auch keine Rache zu befürchten. Und vor allem kann es so keine Magie mehr wirken. Die vorherige Methode die Magie auszubrennen verlief fast immer tödlich. So ging viel Wissen verloren... außerdem sagt der Inquisitor, kann ein Magier ohne Gefühle nicht lügen. Wenn man ihn befragt, spricht er immer die Wahrheit. So kann man viele Verschwörer noch im Nachhinein finden."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:30 pm

Cailans Antwort nahm ihr den Atem und ließ sie zurücksinken, die Fingernägel fest in den Stoff des Sessels gekrallt, als suche sie an eben jenem Halt. Sie nahmen ihnen alles, was sie ausmachte und das war noch viel schlimmer als nur der reine Tod - sie nahmen ihnen ihre Persönlichkeit, alles, was sie waren, nachdem sie ihnen bereits Identität und Namen genommen hatten. Sie machten sie zu willenlosen Sklaven ihrer eigenen Triebe, sie machten sie zu nichts anderem außer zu Gegenständen - einem Lexikon, das sprach, wenn man es fragte und das den Boden wischte, wenn man es ihm befahl. Ihr wurde schlecht, wenn sie nur daran dachte.
"Dieser Inquisitor ist ein mieser Scheißkerl - entschuldige die Wortwahl - dem es nur daran gelegen ist, dass die Magier in den Magiern bleibt, damit sie eine Unschuldige nach der anderen in ihr Bett zerren können, weil sie auf diese Magie angewiesen sind. Sie wollen kein Wissen - sie wollen willenlose Huren und Sklaven! Das kannst du nicht im Ernst gut heißen, Cailan!", fuhr sie auf und erhob sich dann ruckartig von ihrem Platz. Irgendjemand musste etwas dagegen unternehmen, das alles stoppen, bevor der Krieg zwischen Templern und Magiern schlimmer wurde. Bevor es bald niemanden mehr gab, der über die Gabe der Magie in diesem Land verfügte. Sie brauchten die Magier ebenso wie sie die Soldaten brauchten.
"Findet diejenigen, die für den Aufruhr verantwortlich sind und tötet sie, aber löst nicht auch noch den nächsten Zirkel auf. Lass nicht zu, dass sie diesen Magiern etwas schlimmeres antun, als den Tod, Cailan. Das haben sie nicht verdient. Wenn sie dort anfangen, weiß ich nicht, wo die Templer aufhören werden! Wie lang es noch dauert bis sie von Stadt zu Stadt ziehen, um alle widerspenstigen Magier dieser Behandlung zu unterziehen."

------------------------


"Au", war die einzige Reaktion, die von Emersons Seite her kam, nachdem er unerwarteter und härter auf dem eisigen Boden aufkam, den Hinterkopf mitten in Schnee und der Rest seiner Kleidung binnen einiger weniger Sekunden vollkommen davon durchnässt. "Soviel zu ..." Langsam begann er sich wieder aufzurappeln "gutem" und den Schnee von seiner Kleidung zu klopfen "kleinen" bevor er die Zügel wieder nahm und sich zurück in den Sattel schwang. "Schoßhund."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:33 pm

"Ari?", rief Faye etwas zerknirscht, als Emerson wieder auf sein Pferd geklettert war und deutete nur rasch mit der Hand einmal von oben bis unten an dem anderen entlang. "Würdest du das trocknen ...?" So konnte sie Emerson nicht weiterreiten lassen, einige Tropfen liefen schon am Sattelblatt entlang hinunter und troffen auf den gefrorenen Boden. Rasch beschwor sie eine kleine Hülle herauf, in die Ari die Wärme leiten konnte.
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Yannic

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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:35 pm

Cailans Gesicht überzogen tiefe Falten der Sorge.
"Ich... verstehe deine Angst Lyra. Aber was du da verlangst ist... die Templer könnten dies als Affont ansehen. Wie die Templer mit den Magiern umgehen fällt eigentlich nicht in die Zuständigkeit des Königshauses. Vater hat harte Verhandlungen geführt um auch nur die Kinder aus der Sache heraus zu holen. Das Recht der Auflösung ist normalerweise bindend und bedeutet den Tod sämtlicher Magier. Diese neue Methode..." dann verstummte er, überlegte wie er reagieren würde wenn seine Frau mit einem Mal... oder eines seiner Kinder.
"Ich werde tun was ich kann Lyra. Womöglich geben sich die Templer damit zufrieden, wenn wir den obersten Verzauberer und den Lord aufs Rad spannen oder Vierteilen lassen. Irgendetwas, was ihre Gier nach Blut und Bestrafung befriedigt..."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:46 pm

"Cailan, du bist deines Vaters Sohn. Du weißt, dass dein Blut ebenso viel Magie enthält und dass niemandem jemals auffallen darf, was du und deine Brüder können. Wenn wir den Templern uneingeschränkte Macht lassen, dann ist deine gesamte Familie in Gefahr - unsere ganze Familie", rief sie ihm in Erinnerung und kehrte langsam zu ihm zurück, eine Hand ausstreckend und sie auf die Hand des Jüngeren legend, sacht ihre Finger um seine schlingend.
"Tu was nötig ist, um nicht das zu gefährden, was wir hier aufgebaut haben. Was dein Vater und du aufgebaut habt. Die Menschen, die hier leben, dürfen nicht in ständiger Angst davor leben, was passiert, wenn ein Templer ihre Dörfer besucht. Nicht jeder Magier ist schlecht und verdammt und bitte - was immer du tust, pass auf dich auf. Deine Familie braucht dich Zuhause. Deine Kinder brauchen ihren Vater und deine Frau ihren Mann. Denk immer daran, dass es jemanden gibt, der auf dich wartet, bevor du glaubst Heldentaten vollbringen zu müssen."

---------------------------------

"Irgendwie war es mir fast lieber als die Magie nicht so ... plötzlich rausgebrochen ist", murrte Emerson, nachdem seine Kleider wieder getrocknet waren und nickte dankbar in Aristeas Richtung. Er wollte gar nicht erst wissen, was sein würde, wenn die kleine Gruppe nicht von dem jungen Feuermagier begleitet werden würde, der sich gerade in der kalten Region, in der sie jetzt unterwegs waren von unschätzbarem Wert erwiesen hatte.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:48 pm

"Wäre es dir lieber, du müsstest auch in Zukunft Schutzschild spielen? Nicht, dass ich es nicht begrüßen würde, aber ich sähe dich ungerne im Kreuzfeuer der Magie. Überlass mir den Part mit der großen Heischerei um Aufmerksamkeit und dem Ruf, nichts als Unfrieden zu stiften und schleich du dich lieber an und murkse den Angreifer ab", gab sie Emerson zurück, halb im Scherz, halb mit einem besorgten Gesichtsausdruck.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Do Aug 24, 2017 9:51 pm

Cailan drückte kurz und sanft Lyras Hand, ehe er diese aus ihrem Griff zog. "Ich werde tun was ich kann Lyra - die Soldaten der Kirche haben ein gutes Verhältnis zu mir. Ebenso wie meine eigenen Soldaten. Es sind gut Männer - fromm für Soldaten. Sie beten vor dem Essen und vor dem Ficken. Und sie vergewaltigen selten. Mehr kann man von seiner Armee nicht erwarten. Wir werden die Magier schützen, von denen wir glauben, dass sie unschuldig sind. Ich werde keine unnötigen Risiken eingehen - das bedeutet aber auch, dass ich der Kirche nicht bis aufs Blut trotzen werde. Ich riskiere keine Untersuchung unserer Familie, nur weil ich einigen Dorfmagiern ihren freien Willen schenken wollte. Ich bin kein Dummkopf Lyra. Und ein Held... nun. Dafür bleibt noch genug Zeit - ich bekämpfe ungern unsere eigenen Leute, wo unser Feind doch im Norden weilt."
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 6:56 pm

________________

Haakon zog noch einmal an dem Bärenfell, welches über seiner Schulter lag und mittlerweile Weiß von Schnee war, während sie auf dem Bauch liegend über den kleinen Hügel sahen und die Truppe Reisender genau beobachteten. "Du hattest Recht Hjalmar. Das sind keine einfachen Wanderer - wie Soldaten der Südländer sehen sie aber auch nicht aus. Bis auf den einen vielleicht... der mit den kurzen Haaren und dem Wachsamen Blick..." er verzog das Gesicht, dass der weiße Kalk auf seiner Ebenholzschwarzen Haut brüchig wurde.
"Du gibst den Befehl!" murrte er seinem Anführer zu und erhob sich halb, ehe er sich geduckt und leisen Schrittes durch die Büsche bewegte. Er hielte den Atem an, als die beiden erwachsenen Männer des Tross sich nervös umsahen, gerade so als hätten sie etwas gehört. Um die würde er sich zuerst kümmern müssen. Dann kam der Junge dran und am Ende die Frau.
Er sprang auf, als eines der Pferde vor Schmerz wieherte. Eine Wurfaxt steckte tief im Hals des Pferdes. Mit einem Schrei breschte Haakon durch das Gebüsch - eine massige Gestalt aus Muskeln und Fell - groß wie ein Baum und mit weit aufgerissenen Augen. Wie ein Berserker schwang er den Hammer, traf ein zweites Pferd am Kopf und stürzte Ross und Reiter.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 7:25 pm

Die Taktik war im Grunde jedem, der ein paar Jahre lang mit erfahrenen Kriegern gekämpft hatte bekannt und gerade ihm, als ehemaligen Erben von Shoaks war bewusst, wie schnell die Lage nun eskalieren konnte. Ein Kampf würde hier wenig bringen, denn ehe alle von den scheuenden Pferden gekommen waren, würden sie alle eine Axt, ein Messer oder auch ein Schwert im Hals haben. „Versucht nicht euch zu wehren!“ Schrie Aias über den allgemeinen Lärm, schlug eine Waffe mit seiner eigenen beiseite, machte daraufhin jedoch keine Anstalten einen eigenen Angriff zu starten.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 7:30 pm

"Nicht wehren?!", kam es unüberhörbar von Faye, deren Pferd sich absolut nicht mehr unter Kontrolle bringen lassen wollte und wütend bockte. Sie hielt sie nur deshalb im Sattel, weil sie ihre Finger beinahe um den Knauf geschraubt hatte, die Beine fest angepresst und die Füße im Steigbügel. Abspringen war eine so dumme Idee, dass sie ihr nicht einmal kam, während sie die Zügel fester in ihre Handflächen schob.
Aber sich nicht zu wehren, während ihr Herz erst beinahe einen Stillstand erlitten und dann begonnen hatte, viel zu schnell zu schlagen, war ein dummer Vorschlag. So dumm, dass sie kaum Worte dafür fand, als sie rasch zu Ari blickte, um dessen Magie loszulassen, mit der sie die Gruppe gewärmt hatte, ehe sie stattdessen eine Mauer um sich und die Leute hinter ihr heraufbeschwor, die zumindest die Geschosse verlangsamen würde. Ihr drehte sich der Magen um, als sie das blutende, zuckende Pferd am Boden sah, von dem Elli gerade noch gesprungen war, als es fiel, damit sie nicht darunter begraben wurde. Ihre Dolche hatte sie irgendwie noch beim Aufstehen gegriffen und sah konzentriert in genau die Richtung, aus der der Angriff gekommen war. Auch sie spürte die magische Wand und durchbrach sie nicht.
"Nicht wehren?", echote nun auch sie an Aias gewandt, sah aber nicht zu ihm.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 7:36 pm

Haakon interessierte sich nicht für das Geschrei, dass die Anderen machten. Sich ergeben oder nicht, dies war ihm einerlei. Er hielt auf Elli zu - eine Frau mit Dolchen. Sie war also keine wehrlose Gebärerin wie die meisten Südlinge sondern ein Teufelsweib. Damit konnte er umgehen. Mit einem lauten Schrei schwang er den Hammer über seinen Kopf, tänzelte um sie herum und hieb nach ihr - stets darauf bedacht den Kopf nicht zu treffen. Der Jarl der Jarls wollte die Fremden lebend.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 7:40 pm

"Sag mal geht's dir noch ganz gut?!" - vielleicht wäre das die passende Übersetzung zu dem gewesen, was Elli dem Angreifer da in feinster nordischer Sprache an die Stirn schleuderte, als sie seinen Angriffen auswich, immer wieder, duckend, rollend einmal sogar. Ihr Herz schrie begeistert auf, ihr Körper gehorchte, gar keine Frage, aber die Situation spannte sich langsam an, denn es war fast nicht möglich, einen Gegenangriff zu landen und obwohl ihr auffiel, dass ihr Kopf ausgespart wurde bei den Angriffen, wollte sie definitiv den GEfallen nicht erwidern. Sie würde ihn töten.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 7:43 pm

Haakon hörte, wie der Boden hinter ihm erbebte, während Hjalmar mit seinem halben Dutzend Männer ebenfalls durch die Büsche breschte und sich um die Anderen Reisenden kümmerte, die sie gefangen nehmen sollten. Das die andere ihn in der Sprache seines Landes anbrüllen konnte - und das bis auf einen Hauch von zu viel Betonung erstaunlich Akzentfrei - ließ ihn nur für einen kurzen Augenblick stutzen, ehe er sich wieder auf sie stürzte. Sie war geschmeidig wie eine Wildkatze und Haakon lachte ob der Herausforderung, ehe er mit einem Fußfeger einen großen Haufen Neuschnee am Wegesrand in ihre Richtung schleuderte.
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BeitragThema: Re: Kapitel 11   Sa Aug 26, 2017 7:49 pm

Diesmal ließ Elli ihren Dolch los - und zwar zielgerichtet zu dem Punkt seines Armes, wo das Schultergelenk saß und wo sie es vor der Schneewehe zuletzt gesehen hatte. Spuckend und prustend fand sie wieder ihren Stand. Sie hoffte nur, sie hatte genug Wucht, um Schaden anzurichten, während ihr immer noch Schnee von den Wimpern fiel und ihre roten Haare durchnässte.
Aber als sie sich umwandte, aufgeschreckt von dem Lärm, sah sie, wie aussichtslos ein Kampf werden würde. Sechs Mannen zusätzlich.
"Em ...?", hakte sie nach und wich rückwärts zu Genanntem hin.
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