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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:03 pm
"Wir stehen vor dir, weil auch du ein Teil dieser Bruderschaft bist," erklärte Septim mit der Geduld eines alten Mannes, der all dies schon oft erklärt hatte. "Niemand außer uns weiß wer in diesem Haus wohnt, daher sind wir verborgen. Ein Geheimnis. Und wir leben im Schatten, weil mächtige Leute nicht wollen dass es den Menschen besser geht - denn dann könnten sie diese nicht mehr ausbeuten. Wenn wir offen auftreten, dann wüssten sie ja wer wir genau sind und wo wir sind und könnten uns daran hindern. Und wenn wir Geld annehmen würden, dann könnten irgendwann Leute zu uns kommen und uns damit drohen uns kein Geld mehr zu geben, wenn wir nicht schlimme Dinge für sie tun würden."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:06 pm
"Aber wenn wir nicht mehr im Schatten sind und die Leute wüssten, wer wir sind, dann hätten die bösen Menschen Angst davor, dass wir zu ihnen kommen würden und dann würden sie auch nichts Böses mehr tun. Wir müssten dann einfach nur besser kämpfen können, damit die uns nicht mehr weh tun können", antwortete Linea frei heraus und schielte kurz rüber zu Faye, als wolle sie sich versichern, dass sie die andere nicht schon wieder mit einem unbedachten Satz in Verlegenheit brachte.
"Aber ...", fiel es ihr dann plötzlich wieder ein. "... wenn wir Leute bestrafen, dann sind wir doch auch mächtig. Wer sagt denn, dass wir das Richtige machen und nicht so sind wie die anderen?"
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:09 pm
"Niemand," antwortete Septim knapp und ernsthaft.
"Aber du bist auf einem guten Weg - das ist die Frage, die du dir immer stellen musst. Nur wenn du sie dir immer stellst, kannst du auf dem richtigen Weg bleiben und hoffen immer das richtige zu tun."
Er lächelte, breiter dieses mal. "Ich weiß, dass ist alles sehr kompliziert und auch wenn ich alt bin denke ich oft noch drüber nach. Deswegen ist es deine Aufgabe gut zu lernen und klug zu werden, so dass du dieses Problem vielleicht irgendwann einmal lösen kannst."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:11 pm
"Aber du bist steinalt und hast das auch nicht geschafft", protestierte Linea, weil sie sich nicht damit abfinden konnte ihre Zeit mit dem Nachdenken über sowas verschwenden zu wollen, das ihr Kopfschmerzen bereitete. Das hatten schon ältere und klügere nicht geschafft - sie wollte nicht auch dadurch alt werden, dass sie nur nachdachte. "Vielleicht musst du ein Stein werden um das zu lösen."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:13 pm
"Wenn ich damit der Bruderschaft helfen könnte würde ich auch das auf mich nehmen," er wuschelte der kleinen durch das Haar und stand auf, wobei seine Knochen knackten und er einen blitzenden Schmerz bis hinauf in den Schädel spürte. Er wurde alt.
"Aber mach dir darum jetzt keinen Kopf kleine. Es wird alles einfacher je älter und klüger du wirst."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:14 pm
"Bewegen wird es nicht. Du knackst."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:15 pm
Faye konnte nicht anders - sie wandte sich ab und schlug sich eine Hand gegen die Stirn, ehe sie sich gerade noch so davon abhielt, in ein lautes, entgeistertes Heulen auszubrechen. Wenn sie auch nur einen Deut so gewesen war, wie Linea, dann beneidete sie niemanden darum, sie groß gezogen zu haben. Und einfacher, je älter man wurde? Septim schien doch ein wenig senil zu werden. Nichts wurde einfacher. Ständig kamen neue Fallstricke dazu!
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:26 pm
"Du hast recht. Mit der Bewegung hapert es irgendwann. Aber ich bin auch schon wirklich, wirklich alt..." erklärte Septim und ließ sich wieder zurück auf den Stuhl sinken. "Aber ich will dich nicht länger mit meinen Geschichten langweilen Kind. Draußen ist das schönste Wetter und..." er kramte einige Münzen aus seiner Tasche und gab diese der Kleinen. "Sag einem der Älteren, er soll dir davon was süßes aus der Stadt mitbringen. Eine heiße Kirschtasche oder ein Törtchen."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:28 pm
Linea schnappte sich die Münzen und war bereits aus der Tür, noch bevor sie sich daran erinnerte, dass sie sich noch gar nicht verabschiedet hatte und so tönte nur Sekunden später ein lautes "Bis später!" durch die Gänge, bevor das laute Poltern von ihren Schuhen auf den Stufen erklang, die nach unten zum Innenhof führten.
"Ich habe dich gewarnt", meldete sich Emerson zu Wort, als der Lärm der Kleinen wieder verschwunden war und er sich zu fragen begann, wie er ihr jemals beibringen sollte sich beinahe lautlos durch ein Gebäude zu bewegen statt die ganze Stadt durch ihr Poltern aufzuschrecken.


Zuletzt von Cat am So Dez 10, 2017 12:31 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:31 pm
'Man sagt 'Danke'' - es blieb Faye im Hals stecken, noch ehe der Gedanke sich auf den Weg zu ihrem Mund machen konnte. Sie tauschte einen hilflosen Blick mit Emerson und zog ratlos die Schultern nach oben, dann wandte sie sich an Septim, der erschreckend ruhig und gelassen all die Fragen und Vorstöße der Kleinen abgefangen hatte. "Tja dann - den Zuwachs kennst du jetzt."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:32 pm
"Sie ist schlimmer als Emerson", stellte Septim fest und lehnte sich weiter in dem Sessel zurück. "Andererseits gleicht Emerson auch mehr seiner Mutter als mir und das scheint sich auch... also.." er betrachtete Faye von oben bis unten, "Ich glaube ihr kommt gut miteinander klar."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:34 pm
Diesmal zog Faye nur eine Augenbraue hoch und verschränkte die Arme vor sich, vor allem bei der Musterung, der sie unterzogen wurde. "Septim. Rück schon raus mit der Sprache."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:37 pm
"Nun, so wie Emerson sehr seiner Adoptivmutter glich, scheint sich auch Lineas Verhalten an das deine gekoppelt zu haben. Sie ist ein Wirbelwind, hält mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg und könnte noch nicht einmal leise laufen, wenn davor ihr Hausarrest abhängen würde. Außerdem stellt sie viel zu viele Fragen und nimmt die Regeln der Bruderschaft allzu wörtlich, was sie daran hindert über deren tieferen Sinn nachzudenken. Aber immerhin ist sie noch jung und kann all das noch lernen," er lächelte wölfisch. "Ich meine du hast dich ja auch ein wenig gebessert."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:39 pm
Faye setzte einen Schritt nach vorne, dann hielt sie inne. "Darf ich ihn schlagen? Emerson - bitte - darf ich?!", grollte sie, wusste aber, dass sie es niemals tun würde oder könnte. Septim war vermutlich mit über siebzig noch schneller und stärker als sie, wenn es darauf ankam und es wäre nie ernst gemeint gewesen. "Dein dich liebender Vater hat keine Ahnung, was hier die letzten Wochen los war. Und was soll sie machen? Ihr Element ist die Luft. Hast du es jemals geschafft, einen Wirbelsturm aufzuhalten, selbst, wenn du es gewollt hättest?"
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:42 pm
Septim lachte laut und ehrlich auf, ehe ein Hustenenanfall das Lachen erstickte. Er benötigte einige kurze Augenblicke, ehe er wieder zum Sprechen kam.
"Alles gut Faye - aber es ist deine Aufgabe dieses Wirbelsturm in die richtigen Bahnen zu lenken. Er soll die Kirche zerstören und nicht das Dach der Bruderschaft abdecken. Ich sorge dafür, dass sie vom Rat akzeptiert wird und ihr sorgt dafür, dass sie den alten Skeptikern nicht mehr Gründe als unbedingt nötig gibt diese Sache als zu gefährlich abzutun!"
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:44 pm
"Sie ist eine Magierin. Damit habe ich zumindest die Skeptiker aus dem Süden schon auf unserer Seite - was den Rest angeht. Sie wird sie nicht treffen bis sie soweit ist gelernt zu haben, wann sie den Mund hält und wann nicht", antwortete Emerson jetzt an Fayes Stelle und warf einen kurzen Blick rüber zu ihr. "Auch wenn das wirklich noch ein wenig dauern kann."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:47 pm
"Wahrlich," erklärte Septim und nickte. Das konnte wirklich noch lange dauern. "Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass es dir gelingen wird aus diesem Stück Kohle einen Diamanten zu pressen mein Sohn. Du musst sie härter trainieren lassen als alle anderen. Du wirst streng zu ihr sein müssen und sie muss ein Armband aus Thauril tragen, solange sie ihre Kräfte noch nicht vollends kontrollieren kann. Wir wollen nicht, dass sie während des Trainings in Panik gerät und jemanden verletzt oder gar tötet, weil ihre Magie unkontrolliert ausbricht!"
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:52 pm
"Das wird sie nicht", erwiderte Faye ruhig und noch ehe Emerson etwas dazu sagen konnte. "Sie kann härter trainieren und sie wird es - weil sie es will und das bereits jetzt schon. Aber sie wird nicht das durchmachen, was du mit Emerson gemacht hast. Niemand von uns wird sie anders behandeln als jeden anderen Spatz auch, der noch zu uns kommt; sie hat keine Sonderrolle und sie soll gar nicht erst in eine rutschen." Sie schüttelte den Kopf und fuhr fort, die Stimme immer noch kaum lauter als zuvor: "Das Thauril würde sie dazu verleiten, sich niemals all ihrer Macht bewusst zu sein und im Extremfall dafür sorgen, dass sie es später vergisst statt sich dessen bewusst zu sein, weiterhin und auch bei großem Stress eine Einheit mit der Luft zu sein. Die anderen Spatzen hingegen müssen lernen, sich Magie gegenüber zu sehen und nicht nur einem simplen Dolch. Die Welt ist vielschichtiger geworden, Septim."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 12:55 pm
"Wie hart ihr sie rannehmt ist eure Sache," erwiderte Septim kühl. "Aber sie wird genau das selbe Training durchlaufen, dass auch Emerson durchlaufen hat. Sie wird sich Nachts in den Schlaf weinen weil ihr alles weh tut, aber es wird ihr eines Tages das Leben retten. Wenn ihr die anderen Spatzen nicht schützen wollt, so ist das ebenfalls eure Sache. Sie wird damit leben müssen wenn etwas schlimmes aufgrund ihrer Magie geschieht. Aber ihr werdet nicht mit den Traditionen der Ausbildung brechen, nur weil sie dir wichtig ist Faye!"
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 1:00 pm
Früher einmal hätte Faye sich davon aus der Reserve locken lassen, jetzt war es nur ein müdes Lächeln ob dem, was sie die letzten Jahre durchgestanden und geschafft hatten, das sich auf ihre Lippen malte. Septim war weit weg und ein kurzer Besuch hier würde auch vorbei gehen - es sei denn, er wollte hier seinen Altersruhesitz um gut zu machen, was er bei Emerson in den Sand gesetzt hatte. Sie würden nicht irgendwann vor einem Kind stehen, das nicht mehr wusste, was es von seiner Familie halten sollte, das zerrissen war zwischen Aufgabe und Hingabe und Erfolg mit Liebe verwechselte. 
"Wir werden tun, was wir für richtig halten, Septim", erwiderte sie sanft, ohne jeglichen Spott in der Stimme. "Davon abgesehen gibt es laut dir keine Traditionen bei weiblichen Assassinen, weil es sie gar nicht geben sollte. Wir müssen also den Grundstein erst einmal legen."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 1:02 pm
Septim stand auf, ehe er Faye lange ansah und den Kopf schüttelte. "Du machst Emerson glücklich - das respektiere ich Faye. Aber du hast niemals verstanden was es bedeutet ein Assassine zu sein..." er warf Emerson einen kurzen Blick zu. "Ich bin müde Emerson - gibt es ein Zimmer in dem ich Quartier schlagen und mich bis zum Abend ein wenig ausruhen kann?"
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 1:06 pm
"Natürlich", antwortete er, sich absichtlich aus der Diskussion heraushaltend, weil er in dieser Position einfach nur verlieren konnte. Entweder er trat Septim auf die Füße und sorgte dafür, dass der Streit mit dem Vater sich wieder zuspitzte oder er trat Faye auf die Füße und verschaffte sich dafür dröhnende Kopfschmerzen, weil er sich wieder und wieder mit ihr darüber streiten musste, dass es Septim nicht böse meinte, sondern nur die alten Richtlinien verfolgte. "Ich bring dich in dein Quartier und besorg dir etwas zu essen."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 1:10 pm
"Danke," erwiderte Septim und folgte Emerson die langen Gänge entlang, ließ Faye hinter sich stehen. Als sie vor der Tür ankamen, die Emerson ihm zuweisen wollte legte Septim sanft eine Hand auf seine Schulter. "Ich habe... ich wollte dich nur auf all das vorbereiten, was da draußen auf dich lauert. Deine Mutter und ich wollten dich beschützen, auch wenn es hart ist. Auch wenn es wehtut ich..." er wollte Fragen, ob Emerson ihn wirklich so sah, ob er es war, der Faye erzählt hatte, dass er zu hart gewesen war. Dass er in Septim immer mehr den Ausbilder statt des Vaters gesehen hatte. Doch er konnte es nicht. Er hatte es nie gelernt und würde es vermutlich auch nie mehr lernen. "Ich bin müde. Ich werde mich ein wenig hinlegen, es war eine lange Reise."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 2:17 pm
"Ich mache dir wegen nichts irgendwelche Vorwürfe, Vater", sagte er, noch bevor der Ältere die Tür hinter sich schloss, um sich für den Abend hinzulegen und sich auszuruhen. Sie hatten nicht oft über Salima gesprochen, nicht mehr seit sie tot war und noch viel weniger hatte Septim Ähnlichkeiten erwähnt - es war einfach unter den Tisch gefallen und jeder von ihnen war irgendwie anders mit diesem Verlust umgegangen. Dass es nun ausgerechnet eine junge Magierin sein würde, die ihn wieder daran erinnerte - damit hatte er nicht gerechnet. "Ich weiß, dass ihr mich nur habt vorbereiten wollen und ich bin euch dankbar für das, was ihr getan habt. Nichts davon war falsch", fuhr er fort, eine Hand noch auf der Schulter des Älteren und sie sacht drückend bevor er sich zum Gehen wandte.
"Wir haben noch eine Menge Zeit um miteinander zu reden. Ich frag inzwischen mal bei Faye nach, ob sie eine Idee hat, weshalb der Turm verschwunden ist. Ruh dich aus."
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Re: Kapitel 19

am So Dez 10, 2017 2:26 pm
Es hatte Faye ein paar Nerven gekostet, Linea zu überzeugen, die Münzen einem anderen Assassinen mitzugeben. Die meisten waren ja ziemlich schnell bereit, irgendetwas für sie zu tun und normalerweise unterband Faye diese Art, gestandene Männer um den Finger zu wickeln ganz schnell, aber heute war es anders. Linea sollte hier bleiben - aus vielerlei Gründen, allen voran aber, weil sie wusste, dass de Vere alle Templer auf die Kleine angesetzt hatte und es nicht gut enden würde, wenn er sie in die Finger bekäme. 
Sie war schließlich zurück in den Außenbereich gekehrt und wollte gerade ihre angefangene Arbeit wieder aufnehmen, als Emerson erneut auftauchte. Sie hatte nicht so schnell mit ihm gerechnet, aber das Brett ließ sie bereitwillig wieder zu Boden schweben. Es landete polternd auf dem instabilen Haufen, den jemand geschichtet hatte und rutschte dann malerisch bis zum gefrorenen Erdboden. Sie überließ Emerson die ersten Worte - immerhin waren Septim und sie sich  nicht an die Kehle gegangen. Das war als Fortschritt zu werten. Und um genau zu sein, hatte sie von Emerson abgesehen von der kurzen Diskussion über Kugeln und Bahnen kaum etwas gesehen, seit er hier war. Sie verübelte es ihm nicht, aber auf dem neuesten Stand war sie bei Weitem nicht.
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