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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:16 pm
Caillean hatte durchaus die Abneigung des Seemanns mitbekommen und trat jetzt zurück an seine Seite, die Hand hebend um sie sacht um Fosters Arm zu legen. "Sie sind meine Freunde. Ich habe sie seit Monaten nicht mehr gesehen und ich bin froh darüber, dass sie jetzt hier sind. Das bedeutet nicht, dass ich dir nicht ebenso vertraue oder dich jetzt wegen ihnen wegschicken will, Foster, noch heißt es, dass ich nicht dankbar bin für das, was du getan hast. Was immer da gerade in deinem Kopf ist - sprich es aus, damit wir es klären können, aber benimm dich nicht wie die schlimmste meiner Hofdamen im Schloss. Du bist besser als das und das weiß ich inzwischen gut genug", schallt sie den anderen, leise genug um es die anderen nicht hören zu lassen.
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:17 pm
Überrascht hatte er im ersten Moment sein Pferd gezügelt um überhaupt zu erkennen und zu begreifen, warum die Anderen derart nach vorn preschten. Er hatte von den Gesprächen nicht viel mitbekommen und es sich stattdessen zur Aufgabe gemacht, die Umgebung die sie derweil durchschritten ein wenig genauer zu betrachten. Der Wald war in einem recht guten Zustand, weder versperrten umgeknickte Bäume irgend einen Weg, noch wucherte dieser zu. Die Forstwirtschaft hatte während der letzten Jahre, wie er sich noch gut erinnern konnte, einen wahren Knall erlebt, denn mit den wachsenden Konflikten war auch gutes Holz stets gefragt, gerade für Schilde.

Als er sein Pferd schließlich dazu antrieb zu galoppieren, war bereits klar das er nicht der Erste werden würde. Doch zumindest Kira konnte er hinter sich lassen und damit einen Teil seines Stolzes retten. „Beim nächsten Mal gebt mir Bescheid wenn ihr um die Wette reiten wollt. Hätte ich davon gewusst, wäre jeder von euch weit hinter mit geblieben.“
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:19 pm
"Na dann - Kira - es tut mir Leid, deine Ehre nun ein wenig in Frage stellen zu müssen, aber du hast definitiv verloren", lachte Devastare, als er das Pferd der letzten im Bunde hielt, damit sie absteigen konnte. "Da ist der Bach und ich wünsche dir viel Spaß, Kleines."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:23 pm
Foster schlug für einen kurzen Moment die Augen nieder und fühlte sich ertappt. "Verzeiht," antwortete er leise und schüttelte den Kopf. War es so offensichtlich gewesen? Schamesröte begann in sein Gesicht zu steigen, während er kurz zu seinem Schiff blickte. "Ich bin froh, dass es euren Freunden gut geht ich hatte nur..." Was? Angst sie zu verlieren, abgeschoben zu werden? Das waren dumme und schändliche Gedanken.
"Ich hatte mich nur sehr an all das gewöhnt, so anstrengend die Zeit auch war Caillean. Ich komme nur schlecht mit Veränderungen zurecht, neige dazu einfach davon zu segeln wenn die Dinge drohen sich zu ändern und naja..." er besah sich die halb auf der Seite liegende Santa Anna, "Diese Chance habe ich aktuell wohl nicht - und will sie auch nicht haben."

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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:30 pm
Mit einem einzigen Satz war Kira auf dem Boden angekommen, grinste aber lediglich, weil sie sich nicht viel daraus machte jetzt im Bach baden gehen zu müssen. Sie hob schulterzuckend die Hände hoch zu dem Mantel, den sie trug, löste die Schließen und drückte ihn Ilian in die Hand, dicht gefolgt von dem Kleid, das sie trug, weil sie das nicht in dem eisigen Wasser tränken wollte. "Tut mir wenigstens einer den Gefallen und macht drin schon mal Feuer?", fragte sie über die Schulter zurück während sie im Unterkleid und mit nackten Füßen über den Matsch tapste bis runter zu dem kleinen Bach, der ein wenig abschüssig lag. Das Wasser war eisig kalt, stach an ihren Füßen als es sie umspülte und für einen kurzen Moment wackelte sie mit den Zehen in der Hoffnung, es würde damit ein wenig wärmer werden - wurde es nicht, stattdessen zog sich der Stoff ihres Unterkleides erstaunlich schnell mit Wasser voll und klebte an ihrer Haut. Sie hatte ja unbedingt die Klappe soweit aufreißen müssen.
Noch einmal schluckte sie und ließ sich dann einfach runtersinken bis das Wasser sie ganz umhüllte, fast dankbar dafür, dass der Bach dank des Schmelzwassers so viel Wasser trug, dass sie nicht lange von einem Fleck zum anderen hüpfen musste.

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"Du neigst nicht dazu davon zu segeln, sobald Veränderungen drohen. Du bist auch geblieben, um auf mich aufzupassen und hast mich nicht einfach auf einer Insel im Nirgendwo stehen lassen, obwohl es einfacher gewesen wäre, Foster. Versprechen hin oder her", entgegnete Caillean ihm lediglich, aus den Augenwinkeln beobachtend, wie die anderen rüber zu dem Schiff traten, das halb auf der Seite lag und in dessen Nähe sich der Rest der Mannschaft ein provisorisches Lager errichtet hatte. "Es ist immer noch dein Schiff, niemand will dir die Kontrolle darüber wegnehmen und ich fürchte, so schnell wirst du mich leider auch nicht loswerden."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:36 pm
Galahad blinzelte erschrocken zu Devastare, sagte aber nichts um nicht schon wieder die Rolle des Stockarschigen Ritters einzunehmen. Er räusperte sich stattdessen nur und gab sich alle Mühe nicht einmal in die Richtung von Kira zu schauen, während er schnurstracks in das Haus ging um dort schon mal ein Feuer zu entfachen. Kira würde sich aufwärmen müssen und wenn die Kronprinzessin an einer Lungenentzündung starb würde der König ihm seine Lungen höchstpersönlich bei lebendigem Leib rausreißen.
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Foster schenkte Caillean ein knappes Lächeln. "Ich hoffe doch, dass das ein Versprechen ist," erklärte er leise und zwinkerte ihr zu, darauf bedacht nichts von seinem sonstigen Frohsinn zu verlieren. Er hatte geglaubt dass da etwas hätte sein können. Das er und Caillean trotz oder gerade wegen all dem was geschehen war eine Verbindung hätten. Und dann kam auf einmal ein Teil ihrer Entourage - und wenngleich Foster im ersten Moment heilfroh gewesen war die anderen lebend wieder zu sehen hatten ihn die von Magie und Waffenmeistern überbrachten Schwüre von ewiger Liebe tief getroffen.
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:44 pm
"Das ist ein Versprechen, Foster", versicherte sie ihm nur leise und ließ ihre Hand hinabsinken bis sie sacht seine Hand drücken konnte, sich denken könnend, was sich da in seinem Kopf angebahnt hatte. Früher oder später hätte sie ihm so oder so die Wahrheit sagen müssen - darüber, dass es immer nur einen einzigen Mann in ihrem Leben gegeben hatte und dass sie ihn schon seit ihrer Kindheit geliebt hatte. Dass es niemanden gab, der jemals würde seinen Platz in ihrem Herzen einnehmen können, komme, was da wolle. "Lass uns zurück zu den anderen gehen", forderte sie ihn sanft auf. "Bevor der Rest deiner Mannschaft glaubt, sie wären Feinde und Karsh sie deshalb in Frösche verwandeln muss."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 1:58 pm
Foster schenkte seiner Königin ein ehrliches und aufmerksames Lächeln, während er den kurzen Druck erwiderte und sich dann wieder in Richtung des Schiffs wandte, er beschleunigte seine Schritte um zusammen mit Caillean rechtzeitig beim Schiff zu sein, ehe ihre Befürchtung wahr wurde. Sie hatten noch eine ganze Weile vor sich - und eine Menge arbeit. Noch immer wusste Foster nicht wo er anfangen sollte. Es gab ein Königreich zurück zu erobern, einen Tyrannen zu ermorden und früher oder später musste wohl auch Devastare aus Caria befreit werden.
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:05 pm
Sich auf dem etwas schief liegenden Schiff zu bewegen war nicht so einfach, wie gedacht, vor allem, weil die Planken immer noch feucht und rutschig waren und vermischt mit dem Sand, den sie alle unter den Sohlen hatten schlitterten sie alle mehr oder weniger unelegant Foster nach. Gawain hatte es dabei am schlimmsten getroffen und Coreen mühte sich nach Kräften, ihm zwar so viel Freiraum zu lassen, dass er sich nicht wie ein völliger Invalide fühlte, sie ihn aber noch rechtzeitig greifen konnte, wenn es gar nicht mehr ging. Schließlich aber hatten sie es unter Deck geschafft und Gawain saß halbwegs sicher auf einem der eingebauten Betten, die die Kapitänskajüte ausmachten, während Karsh auf einem Stuhl Platz genommen hatte. Foster stand am Tisch, Caillean daneben und sie selbst lehnte an der Wand, die Arme vor sich verschränkt, während sie ihre Königin musterte. Fiel ihr nicht auf, dass Foster sie alle paar Sekunden ansah?
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:17 pm
Ilian hatte sich zuerst daran gemacht die Pferde in dem kleinen Verschlag, der neben dem Haus stand, zu versorgen. Die Tiere schienen von dem plötzlichen Wechsel der Geschwindigkeit allzu ausgelaugt, denn auch nach mehreren Minuten schnauften diese noch schwer und die Nüstern blähten sich in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Es war beinahe ein Automatismus geworden sich um die Tiere der Höheren zu kümmern, war dies doch bei weitem nicht sein erster Jagdausflug. Genau deswegen war er bereits im Begriff die Tür zu öffnen um Bescheid zu geben, dass er nun alles für eine Treibjagd vorbereiten würde, die gängigste aller Jagdformen. Doch im letzten Moment hielt er inne, schließlich waren sie zu dieser kleinen Hütte gekommen, damit Devastare Ruhe fand, nicht um wirklich Tiere zu erlegen.
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:19 pm
Karsh streckte die Füße aus und ließ ein tiefes, wohliges Seufzen vernehmen während er die Augen für einen kurzen Augenblick schloss. Es war eine lange Reise gewesen und eine noch längere lag vor ihm, was bedeutete, dass er jeden Augenblick der Ruhe in sich aufsaugen musste solange er es noch konnte. "Also..." er ließ einen kurzen Blick über die Anwesenden streifen, "ich habe schlechte Neuigkeiten", erklärte er leise und ließ die Schultern sinken. "Ich spüre Ekynes nicht mehr - nachdem ihr euer Hoheit euch aus dem Land zurück gezogen habt, haben auch die Götter Ekynes verlassen..."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:23 pm
Kopfschüttelnd beobachtete Devastare eine Weile Kira, die endlich wieder aus dem Wasser herauspatschte, prustend und keuchend und löste seinen eigenen Umhang, um ihn ihr rasch umzulegen. Thealon würde so oder so nicht gut auf ihn zu sprechen sein, fehlte nur noch, dass Kira sich erkältete. "Komm rein. Du hast genug bewiesen", schalt er sie mit einem Lächeln und schob sie vor sich her, ein wenig wärmende Magie über sie ziehend.
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:30 pm
Caillean seufzte schwer, erinnerte sich an die Nachricht, die ihr irgendjemand vor dem Aufbruch aus Saterra zugesteckt hatte - sie wusste, wie es ihrem eigenen Land ging und sie wusste, dass sie die Schuld daran trug, dass die Menschen dort litten. "Ich weiß", sagte sie, um sich nicht vollständig von der trübsinnigen Stimmung einnehmen zu lassen. Es würde ihrem Volk nicht helfen, wenn sie jetzt begann sich davon entmutigen zu lassen. Karsh hatte ein Talent dafür, mit dem schlimmstmöglichen zu beginnen und diese Dinge so zu formulieren, als spräche er lediglich über das Wetter. "Aber ich konnte genauso wenig Morys mein Land und mein Volk überlassen, während es blüht. Ich habe die Hoffnung, dass die Dunkelheit und die Abwesenheit von Oberons Schutz jetzt dafür sorgt, dass wir es leichter haben werden, es zurück zu erobern, Karsh. Wir haben Verbündete hier in Miris, sie werden nicht viel geben können während hier der Krieg tobt, aber sie können uns auf den neusten Stand bringen."

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Triefend nass und bibbernd platschte Kira aus dem Bach raus und war dankbar für den warmen Umhang, den er ihr um die Schultern hing, bevor sie es sich anders überlegte und dem anderen kurzerhand um den Hals fiel, voll beabsichtigt zulassend, dass sich dieselbe eiskalte Nässe auch in seine Kleider einzog. "Ach Brüderchen", begann sie leise lachend. "Ich hab dich ja soooo lieb!"
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:32 pm
"Kira!", fluchte Devastare, dem sich sofort eine Gänsehaut über die Arme und den Rücken zog, ehe er die andere packte und sie dann eilig vor sich her schob, hinein in die Wärme des Raumes. "Du bist eine Mistkröte, wie sie im Buche steht!"
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:40 pm
Karsh schenkte Caillean ein aufmunterndes Lächeln. "Versteht all das nicht als Vorwurf Caillean, ich weiß dass ihr einen guten Grund hattet um fort zu gehen und ich glaube auch daran, dass die Entscheidung die richtige wahr. Die Götter werden nicht zulassen, dass euer Volk unter der Grausamkeit von Moyrs leidet. Sie werden beschützt werden, verlasst euch darauf. Tatsächlich habt ihr uns mit eurem Rückzug sogar die notwendige Zeit erkauft um uns zu stärken und mit einem Plan vorzugehen. Denn was wir zu allervorderst brauchen sind Verbündete und eine Armee."
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Galahad stocherte in dem Feuer umher, ehe er den Kopf hoch und Illian einen Blick zuwarf. "Dein Vater ist doch der königliche Jäger, nicht wahr?" hakte der Ritter nach und stand langsam auf, wobei seine Rüstung klapperte. "Ihr habt diese Hütte über all die Jahre sehr gut in stand gehalten."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 2:56 pm
"Wir haben tatsächlich die Möglichkeit in Havia nach Verbündeten im Kampf zu suchen. Sotis und ich haben uns seit einigen Jahren nicht mehr gesehen, aber ich habe die Hoffnung, dass sie uns trotzdem in diesem Kampf beistehen wird. Vor allem wenn es gegen jemanden geht, der den alten Göttern keinen Respekt zollt - bevor wir zu ihr gehen, brauchen wir aber eine genaue Übersicht über das, was gerade vor sich geht. Wir können nicht mit bloßen Bitten dorthin gehen und uns darauf verlassen, dass sie es schon regeln wird."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:01 pm
„Vielen Dank“, hakte Ilian nach und sah sich, nachdem er selbst ein paar Schritte durch die Hütte gemacht hatte, nach einer Sitzgelegenheit nahe dem Kaminfeuer um, dass langsam stärker wurde. „Es ist kein Jagdschloss wie es andere Könige haben, aber euer Vater hat bereits angekündigt, dass er ein solches noch vor seinem hohen Alter erbauen möchte.“
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:06 pm
"Macht euch keine all zu großen Gedanken euer Majestät. Wichtig ist vor allem, dass wir alle nun wieder zusammen sind und gemeinsam daran arbeiten können das Reich wieder zurück zu erobern," erklärte Karsh leise und ließ seinen Blick über die Anwesenden schweifen. "Die Götter sind mit uns, wenn die vor uns liegenden Prüfungen womöglich auch schwer sein mögen. Doch wir alle haben auch die vergangenen Proben bereits gemeistert und können stolz sein auf das was wir erreicht haben. Wenn wir ungebrochenen Mutes weiter voran schreiten, dann werden wir auch eine neue Zukunft aufbauen können."
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"Seine Majestät scheint noch einiges zu planen," erklärte Galahad überrascht von dieser Neuigkeit. "Mir scheint, dass der Name Thealon in die Geschichte dieses Landes eingebrannt werden wird."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:18 pm
"Karsh! Bei allen Göttern!", fuhr Caillean scharf auf und setzte einen Schritt nach vorn, nicht daran glauben wollend, was Karsh ihnen hier als Lösung präsentierte. "Es geht hier um das Schicksal von Tausender unschuldiger Menschen, wenn wir versagen - natürlich mache ich mir Gedanken darum! Was für eine Königin wäre ich, wenn mir mein Land und das Schicksal meines Volkes und meiner Freunde vollkommen gleichgültig wäre? Ich bin nicht Thealon! Ungebrochener Mut allein mag in den großen Romane etwas nützen, aber es hat weder Gawain davor bewahrt beinahe sein Leben zu verlieren, noch rettet ungebrochener Mut Devastare vor den Lügen und Intrigen am Hof von Caria. Ungebrochener Mut füllt nicht die Mägen meines Volkes und er beendet nicht Morys' Leben von selbst und lässt ihn mit einem Mal umfallen. Wenn wir uns nur auf den reinen Mut verlassen, schicke ich Hunderte in den sicheren Tod."

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"Ich bin nicht der Meinung, dass sein Name in die Geschichte der Länder eingeht", meldete sich Kira zu Wort, die sich inzwischen vor den Kamin verzogen hatte und die Hände gierig nach dem Feuer ausgestreckt hatte, den Umhang ihres Bruders eng um sich gewickelt, damit sich nicht auch noch der letzte Rest an Wärme aus ihren Knochen verzog. Sie hatte nicht gedacht, dass es so bald schon wieder um den Namen ihres Vaters ging und darum, was er sich von diesem Land und seinem eigenen Schicksal vorstellte. Den Blick fest auf die Flammen gerichtet, verzog Kira das Gesicht und bemerkte ihre eigene Stimmung wieder düsterer werden. "Er ist alt. Er wird nicht genug erreichen, um alledem sein Siegel aufzudrücken."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:25 pm
Karsh zuckte nicht unter dem plötzlichen Anfall von Lean zusammen sondern setzte nur ein väterliches Lächeln auf. "Nicht zu vergessen Tatendrang und Besonnenheit," erwiderte er stattdessen und hob die Hand um die nächste, darauf folgende Tirade direkt zu unterbinden, noch ehe sie beginnen konnte. "Caillean - ich will euch nicht anlügen. Natürlich reicht es nicht aus, wenn wir uns gute Hoffnungen machen und die Hände in den Schoß legen aber wir dürfen auch nicht den Zweifeln anheim fallen und von denen trägt jeder in diesem Raum genug mit sich herum. Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte - es ist ein gutes Stück bis nach Havia und ohne Schiff ist eine Reise dorthin beinahe aussichtslos. Wir sollten also herausfinden wer in diesem Landstrich die Macht hat und wie er uns gegenüber steht. Dann können wir versuchen mit seiner Hilfe Informationen heran zu tragen und das Schiff zu reparieren."
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Galahad spürte, dass er schon wieder in ein Fettnäpfchen gelangt hatte und verfluchte sich selbst dafür. "Will einer etwas essen? Ich bin ein ganz passabler Koch!"
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:28 pm
"Blödsinn, Galahad - wir helfen dir. Sag uns, was wir tun sollen. Karotten klein schneiden kriegen wir auch noch hin."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:32 pm
Tatendrang und Besonnenheit. Für einen ganz kurzen Augenblick hätte sie ihm am Liebsten gewünscht, er würde an genau diesen Worten ersticken. Er war derjenige, der nichts getan hatte, um Morys aufzuhalten - der große, mächtige Zauberer - hatte nicht einen einzigen Finger gekrümmt, um sie und ihr Reich vor Morys zu bewahren. Er hatte genauso wenig einen einzigen Finger gekrümmt, um Devastare vor seinem unliebsamen Schicksal zu bewahren und er hatte nicht einen einzigen Ton darüber verlauten lassen, wer er eigentlich war - weder zu ihm, noch zu jemand anderem innerhalb des Landes.
Sich selbst zur Ruhe verdammend nickte Caillean knapp, weil ein Wort jetzt nur noch das andere gegeben hätte und wandte sich stattdessen an Foster. "Was sagst du zu alledem? Es ist dein Schiff und deine Mannschaft. Es ist ein Risiko, Foster, und ich will nicht über deinen Kopf hinweg über dich und deine Mannschaft entscheiden."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:45 pm
"Natürlich!" erwiderte der Ritter und ging in die kleine Kochnische, welche am anderen Ende des Raumes eingelassen war. Er griff nach einigen Büscheln getrockneten Krauts und zerrieb diese zwischen den Fingern. "Da wir ja noch nichts gejagt haben, werden wir heute ABend wohl auf eine reine Gemüsesuppe zurückgreifen müssen. Es sei denn... Illian, hat diese Hütte eine Backstube? Mein Vater hat mir einmal gezeigt, wie man Fladen mit passierten Tomaten und Kräutern belegen kann. Nahrhafter und reichhaltiger als ein dünnes Wässerchen!"
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"Ich glaube..." fing Foster an, der sich sichtlich wohl dabei fühlte, dass ihn jemand nach seiner Meinung gefragt hatte, "ich glaube, dass der Magier recht hat. Wir müssen herausfinden wem das Herz der Menschen vor Ort gehört. Natürlich könnten wir einfach so Bäume fällen um die Schäden an dem Schiff zu reparieren, legen uns dann aber schlimmstenfalls mit der Obrigkeit an und landen in den Zellen. Wir müssen auskundschaften wie tief das Gewässer ist und nicht gegen den Wind pissen."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:50 pm
"Wir sollten uns aber auch nicht zu viel Zeit lassen", warf Coreen ein, die sich nun von der Wand abstieß und zu den anderen hinüber trat, bis sie schließlich den Tisch mit der darauf ausgebreiteten Karte erreichte. Unschwer zu erkennen, wo sie sich gerade befanden, denn die winzige Nachbildung der Santa Anna stand ziemlich nahe an einem der Ufer. "Von hier aus sind es etwa zwanzig Meilen zum nächsten Earl - Trius, wenn mich nicht alles täuscht. Ein Thronanwärter für dieses Land. Er wird uns ... nein, er wird uns nicht helfen. Die besseren Chancen hätten wir etwa siebzig Meilen weiter westlich bei Lord Artiga. Er ist bekannt dafür, Bittstellern aufgeschlossen gegenüber zu stehen, aber eine Garantie kann ich nicht geben. Wenn ich einen Rat geben darf, würde ich trotz der Entfernung zuerst Artiga aufsuchen."
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Re: Kapitel 7

am So Jan 21, 2018 3:52 pm
„Eine Backstube? Natürlich. Es ist nichts großes, ein einfacher Ofen und eine Feuerstelle, aber für das was ihr geplant habt, sollte es denke ich ausreichen.“
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Re: Kapitel 7

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