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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:14 pm
Knisternd gab der teure Stoff den Flammen nach, Schmolz zu einer undeutbaren Masse zusammen und wie gebannt sah Caillean eine ganze Weile den Flammen schweigend zu, den Kopf an seine Schulter gelehnt. Sie hörte dem Knacken der Holzscheite im Kamin zu, spürte die Wärme auf ihrem eigenen Gesicht und ignorierte für einen Moment sogar den Geruch, den der Stoff im Kamin hinterließ und der schnell genug wieder durch die zugigen Mauern hinaus gezogen sein würde. Dort vorn in dem Kamin brannte das Letzte, was von Caria übrig geblieben war und es hätte sich nicht befreiender anfühlen können. "Ich bin unverwüstlich", antwortete sie ihm leise und hob nur kurz den Kopf, weil eine einzige Sache plötzlich klarer wirkte als über all die Zeit zuvor.
"Und ich bin genau da, wo ich hingehöre."
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:17 pm
"Vorsicht", mahnte er nur lächelnd und stieß sie sacht mit der Nase an der Schläfe an. Zu vertraut war ihre Wärme und füllte diesen einen, leeren Platz in seinem Herzen. Aber Ekynes wartete auf sie und was würde dann sein? Sie hatten zuvor schon gegen alles verstoßen, was jemals als Vorschrift am Hof gegolten haben mochte. "Mir wurde in letzter Zeit oft gesagt, ich wäre ungenießbar, ein aufbrausender Sturkopf und keine gute Gesellschaft."
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:25 pm
"Ich stimme zumindest dabei zu, dass du ein aufbrausender Starrkopf bist", gab Caillean zurück, die anderen mehr als unfreundlichen Bezeichnungen seines Wesens schlichtweg ignorierend, weil es die Dinge gewesen waren, die er in Caria gehört hatte und sie bislang noch nie viel auf die Meinung eines dort lebenden Adligen, geschweige denn auf die Ansichten des Königs gegeben hatte. Sie waren Feinde, immer schon gewesen - umso mehr noch, weil es Caria gewesen war, das die Attentäter angeheuert hatten, die ihre Eltern und beinahe auch sie selbst ermordet hatten. Der Umstand, wie sie Devastare behandelt hatten, kam nun nur auf diese ganze Liste rauf und gab ihr einen Grund mehr den König zu verachten.
"Aber soll ich dir etwas verraten?", fragte sie und schob sich vor ihn, die Arme hebend und sie um seinen Nacken legend. "Es ist mir vollkommen egal, was irgendjemand über dich erzählen wird. Ich weiß alles, was ich wissen muss und nichts würde je etwas ändern."
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:31 pm
Mehr schiebend als alten Gewohnheiten folgend und sie einfach hochzuheben bugsierte Devastare Caillean hinüber zu dem Bett. Fallen lassen wollte er sie nicht gerade, das wäre kein guter Einstieg und noch traute er der Stärke seiner Arme nicht. Es war viel zu wenig Zeit gewesen, um mehr zu tun, als wieder halbwegs auf die Füße zu kommen und er hatte jegliches Training schmählich vernachlässigt. Vermutlich sah man ihm das sogar an. Wäre jemand anderes hier vor ihm gewesen, hätte er sich Wohl Gedanken gemacht. 
Mit einem kurzen Kopfschütteln sah er in das Gesicht der Frau hinunter, die er von Kindesbeinen an begleitet hatte und nur kurz an ihr vorbei - er nutzte die Zeit zwar, um die Decken zurück zu schlagen, mehr aber auch nicht, als er sich gemeinsam mit ihr darauf sinken ließ. "Du hast mir gefehlt, Lean - in jeder Minute. Wie sind wir in all das hinein geraten ...?"
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:37 pm
Eigentlich war es nicht wichtig, wo der Punkt gewesen war, an dem sie eine falsche Abzweigung genommen hatten und sich nur noch hatten tragen lassen, wo immer das Schicksal sie in diesem Moment gern gehabt hätte. Es war ein einziger Name, der für all das verantwortlich gewesen war - ein einziger Name und eine leichtfertige Entscheidung einem Impuls zu folgen, der niemandem von ihnen im Nachhinein Glück gebracht hatte. Sie hätten Ekynes nicht verlassen sollen, hätten niemals den einfachen Weg suchen sollen statt selbst gegen Morys zu kämpfen. "Ich könnte es dir erklären", begann sie leise, schüttelte dann aber doch den Kopf. "Aber das würde den Rahmen sprengen und uns beide auf düstere Gedanken bringen und die will ich gerade nicht haben. Wir sind hier - wir sind zusammen, das ist alles, was gerade zählt."
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:43 pm
Er wusste, worauf sie anspielte, drehte aber ihren Kopf zu sich herum. "Du weißt, dass der Zeitpunkt schon früher da war", gab er leise zu bedenken und küsste sie sanft, um ihren Widerspruch oder irgendeine Antwort darauf im Keim zu ersticken. "Aber du hast Recht. Alles was zählt, sind diese Stunden hier."
Langsam ließ er sich in die weichen Kissen sinken, spürte, wie schwer sein Kopf war, wie müde sein Körper und schloss für ein paar Sekunden die Augen, doch die Bilder zogen weiterhin hinter seinen Lidern vorbei. Thealon. Kira. Elaine. Der Zauber ... der verdammte Zauber ... fast körperlich spürte er wieder die Schmerzen, als er nur daran dachte und konzentrierte sich auf die Wärme neben sich, auf Caillean. Wäre Rhiannon nicht gewesen, wer wusste schon, was geschehen wäre? Es könnte genausogut sein, dass er in nur wenigen Wochen in Sirean gestanden hätte und umgekommen wäre. 
Das Schicksal mischt die Karten ...
Schwerfällig nur öffnete er die Augen erneut, fühlte den Aussetzer, den sein Herz hinlegte, als er Caillean sah - fast so, als hätte irgendetwas geglaubt, das wäre nur ein Traum gewesen. "Sprich mit mir", bat er leise.
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 9:54 pm
Zuerst noch schweigend rückte sie zu ihm rüber, einen Arm um ihn legend und den Kopf auf seiner Brust ablegend. Sprich mit mir ... der Wunsch war so furchtbar banal, gemessen an all den Gesprächen, die sie während der letzten Zeit geführt hatte und eine ganze Weile lang dachte sie über ein Thema nach, während sie dem Schlagen seines Herzens zuhörte, mit den Fingern in unregelmäßigen Linien über die Haut streichelnd. "Was soll ich dir erzählen?", fragte sie nur leise, spürend, wie der letzte Rest an Aufregung sie nach und nach verließ. Sie war die Ruhe kaum mehr gewohnt, diese seltenen Momente, in denen es nichts und niemand gab und keine Gedanken sie quälten.
"Wenn wir wieder nach Hause kommen ...", begann sie dann doch nach einer Weile und lächelte für sich selbst. "... gibt es so ein paar Dinge, die ich gern anders machen würde ... ich hab da so ein paar grobe Vorstellungen, die ich da allerdings erst noch mit jemandem besprechen muss, wenn dieser jemand sich ausgeruht hat und wieder angekommen ist ..."
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 10:03 pm
"Dieser jemand ist - fürchte ich - zu neugierig, um zu warten", gab er nur zurück, ebenso lächelnd, während er seine Nase in ihrem Haar vergrub. Sie duftete anders, er konnte es kaum in Worte fassen. Da lag eine Spur von Freiheit in dem, was er wahr nahm. Wie oft hatte er ihr gesagt, sie solle sich mehr um sich selbst kümmern? Er konnte die Male nicht mehr zählen. Seit sie fort war aus Ekynes war ihr wohl nicht viel anderes übrig geblieben und es schien ihr ganz gut zu tun. Gedankenverloren fasste er mit der Hand, auf dessen Arm sie lag, um sie herum und ließ sie auf ihrer Schulter liegen.
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 10:10 pm
Beinahe hatte sie damit gerechnet und für sich selbst über die erwartete Reaktion schmunzelnd, weil er eben doch noch immer genauso ungeduldig war wie all die Jahre zuvor, schwieg sie ein paar Minuten. Da war wieder die gewohnte Leichtigkeit, die sie den Schrecken der letzten Monate wieder vergessen ließ - die kleinen Spielchen, um den anderen zu ärgern, die sie nie hatten ganz beenden können, auch wenn Jahr um Jahr verstrichen war und sie längst keine Kinder mehr waren. "... weißt du ...", begann sie dann langsam. "... während ich mit den anderen unterwegs war, hab ich festgestellt, dass ich mit Ehrlichkeit am Weitesten komme. Dass ich ihnen keinen Grund gebe zu vertrauen, wenn ich selbst Geheimnisse vor ihnen habe ... vor allem vor denen, die uns so nahe stehen. Also - keine Geheimnisse mehr. Keine Lügen und kein Erschrecken mehr, sobald jemand um die Ecke kommt. Die, die hier sind, wissen es ohnehin schon."
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 10:17 pm
"Tun sie das also?", hakte Devastare nach und küsste sie auf die Stirn, sie ein wenig fester greifend, obwohl er froh darüber war, wie es stand. Nicht nur er hatte also darüber gesprochen, das beruhigte ihn ein wenig. "Es ist schon gut, Caillean ...", flüsterte er, um sie nicht aufzuschrecken und war merkwürdig erleichtert über ihre Worte. Sie würde sie nicht sagen, wenn sie nicht absolut sicher gewesen wäre und so war es sinnlos, nachzuhaken. "Ich bin froh, wenn dieses Versteckspiel endlich ein Ende hat ... aber ich hätte es mit dir gespielt, bis ans Ende unserer Tage, wenn es die einzige Möglichkeit gewesen wäre." Seine Stimme war noch leiser geworden, schläfrig. Das Wohlgefühl und die Ruhe trugen einen Großteil dazu bei. Das alte Herrenhaus war inzwischen ruhig geworden, die Lichter, die draußen noch geschimmert hatten, waren weniger geworden.
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Re: Kapitel 10

am Mi Feb 07, 2018 10:25 pm
Die alte Situation hatte sie genau zu diesem Punkt gebracht und Caillean war es leid sich ständig zerreißen zu müssen, um zwischen Pflicht und der viel zu geringen Zeit mit ihm ständig aufs Neue hin und her springen zu müssen. Es war einfacher mit ihrer beider Beziehung offen umzugehen und nach der Hochzeit vor ein paar Monaten und all dem Ärger und Schrecken, den sie in Form eines einzigen Mannes erlebt hatte, war sie es leid schon wieder den Mann vernachlässigen zu müssen, den sie eigentlich liebte und den sie beinahe verloren zu haben geglaubt hatte. "Was immer jetzt kommen wird, wir werden es hinbekommen", sagte sie leise, weil sie spürte, dass neben ihr selbst auch er immer müder wurde. Sie hatten Zeit - die erste Nacht von vielen, die noch folgen würde. Nur noch einmal kurz streckte sie sich nach oben, um ihn zu küssen, mit der anderen Hand die Decke über sie beide ziehend und ignorierend, dass sie sich noch immer nicht umgezogen hatte.
"Schlaf gut."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:00 pm
"Verflucht", Foster feuerte den hölzernen Krug in die Ecke des Raumes, den er schwankend betrat und verfehlte Cair dabei nur knapp. "Bei der dreitittigen Mutter der Hure des Klabaut...klabau..baubau...Klabautermannes..." der Seefahrer lehnte sich gegen die Wand, sank an ihr hinab und blieb wie eine Puppe, der man die Fäden durchtrennt hatte, liegen. "Verfluch..." er schloss die brennenden Augen und lehnte den Kopf gegen den kühlen Stein. "Cair... sein guter Arzt und schau... in meiner Truhe is noch ne Flasche Rum... sei so gut..."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:03 pm
"Natürlich, Captain", gab Cair zurück und schloss die Augen, damit der andere gar nicht erst sah, wie er sie verdrehte. Das hier war einfach ein bisschen zu viel Herzschmerz und Theater - seiner Meinung nach. Sie hatten wichtigeres zu tun, als eine Liebe zu betrauern, die es gar nicht gegeben hatte und niemals hatte geben können. Aber das sah scheinbar nur er so. 
Tatsächlich trat er trotzdem zu der Truhe hinüber und - mit einer Hand schwebend über dem Holz - hielt er inne und schüttelte den Kopf. Er war Heiler.
Als er wieder zurückkam, beugte er sich zu Foster hinunter. 
"Tut mir Leid, Mann", sagte er und drückte seine Schulter, nur um dann eine Sekunde später einen Eimer kalten Wassers über dem anderen auszukippen.
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:08 pm
Foster japste, als ihn das eisige Wasser traf, welches wohl eine Zeit lang unter dem offenen Fenster gestanden hatte und ihn bis auf die Knochen durchnässte. "Bei allen heulenden und jaulenden Hunden die hinter dem Oldgate lauern!" prustete der Kapitän und wischte sich Wasser aus den Augen um den Übeltäter einen bösen Blick zuzuwerfen. "Du hinterhältiger! Ich lasse dich kielholen sobald wir wieder auf dem Schiff sind! Rum sagte ich!" er fuhr sich mit der Hand durch die klatschnassen Haare, ließ die einzelnen Tropfen durch seine Finger rinnen und warf Cair einen bösen Blick zu.
"Was sollte das?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:09 pm
"Ich bin Heiler", antwortete der andere ungerührt und band seine langen Haare zurück. "Und als dieser bin ich dafür verantwortlich, dass mein Captain halbwegs zurechnungsfähig bleibt. Außerdem bist das nicht du. Wann trauerst du schon Weibern hinterher?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:11 pm
"Ich traue Weibern nicht hinterher!" antwortete Foster und schüttelte den Kopf. "Sondern einer Königin - meiner Königin! Ich war es, der sie bis hierher gebracht hat, während dieser Devastare uns alle hintergangen und mit Caria paktiert hat! Und nun kommt er zurück und .. ja was eigentlich? Ist der Retter der Welt? Siehst du es denn nicht? Er ist ein Spion! Verdorben von Caria! Wenn er das Herz ihrer Majestät erobert, dann fällt das Reich an Caria! Das ist der Plan seines Vaters oder sogar sein eigener! Und sie sieht es nicht!"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:12 pm
"Sie kennt ihn schon viel länger, als wir. Länger noch, als wir uns. Glaubst du nicht, sie würde merken, wenn er verändert wäre?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:13 pm
"Oh ja, ihr Geschmack für Männer ist natürlich ohne jeden Zweifel..." lachte Foster auf und kämpfte sich zurück auf die Beine. "Sie hat mich abgelehnt - auf ihren Männergeschmack können wir uns also nicht gerade verlassen oder? Abgesehen davon ist das doch gerade der Trick!"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:14 pm
"Was willst du damit sagen?", hakte Cair nach und ließ sich auf die Bettkante sinken, das Kinn in eine Handfläche gestützt und musterte seinen Kapitän.
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:16 pm
"Sag mal spreche ich in fremden Zungen Cair?" hakte Foster nach und trat zu seiner Truhe, welche er mit einem Fußtritt aufschnappe ließ und nahm seinen Säbel aus dieser hervor, ließ diesen einige Male durch die Luft kreisen. "Ich würde sagen wir finden heraus, was seine königliche Hoheit, Prinz von Caria, wirklich im Schilde führt"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:16 pm
"Und das willst ... du tun? Jetzt."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:19 pm
"Es ist früh am Morgen, die Wachen haben Schichtwechsel und niemand wird sich bemüßigt fühlen sich in unser kleines Gespräch einmischen zu müssen! Abgesehen davon..." er warf einen Blick hinaus auf die Sonne, die sich kaum merklich am Horizont abzeichnete. "Wäre es besser wenn die Königin noch schläft - sie würde sonst dazwischen gehen ehe wir die Wahrheit kennen. Nun... was glaubst du, welchen Pott sucht unser gekrönter Tunichtgut am frühen Morgen auf wenn Sotis Säfte darauf drängen den Körper zu verlassen?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:21 pm
Die Wahrheit war, dass Cair darauf hoffte, dass er gar keiner war, doch dummerweise war Foster nicht zu bremsen und so fanden sich die beiden nicht lange danach vor einer Tür wieder, hinter der Devastare soeben verschwunden war. 
"Foster ...", mahnte Cair und griff den anderen am Arm. "Das ist absoluter Schwachsinn."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:23 pm
"Nur wenn ich am Ende im eigenen Blut liege - und das wirst du zu verhindern wissen!" erwiderte er und steckte dem Freund einen Dolch zu. "Wenn ich Recht behalte - und ich sage dir, ich werde Recht behalten - dann wird er mich umbringen wollen, sobald er herausfindet, dass ich ihm auf die Schliche gekommen bin!" die Augen das Seemanns waren noch immer leicht glasig, sein Atem stank nach Rum, wenngleich das Wasser seinen Geist wenigstens ein Stück ausgenüchtert zu haben schien. "Bevor mir der Wichser aufspießt ist es also deine Aufgabe ihm das hier in den Rücken zu rammen! Ich werde nicht gerne aufgeschlitzt! Und jetzt husch, such dir ein Versteck während ich das hier regle!"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 7:28 pm
Ihm den Dolch in den Rücken rammen ...? Cair würde ja vieles tun, aber das nicht. Nicht in den Rücken des offensichtlichen Geliebten seiner Königin. Er hatte viel und lange mit ihr gesprochen in der Zeit, als sie noch kaum die Räumlichkeiten verlassen hatte, die es unter Deck gab und er hatte ein relativ klares Bild von dem, wem ihr Herz gehörte, abgesehen von ihrem Land. Foster war das nicht klar zu machen und eine Weile hatte er zugesehen, wie der andere sich in dieser Geschichte verrannt hatte - doch das hier nahm Ausmaße an, die nicht mehr tragbar waren. 
Cair nahm zwar den Dolch an sich, aber er verschwand nicht sonderlich weit weg. Er würde seinen Kapitän eher fesseln, knebeln und mit sich zerren, der hier klitschnass stand und wartete, als ihn in sein Verderben laufen zu lassen. Doch noch ehe er vorab etwas tun konnte, kam Devastare aus dem Raum. 
"Foster?", hörte Cair ihn überrascht fragen.
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Re: Kapitel 10

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