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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:05 pm
"Schwach, wie immer..." erwiderte er als er sah wie Elaine sich umwandte und schüttelte den Kopf.
"Wenn Devastare nicht bereit ist mit mir zusammen zu arbeiten werde ich mir Recht zu schaffen wissen, verlass dich drauf!"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:06 pm
"Hör auf leere Drohungen auszustoßen. Wie willst du das anstellen, ohne ihn zu kennen?"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:09 pm
"Du hälst mich noch immer für einen unbedarften Narren oder? Glaubst du nicht, dass ich Spione auch in Ekynes hatte?" er zeigte ein spöttisches Lächeln, welches sich über sein Gesicht zog. Er hatte da durchaus jemanden an der Hand, wenngleich es ihn verflucht viel Geld und Waren gekostet hatte - aber aktuell war Morys genau auf diese Dinge angewiesen. "Ich habe jemanden in meinen Kerkern, der Devastares SIcht auf die Dinge noch einmal ändern dürfte."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:12 pm
"Ach wirklich? Wären deine Spione auch nur halb so gut wie du von ihnen glaubst, wüsstest du weit mehr als nur eine arme Seele aufgegriffen zu haben, mit der du glaubst ihn zur Kooperation gezwungen zu haben. Ich schlottere vor Angst vor deinem Genie, Thealon."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:13 pm
"Ich glaube, dass das Leben des alten Gawain die Waagschale sehr zu meinen Gunsten ausschlagen lässt meine Liebste. Vor allem, da es nur meinen Heilern zu verdanken ist, dass er noch lebt."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:15 pm
Gawain. Elaine brauchte eine Weile bis sie sich überhaupt daran erinnerte, um wen es dabei eigentlich ging. Der Waffenmeister. Derjenige, den sie mitten im Wald verloren geglaubt hatten als Morys' Männer ihn mit Pfeilen gespickt hatten. "Gawain also", echote sie und bemühte sich um ein schiefes Lächeln. Sie würde Devastare davon informieren müssen, eine Möglichkeit finden müssen den Waffenmeister zu befreien und ihn an einen Ort zu schicken, an dem er sicher war - sicherer als in diesem verfluchten Schloss. "Gab es da etwa einen Geiselaustausch zwischen Morys und dir? Ich wusste gar nicht, dass du seit Neustem mit ihm zusammen arbeitest."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:19 pm
"Zusammenarbeiten? Der junge Baron ist heillos überfordert mit dem Reich und es versinkt bereits in Chaos. Meine Spione kamen rechtzeitig aus dem Land heraus, ehe die große Dunkelheit kam - und sie dachten, es wäre gut wenn sie den Mann mitnehmen würden, der dem Kronprinz so viel bedeutete", erklärte Thealon sachlich und zuckte mit den Schultern. "Und ich muss dir wohl kaum sagen, dass ich dir verbiete Devastare auf irgend eine Weise diese Information zukommen zu lassen, nicht wahr Elaine? Ich mache sonst von deinem Schwur ja kaum gebrauch, aber aktuell scheinst du mir wieder ein klein wenig aus der Reihe zu tanzen. Hast du verstanden? Ich werde der einzige sein, der Devastare von den glücklichen Umständen erzählt."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:26 pm
Elaine biss die Zähne aufeinander und nickte dann schließlich widerwillig. Sie hatte keine Wahl, nicht ein einziges Wort würde über ihre Lippen kommen können und sie hasste es schon jetzt. Er machte wenig von dem Schwur gebrauch - beinahe hätte sie darüber aufgelacht, wäre die Situation nicht so verflixt ernst und gefährlich wie sie gerade war. "Ach?", fragte sie mit erhobenen Augenbrauen, weil es ihr lieber war, er wäre wütend auf sie statt sich weiterhin damit zu befassen, wie er Devastare unter Kontrolle bringen konnte. "Ich scheine dir also wieder ein klein wenig aus der Reihe zu tanzen", wiederholte sie und verengte die Augen. "Ich versuche meine Kinder zu beschützen."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:29 pm
"Unsere Kinder," rief er ihr in Erinnerung. "Und deswegen lasse ich es dir auch durchgehen. Du bist eine Mutter und es ist verständlich, dass du sie vor allem unbill bewahren willst. Aber du beschützt sie nicht, indem du sie mit Mutterliebe umhüllst uns fast darin erstickst. Ich will unseren Kindern kein Leid zufügen Elaine. Ich will Könige aus ihnen machen - das ist mehr als die meisten anderen von sich behaupten können."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:30 pm
"Und wann begreifst du, dass sie das nicht wollen? Dass sie die Krone gar nicht wollen? Dass es nur dein Traum ist und nicht ihrer!"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:31 pm
"Es ist ihre Bestimmung!" erwiderte Thealon und hätte beinahe verzweifelt aufgelacht. "Aber ich sehe schon woher Devastare diesen Trotz hat. Schön und gut - aber ein König hat das eigene Leben nunmal nicht in der Hand. Ich habe meines nicht in der Hand, du nicht das deine und sie werden auch ihr Leben einem höheren Zweck unterordnen müssen!"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:35 pm
Bestimmung. Wenn sie noch ein einziges Mal etwas von einer Bestimmung, einem Schicksal oder einer umfassenden Pflicht für das eigene Land hören würde, würde sie anfangen loszuschreien, aber statt hier die Beherrschung zu verlieren, wandte sich Elaine noch einmal zurück zum Fenster und ließ ihren Blick über die nächtliche Landschaft wandern. "Du hast deinen Standpunkt klar gemacht", bemerkte sie nur beiläufig und seufzte dann schwer. Wenn er doch nur jemand anderen finden würde, den er schikanieren konnte - jemand anderem, den er für einen endgültigen Sieg nutzen konnte, ohne dabei auch gleichzeitig weiter auf Devastare einzuschlagen. "Und jetzt?"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:38 pm
"Jetzt wäre es zur abwechslung ganz nett, wenn du..." er hielt inne, schüttelte den Kopf. Was tat er da? Brauchte er wirklich Bestätigung von dieser Frau? Musste er sich überhaupt von irgendwem Bestätigung holen? Er war der König - und sein Ruhm würde bald über alle Zeiten hinaus strahlen. "Vergiss es. Es ist spät und ich sollte schlafen gehen."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:40 pm
"Wenn ich zur Abwechslung mal was, Thealon? Niemand von uns hat Kontrolle über sein eigenes Schicksal, das hast du doch eben deutlich gemacht. Was soll ich also tun, großer König?"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:44 pm
"Was?" er hob den Kopf und blinzelte Elaine an, völlig perplex. Er war bereits halb aufgestanden, ließ sich dann jedoch wieder zurück auf den Stuhl sinken und seufzte. "Es wäre ganz nett, wenn du mich zur Abwechslung mal nicht so behandeln würdest, als wäre ich der größte Tyrann Elaine. Wir haben zwei Kinder zusammen. Dir fehlt es hier an nichts. Du hast Macht und Einfluss und auch Kira geht es hier gut. Mein Volk leidet keinen Hunger, ich folge den alten Pfaden. Ich versuche meine Familie zu beschützen und doch schlägt mir aktuell von allen bis auf Kira nur Hass entgegen!"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:51 pm
"Was erwartest du? Du hast deinen Ältesten hierher zurück geschliffen, weil du mich damit bedroht hast Kira etwas anzutun, wenn ich es nicht tue. Du hast einen Freund deines Sohnes im Kerker und erpresst ihn jetzt damit dem Mann etwas anzutun, wenn er nicht spurt und du kommst hierher in der Hoffnung, er wäre nicht einmal dein Sohn, weil es dann für dich leichter sein würde. Du paktierst mit dem Baron aus Ekynes, der ein ganzes Reich vernichtet und der dazu auch noch den Gott des Waldes umbrachte, der jetzt geschwächt am Boden liegt. Du bist gerade keinen einzigen Deut besser als der Tyrann aus Ekynes, Thealon und solange bis du nicht beweist, dass du noch immer ein Mensch bist und Vater sein kannst, werde ich dich ganz genau so behandeln."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:54 pm
Thealon verengte die Augen und stand auf, trat einige Schritte auf Elaine zu und schüttelte den Kopf. "Wie kannst du es wagen so mit mir zu reden?" fragte er leise und seine verkohlte Hand griff nach Elaines Oberarm. "Ich habe dich zu dem gemacht was du heute bist! Mir hast du deine Stellung zu verdanken! Mir hast du all das zu verdanken!" er schüttelte sie. "Und ich komme zu dir, vertraue mich dir an und alles was ich höre sind erneute Vorwürfe! Du hast mir meine Kinder geschenkt Elaine! Ich habe dich länger gehalten als jede andere Mätresse! Bedeutet dir das denn garnichts?"
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 12:59 pm
"Ich habe niemals darum gebeten deine Hure sein zu dürfen!", fuhr sie auf und bemühte sich darum seine verkohlte Hand von ihrem Arm zu lösen ohne dabei selbst zu Hand berühren zu müssen. Mit nur äußerst wenig Erfolg, denn je mehr sie sich darum bemühte sich loszureißen, umso fester schien er zuzugreifen und sein Griff stach unangenehm auf der empfindlichen Haut, schmerzte je mehr er sie schüttelte und nur ein paar Ausfallschritte retteten sie davor auf den Boden und damit vor seine eigenen Füße zu fallen.
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:01 pm
Er ließ sie los, machte einen halben Schritt zurück und sah sie weiterhin ungläubig an. "Hasst du mich so sehr?" fragte er leise, während er den Blick in ihren Augen sah. Ein Blick, der ihm beinahe das Blut in den Adern gefrieren ließ.
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:04 pm
"Du hast mich an dieses Land und diese Familie gefesselt. Du hast mich zu deiner Hure gemacht und das seit nunmehr über dreißig Jahren. Ich habe drei Kinder geboren, die ich nicht wollte - eines davon habe ich nie kennen lernen und nicht einmal halten dürfen. Ein anderes hast du mir weggenommen und als deinen Thronerben und Sohn präsentiert, dein ganzes Reich über ihn belogen und meine Jüngste manipulierst du, wo du nur kannst. Frag dich selbst."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:07 pm
Thealons Lächeln gefror auf seinen Lippen. "Du bist doch eine Magierin," erwiderte er leise. "Du wirst also noch viele, viele Jahre ohne mich leben können. Aber bis es soweit ist..." sie hasste ihn also? Ihn, der ihr alles gegeben hatte? Nun sollte sie, sie würde sich ihm trotzdem fügen und auch Kira war weiter von ihrer Mutter fort, als diese jemals glauben würde. "Zieh dich aus. Das ist ein Befehl."
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:13 pm
Alles in ihr schrie danach sich dem zu widersetzen, hier zu bleiben und nichts zu tun, aber sie spürte bereits wie ihre Finger von selbst begannen sich zu bewegen, ohne dass sie ihnen den Impuls dazu gegeben hatte. Er war nie hierher gekommen, um das zu verlangen - stets war sie in seine eigenen Gemächer gerufen worden, das hier war immer ein sicherer Rückzugsort gewesen, den er nicht so ohne Weiteres betreten hatte und vor allem nicht, um genau das zu wollen. Sie spürte den Wind ihr über die Haut gleiten, als ihre Kleidung zu Boden fiel und schauderte unter der Kälte, die sie jetzt plötzlich störte. Die schwarze Hand wollte nicht aus ihren Gedanken weichen, die schwarze Hand mit der er bereits einmal nach ihr gegriffen hatte und die einen dunklen Fleck auf dem weißen Nachthemd hinterlassen hatte, dort wo er zu fest zugegriffen hatte.
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:15 pm
Thealon betrachtete sie von oben bis unten, während sein Lächeln ein winziges Stück breiter wurde.
"Sehr schön, das hätten wir ja dann geklärt," meinte er leise und wandte sich um, ging zur Tür. "Wenn ich die Tür zugemacht habe darfst du dich wieder anziehen und vielleicht denkst du noch einmal darüber nach wer und was ich bin" und mit diesen Worten verschwand er aus ihrem Zimmer.
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:32 pm
Erschrocken von der Grausamkeit und von der Bedeutung all jener Worte, die ihr Vater hinterlassen hatte, schob sich Kira durch den schmalen Spalt zurück in den Bedienstetengang, den sie seit sie Ferryn kannte häufiger nutzte, als eigentlich für sie gewesen wäre. Die Röcke nur halb gerafft, weil sie zu faul dazu gewesen war, sich nach dem Abendessen noch einmal umzuziehen, nahm sie Abzweigung nach Abzweigung, schob sich nur knapp an Wachen vorüber, die in den Gängen patrouillierten. Doch das Zimmer, das sie hatte erreichen wollen, stand vollkommen leer. Panisch geworden, weil sie das Gefühl nicht los wurde, ihr würde die Zeit davon laufen, hatte Kira sich gleich wieder herum gewandt und weiter gehastet - unterwegs immer wieder den Versuch machen wollend, das Gespräch, das sie zwischen ihren Eltern belauscht hatte, irgendwie in ihren Kopf hinein zu bekommen. Sie hatte gedacht, da wäre etwas wie Liebe zwischen ihnen beiden - etwas, das sie beide miteinander verband, aber ihr Vater hatte da mit seiner schwarzen Hand gestanden und ihr weh getan, er hatte Dinge befohlen, statt es auf Gegenseitigkeit beruhen zu lassen, so wie Ferryn es ihr erklärt hatte und wie es eigentlich sein sollte. Es hätte sie nicht einmal geben sollen - es hätte weder Devastare, noch Ferryn oder sie geben sollen. Es gab sie nur, weil ihrer Mutter Gewalt angetan worden war. Weil ihr Vater jetzt wieder genau dasselbe tun wollte. Kira hatte sich umgewandt, bevor sie dabei hatte zusehen müssen und trotzdem wurde sie die Erinnerung daran nicht los, die Erinnerung daran, die ihr jetzt die Tränen in die Augen trieb und die sie jetzt zu ihrem großen Bruder laufen ließ, weil sie Ferryn unten in der Küche nicht belästigen konnte, noch dass sie helfen konnte.
Erst als sie in einem der Gänge gegen jemanden stieß, hob sie wieder den Kopf und fiel dem Älteren um den Hals.
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Re: Kapitel 5

am Fr Jan 19, 2018 1:40 pm
Die Luft wurde Devastare beinahe aus den Lungen gepresst, erst beim Zusammenprall, dann schließlich, weil sich Arme um ihn legten und ihn halb nach unten zogen. Kira. Da war diese merkwürdige Vertrautheit, die er auch schon bei Elaine gespürt hatte. 
Nur Kira war nicht sonderlich groß, aber ihr Griff war fest und verzweifelt und bevor er noch groß darüber nachdenken konnte, was geschehen sein mochte erwiderte er die Geste sacht, eine Hand an ihrem Hinterkopf, weil er spürte, wie sie geschüttelt wurde von Tränen. Ein halber Schritt nach hinten brachte ihm das Gleichgewicht wieder, das ihm zuvor ein wenig verloren gegangen war, dann sah er rasch den Gang auf und ab, doch niemand war hier - nicht einmal Türen führen in nächster Nähe irgendwo hin. Er wusste, in einem Schloss hatte das nicht viel zu sagen, auch Ekynes verfügte über mehr Geheimgänge, als man zählen konnte und es würde hier nicht anders sein, aber die oberflächliche Feststellung beruhigte ihn. 
"Was ist los?", fragte er schließlich leise. So nahe waren sie sich bisher nicht wirklich gewesen, als dass sie zu ihm rennen würde, wenn etwas geschah. Dass sie es tat, ehrte ihn zwar, aber er fühlte sich latent überfordert mit der Situation, seine kleine Schwester zu trösten. Prüfend sah er auf ihren Schopf hinunter, dann schob er eine Hand unter ihr Kinn und hob es vorsichtig, bis er in ihr Gesicht sehen konnte. "Kira? Kleines."
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Re: Kapitel 5

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