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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 8:37 pm
"Aber nicht hier. Wenn du versuchst dich zu teleportieren würde ich dafür gern einen ebenerdigen Ort haben und wenig um uns herum außer freiem Feld. Jede Wand kann momentan noch zu viel für dich sein. Wo immer du hinreist, du musst ganz genau wissen, wie es dort aussieht."
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 8:38 pm
Na das konnte nur bedeuten, vor den Stadttoren zu üben. Faye sparte sich die Erklärung, die Nachfragen und alles andere und wank Lyra hinter sich her.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 8:47 pm
Haakon saß vor dem Haus und schnitzte an den dünnen Stöcken für einige Pfeile, wenngleich er seine Konzentration auch einfach nicht auf dem verfluchten Stück Holz halten konnte. Immer wieder durchzogen die düsteren Erinnerungen des vergangenen Abends seine Gedanken. Er war mitten in der Nacht aus dem Schlaf geschreckt - die Kälte des Abends noch stärker spürend als sonst. Er hatte das Fenster schließen wollen, als ihm die seltsame Erscheinung am Himmel aufgefallen war - ein gnazes Tross aus gespenstischen Reitern auf unweltlichen Pferden. Er hatte direkt am nächsten Morgen den Göttern ein Opfer gebracht, doch aus dem Kopf gehen wollte ihm diese Begegnung nicht.
Als sich nun die Tür des gegenüberliegenden Hauses öffnete blickte er hoch und blinzelte - Faye und... eine Frau die er noch nie zuvor gesehen hatte. Sie trug seltsame Kleider, edel und hübsch - gar nicht zu vergleichen mit den praktischen Klamottend es Nordens. Irgendetwas stimmte hier nicht und er wartete, bis die beiden hinter einer Ecke verschwunden waren, ehe er die Stöcke bei Seite legte und ihnen langsam und leise folgte.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 8:54 pm
Lyra folgte der anderen nach draußen, ihren Blick durch das große Dorf streifen lassend, das sie hier beide passierten und das so ganz anders war, als alles, was sie bislang aus dem Süden kennen gelernt hatte. Der Matsch auf den Straßen machte es ihr schwer einen vernünftigen Tritt zu finden, in dem sie sich nicht vorkam wie eine Bäuerin mit ihrem Vieh und einmal mehr war sie um ihr eigenes Element dankbar, das es ihr später möglich machen würde, sauber zurück nach Hause kehren zu können. Sie würde so nicht vor Hieronim treten.
Erst als sie das Stadttor hinter sich gebracht hatten, atmete Lyra noch einmal durch und sog Magie in ihr Innerstes. Eines musste sie diesem Land lassen - es war erheblich einfacher, wo Schnee und Eis sie umgaben als mitten in der Hauptstadt umringt von Stein und Holz. "Setz dich", forderte sie die Jüngere auf und ließ sich dann ebenfalls in den Schnee sinken, die Finger hineinsteckend, weil sie selbst genug Energie brauchte, um mit Notfall Faye aufhalten zu können. "Konzentriere dich auf dein eigenes Element. Zieh soviel du kannst in dir zusammen - du wirst eine Menge Energie benötigen, wenn du auch nur fünf Meter hinter dich bringen willst."
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 8:59 pm
Faye nickte schlickt, obwohl ihr der Magen in ganz andere Stockwerke rutschte und dann ein paar Überschläge machte. Das hier war kein 'Wenn' 'Dann' mehr. Es war ein 'jetzt'.
Sie legte die Hände mit geöffneten Handflächen auf die Knie, sammelte den Wind darin, dann streckte sie ihre Fühler aus und tastete sich vorwärts, bis sie den Wind überzeugt hatte, zu ihr zu kommen. Ein kleiner Wirbel zwirbelte ihre Haare, zog an einer Locke, dann wurde es ruhig um sie her.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:03 pm
Haakon stand hinter einer der großen Eichen, die nahe am Dorf wuchsen und in den Jahren und Jahrzehnten ihres Lebens zu wahren Giganten gewachsen waren - mit Stämmen, die selbst den breitschultrigen Schmied verstecken konnten.
An den Stamm gelehnt, die rauhe Rinde unter seinen schwieligen Fingern fühlend lauschte er den leisen Worten der beiden Frauen und eine Gänsehaut überzog seinen ganzen Körper, als der Wind um ihn her in Fayes Richtung strömte, ehe sich sogar das Rauschen der Blätter legte und eine furchtbare Stille sich über den Ort legte. Was bei allen Göttern trieben die beiden Frauen da - und vor allem wer war die Frau in den aufwändigen Kleidern?
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:06 pm
"Atme ruhig und leise", wies Lyra an, die Augen fest auf Faye gerichtet und ihre geistigen Fühler nach der anderen ausgestreckt, um intervenieren zu können noch bevor sie sich selbst in ihrem eigenen Element zerriss. "Du brauchst mehr davon. Du musst die Magie in jeder Faser deines Körpers spüren - erst dann beginnst du dein Ziel zu fokussieren. Mal es dir ganz genau aus, gehe es in deinen eigenen Gedanken ab." Wenn sie hierbei einen Fehler machte und sei es nur, wenn sie ein einziges Fenster vergaß würde es die Reise verfälschen - sie würde nicht mehr dort ankommen, wohin sie gewollt hatte, aber einstweilen war es besser die furchtbaren Konsequenzen einer solchen Reise für sich selbst zu behalten. Es half Faye in diesem Augenblick nicht.
"Und dann sag mir, wohin du willst. Beschreibe es mir ganz genau. Ich muss dir folgen können."
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:11 pm
Faye hatte immer einen gewissen Respekt davor gehabt, mehr Magie zu greifen und um sich zu schlingen wie einen Mantel. Die Wildheit, die im Wind mitschwang, war ihr in die Wiege gelegt worden. Auch sie konnte von einer Sekunde zur nächsten aufbrausen und in der darauffolgenden war bereits all ihr Zorn und ihr Begehr wieder verebbt. Manch einer hatte so seine Schwierigkeiten mit dieser Art und in der letzten Zeit hatte sie sich bemüht, alles in geregelten Bahnen zu halten, doch um die Wahrheit zu sagen: Sie hatte es vermisst. Es hatte ihr gefehlt.
Mit einem tiefen Atemholen ließ sie die Barriere fallen, die sie aufrecht erhalten hatte, selbst im Zirkel und wand sich tiefer in die strömende Magie. Dann, ganz leise, begann sie zu sprechen.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:17 pm
Die Finger noch immer fest im Schnee, Wasser ins Innere ziehend, das sie umfing wie Faye die Luft zum Atmen benötigte, lauschte Lyra den Erklärungen der Jüngeren und versuchte ihr geistig genau an den Ort zu folgen, den sie soeben beschrieb. Die Magie, die die andere nutzte, stimmte - sie hatte genug davon, um zumindest dieses kleine Stück zu überqueren, aber noch fehlten ihren Erklärungen einige wichtige Punkte. Mehr als Eckdaten und Lyra wusste bereits, welche Aufgabe sie der anderen geben konnte, damit sie lernte sich mehr auf einen Ort statt auf Menschen und das eigene Leben zu fixieren - hier war es essentiell. Sie sah die Gestalt der anderen flackern, wie ihre Umrisse durchscheinender wurden und sich für einige wenige Sekunden auflösten, nur um ein paar Zentimeter weiter wieder aufzutauchen. Es war ein Anfang. Faye lernte schnell und Lyra zweifelte nicht daran, dass sie es mit einiger Übung in ein paar Wochen beherrschen würde - jetzt, da sie zum praktischen Teil übergegangen waren.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:22 pm
"Bei Snotra!" entwich es Haakon, der einen halben Schritt zurück machte und beinahe über eine der dicken Wurzeln gestolpert wäre, die sich wie knorrige Arme aus dem Boden wandten. Er hatte keine Sekunde weg gesehen - und auf einmal war Faye verschwunden, nur um einige Schritt weiter erneut aufzutauchen. Die kleinen Härchen an Haakons Armen, die sich durch seine Arbeit in der Schmiede verbrannt waren stellten sich auf und er glaubte, jemand würde ihm Eiswasser den Rücken hinab fließen lassen.
Was war das für eine Zauberei? Wie bei den Göttern konnte ein Mensch einfach so verschwinden? Das war nicht richtig - und erinnerte ihn noch mehr an die seltsame Reiterei am Himmel, die ebenso aus dem Nichts gekommen zu sein schien. Er schlug sich eine Hand vor den Mund, in der Hoffnung, dass ihn niemand gehört hatte.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:24 pm
Die lange Zeit auf der Hut hatte Faye hellhörig werden lassen. Als das Rauschen der Magie verebbte und sie - eher unelegant auf allen Vieren - wieder im Schnee landete, keuchend vor Anstrengung, da hörte sie leise den Ausruf und fuhr herum. Verdammt noch mal, musste denn immer irgendjemand hinter ihnen sein? Sie erinnerte sich nicht einmal mehr daran, wann sie zum letzten Mal alleine, ohne Aufsicht oder gefangen zu sein etwas erledigt hatte. Es musste lange vor ihrer Kerkerzeit gewesen sein, vermutlich auch lange, ehe sie in den Zirkelrat berufen worden war.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:29 pm
Haakon drückte sich noch fester gegen den Stamm, konnte die Unebenheiten des Holzes durch sein Hemd hindurch spüren und versuchte flacher als gewöhnlich zu atmen - alles um nicht noch mehr aufzufallen als er das wohl sowieso schon war, wenn er die plötzliche Bewegung der Magierin richtig einschätzte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, während er die Augen zusammenkniff und ein stummes Gebet zu seinen Göttern schickte - was, wenn sie ihn auch einfach verschwinden ließen?
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:34 pm
"Ich hoffe, du hast gesehen, was immer du gerne hättest sehen wollen", erhob Lyra die Stimme gegen den aufbrausenden Wind und als sie sicher war, dass es Faye gut ging, nach ihrem kleinen Ausflug. Sie erinnerte sich daran, dass einst auch sie platschend im See aufgetaucht war, nachdem sie die Entfernungen falsch berechnet hatte - sehr zur Belustigung ihres einstigen Lehrmeisters und lange Jahre bevor sie an den Hof gekommen war. Sie war dankbar dafür, dass Faye nicht Meter über dem Boden aufgetaucht und sie hätte den Sturz dämpfen müssen, weil die Magie ihr einstweilen nicht gehorchte. "Dieser Baum schützt dich lediglich vor der Erde - nicht vor allen anderen Elementen. Hab den Schneid und tritt hervor, nachdem du uns nun bereits so unhöflich belauscht hast", fuhr sie fort und straffte die Schultern, jedwedes Mitgefühl von ihrem eigenen Gesicht wischend, weil sie wusste, was geschehen würde, wenn sie auf einen der Nordlinge traf und der seinen Anführern ihr Erscheinen mitteilte.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:38 pm
Haakon ließ langsam die Luft aus seiner Lunge strömen, entließ damit Panik und Sorge aus seinem Geist und füllte diesen stattdessen beim nächsten Atemzug mit Selbstsicherheit, ehe er sich von dem Baum abstieß und hervor trat.
Der dunkelhäutige Hüne war fast zwei Köpfe größer als Lyra und gerne doppelt so breit. Das Haar kurzgeschoren, die dunklen Augen wachsam auf der Zauberwirkerin. "Haakon ist mein Name - ich bin der Schmied des Dorfes und der Jarl der Jarls hat mich damit beauftragt ein Auge auf unsere Gäste zu haben - es bringt Unglück wenn ihnen etwas in seiner Obhut geschieht. Und fremde Frauen, die aus dem Nichts auftauchen ohne sich beim Jarl angemeldet zu haben bedeuten meistens Ärger!"
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:40 pm
"Sie ist keine Fremde - nicht für mich", sprach Faye nun, deutlich wieder zu Atem gekommen und trat neben Lyra hin, sie stumm bittend, sich zurück zu halten. "Sie ist meine Lehrmeisterin." Na ja, die Wahrheit war dehnbar.
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:42 pm
"Lehrmeisterin?" hakte Haakon nach und blinzelte verwundert. "Sagtest du nicht, dass ihr vor eurem Zirkel-Dingens geflohen seid und euch Gefahr von dort droht? Dass ihr es nur gerade so geschafft habt? Heißt das, ihr habt den Jarl belogen?"
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:43 pm
"Nein, Haakon. Aber um Magie wirken zu können - um sie wahrlich zu verstehen - muss man lange Zeit lernen. Ich habe mir ein Beispiel an der nördlichen Art genommen und mir eine Lehrmeisterin gesucht, die mir Dinge beibringen kann und ein Auge darauf hat, ob ich einen Zauber richtig oder falsch anwende. In meiner Aussage war keine Lüge, aber zu dem Zeitpunkt glaubte ich nicht, sie in absehbarer Zeit wieder zu sehen, also war es nicht wichtig."
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:46 pm
Haakon konnte sich gerade noch davon abhalten ein "Hä?" zu äußern - die plötzliche Verquickung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft war auf einmal ein wenig zu viel für ihn, vor allem da seine Kentnisse der Sprache des Südens noch immer nicht vollkommen ausgebaut waren.
"Du solltest zurück ins Dorf - hier draußen ist es gefährlich," meinte er dann stattdessen. "Es gab böse Omen."
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:50 pm
Sichtlich amüsiert von der Schlichtheit des Geistes ihres Gegenübers verbiss sich Lyra nur mit Mühe ihr eigenes Lächeln, die Augen fest auf das Gesicht des Schmiedes gerichtet und sich jedes noch so kleine Detail genau einprägend, das ihr hier entgegen sprang. Der Hüne mochte riesig sein, mochte vielen Menschen Angst einjagen und sie selbst wäre auf einem Schlachtfeld wahrscheinlich Hals über Kopf vor ihm fortgelaufen statt ihn mit ihrer Magie zu bekämpfen, doch hier und jetzt fürchtete sie weder die Stärke seines Armes, noch seine Größe. "Böse Omen", echote sie schmunzelnd und schüttelte den Kopf, weil sie bereits Gerüchten gelauscht hatte, der Norden sei abergläubisch.
"Welche bösen Omen gab es denn, außer einer Fremden, die plötzlich in euer Dorf kam, um eine Schülerin zu unterrichten und mächtigen Kriegern, die sich hinter Bäumen verstecken?"
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:53 pm
"Vorsicht-" erwiderte Haakon und seine Stimme nahm einen drohenden Unterton an. "Gleich an was du glaubst Druidin - den Omen spottet man nicht", er schüttelte den Kopf und rieb sich die Arme ob der Erinnerung die ihn heimsuchte.
"Heute Nacht sah ich Reiter der Endtage über den Himmel ziehen - jene, die viele Namen haben. Sie ritten in die gleiche Richtung, in die Emerson und seine Gefährten die letzten Tage aufgebrochen sind. Es ist nicht klug außerhalb des Dorfes umher zu streunen. Der Schutz der Götter reicht nicht über das Tor hinaus!"
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Re: Kapitel 13

am Di Sep 19, 2017 9:57 pm
Nur um den anderen zu beschwichtigen, den sie in den letzten beiden Wochen eher als Dreh- und Wendepunkt für Ari kennengelernt hatte, denn selbst, nickte sie und deutete Lyra an, ihnen zu folgen. "Komm mit mir. Er hat Recht, hier draußen ist es nicht unbedingt sicher, wenn die Nacht hereinbricht. Haakon, sei so gut und geh voran, es ist leichter deinen Fußstapfen zu folgen in dem Schnee als eigene zu machen."
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Re: Kapitel 13

am Do Sep 21, 2017 8:57 pm
Haakon war voraus gegangen und hatte den anderen beiden damit ermöglicht den Rückweg wesentlich einfacher zurück zu legen, statt selbst gegen den Schnee ankämpfen zu müssen. Und das, obwohl die Frau in dem seltsamen Kleid keinerlei Probleme mit dem Schnee oder der Kälte zu haben schien.
Er hatte noch gewartet bis die beiden in dem Haus verschwunden waren, ehe er auf dem Absatz kehrt gemacht hatte und zu Henrik geeilt war. Er hatte nicht all zu lange vor der Langhalle warten müssen, ehe man ihn einließ und er nun vor Henrik zum stehen kam.
"Herr, da ist noch so ne Fremde aufgetaucht - Faye meint es wäre ihre Lehrmeisterin und diese Druidin... sie kann Leute verschwinden und wieder auftauchen lassen! Keine Ahnung wann sie hierher gekommen ist, keiner der Wachen hat sie kommen sehen!"
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Re: Kapitel 13

am Do Sep 21, 2017 9:01 pm
Henrik war gerade dabei gewesen, sich für den Abend zurückzuziehen, froh, endlich alle Anliegen der Leute geschafft zu haben, die es zu ihm verschlagen hatte. Manchmal war die Arbeit als Jarl eine ganz gewöhnliche, bei der man eines nach dem anderen abarbeitete, doch nach dem Sturm lagen die Dinge anders. Schicksale und manchmal auch das Leben waren betroffen gewesen, manch einer hatte all seine Vorräte verloren, andere das Dach über dem Kopf. Er musste entscheiden und handeln und nicht immer gefiel den Leuten die Antwort.
Eine Fremde also. Na wunderbar. Dass die Neulinge Probleme machen würden, hatte er zwar vermutet, aber nicht gerade gehofft.
"Bringt sie her." Und das bitte, bevor sie Angst und Chaos anrichten konnte. "Alle."
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Re: Kapitel 13

am Do Sep 21, 2017 9:05 pm
"Ja Herr... aber...." aber was? Die Fremde sah nicht gerade so aus, als würde sie einer freundlichen Einladung folgen? Eher so, als würde sie ihn und jeden der Männer, die dumm genug waren mit ihm zu gehen in quakende Frösche verwandeln? Was für dumme Aussagen - und Henrik würde ihm keine davon verzeihen. "Aber... nichts Herr, ich bringe sie sofort her!"
Erneut hatte Haakon auf dem Absatz kehrt gemacht und ehe er sich versah hämmerte seine gewaltige Faust nunmehr an die Tür des großen Gästehauses.
"Faye! Faye mach bitte auf, der Jarl der Jarls will dich und deine Lehrmeisterin sprechen!"
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Re: Kapitel 13

am Do Sep 21, 2017 9:12 pm
Haakon, so sehr in seinen eigenen Gedanken verstrickt und nur beschäftigt damit gegen die Tür zu hämmern, schien nicht zu bemerken, dass sich die Tür inzwischen geöffnet hatte - dem Schlag gegen seinen eigenen Kopf entging Emerson nur dank eines antrainierten Reflexes. Die Finger seiner Rechten fest um das Handgelenk des Größeren gelegt, um ihn davon abzuhalten seinen Kopf als Holz zu missbrauchen. Faye und ihre Lehrmeisterin ... er hatte geahnt, dass sie Dummheiten machen würde - dass sie ausgerechnet das tun würde, darauf hatte er nicht gehofft - er wusste exakt, wer hier eingetroffen war und wer Haakon so eingeschüchtert hatte. Wenn Henrik jetzt die beiden Zauberinnen sprechen wollte, dann bedeutete das, dass sie Vertrauen einbüßen würden - Vertrauen, das er hier dringend brauchte, um den verfluchten Auftrag abzuschließen.
"Dir auch einen guten Abend, Haakon", begrüßte er den Schmied und trat einen Schritt zurück, das Handgelenk des anderen wieder loslassend. "Faye ist nicht hier."
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Re: Kapitel 13

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