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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 9:49 pm
"Ja - ich werde ebenfalls nicht hier sein. Wenn ihr heute Abend aufbrecht werde auch ich mich meiner Fesseln entledigen und meine Pilgerreise antreten. Elaine wird euch an den Stadttoren erwarten. Ich glaube sie kennt einen Weg, wie ihr schnell nach Caria gelangen könnt. Caillean sollte sich aber dennoch äußerlich verändern. Einfache Kleidung, womöglich eine neue Frisur. Markante Merkmale wie Schönheitsflecken sollten überdeckt werden. All dies sind Dinge, die in Erzählungen über sie genannt werden könnten und die den König aufhorchen lassen würden. Dazu kommt, dass ihr euch eine gute Geschichte einfallen lassen solltet wer sie ist und warum du Devi nach Caria zurück kommst - ganz ohne Zetern..." er hielt inne, überlegte einen Augenblick.
"Wenn wir alle fort sind, werden einige unserer engsten Vertrauten hier leiden. Ich glaube nicht, dass Gawain lange Waffenmeister hier bleibt, wenn wir drei nicht mehr da sind. Oder am Leben... ihr solltet ihm sagen, dass er verschwinden soll."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 9:52 pm
"Ich habe nicht vor ihn hier zu lassen", teilte Caillean ihm lediglich mit, sich jeden weiteren Kommentar darüber verkneifend, dass sie nicht vor hatte mit Krone und in den Gewändern vom Hof vor den König von Caria zu treten und ihn wissen zu lassen, dass er gerade die feindliche Königin vor sich stehen hatte. Er würde sich ja doch nicht davon beruhigen lassen. "Ebenso wenig habe ich vor Coreen hier zu lassen. Rhiannon wird zurecht kommen und die Männer in Schach halten, bevor sie das Schloss abfackeln."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 9:53 pm
"Bevor das passiert, wird eher sie es tun", murmelte Devastare nur kopfschüttelnd in Gedanken an die Heerführerin.
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 9:57 pm
Gänzlich überzeugt oder gar beruhigt war Karsh noch immer nicht, während er sich anhören durfte, wie seine beiden Schützlinge vor ihm einen Plan schmiedeten, der sie mit hoher Wahrscheinlichkeit umbrachte. "Wenn ihr glaubt, dass dies das Beste sei..." erklärte der alte Magier langsam, während er den Kopf langsam hin und her wiegte, als hoffe er dadurch, dass sich seine Gedanken einem Schneeball gleich zu einer Idee formten, "dann solltet ihr wirklich so schnell wie möglich aufbrechen. Ich kann vermutlich für ein wenig Ablenkung sorgen, damit ihr besser entkommen könnt."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 9:59 pm
"Karsh, das hier ist der Hof und nach alledem, was ich inzwischen von dir weiß, möchte ich dich darum bitten jedwede Art von 'Du hältst das für eine gute Idee' zu unterlassen. Ich möchte mein Schloss, mein Volk und eine Heimat in einem Stück wiederfinden, wenn ich zurückkehre. Wir kennen genug Gänge, durch die wir den Hof verlassen können."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:00 pm
Karsh hob den Blick und begegnete dem von Caillean. Sie vertraute ihm nicht mehr, doch er nickte nur mühsam.
"Wie ihr befehlt euer Hoheit."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:02 pm
"Dann werde ich Gawain informieren und du ... Coreen. Noch kannst du dich hier bewegen", beschloss Devastare und sah entschuldigend zu Karsh hin, dem es deutlich unwohl bei der Sache war. Dummerweise war er derjenige, der all das begonnen hatte.
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:03 pm
"Na geht schon", erwiderte Karsh und machte eine verscheuchende Handbewegung. "Wir werden uns wiedersehen, wenn all das vorbei ist..." erklärte er mit einem schmalen Lächeln. "Meine Gebete begleiten euch."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:10 pm
Caillean hatte keine Zeit mehr vergeudet, kaum dass sie Karshs Turm verlassen hatten und hatte sich nur kurz von Devastare verabschiedet, um jetzt nur wenige Augenblicke später, vor Coreens Tür zu stehen. Sie hatte überlegt, wie sie der anderen sagen sollte, was sie vor hatten, dass sie das Schloss verlassen würden - dass sie gen Caria aufbrechen würden und vor allem, weshalb sie sich ausgerechnet Caria als Ziel ausgesucht hatten, denn auch davon wusste die andere bislang noch nichts. Was sie brauchen würden war genug wehrhafte Männer und Frauen in ihrer Gruppe, denn sie selbst fiel aus dieser Gleichung mehr als heraus. Es hatte nie einen Grund gegeben, um sich zur Wehr setzen zu müssen - nicht mehr als mit dem Dolch, den sie bei sich trug, seit ihre Eltern ermordet worden waren und den Morys bislang noch nicht bei ihr entdeckt hatte.
Die Nervosität herunter schluckend scheuchte sie die Männer ihres neuen Ehemannes bei Seite und schien dabei energisch genug gewesen zu sein, als dass sie jetzt spurten. "Coreen", begrüßte sie die andere, als sie in den abgedunkelten Raum trat und das Bündel unter den Dutzenden von Decken auf dem Bett entdeckte. "Es ist wichtig."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:13 pm
Coreens Kopf schien mit einem simplen Fingerschnippen sofort anwesend zu sein - innerlich. Ihr restlicher Körper weigerte sich noch etwas und ihre Stimme hatte sie auch nicht unter Kontrolle, als sie sich halb aus der Decke schob, quer im Bett auftauchend. "...sn?" Dann realisierte sie, dass wirklich die Königin hier im Zimmer stand und mit einer uneleganten Bewegung schob sie sich aus den Decken, fiel halb auf den Boden und rappelte sich von dort auf ein Knie hoch, das Gesicht gesenkt, obwohl es keinen Unterschied gemacht hätte, so wirr wie ihr die Haare darüber fielen. "Majestät."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:15 pm
Beinahe hätte Caillean amüsiert über dieses abrupte Aus-dem-Bett-Fallen gelacht, wäre die Situation nicht so fürchterlich ernst und säße die Zeit ihnen nicht permanent im Nacken. "Du musst dich für heute Nacht bereit halten. Deine Sachen für eine längere Reise in den Norden gepackt und genug bewaffnet, um dich gegen alle Feinde verteidigen zu können."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:16 pm
Nicht nachfragen. Nicht nachfragen. Oh Coreen, frag einfach nicht nach. Sie hörte Rhiannons flehende, verzweifelte Stimme in ihrem Kopf, als würde die andere neben ihr stehen, doch Coreen war nicht unbedingt immer einer Meinung mit der anderen. So auch jetzt. "Was ...? Warum?"
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:18 pm
"Wir verlassen das Schloss, bevor Morys zurückkehrt. Gemeinsam mit Devastare und Gawain", teilte sie der anderen mit und wartete darauf bis sie sich wieder aufgerichtet hatte, bevor sie weitersprach. "Unser Ziel ist Caria. Es gibt dort vielleicht eine Chance darauf, wie wir dieses Reich vor Morys und einem drohenden Krieg mit Caria bewahren können."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:20 pm
"Ich fürchte, wenn ich frage, sagt Ihr mir, dass es Zeit hat und ich mich beeilen muss, mir würde alles unterwegs erklärt ...?" Sie schien recht zu haben mit der Aussage und sah sich kurz in ihren Räumlichkeiten um, ehe sie die Schultern zuckte. Es war Winter. Welche Zeit war besser geeignet, um draußen eine Reise ans andere Ende des Kontinents zu beginnen ...?
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:23 pm
Wenn sie jetzt nicht begann ehrlich zu sein würden sie die Geschichte auf der Reise ein zweites Mal ausbreiten müssen und sie zwänge Devastare erneut in die unangenehme Lage, dass über statt mit ihm geredet werden würde. Die Türen waren dick genug, als dass es niemanden gab, der die Worte hören konnte, die hier gesprochen wurden. Coreen war loyal und vertrauenswürdig - warum also warten? "Karsh hat uns über Devastares Vergangenheit angelogen. Er ist der Sohn des Königs von Caria und dieser will ihn zurückhaben, deswegen ist Karshs Schülerin hier. Geht Devastare nicht, ruft Carias König zu den Waffen. Also gehen wir in den Norden."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:26 pm
Das "Ich weiß" lag ihr auf der Zunge und Coreen biss so heftig darauf, dass sie den metallischen Geschmack von Blut im Mund hatte. Elaine hatte ihr all das vor so langer Zeit erzählt und ihr ein Versprechen abgenommen - ein bindendes. Sie wollte definitiv nicht als Kröte enden, also schwieg sie. 
"Dann sollten wir uns beeilen", stellte sie fest, weil es unverfänglicher war und strich sich endgültig die Haare hinter die Schultern, bevor sie nach ihren Waffen zu greifen begann.  Der Gedanke an ihre Königin, die sich mit ihnen auf den beschwerlichen Weg machen würde, war noch zu absurd um ihn zu greifen und sie schüttelte das Unwohlsein ab. "Ich muss zu Rhiannon, ehe wir gehen."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:28 pm
"Dann beeil dich. Wir brechen bei Einbruch der Dunkelheit auf und treffen Karshs Schülerin an den Toren."
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Re: Kapitel 1

am Mi Dez 27, 2017 10:41 pm
Foster spuckte Blut aus, während er sich mit der Zunge über die Zahnreihe fuhr um sicherzugehen, dass alle seine Zähne noch an Ort und Stelle waren. Er spürte die Fetzen seiner Wange, wo er so fest zugebissen hatte, dass er sich ein Stück herausgerissen hatte. Seine Nase pochte noch immer und die Schnitte an Oberarm und Unterschenkel brannten höllisch. Seine Stirn pochte und als er einen Schritt nach vorne machte, glaubte er den Boden unter den Füßen zu verlieren und ins Bodenlose zu stürzen. Erst im letzten Moment fing er sich mit seinem Schwert auf, kam auf den Knien zum stehen und blinzelte noch einmal. Die Leichen der Söldner mit Morys Emblem um ihn herum, die rauchende Ruine der Taverne vor ihm, die noch immer Funken in den Nachthimmel schickte, als wären sie letzte warme Grüße von Shira, der Gastwirtin, die dort von den verdammten Hurensöhnen bei lebendigem Leib eingesperrt und verbrannt wurde. Er tastete neben sich im vom Blut aufgeweichten Boden und bekam eine bauchige Flasche zu greifen.
Mit einem geübten Griff entkorkte er sie und sog gierig das Starkbier aus dem dünnen Flaschenhals, spürte wie der Alkohol in seinem Mund brannte und die Wunde auswusch, den Schmerz ein klein wenig betäubte. Er leerte die Flasche fast bis auf den letzten Schluck, ehe er sie absetzte und zu den brennenden Ruinen starrte, die einst das gewesen waren, was er als Heimat hätte bezeichnen können, wenn man ihn gefragt hätte. Wie zum Abschied hob er die Flasche ein letztes Mal. "Auf dich Shira..." flüsterte er leise und leerte dann den Rest der Flasche auf dem Boden aus.
Erst als ein Geräusch hinter ihm zu vernehmen war sprang er auf, taumelte und richtete sein Schwert auf die schattenhaften Gestalten vor sich, während er diese blinzelnd betrachtete. Verfluchte Scheiße.
"Noch mehr von euch?" spie er die Worte aus und deutete mit dem Schwert auf den Kreis der Leichen um sich. "Hattet ihr noch nicht genug?"
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 8:13 pm
Elaine hob lediglich die Augenbrauen als der Verletzte vor ihr mit dem Schwert herumfuchtelte und seufzte dann geschlagen, weil sie die Leichen von Morys' Soldaten um ihn herum erkennen konnte. Er stand also definitiv nicht auf Seiten des Tyrannen, aber ihm zu erläutern, sie seien nicht seine Feinde würde angesichts einer brennenden, zuvor gut besuchten Taverne hinter ihnen und des Zustands, in dem er sich befand, zu lange dauern. Keiner von ihnen konnte riskieren, dass sie unnötige Aufmerksamkeit auf sich zögen, indem sie hier solange stritten bis Morys' Söldner hier auftauchen und sie zurück zum Schloss schleifen würden. "Lass dein Schwert sinken", versuchte sie es trotzdem im Guten und setzte einen Schritt nach vorn, aber spätestens als der andere erneut das Schwert in ihre Richtung ausstreckte, tauschte sie einen kurzen Blick mit Coreen, bevor ein dumpfer Schlag mit einem Ast der umherstehenden Bäume ihn einstweilen ausknipste.
"Schlagen wir Lager in ein Stück Entfernung auf", schlug sie vor und schloss kurz die Augen, leise Worte flüsternd, die den fremden Soldaten auf Taschengröße schrumpfte, bevor sie ihn vom Boden aufhob. Sie würde sich im Lager um seine Wunden kümmern - wenn sie genug Distanz zwischen sich und eine brennende Taverne gebracht hatten.
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 8:20 pm
Es war seltsam mit anzusehen, wie ein gestandener Mann mit einem Mal auf die Größe einer Puppe schrumpfte, mit der ein paar Kleinkinder hätten spielen können. Er warf einen kurzen Blick zu Elaine, wusste jedoch dass es sinnlos war zu fragen und das er die Antwort vermutlich ohnehin nicht verstanden hätte. Also folgte er der kleinen Gruppe lediglich und beobachtete die brennende Schenke, zumindest so lange diese noch in Sichtweite war. „Ich denke dort hinten, hinter dem kleinen Berghang dürfte es sicher für uns sein. Dort sie man uns aus dem Süden nicht und mit etwas Glück sind wir vor dem Regen geschützt, der scheinbar bald aufkommt. Die Insekten fliegen bereits so niedrig, dass man gut ein Dutzend verschluckt wenn man den Mund zu lange aufmacht.“ Sie hatten Glück wie sich kurz darauf herausstellte. Nach der kurzen Umrundung eines kleinen Berges, der dann urplötzlich mit einem steilen, beinahe senkrechten Gefälle endete, fanden sie eine kleine Einbuchtung in eben diesen Berg. Nicht das man es eine Höhle hätte nennen kennen, mehr eine Felsnische. Doch zumindest ragte der Bergkamm weit genug über ihre Köpfe hinweg, als das sie nicht nass werden würden.
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 8:25 pm
"Was willst du mit ihm machen?", fragte Coreen schließlich nach einer Weile, in der sie den kleinen, schlaffen Mann in Elaines Händen skeptisch beäugt hatte. "Er könnte dir immer noch das Auge auspieksen ..." Sie deutete auf sein Miniatur-Schwert, das in der Scheide steckte. Nicht größer als ein Zahnstocher am königlichen Hofe. Devastare unterdessen hatte sich still zurückgehalten, war sich nicht sicher, was er sagen oder davon halten sollte, irgendwie zum Anführer dieser kleinen, merkwürdigen Truppe ernannt worden zu sein, die sie bildeten. Eine fremde Magierin, eine Soldatin, ein Waffenmeister, eine Königin, eine geschrumpfte Variante eines Haudrauf und er selbst - ein Mitglied der Königinnengarde. Absurder hatte es auch in seinen Träumen nicht kommen können.
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 8:32 pm
"Ihn wieder größer zaubern und ihn versorgen, bevor er uns hier verblutet. Er hat Morys' Männer ermordet und wir brauchen alle Unterstützung, die wir kriegen können", erklärte Elaine als sie die kleine Bergnische erreicht hatten und die Decken dort ausbreiteten. Wenn es beginnen würde zu regnen, würde es zumindest schwerer werden ihre Spuren zu verfolgen - viel Zeit würde es ihnen trotzdem nicht geben, denn sie mussten ebenso rasten, wie es ihre Verfolger tun mussten.
"Er schläft und das vermutlich noch eine ganze Weile. Ich kann sein Schwert ja erst einmal auf Miniaturgröße belassen, bis wir sicher sind, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht."
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 8:55 pm
Sein Kopf dröhnte noch schlimmer als nach seinem Aufeinandertreffen mit den verdammten Söldnern. Er blinzelte in der Hoffnung, dass sich sein Geist so aufklaren würde, doch diese Hoffnung war vergebens. Noch immer drehte sich alles um ihn und er schmeckte Eisen und Galle im Mund. "Verflucht..." stöhnte er und seine Stimme war dunkler als er es von ihr gewohnt war. "Wer seid ihr?" fluchte er leise, während er versuchte sich aufzusetzen. Sein Arm zitterte unter der Belastung, während er versuchte sich aufzusetzen. Irgendetwas stimmte nicht - er fühlte sich zu groß für seinen eigenen Körper, doch dieses Gefühl hielt nur kurz, während er den Blick nun auf die Frau mit der Kapuze richtete. "Hofft ihr auf ne Belohnung vom alten Morys, wenn ihr mich ausliefert?"
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 9:05 pm
"Wenn wir das gewollt hätten, hätte ich dich geschrumpft gelassen und dich einfach in eine Tasche gestopft bis wir im Schloss angekommen wären", erwiderte Elaine schnaubend und hob die Hände, um den anderen zurück auf das provisorische Lager zu drücken, auf dem er die letzte Zeit gelegen hatte. Sie hatte die Wunden, die der Kampf nach sich gezogen hatte, ausgewaschen und notdürftig zusammengenäht, hatte die Stellen mit neuen Verbänden versorgt, damit der Dreck auf der Straße und in den Wäldern - oder auf ihrem provisorischen Lager - dafür sorgen würde, dass sich die Wunden entzündeten und sie ihn an das Fieber verlor.
"Warum sollten wir eine Belohnung von Morys erwarten?", hakte sie dann nach und fixierte das Gesicht des anderen, misstrauisch geworden von seiner Fragerei und den Befürchtungen, die ihm ins Gesicht geschrieben standen. "Was hast du ihm getan, dass du jetzt gesucht wirst?"
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Re: Kapitel 1

am Do Dez 28, 2017 9:07 pm
"Geschrumpft?" hakte Foster ungläubig nach und glaubte sich verhört zu haben. Was bei allen bösen Geistern redete diese Frau für einen Unsinn?
Er blinzelte noch einmal und war froh, als ihn die nächste Frage aus seinen Grübeleien riss, die dank seines dumpfen Schädels in keine Richtung führen wollten. "Was ich getan habe?" hakte er nach und starrte sie weiterhin ungläubig an. "Verflucht noch eins, hat mich eine Gruppe Blinder aufgelesen? Ich habe die Soldaten des Königs ermordet als sie die Taverne niederbrannten. Soweit ich weiß nennt sich sowas Verrat... besonders in meiner Position."
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Re: Kapitel 1

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