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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:44 pm
Coreen wich dem ersten Angriff aus und bildete sich nichts darauf ein. Sie wurden beide erst warm und wenn sie sich in Sicherheit wiegte, würde sie nur verlieren. Er war unverletzt im Gegensatz zu ihr und nicht erschöpft von Reise und Flucht und obwohl sie viel schneller regenerierte als Elaine oder Devastare, trotz ihrer Zauberergene, war sie weit von ihrer Höchstform entfernt. Sie konnte nur hoffen, dass Aristeas ausgehungert war oder irgendetwas anderes erlebt hatte, was ihn dazu brachte, nicht gänzlich sein Bestes geben zu können. 
Ehrgeiz war immer ihr Problem gewesen. Rhiannon hatte sie angetrieben und gleichzeitig dafür gescholten, nie aufhören zu können, immer nur trainieren und besser werden zu wollen und lange, lange Zeit hatte sie das Gefühl gehabt, etwas ausgleichen zu müssen, weil sie so ein herzerweichend schlechter Drache war, der irgendwie all die Drachensachen nicht so richtig hinbekam, wie es sein sollte. Sie hatte als Mensch das beste konzentrieren wollen, was sie sein konnte. Irgendwann war es ihr zur zweiten Natur geworden. 
Sie stand da, die Beine auf schulterhöhe auseinander, wartete ab, die Hände offen und bereit, den Angriff zu blocken oder abzuwenden, wenn er den kommen sollte. Sie musste geduldig sein - nicht gerade ihre Stärke. 
"Und du zu wenig Zeit", gab sie zurück. "Drachen wie du sind es, die die Angst vor uns schüren und es uns unmöglich machen, uns in den meisten Ländern zu bewegen."
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:48 pm
Er wusste langsam nicht mehr, ob er lachen oder weinen sollte. Die Soldatin, neben der er schon gekämpft hatte, konnte in ihrer Drachenform, von der er zum ersten Mal hörte, nicht gut landen. Es widersprach so allem, was er von Coreen wusste und gedacht hatte und es war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. 
"Du bist eine Halbfee", stellte er dann fest und ließ sich neben Elaine in den Schnee sinken, den Dolch aus ihrer Reichweite legend, damit sie sich damit nicht verletzte. Themenwechsel auf unelegante Art und Weise - ganz sein Ding.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:49 pm
"Wie ihr befehlt, Majestät" erwiderte Foster, ehe er ein wenig zu schnell: "uhm - Caillean", hintendran setzte. Es stimmte: Sie war nass, dreckig und hatte rein gar nichts mehr königliches an sich. "Und wenn wir schon dabei sind, werdet ihr auch nicht mehr unter diesem Namen reisen. Oder eurer eigentlichen Herkunft. Mag sein, dass wir mit Magiern und Gardisten durch die Lande ziehen konnten und euch bei eurem Namen nennen durften. Aber ich alleine kann euch nicht beschützen, wenn jemand erfährt wer ihr seid. Vor allem nicht ohne mein Schwert..." beschützen - er hatte es geschworen und er würde sich an diesen Schwur halten. Aber wie er das genau anstellen sollte? Das wusste er noch immer nicht. Doch eines war klar - Caria war keine Option.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:50 pm
„Ach denkst du das?“ Er machte einen Ausfallschritt nach vorn und konnte durch die Überraschung sein Knie gegen ihre Nieren schmettern. Jedoch blieb ihm danach für einen Moment die Luft weg, denn der vorige Angriff von Coreen auf seine Leistengegend war nicht spurlos an ihm vorbeigegangen, sodass die andere ihm kurz darauf einen kräftigen Hieb gegen seine linke Gesichtshälfte verpassen konnte. Aristeas taumelte zurück und entging mit einer Rolle im letzten Augenblick einem nachgesetzten Tritt. „Die Menschen fürchten uns nur nicht genug, Weiße. Akzeptanz unter uns ist es, was wir brauchen. Nicht gegenüber diesen Bodenkriechern.“
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:52 pm
"Es gibt zu wenige von uns, als dass wir noch reine Bündnisse von Drachen schmieden könnten - und die, die es gibt, sitzen in Ayantis und haben keinen. Verdammten. Bock. Auf. Uns!" Sie schoss nach vorne und begleitete jedes Wort mit einem Fausthieb - erst der letzten traf und sie ließ ihren Ellenbogen gegen seinen Kiefer folgen, ohne genug Schwung zu haben ihn zu Boden zu reißen und ihm dann die Luft abzudrücken. 
Mehr tänzelnd wich sie zurück, die blutigen Knöchel stark heraustretend, so fest waren ihre Fäuste geschlossen. "Und ich weigere mich, so ein Einsiedler zu werden, wie du!"
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:57 pm
„Was denn, du hattest bereits das Vergnügen mit den Wahnsinnigen aus Ayantis? Die einen mit ihrer Überzeugung des reinen Blutes unter die Erde bringen wollen, bevor man einmal vom Boden abgehoben ist?“ Sein Kiefer fühlte sich betäubt an, als würde ein Teil davon fehlen, jedoch überzeugte ihn eine kurze, tastende Geste vom Gegenteil. Ein weiterer Hieb folgte, jedoch zu offensichtlich, sodass Aristeas unter diesem hinwegtauchen konnte, dabei den Arm der Frau griff und sie zu Boden zwang. „Du weißt gar nichts Weiße, gar nichts! Du bist mehr einer von Ihnen als alles andere!“ Er zog ihren Arm immer wieder in die Höhe, in der Hoffnung sie so zur Aufgabe zu zwingen.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:58 pm
"Das war jetzt nicht wirklich etwas Neues", bemerkte Elaine und verbiss sich ihn darauf hinzuweisen, dass damit auch er diese Gene besaß. Es war zu früh, vielleicht würde niemals der Moment kommen, an dem sie ihn darauf hinweisen konnte, wer er war und als was er geboren worden war und gerade jetzt wusste sie nicht, ob sie darüber nicht dankbar sein sollte. Gerade jetzt - nach all diesen Neuerungen würde er nicht auch noch davon etwas hören wollen und sie konnte es ihm nicht einmal verübeln. "Es unterscheidet mich nicht viel von anderen - ich habe nur ein Problem mit Eisen und altere nicht", fuhr sie fort und lehnte sich mit dem Rücken an den großen Baumstamm, den Kopf anlehnend und die Augen für einen Moment schließend. "Sie hat wirklich nie etwas darüber gesagt?"
___________________________

Sie hing nicht besonders als diesem Namen, erinnerte sich nur zu gut daran, wie er geklungen hatte als Morys ihn ausgesprochen hatte und sie schauderte allein bei dem Nachdenken darüber. Die Erinnerung an die Zeit mit ihm ließ ihr übel werden und für eine Sekunde wandte sie den Blick über die Schulter zurück, als sei er ein Dämon, dessen Namen man nur nennen durfte, wenn man ihn zeitgleich beschwören wollte. Sie war einfach verschwunden, hatte ihre eigentliche Heimat verlassen, um vor ihm zu fliehen und dabei ihr ganzes Volk in Gefahr gebracht - weil sie es nicht ertragen hatte weiterhin an seiner Seite zu stehen, sich von ihm betatschen zu lassen, nur damit er seinen Spaß empfand. Vielleicht musste sie wirklich jemand anderes werden, um die Erinnerungen an ihn loszuwerden - diese lähmende Furcht, die sie beinahe wieder ergriffen hätte.
"Meinetwegen", stimmte sie zu. "Ich habe ein paar Freunde in den nördlicheren Ländern - Havia steht auf unserer Seite. Wir können zu ihnen, um Hilfe zu bekommen, Morys aus Ekynes zu vertreiben."
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 6:59 pm
Dumm nur, dass er vergessen hatte, wie nah seine zweite Hand, mit der er sich abstützte, während er halb auf ihr saß, vor ihrem Gesicht war. Auch, wenn es bedeutete, dass sie sich selbst den Arm schmerzhaft verrenkte, sie ließ den Kopf vorschnellen wie eine Schnappschildkröte und biss zu, so fest sie konnte und bis sie Blut schmeckte. 
"Immerhin bekomme ich mit, was in der Welt geschieht und traue mich mehr als nur eine Meile aus meinem Zuhause!", konterte sie.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:03 pm
Aristeas schrie vor Schmerz auf, fiel zur Seite und löste sich mit einem Tritt auf Coreens Brustbein aus ihrem Biss. „Und was soll ich dort mitbekommen? Etwa diese erbärmlichen Ränkespiele zwischen einer Generation und der nächsten?“ Hakte er nach, für einen Moment unaufmerksam, da er nach seiner Hand sah, welche nun mehrere tiefe, blutige Furchen aufwies.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:03 pm
"Wäre zu überlegen," stimmte Foster zu, wenngleich er auch seine Zweifel hatte, ob gerade Havia ihnen helfen würde. Er hatte die Leute dort immer als sehr reserviert kennen gelernt. Als Menschen, die sich nur um ihre eigenen Probleme kümmerten. Aber selbst wenn sie helfen würden... "...allerdings nicht vor dem Frühjahr, vielleicht besser noch Sommer. Der Weg in den Norden ist beschwerlich und das Meer zur jetzigen Jahreszeit zugefroren. Mein Schiff ist kein Eisbrecher und ich hege kein Interesse daran mein Schiff zu verlieren."
Er rieb sich die Arme, während sie weiter stapften. "Und der Landweg ist ausgeschlossen, zu viele Feinde auf dem Weg."
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:05 pm
Ein klein wenig entspannter schüttelte Devastare den Kopf. "Sie hat nie etwas gesagt und ich habe nie gefragt. Und bevor du es nun tust ... warum sollte ich meinen Gefährten auf die Füße treten oder sie aushorchen, wenn sie etwas offensichtlich nicht erzählen wollen und es für mich Normalität ist, wenn jemand anders ist? Ich brauche nicht zu wissen, ob du eine Halbfee bist, auch, wenn mir die Information erspart, dir in Notfällen ein Schwert in die Hand drücken zu wollen und dich damit zu verletzten - oder ob Coreen ein Drache ist und vielleicht auch noch der Berater der Königin eine Dryade. Nicht aus Ignoranz, sondern, weil es in meinen Augen nichts daran ändert, wie ich die Personen zu behandeln habe."
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:09 pm
Sie nutzte diesen einen Moment der Unachtsamkeit, völlig atemlos, weil der Tritt gesessen hatte und sie bereute bereits jetzt, dass sie ahnte, wie groß die verdammte Prellung dort werden würde und stieß sich von ihrer Haltung in der Hocke und mit einer Hand auf dem Boden los, riss ihn mit ihrem Körpergewicht zu Boden und presste ihm den Unterarm gegen den Hals, so weit, dass sie sah, wie die Sehnen und Muskeln sich unnatürlich spannten. Nur um ihren Punkt klar zu machen umklammerte sie seinen Kopf mit der zweiten Hand, die, die etwas mitgenommen war wegen der Verdrehung und drückte ihm den Daumen auf das geschlossene linke Augenlid. "Du könntest einen Unterschied machen - ob klein oder groß, was weiß ich schon! Aber hier machst du definitiv keinen und suhlst dich nur in deinem Geschrei darüber, wie furchtbar doch die Welt ist. Aber du Feigling tust nichts dagegen! Du versteckst dich! Eine Schande für unser ganzes Volk!"
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:13 pm
Elaine begann leise zu lachen, als sie an Eoren dort oben in Caria dachte, schüttelte dann aber schließlich nur den Kopf und nickte für sich selbst. "Vielleicht ändert es nichts daran, wie du die Personen, die dir begegnen behandeln solltest, aber sehr wohl worauf du achten musst, was dein eigenes Verhalten angeht. Für Drachen oder in der Anderswelt sind viele Dinge eine Beleidigung, die für die Menschen ganz normal sind. Es sind andere Kulturen mit anderen Regeln, es ist nicht schlecht sie zu kennen und zu wissen, wen du um Hilfe fragen musst ... oder zum Beispiel, dass du Coreen zum Heilen nur in den Schnee legen musst, statt sie zu verbinden und ans Feuer zu setzen", erklärte sie nur und beließ es einfach dabei. Caria würde noch viele Dinge beherbergen, die ihn verwundern würden - Dinge, über die er ins Zweifeln geraten würde und sie wollte nicht bereits jetzt schon den Versuch machen müssen, ihn wieder davon zu überzeugen, dass der Weg nach Caria der Richtige war.

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"Devastare und die anderen sind auf dem Weg nach Caria", erinnerte sie ihn, weil sie nicht vorhatte die anderen einfach so im Stich zu lassen, von denen sie getrennt worden waren. Sie waren gemeinsam auf diese Reise gegangen, um eine Lösung zu finden. "Wir sind aufgebrochen, weil es dort eine Gelegenheit gibt, unsere Probleme zu beseitigen. Ich werde mich nicht in ein anderes Land setzen und nur darauf warten, dass jemand anderes sich um meine Probleme kümmert, Foster."
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:13 pm
Aristeas keuchte und strampelte mit den Beinen, versuchte verzweifelte die Anderen irgendwie von sich loszubekommen. Alle Worte waren in diesem Moment überflüssig, es waren lediglich kurze, direkte Gedanken und Emotionen die in seinem Kopf vorherrschte. Schließlich schaffte er es, ein kurzes Stück Distanz zwischen sie zu bringen und ihre Hand von seinem Auge zu schleudern. Für einen Schlag oder einen Tritt hatte er jedoch nicht genug Platz, sodass er sich nun seinerseits in ihrer Schulter verbiss. Beinahe direkt bemerkte er, wie Blut in seinen Mund floss. Ein eigenwilliges Gefühl, war es doch nicht das eines Menschen, sondern eines Artgenossen.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:17 pm
"Ich weiß wo die anderen hinwollten - sie wollen dort den König umbringen. Ist mir bekannt. Aber wir werden nicht dort hingehen, ohne das wir wissen wo die anderen sind oder was die anderen machen..." er schüttelte den Kopf. "Vielleicht hat Devastare gewusst, wie er euch dort oben geheimhalten soll, ich weiß es aber nicht. Und ich habe ihm geschworen, dass ich euch beschützen werde - und genau das habe ich vor Maje-lean."
Er riss seinen Fuß hoch und fluchte, als sein Stiefel im Morast stecken blieb und nur sein Fuß mit Socke in der Luft hing.
"Verfluchte Scheiße bei der dreitittigen Mutter des verfickten Klabautermanns!"
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:20 pm
Na immerhin Durchhaltevermögen hatte der andere. Coreen besah sich die Wunde, fühlte die ausstrahlenden Schmerzen, wagte aber nicht, eine Hand danach auszustrecken, obwohl ihre Instinkte ihr sagten, sie brauche diesen Schutz gerade sehr sehr dringend. "Schmeckts?", fragte sie spöttisch und blieb stehen, wo sie war. Kräfte schonen. Haushalten. Das war es, was Rhiannon ihr eingetrichtert hatte und die Kälte tat ihr Übriges. 

Still sah Devastare Elaine von der Seite an, hatte das dumpfe Gefühl, eine weitere Stunde bei Karsh zu sitzen und zog es vor, nicht weiter darauf zu antworten. Sie war ihm verdammt ähnlich und es erklärte auch, warum sie beide so schlecht zusammengepasst hatten, was er aus ihren Gesprächen herausgehört hatte. Vorhaltungen hatte er jedenfalls genug gehört und auch, wenn sie es nett meinte, so wollte er gerade nichts davon hören. Gar nichts.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:23 pm
Cailleans erster Impuls, ihn freundlich darauf hinzuweisen, dass nicht einmal er sie erkannt hatte und er war ein Bürger ihres eigenen Landes und war ihr schon einmal begegnet, wurde im Keim erstickt als sie seinen Versuch sah sich aus dem Morast zu befreien und für den Augenblick nicht wusste, ob sie seinem Schuh jetzt zu Hilfe kommen sollte oder nicht. Wie sie die nächste Zeit mit ihm auskommen sollte, konnte sie noch nicht sagen - vor allem nicht mit den wüsten Flüchen, bei denen sie eine ganze Weile brauchte, um sie überhaupt einzusortieren, geschweige denn zu verstehen. Sie wünschte sich wieder die anderen an ihre Seite, denen sie vertrauen konnte und von denen sie wusste, wie sie miteinander umgingen - Foster war ein vollkommen anderes Kaliber.
"Braucht Ihr Hilfe oder werdet Ihr allein mit dem Morast und einem Stiefel fertig?"
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:23 pm
Als Antwort gab Aristeas nur ein Lachen von sich, während der Druck von Coreens Ellenbogen erneut gegen seinen Hals stieß und dort immer und immer mehr Luft abschnürte. „Du“, er versuchte erneut irgendetwas in Beißweite zu bekommen, bekam letztlich jedoch nur seine Hand an die Kehle des weißen Drachens.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:27 pm
"Ich werde es überleben," erwiderte Foster angesäuert und steckte seinen Fuß zurück in den Stiefel, ehe er diesen mit einem quatschenden Geräusch wieder aus dem Morast zog. Genauso säuerlich wie sein Tonfall war auch der blick, mit dem er den Stiefel betrachtete, der - zuvor noch glänzend - nur noch ein dreckiges Braun aufwies. "Wir sollten weiter..." seufzte er und sah zum Himmel. "Es sieht nach Schnee aus und wir könnten uns erfrierungen zusehen, wenn es noch kälter wird."
Er schenkte Lean ein knappes, freundliches Lächeln während er sich weiter vorankämpfte.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:28 pm
"Ich?!", hakte sie nach und schloss die Finger noch einmal zur Faust, um damit auf seine Nase zu schlagen. Schmerzpunkte. "Lass uns gehen!", verlangte sie dann und hob erneut die Faust. Seine Position war denkbar ungünstig.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:31 pm
Er versuchte weiter sich zu wehren, schlug die Fäuste sie gut es ihm aus seiner Position aus gelang zu Seite, konnte noch einen guten Hieb auf Coreens Lippe landen, jedoch brachte ihm ein seitlicher Schlag gegen seine Schläfe seine vollkommene Niederlage ein. Er ließ den Kopf nach hinten sinken, keuchte und blinzelte mehrmals, brauchte einen Moment um festzustellen wo oben und wo unten war. „Gut“, murmelte er, als er den Schatten der Faust erneut über seinem Gesicht sah.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:32 pm
Beim letzten Mal, als sie darüber gesprochen hatten - kaum fünf Minuten her, hatte er gesagt, es wäre nur noch eine Sekunde bis zu dem nächsten Gasthaus, wenn er sich nicht täuschte. Nach der jetzigen Aussage vertraute Caillean seinem Orientierungssinn plötzlich nicht mehr ganz so sehr, wie sie eigentlich sollte und quälte sich weiter durch Morast und Matsch. Meter um Meter weiter nach vorn, obwohl ihr die Oberschenkel von der ungewohnten Anstrengung jetzt schon brannte. "Und", begann sie die Stille wieder zu durchbrechen. Die Ruhe war unangenehm, nur das Rauschen des Windes in den Bäumen um sie herum und das widerwärtige Geräusch des Morasts, das sie an alles andere zurück erinnerte. "Als was genau kehren wir in dieses Gasthaus ein? Nur für den Fall, dass es Fragen geben sollte, wo wir - so wie wir aussehen - mitten in der Nacht herkommen."
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:32 pm
Fast schon enttäuscht ließ Coreen sich zurücksinken - mehr auf ihn als auf ihre angewinkelten Knie und runzelte die Stirn, während ein Blutstropfen von ihren Lippen auf seiner Brust landete. "Gut? Das heißt, du lässt uns gehen ...?" So ganz traute sie dem Frieden nicht.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:35 pm
„Wie … sollte ich euch aufhalten?“ Hakte er nach und lachte mit einem darauffolgenden Husten. Die andere konnte ihn ohne weitere Probleme weiter angreifen und jeder Schlag von ihm wäre aus einer liegenden Position so offensichtlich gewesen, dass er nur wenig Erfolgsaussichten darauf hatte, einen weiteren Treffer zu landen.
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Re: Kapitel 2

am Sa Jan 06, 2018 7:36 pm
"Hier in der Gegend gibt es Banditen", erklärte Foster düster, während zwischen den Bäumen einige Lichter zu sehen waren, die auf das Gasthaus hindeuteten. "Wir sind ihnen begegnet und haben sie vertreiben können. Ich habe einem von ihnen eine böse Wunde über die Brust geschlagen, beim Kampf jedoch mein Schwert verloren. Ich bin Offizier der königlichen Marine - ein Mann von Morys. Es wird weniger Fragen geben, wenn ich mich wie einer von ihnen benehme. Meine Auszeichnungen habe ich noch und ihr..." er betrachtete sie, schien zu überlegen, ehe er antwortete. "Viele Offiziere - und vor allem jene unter Morys Kommando - halten sich Gespielinnen. Das würde man uns abnehmen."
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Re: Kapitel 2

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