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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:34 pm
"Ich glaube nicht, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Aber wir haben keinen anderen - dein Vater hat herausgefunden, dass wir ihn betrogen haben und du wirst zurück kehren müssen. Wenn er ebenfalls einen Krieg ausruft um dich zurück zu schleifen, dann wird dieses Reich wahrlich untergehen. Wir können nicht gegen einen inneren und einen äußeren Feind zugleich kämpfen."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:36 pm
"Du willst mir sagen, ich solle alles stehen und liegen lassen und einem Ruf folgen, den ich nie kommen sah, weil ihr scheinbar ... beide? - es nicht fertig gebracht habt, es mir zu einem anderen Zeitpunkt zu sagen? Weil ihr ihn angelogen habt? Wo genau außer der Tatsache, dass meine Geburt scheinbar eine Rolle spielte, ist das mein Problem? Oder mehr mein Problem, als das, was hier geschieht?"
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:38 pm
"Du kannst natürlich hier bleiben und dich gegen all das wehren," stimmte ihm Karsh zu. "Aber dann wärst du verantwortlich, dass Caria uns den Krieg erklärt und in dieses Land einfällt. Und das, wie gesagt, würde uns vermutlich vernichten. Du kannst Ekynes allerdings davor bewahren, wenn du dich fürs erste deinem Vater beugst..." erklärte Karsh kleinlaut.
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:40 pm
"Wir reden nicht von Beugen, sondern von - aus dem Weg räumen, um mit genug Männern hierher zurück zu kommen, damit dieser Tyrann von dem Thron gestoßen werden kann, bevor der Rest an Höflingen oder anderen Freunden, sowie den alten Göttern hier stirbt, weil der dieses Land endgültig vernichtet hat. Es reicht doch, was er bis jetzt schon getan hat."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:40 pm
"Was ...?"
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:40 pm
"Was?"
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:41 pm
"Was?!", echote nun auch Coreen und stand auf. "Du bringst ihn damit doch um, Elaine!"
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:41 pm
"Was nun?"
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:45 pm
"Karsh ist sich zu fein dafür, um Magie dafür zu nutzen, Morys Soldaten hier heraus zu bringen. Das hat er eben deinem Waffenmeister gut genug erklärt. Wenn wir ihn also nicht zwingen, bleibt uns nichts, als eine andere Lösung dafür zu finden. Caria ist die Lösung", erklärte Elaine, augenverdrehend, weil Karsh ganz offensichtlich nicht begriffen zu haben schien, dass Caria noch immer der Feind war - selbst nach Jahrzehnten als Hofzauberin dort. "Deine Mutter starb ein paar Jahre nach deiner Geburt. Dein Vater ist niemand, mit dem es sich reden lässt und er hasst dieses Land, umso mehr, weil er bereits weiß, wo du bist und er alles dafür tun will, um dich zurück zu bekommen, damit die Prophezeiung erfüllt wird und dieses Land hier endlich fällt. Bring ihn um und verhindere das und ganz nebenbei wirst du den Tyrannen, der sich hier selbst auf den Thron gesetzt hat auch noch los."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:46 pm
"Ich soll meinen Vater umbringen." Devastare schüttelte den Kopf. "Wer auch immer du sein magst - bist du noch bei Sinnen?"
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:47 pm
"Ich habe nicht davon gesprochen, dass du Karsh umbringen sollst, sondern deinen Erzeuger. Wenn du Morys nicht magst - wirst du ihn hassen."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:50 pm
„Wenn ich ebenfalls etwas einwerfen darf, nicht nur im Interesse von irgendwelchen Prophezeiungen, sondern auch in dem unserer Königin“, er musterte Elaine einen Augenblick lang fragend. „Wenn ihr hier ohne weiteres wieder ein und ausgehen könnt ohne das es jemand mitbekommt, denn scheinbar ist eure Anwesenheit hier ja niemandem bekannt gewesen, mir zumindest nicht: holt doch Verstärkung! Wir haben etliche Lehen die uns zur Treue verpflichtet sind. Ein paar hundert Mann mit guter Ausrüstung sollten Ausreichen um diesem Haufen hier so herbe Rückschläge zu verpassen, dass sie sich nie und nimmer neu formieren können. Nur können wir unmagischen, Normalsterblichen keine Nachricht nach draußen bringen.“
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:53 pm
"Wenn sich jemand dazu bereit erklärt den diplomatischen Part zu übernehmen, dann bitte. Mich kennen sie bislang nur als Feind und selbst wenn nicht - sie haben keinen Grund mir überhaupt Gehör zu schenken." Er würde hier auftauchen, wenn dieses Gespräch so weiterging. Sie wusste, dass er die Truppen bereits im Norden sammelte, um sie gen Süden aufbrechen zu lassen.
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 9:58 pm
"Mir scheint, es gibt wenig Auswahl - und ich würde dieses Gespräch gerade nur ungerne weiter führen, solange ihr euch uneinig seid. Klärt, was immer ihr zu  klären habt und was euch als sinnvoller scheint, Karsh weiß, wo er mich findet. Das hier ... führt zu nichts." Devastare schüttelte den Kopf und trat den Rückzug an, das Herz rasend in der Brust, weil er sich in die Ecke gedrängt fühlte. Eine Ecke, von der er nicht einmal wusste, dass das runde Zimmer sie hatte.
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 10:01 pm
Karsh sah dem Jungen hinterher, der geradewegs aus dem Zimmer stürmte und die Tür kaum richtig hinter sich zumachte. Das war ja wunderbar gelaufen.
Der alte Magier fuhr sich mit der Hand über das Gesicht in der vagen Hoffnung, er könnte so seine Gedanken klären oder wenigstens eine Idee zu fassen bekomme, doch da war - nichts. Kein Geistesblitz oder gar ein spontaner Einfall. Er fühlte sich wie leergefegt.
"Verflucht noch eins," seufzte er tief und schwer, während sein Blick vom Einen zum Anderen huschte und er dabei älter wirkte als zuvor. "Ich befürchte deine Abreise verzögert sich noch etwas Elaine."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 10:03 pm
"Wirklich?", stellte Elaine lediglich die bissige Rückfrage und verzog das Gesicht. "Wäre mir gar nicht aufgefallen." Das Problem war nur, dass er eine Antwort erwartete - dass er Informationen erwartete und sie ihn nur noch bedingt in Schach halten konnte. "Du bist sein Vater, Karsh. Ich nur eine Fremde - was immer es zu regeln gilt, das ist deine Angelegenheit. Ich werde es akzeptieren."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 10:07 pm
"Es ist seine Angelegenheit Elaine," widersprach der Magier und sah seinem Sohn noch einmal nach, ehe er einen tiefen Atemzug nahm. "Aber wir beide wissen, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Du bist diejenige, die am besten Einschätzen kann wie es um das Land dort oben bestellt ist. Und um dessen König...." er fluchte leise und für sich, während er über all das nachdachte. "Wir könnten vielleicht versuchen die Adligen von hier zu überzeugen, hätten im besten Fall jedoch einen Bürgerkrieg und im schlimmsten Fall würde uns einer von ihnen verraten..." der alte Magier wirkte erschöpft. "Wir brauchen die Armee von Caria."
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Re: Kapitel 1

am Sa Dez 23, 2017 10:09 pm
„Wenn ich noch einmal etwas einwerfen darf“, hakte sich Gawain ein. „Ihr haltet es also für sinnvoller eine fremde Armee, die man so oder so als Invasoren sehen wird, herzubringen, statt treue Lehnsmänner zu sammeln um die Burg zurückzuerobern und zu aller erst die Krone zu sichern und eine feste Regierung beizubehalten?“
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Re: Kapitel 1

am Di Dez 26, 2017 7:03 pm
"Da hat er durchaus einen Punkt," warf Karsh ein und fuhr sich besorgt mit einer Hand über die von Altersflecken gezeichnete Stirn. Die ganze Sache war alles in allem mehr als verzwackt und er wünschte sich nicht zum ersten Mal früher von den Plänen des Barons erfahren zu haben und auch noch dazu eingegriffen zu haben. Wenn er nur gewusst hätte, wie man all dies hätte verhindern können - doch diese Gedanken brachten ihn nicht weiter und so zwang er sich viel mehr zurücl zum Hier und Jetzt.
"Allerdings ist auch das ein gefährliches Unterfangen - einige Adlige haben Morys bereits den Treueeid geschworen, andere werden im Laufe der nächsten Monate folgen und ein Eid in diesen Landen ist bindend. Und selbst wer noch nichts geschworen hat, wird sich womöglich moralisch verpflichtet fühlen ihm zu dienen, weil er - durch eine erzwungene Heirat oder nicht - der König ist. Im schlimmsten Fall haben wir einen Bürgerkrieg im Land. Ein Problem, dass wir nicht hätten, wenn eine fremde Armee schnell zuschlägt und Morys tötet. Devastare könnte es sogar mit einer kleinen Einheit unbemerkt hierher schaffen, wenn wir Morys mit Fehlinformationen füttern und seine Sicht verschleiern. Was bei seinem Ego kein Akt der Unmöglichkeit sein sollte."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 8:07 pm
Karsh sammelte sich noch ein letztes Mal und nahm einen tiefen Atemzug, ehe er die Augen zur Tür richtete - und sich auf das Kommende wappnete. Wie er vorhergesehen hatte klopfte es drei Mal an seiner Tür - wenngleich diese auch beim dritten Klopfen bereits aufgezogen wurde und die Königin mit gerafftem Rock in das Zimmer trat. Er hatte nach ihr schicken lassen, denn selbst den Turm verlassen war nun wirklich nicht im Bereich des Möglichen. Das hieß, möglich war es durchaus - aber in Anbetracht all der Wachen von Morys nicht klug.
"Euer Hoheit," flüsterte Karsh leise, ohne zu wissen wie viel oder von wem Caillean bereits wusste. "Ihr seht heute Mittag wieder ganz besonders hübsch aus."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 8:15 pm
Es war nicht viel Zeit vergangen seit Morys das Schloss verlassen hatte und seit sie behauptet hatte, sie bräuchte Ruhe um eine nicht existente Krankheit in ihren eigenen Räumen auszukurieren, war es die Nachricht, mit der Devastare vollkommen durcheinander zu ihr gekommen war, die sie jetzt wieder aus ihren eigenen Zimmern getrieben hatte. Die Dutzenden von Stufen hinauf, die zu Karshs Turm führten. Sie hätte atemlos über den langen Aufstieg in den langen Kleidern sein sollen, hätte die Wut längst fortgelaufen haben sollen, aber nichts davon entsprach der Wahrheit - sie fühlte noch immer den Knoten in ihrem Magen, das Brennen in den eigenen Adern, als sie den Blick auf den alten Hofmagier richtete und sein Lob hörte, von dem sie wusste, dass es geheuchelt war, weil er sehr wohl die abgehackten Bewegungen bemerkt haben musste, die sie nicht verhindern konnte, ohne dass ihr Körper schmerzhaft protestierte.
"Erspar dir das Süßholzgeraspel, Karsh", wiegelte sie ihn lediglich ab und schloss die Tür hinter Devastare und sich, den sie kurzerhand mitgenommen hatte. Es ging sie beide etwas an, was Karsh zu sagen hatte und sie hatte nicht vor den Fehler seines Lehrmeisters zu machen und Dinge über seinen Kopf hinweg zu entscheiden, ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, wie es ihm dabei ging. "Ich bin informiert."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 8:20 pm
"Das... dachte ich mir," antwortete Karsh mühsam, als würde ihm jedes dieser Worte körperliche Qualen bescheren. Tatsächlich schmerzte ihn der Gedanke, wie er nun in den Augen der jungen Königin wirken mochte. Ein altersschwacher Greis, der dem Königreich mehr Übel denn Glückseligkeit brachte? "Und ihr könnt euch meiner untertänigsten Beklommenheit versichert sehen euer Hoheit. Ich tat damals nur, was ich für nötig hielt - wenngleich ich in der retrospektive zugeben muss, dass ich mich womöglich in den Feinheiten meiner Planung geirrt haben mag," er wog den Kopf hin und her. Sie wirkte nicht nur zornig oder erbost, sondern irgendetwas hinter ihren funkelnden Augen sorgte dafür, dass sich ein Gefühl in Karsh regte, welches er seit langer Zeit nicht mehr verspürt hatte - Besorgnis.
"Was gedenkt euer Majestät zu tun?"
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 8:23 pm
"Wie wäre es zur Abwechslung mit der vollkommenen Wahrheit deinerseits? Einer Entschuldigung vielleicht, wenn ich vermessen sein darf? Oder vielleicht einer Erklärung darüber, was hier eigentlich während der letzten Stunden vorgefallen ist?", schlug sie lediglich vor und setzte ein paar Schritte in den Raum hinein, Mühe damit habend die Ketten zu ignorieren, die Karsh hier oben im Turm gefangen hielten. Sie war nicht unschuldig an dieser gesamten Situation, sie war es, die Morys zum Wohl ihres eigenen Volkes hatte gewähren lassen und es war Grund genug, jetzt nicht auch noch den nächsten Fehler hinten an zu schieben. Kopfschüttelnd, weil die Gedanken schmerzten, schob sie sie bei Seite und ließ sich auf einen der Sessel sinken. "Wir haben einen Tag bis Morys wieder zurückkehrt und bis dahin würde ich gern wissen, was du dir dabei gedacht hast? Und vor allem, weshalb du so viele Jahre hinweg gelogen hast."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 8:34 pm
"Ich habe Teile der Wahrheit verschwiegen," korrigierte Karsh leise, jedoch mit Nachdruck, "das ist mitnichten gelogen!"
Er setzte sich noch ein wenig bequemer in seinen Sessel und rasselte dabei bei jeder kleinen Bewegung mit seinen Ketten. "Ich... habe vor vielen Jahren eine Prophezeihung vernommen. Der Sohn Carias sollte den König Ekynes und das Reich, welches er aufgebaut hat vernichten. Solche Prophezeihungen sind mächtig und man darf sie nicht unterschätzen. Ich bat meine damalige Schülerin Elaine nach Caria zu reisen und dort Hofmagierin zu werden um dann - wenn es soweit ist - den Jungen fort zu schaffen. Du glaubst vielleicht, ich hätte die Prophezeihung einfach umgehen können, wenn ich den Jungen schlicht getötet hätte, aber das Schicksal ist eine arglistige alte Dame und lässt sich auf derlei plumpe Methoden nicht ein. Wir konnten den König Carias überzeugen, dass es eine Prophezeihung gäbe, die das Ende seines Königreichs durch seinen eigenen Sohn vorhersagte. So kam Devi schließlich zu mir an den Hof...." erklärte er leise.
"Devastare musste von der Prophezeihung und von Caria ferngehalten werden um Ekynes zu schützen - wenn jemand von alle dem erfahren hätte. Wenn man ihn deswegen mit Verachtung gestraft hätte, dann wäre sein Eifer entfacht worden. Seine Wut auf Ekynes - das durfte nicht geschehen. Er durfte keinen Anlass haben um deiner Familie und dir Schaden zuzufügen. Deswegen habe ich nie etwas gesagt. Aber alles ist hinfällig, weil der König von Caria die Wahrheit erfahren hat und seinen Erben wieder haben will! Er ist alt und wütend noch dazu, dass man ihn so an der Nase herum geführt hat. Er wird alles dafür tun um Devastare wieder zu bekommen - auch dieses Land mit Krieg überziehen."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 8:37 pm
"Und wer darf es nun ausbaden, nun, da deine Weisheiten erschöpft sind?", stöhnte Devastare und irgendwo in seiner Kehle rang sich ein Knurren heraus, ärgerlich und verzweifelt, ob der Situation, in die sein Ziehvater ihn gebracht hatte. Er wünschte, er wäre nicht wütend, aber er war es. Es gab so viele Fragen, die er stellen wollte und sie bildeten einen beschissenen Knoten in seinem Kopf, so dass keine einzige davon greifbar wurde, noch weniger, je mehr er daran zerrte und zog. 
Mit verschränkten Armen lehnte er weiterhin neben dem bodentiefen Fenster, die Schulter an der kalten Mauer und starrte hinaus auf die Hügel und Berge, die das Schloss unter uraltem Baumbestand säumten.
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Re: Kapitel 1

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