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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 6:08 pm
Ein Komplott also. Kira lächelte lediglich sacht, bemühte sich um Nachsichtigkeit in jenen Zügen, auch wenn sie darüber keine empfand. Ihr war nicht wohl bei der Sache, sich so zu verstellen, so rasch zu dem zu werden, was ihr Vater von ihr stets gefordert hatte und wogegen sie sich immer wieder aufs Neue gesträubt hatte. Jetzt saß sie hier, in ihren feinen Kleidern, die nicht zu ihr passten und mit Worten, die so sehr die ihres Vaters waren, dass sie Angst davor hatte, was sie tun würde, wenn sie diese Rolle verinnerlichen würde. Wenn sie sich selbst in den Dingen verlor, die sie den anderen vorspielte, um das zu erreichen, was für sie alle das Beste sein würde.
"Ich frage Euch dennoch. Wenn dieser junge Mann vor Euch steht, der erstgeborene Sohn meines Vaters, würdet Ihr ihm die Treue schwören oder nicht?", setzte sie noch nach. Sie spielte hier mit dem Leben von anderen, von Unschuldigen und von Vasallen ihres Vaters und sie tat es mit soviel Kalkül, wie sie es zuvor immer wieder ihrem Vater vorgeworfen hatte. Der Mann, der hier neben ihr saß und dem sie jetzt den Teller zuschob, hatte Familie und sich niemals etwas zuschulden kommen lassen und trotzdem war sie nur ein einziges Rufen davon entfernt, ihn hinrichten zu lassen. Es nahm ihr den Atem hier zu sitzen und sich darüber klar zu werden, diese Szenerie von außen zu betrachten und sich selbst kaum mehr wiederzukennen. Das hier war nicht sie, das hier war nicht mehr das Mädchen, das im Schnee gemeinsam mit dem Sohn des Jägers gespielt hatte, das darum gebeten hatte nur in den Arm genommen zu werden und das glücklich um jedes kleine Zeichen an Wärme gewesen war, das man ihr gegeben hatte. Diejenige, die hier saß, war ihr fremd, als hätte man sich ihres Körpers bedient und jemand anderes spräche diese Worte.
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 6:13 pm
Der Graf wurde für einen kurzen Augenblick bleich und nestelte an seinem Ärmel herum, obwohl es dort nichts gab, was er hätte richten müssen.
"Wenn... wenn der König ihn legitimiert und es von mir verlangt, so werde ich natürlich dem Protokoll folge leisten euer Hoheit.." erklärte er schließlich leise. "Aber... wieso sollte euer Vater einen Mann aus Ekynes anerkennen? Vor allem einer, der versucht hat ihn zu ermorden?" er schüttelte den Kopf. "Ich... meine Familie steht seit Jahren treu zum königlichen Hof und ihr seid der anerkannte Bankert des Königs euer Hoheit. Ich meine.... der Junge ist. Natürlich, wenn er legitimiert werden würde aber.... nach allem was passiert ist..."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 6:25 pm
Wenn er legitimiert werden würde, würde er ihm die Treue schwören. Das war alles, was sie hören brauchte, um zu wissen, was sie jetzt tun musste. Kira festigte den Griff ihrer verbliebenen Hand um die Armlehne und schluckte dann schließlich schwer. So, wie Devastare sich verhielt, würde er damit beginnen wollen - er würde die Kontrolle über Caria an sich reißen, um ihrer beider Vater Ehre zu bereiten und sobald er diesen Sieg erringen würde, würde er Caria nie wieder verlassen können. Er hatte dort draußen irgendwo Freunde - Freunde, die ihm wichtig waren und denen er wichtig war. Freunde, die ihn zurück haben wollten und eine Frau, die er liebte. Er musste zu ihnen zurück und dafür durfte er nicht hierbleiben.
Kira wagte es nicht den Blick rüber zu dem Grafen zu wenden, nahm stattdessen ihren Kelch, um daraus einen Schluck Wein zu trinken. Alkohol ... vielleicht würde es ihre Sinne genug betäuben, damit auch die Vorwürfe sie nicht vollkommen einnahmen. Ihr Gegenüber war bleich geworden, ob ihrer Fragen, brachte kaum mehr einen einzigen Satz über die Lippen, der sich zusammenhängend äußerte und beinahe hätte sie darüber gelächelt, wie sehr sie den Mann verängstigt haben musste. Sie ... ein fünfzehnjähriges Mädchen. Es war eine seltsame Mischung, dieses Hochgefühl über die Macht zu spüren, die sie über andere Menschen haben konnte und gleichzeitig den Ekel vor sich selbst zu empfinden, der sie hastig wieder zurück auf den Boden der Tatsachen holte. "Esst mit mir", bot sie ihm an und lehnte sich zurück. "Ich bin mir sicher, wir werden gemeinsam die Angreifer finden und sie gerecht bestrafen, bevor mein Vater wieder genesen ist", fuhr sie fort und lächelte erneut. Es fühlte sich nicht gut an, es fühlte sich kalt und leer in ihrem Körper an. "Ich hoffe, ich habe Euch mit der Festnahme meines Bruders nicht allzu viel Ungemach bereitet."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 6:37 pm
"Essen?" er blinzelte zuerst, nickte dann aber. "Selbstverständlich. Essen!" er schenkte der deutlich Jüngeren ein kurzes, beinahe klägliches Lächeln und nickte dann weiterhin. "Wir sollten wirklich etwas essen.. ja. Nun also... was die Festnahme angeht, sie also..." er versuchte Kiras Blick zu deuten, die kurzen und knappen Sätze mit denen sie ihn bedachte. "Ihr könntet mir und meiner Familie niemals Ungemach bereiten Prinzessin!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:15 pm
"Das kam unerwartet", stellte Devastare leise grollend fest und lehnte sich gegen die Wand, die Arme vor sich verschränkt, während die Ketten aus Eisen an seinen Handgelenken rasselten, die zur nächsten Wand führten und dort in einem massivem Ring endeten, eingelassen zwischen die Steine. Sich daraus zu befreien würde eine Weile dauern, aber Kira schien nur an seine Magie gedacht zu haben, nicht aber daran, dass er als Gardist auch durchaus schon Türen hatte öffnen müssen, die nicht für ihn bestimmt waren. 
Türen, die nicht für ihn bestimmt waren? Merkwürdig, wohin seine Gedanken gingen. Gardist ... woher kam er denn eigentlich und wessen Gardist? Alles war in einem dichten Nebel versunken, einem, den er nicht zu durchdringen vermochte. 
Als Waffe hatte ihm vieles dienen können und die Wachen waren gründlich gewesen, aber sie rechneten nicht damit, dass er sich kurzerhand von der Wand abstieß, ein Bild von der Wand nahm und den rostigen Nagel aus selbiger zog, bevor er in den Schlössern zu fuhrwerken begann.
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:20 pm
"Das halte ich für keine gute Idee Herr," erwiderte Galahad leise, welcher auf einem der Stühle platz genommen hatte und seinen Herren ansah. "Eure Schwester hat befohlen, dass wir hier gefangen gehalten werden sollen..." erklärte der Ritter leise und stand auf, machte einige Schritte auf Devastare zu. "Sie wird uns schon nicht umbringen lassen, aber wir provozieren nur noch mehr und größere Probleme wenn wir jetzt versuchen auszubrechen. Und wie weit würden wir schon kommen? Vor der Tür stehen mindestens zwei Männer wache."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:21 pm
"Das tun sie nicht mehr lange, wenn sie uns nicht raus lassen", erwiderte Devastare kalt und schaffte es irgendwie, das erste Schloss zu öffnen, tat sich aber etwas schwerer mit dem zweiten. Ebenso wie der Nagel war die Schelle nicht mehr die neueste und deren Schloss auch nicht. "Galahad, wir können uns nicht einfach fortsperren lassen wie Vieh!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:23 pm
"Wir können und wir sollten," erwiderte Galahad kopfschüttelnd. "Ihr werdet angeklagt einen Mordversuch auf den König verübt zu haben. Noch mehr seiner Wachen umzubringen bestätigt nicht gerade eure Unschuld!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:25 pm
"Das kann nicht sein, Galahad und ich werde diese Anschuldigung nicht auf mir sitzen lassen! König Thealon ist mein Vater, welchen Grund hätte ich, ihn zu töten?!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:27 pm
"Noch vor einigen Tagen sind euch einige eingefallen..." erwiderte Galahad und schüttelte den Kopf. "Wenn ihr wirklich unschuldig seid Herr, dann solltet ihr hier auf die weiteren Ergebnisse warten. Ihr könnt sagen, dass ihr Angst hattet, dass euer Vater euch umbringen würde, nachdem er schon Männer geschickt hat die euch zurück ins Schloss bringen sollten. Sagt meinetwegen, dass ihr mit dem Kopf gegen einen Ast geknallt seid und nicht mehr bei Sinnen wart. Aber wenn wir jetzt ausbrechen, dann wird euch niemand eure Unschuldbeteuerungen glauben!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:30 pm
Das alles war so kleinkariert, dass es Devastare fast an den Rand der Verzweiflung brachte. Waren hier denn nur unfähige Menschen? Er schaffte es endlich, die zweite Handschelle zu öffnen und fädelte die eine, die er noch hielt, durch den Ring, so dass er die lange Eisenkette in den Händen hielt. Entweder damit oder mit Magie - es sollte ihm gleich sein. 
"Dann lassen wir keine Zeugen übrig. Galahad, du bist mir zur Treue verpflichtet."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:32 pm
"Das kann nicht euer Ernst sein euer Hoheit!" erwiderte Galahad der bleich geworden war. "Was habt ihr vor? Wollt ihr jeden hier im Schloss töten? Einschließlich eures Vaters? Wenn ihr nur die Männer vor dem Zimmer tötet, dann wird doch jedem klar sein, dass ihr geflohen seid und sie umgebracht habt."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:32 pm
"Dann überzeug sie, uns hier raus zu lassen."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:33 pm
"Bitte?" Galahad lachte. Es war ein verzweifeltes, ungläubiges Lachen. "Wie habt ihr euch das denn vorgestellt?"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:33 pm
"Schwieriger, als sie auszuschalten", konterte Devastare und zog die Augenbrauen hoch. "Was also schlägst du vor?"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:36 pm
"Ich habe euch die Lösung bereits genannt - wir warten ab und werden uns verteidigen wenn es vor Gericht kommt...." erklärte Galahad leise. "In Caria herrscht noch immer Recht und Ordnung. Ihr seid der Sohn des Königs, man wird euch nichts antun!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:38 pm
"Noch bin ich nicht anerkannt und meinem Vater wurde ein Dolch in die Brust gestoßen. Ich kann mich nicht mehr auf das Gutdünken der Adligen verlassen."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:39 pm
"Eure Schwester und... Lady Elaine haben ebenfalls noch ein Wörtchen bei alledem mitzureden und wenn ihr jetzt die Männer umbringt, dann werdet ihr nur eines tun: Eure Schuld untermauern. Die Adligen kennen euch nicht und wenn ihr sie überzeugen wollt, dann ist dies nicht der richtige Weg!"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:41 pm
"Ich lasse mich nicht wegsperren und zum Nichtstun verdammen." Zur Not würde er die Schrift fälschen - irgendwo gab es Aufzeichnungen, er musste sie nur finden. Vielleicht ... nun, vielleicht musste er sie auch erst im Schloss finden. Als hätte er einen Hebel umgelegt, entspannte Devastare sich und setzte sich auf das Bett. "Gut. Dein Weg, Galahad. Gnaden dir die Götter, sollte er uns das Leben kosten."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:43 pm
"Mein Leben liegt bereits seit Anbeginn meines Schwurs nur in ihren Händen Herr, ich fürchte ihr Urteil nicht!" erwiderte Galahad, entspannte sich aber. Beinahe hätte er geglaubt seinen Herren nicht mehr zur Vernunft bringen zu können. Aber scheinbar hatte sich Devastare eines besseren belehren lassen. "Wir geht es euren Verletzungen?"
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:43 pm
"Es geht mir gut", gab er augenrollend zurück. Nicht, dass es etwas zur Sache getan hätte, aber hier war kein Platz für Jammerlappen.
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:45 pm
"Natürlich tut es das..." meinte er leise und musterte den anderen mit sorgemvollen Blick. "Devastare...." schlug er dann schließlich leise persönlichere Töne an. "Ich meine es ernst, wenn es dir nicht gut geht kann ich versuchen dir zu helfen. Vielleicht bringen die Wachen auch ein Schmerzmittel..."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:46 pm
"Es. geht. mir. gut", zischte der andere nur und verengte die Augen, dann ließ er sich gegen die hintere Wand sinken, an der das Bett stand und fokussierte seinen Blick auf die Tür, wartend wie ein Raubtier.
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 7:55 pm
______________
Fürst Jormun betrachtete die Neuankömmlinge skeptisch, welche sich in seinem Thronsaal eingefunden hatten. Ein alter tattriger Greis, zwei Frauen und zwei Männer - der eine verletzt, der andere ein Seemann den Tätowierungen nach zu urteilen. Ein lustiger Haufen, den er eigentlich von seiner Schwelle gejagt hätte, wenn seine Wachen ihm nicht etwas erstaunliches mitgeteilt hätten....
"Einer meiner Männer behauptet, er hätte euch wiedererkannt!" erklärte er langsam und ausgedehnt, betrachtete Caillean von oben bis unten. "Er sagt, er war vor drei Jahren zusammen mit meinem Vater am Hof von Ekynes und habe dort nach Männern für den Krieg gefragt. Die Königin hat damals abgelehnt. Und meine Wache behauptet, ihr seiet dieser Königin wie aus dem Gesicht geschnitten. Jener Königin, deren König sie - wenn man den Gerüchten glauben schenken mag - sie schmerzlichst vermisst."
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Re: Kapitel 8

am Do Jan 25, 2018 8:16 pm
Miris war ein Schlangennest sondergleichen, daran hatten auch drei Jahre nichts verändert, während Caillean ihrem Gegenüber wortlos zuhörte. Er urteilte über sie, seit sie den Thronsaal betreten hatten und von niemandem hier hielt er mehr als von dem Dreck, der sich unter seinen Schuhen befand. Nur einen kurzen Moment lang fragte sie sich, ob sie einen der Bittsteller ähnlich abwertend ansah, wenn er vor sie trat und energisch schob sie den Gedanken wieder bei Seite. Es war eigenartig gewesen - da war dieser kurze Stich in ihrer Brust gewesen, das dumpfe Gefühl in ihrem Inneren, das sie nicht recht beschreiben konnte und das sie sich jetzt so fühlen ließ, als würde ein Teil von ihr plötzlich fehlen. Etwas war mit Devastare. Sie hatte versucht, es Karsh deutlich zu machen, aber der alte Zauberer hatte sie lediglich zu beruhigen versucht, sie versucht davon zu überzeugen, es würde ihm gut gehen und sein Vater würde ihm nichts antun.
Etwas in ihr hatte es besser gewusst und trotzdem hatte sie es so stehen lassen müssen, um sich auf das Gespräch vorzubereiten, das jetzt in den Hallen von einem Fürsten auf sie wartete. "Ein König, der Euch nur wenig dafür geben kann, solltet Ihr auf den Gedanken kommen, mich zurück bringen zu wollen", erhob sie schließlich die Stimme und verbiss sich die Frage - was er denn jetzt genau hören wollte oder ob er erwartete, dass sie jetzt vor ihm auf die Knie ging und ihn um Hilfe anbettelte. "Ich bin nicht hier, um zurück zu meinem Ehemann zu kommen. Ich bin hier, um Euch dabei zu helfen einen Landstrich zu bekommen und um Euch als Ausgleich um Ressourcen für die Reparatur unseres Schiffes zu bitten."
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Re: Kapitel 8

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