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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 10:59 pm
"Wir werden unser Möglichstes tun", gab er zurück. "Ekynes ist nicht geschlagen."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:00 pm
"Davon gehe ich doch auch aus. Ich hätte gern meine Höhle wieder zurück, dort liegen noch ein paar Dinge, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und es ist deutlich wärmer als hier."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:01 pm
"Wir arbeiten daran", lachte Devastare nun leise und nickte ihr noch ein letztes Mal zu, ehe er sich abwandte. Rhiannon war niemand, der tausend Mal den gleichen Dank hören wollte und er würde sie damit nicht behelligen. Aber eine Sache gab es noch. "Weißt du eine Methode, wie man Silber hälter schmieden kann? Oder irgendetwas, aus dem sich eine stabile Waffe formen lässt, die mich nicht daran hindert, Magie einzusetzen?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:04 pm
"Gibt es, das Dumme ist nur - es ist in Ekynes. In einer Höhle in einem Berg, verborgen unter sehr viel alten Erinnerungen" In Form von Tausenden von Goldmünzen und anderen Schätzen, aber das musste sie ihm nicht unbedingt auf dem Silbertablett präsentieren - wo sie gerade ohnehin schon bei dem Thema waren.
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:06 pm
Er hätte fragen können. Sie bitten. Doch er wusste, wann er warten sollte, damit er beim nächsten Mal einen besseren Ausgangspunkt hatte. Er hatte es bis hierher mit einem Stahlschwert geschafft, das würde auch noch weiterhin funktionieren. "Danke."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:08 pm
Galahad hatte dem Gespräch aufmerksam, wenn auch schweigsam zugehört und blinzelte verwundert, ehe er sich an Devastare wandte. "Magie einzusetzen?" hakte er dann schließlich nach. Magier waren selten und bis auf Lady Elaine und Karsh kannte er noch nicht einmal den Namen eines weiteren Bannwirkers. "Wie meinst du das?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:11 pm
"Elaine hat mir mehr vermacht als nur dunkle Haare", gab Devastare zur Antwort.
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:13 pm
"Wirklich?" er zog die Stirn kraus. "Du bist ein Magier? Ich meine... verflucht noch eins, es wäre alles so viel einfacher gewesen! Wieso hast du nicht? Keine Ahnung.... magiet wenn es darauf ankam? Als d verzaubert wurdest. Als du gegen einen Vater gekämpft hast als... bei Foster! Himmel, es gab tausend Situationen, die du mit Magie hättest retten können!"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:16 pm
"Um den Zauber aufzuhalten war ich nicht stark genug. Elaine hat mir fast ein Jahrhundert an Übung und Studium voraus und ich ... dachte nicht, dass sie wirklich - sei es drum. Magie gegen Foster einzusetzen wäre falsch gewesen und ich muss gestehen, bei Thealon war ich kurz davor, aber Elaine schärfte mir ein, dass die Magie meine letzte Rettung sein könnte und ich sie als Lebensversicherung ansehen sollte, von der niemand wissen dürfe, ganz besonders er nicht."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:18 pm
"Wenn ich mir deine Verletzungen ansehe, hätte man es durchaus als Lebensversicherung nehmen können!" antwortete Galahad und schüttelte nur den Kopf. Magier - bei allen Göttern, wie hatte Caria nur jemals denken können eine Chance zu haben. "Ihr habt einen Drachen in der Armee. Die Göttin des Krieges ist die Heerführerin. Der Gardist ihrer Majestät ist ein Magier und ihr verfügt über den größten Magier der Welt. Wieso macht ihr euch überhaupt Sorgen um Caria?"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:20 pm
"Vermutlich, weil wir zu viel Ehre in den Knochen haben, all das so einzusetzen, wie es Caria tun würde."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:21 pm
"Ihr hattet wohl Gründe mich hierher zu bringen," meinte Galahad an Rhiannon gewandt. "Ich werde euch beweisen, dass ihr die richtige Entscheidung getroffen habt!"
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:22 pm
"Davon gehe ich aus", antwortete Rhiannon lediglich und zeigte ein schmales Lächeln, bevor sie sich zum Gehen wandte. "Ich werde mir jetzt Frühstück suchen."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:22 pm
"Bitte keine wichtigen Menschen, die wir noch brauchen in der Entscheidungsfindung, die hier ansteht."
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:23 pm
"Ich versuche es", antwortete sie nur noch bevor sich ihre Gestalt wieder in die eines großen, roten Drachen verwandelte.
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Re: Kapitel 10

am Fr Feb 09, 2018 11:26 pm
Galahad bemühte sich redlich den halb offenstehenden Mund wieder zu schließen, während er Rhiannon hinterher blickte, die sich mit großen Flügelschlägen entfernte und trotz der zurück gelegten Strecke eher größer statt kleiner zu werden schien, ehe er sich wieder an Devastare wandte. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und er musste sich kneifen um zu realisieren, dass all das kein Traum war.
"Das war.... sie... also..." er schloss den Mund. "Ich sollte mir auf Frühstück holen!"
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:05 pm
Wie viel Zeit vergangen war, konnte sie nicht mehr sagen, denn jeder Tag hatte sich gleich angefühlt. Cair war immer wieder aufgetaucht und hatte nach ihr gesehen, aber auch er hatte nie mehr gesagt als unbedingt notwendig und sie hatte kaum mehr Informationen darüber bekommen, was geschehen war als sie ohnehin schon hatte. Es hatte keine Notwendigkeit bestanden sich aufzurichten und in dem Raum umher zu wandern, in dem sie jetzt wenigstens ein Bett hatte, weil dort draußen nur weite Ebenen das Bild prägten und sie manchmal dumpfe Stimmen durch die Fenster hören konnte, wenn sie laut genug waren. Die Lücken waren noch immer da, noch immer verbrannte sie sich die Finger an dem Eisen an den Türen und mit jeder vorüber streifenden Stunde drängte etwas in ihr mehr danach, diesen Raum zu verlassen, in den man sie eingesperrt hatte und den sie seit sie aufgewacht war nicht ein einziges Mal mehr verlassen hatte können. Die frische Luft von draußen fehlte ihr, die Stoffe der Kleider, die man ihr gegeben hatte, kratzten auf ihrer Haut und noch immer tat ihr Kopf weh, weil sie es nicht zu Stande brachte, sich an irgendetwas zu erinnern. Cair hatte es versucht, dann war sie eingeschlafen und alles war wieder durcheinander gewesen - unzusammengehörig und fremd, als gehörten sie gar nicht zu ihr.
Als sich jetzt Schritte der Tür näherten, hob Elaine den Kopf von den Kissen, machte sich aber nicht die Mühe aufzustehen und zog stattdessen nur die Decke weiter über ihre Schultern, die müden Lider wieder schließend. Karsh war fort, hatte Cair ihr gesagt - er würde nicht wieder hierher kommen.
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:11 pm
"Elaine?", fragte Devastare leise von der Tür her, weil sich 'Mutter' seit dem fatalen Zusammentreffen im Wald einfach nur falsch anfühlte. Er zwang sich, sie zwar als Familie, aber nicht mehr als das zu sehen, was er vielleicht gehofft hatte, dort zu finden. Zu viel Zeit war vergangen, um davon irgendetwas nachzuholen und innerlich hatte er sich geschworen, es später irgendwann bei einem eigenen Kind anders zu machen, so denn die Götter ihnen eines schenken würden, der Tatsachen und Umstände zum Trotz, in denen sie sich befanden. 
"Ich bringe dir Essen", fuhr er kaum lauter fort und drückte die Tür hinter sich ins Schloss, das Tablett auf einer Hand balancierend.
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:15 pm
Die Stimme war ihr fremd, auch wenn da irgendetwas in ihr ihr sagte, dass das nicht richtig sein konnte. Mühsam schob sie sich nach oben, einen ganzen Moment brauchend bis sich ihr Blick soweit geklärt hatte, dass das zuvor verschwommene Gesicht des anderen an Konturen gewann. Irgendetwas war vertraut, aber sie konnte nicht sagen, was es war. Die Frage danach, wer ihr gegenüber stand, hatte bereits bei Coreen für Ärger und Verwirrung gesorgt, sie hatte es sich über die Zeit hier angewöhnt einfach zu akzeptieren, statt weitere Fragen zu stellen - letztlich war es auch das, was ihr jetzt die Lippen versiegelte als sie den Blick über den anderen wandern ließ. Nichts ... nur dichte Suppe in ihrem ganzen Kopf, nichts, woran sie sich weiter hangeln konnte außer dem seltsamen Gefühl in ihrer Brust, sie müsse ihn kennen. Irgendwie ... von irgendwoher.
"... danke."
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:20 pm
Zögernd blieb Devastare stehen, dann riss er sich zusammen, schüttelte das ganze merkwürdige Gefühl ab, das ihn hier überfiel und ließ sich mit ein wenig Abstand auf Elaines Bettkante sinken, das Tablett haltend, bis sie saß. Wenn er laut Galahad furchtbar aussah, was war dann die Steigerung zu dem Zustand, in dem er Elaine hier sitzen sah? Er wollte ihr böse sein für das, was sie ihm angetan hatte, für die Schmerzen, die noch immer in seinem Kopf lauerten, wenn er nicht aufpasste, aber sie war nur ein Spielball ohne eigenen Willen geworden, gefangen von ihrem eigenen Eid. 
Er musste dringend Kira kontaktieren ... sie musste Elaine schützen - wie auch immer sie das anstellen mochte und welchen Weg er auch finden würde. Thealon musste so weit wie möglich von Elaine fern bleiben, aber ob es umsetzbar war, daran hatte er ehrliche Zweifel. 
"Elaine", wiederholte er und strich vorsichtig über ihren Handrücken, auf dem sich die Äderchen deutlich abzeichneten, so dünn war sie geworden, obwohl man ihr regelmäßig Essen brachte und dann warf er die Vorsätze doch über den Haufen. Sie schien völlig entrückt zu sein und er hatte das dumpfe Gefühl, sie zurück holen zu müssen, um sie vor sich selbst zu schützen. "Mutter?"
Das Wort fühlte sich schwer an, als es ihm über die Lippen kam. Wehmütig, ein wenig richtig und zu ganz vielen Teilen auch falsch.
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:29 pm
Verwirrung zeichnete sich einmal mehr auf ihrem Gesicht ab und mühsam versuchte sie sich an das zu erinnern, was Cair und Coreen ihr erzählt hatten. Dass sie Kinder hatte ... dass sie nur hier war, weil sie versuchten ihren Sohn zurück zu bekommen ... Devastare, meinte sie sich zu erinnern, aber jeder Versuch mehr aus ihrem Kopf heraus zu holen, bereitete ihr nur noch mehr dröhnenden Kopfschmerz, der ihr die Augen tränen ließ. Die Nähe fühlte sich hier nicht fremd und falsch an, da war kein Befehl, der ihr sagte, sie müsse sofort aus seiner Reichweite, wie es bei Cair gewesen war - umso befremdlicher fühlte sich die Geste an, als jetzt warme Finger über ihren Handrücken strichen. Sie fühlte sich genötigt irgendetwas zu sagen - diese Stille irgendwie zu durchbrechen, nachdem er sie angesprochen hatte. Vielleicht war es dieses Mal besser mit der Verwirrung und dem Ärger umzugehen als hier einander anzuschweigen.
"... du", begann sie leise, weil sie ihre Stimme viel zu selten während der letzten Tage genutzt hatte und ihr Hals sich schon seit einiger Zeit seltsam belegt angefühlt hatte. Sich räuspernd versuchte sie den Worten mehr Kraft zu verleihen - sie nach mehr klingen zu lassen als dem heiseren Flüstern, mit dem sie begonnen hatte. "... bist Devastare ... oder?"
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:37 pm
"Ja", gab er leise zurück und spürte, wie sein Herz sich zusammen krampfte. Das hier war nur noch ein Hauch der Frau, die ihn in Ekynes holen gekommen war - nur noch ein Gemälde. Lange verblichen, die Farben matt und brüchig und mit Spinnweben überzogen. Sein Blick wanderte hinüber zu der Kiefer, die in einem Korb stand und sich fast dem Lichtstrahl entgegen reckte, der durch die Fenster fiel. Ein wenig Kraft mochte das hier sein, aber nicht genug. Sie brauchte die Natur um sich her, die Erde und frische Luft. 
Als er zurück zu Elaine sah, ihre Vorsicht bemerkte, da wagte er nicht nachzufragen, ob es ihr jemand erzählt hatte, oder ob sie sich wirklich erinnerte. Da war kein Schimmer in ihren Augen, kein Aufblitzen einer Erinnerung. Wie auch ... es waren zu wenige, die sie miteinander geteilt hatten. Vielleicht gab es mehr Gelegenheit, wenn sie bei Kira wäre. 
Er wünschte, jemand wäre hier, den er fragen, wie man ihr helfen konnte, doch Karsh war fort und die einzige, die genug von Magie verstand, saß hier vor ihm. Das, was er gehört hatte, hatte gereicht und so sehr er selbst seinen Lehrmeister vermisste, er war doch absolut nicht einverstanden mit dem, was er Elaine angetan hatte. Er selbst hatte damit zu kämpfen, dass Rhiannon ihm den Zauber ausgebrannt hatte und sie war noch halbwegs umsichtig vorgegangen, hatte seine Erinnerungen wiederhergestellt, woher auch immer sie Zugriff auf all die gehabt hatte, die er nun wieder glasklar vor sich sah. Karsh jedoch ... 
"Ja, ich bin Devastare." Er rang sich ein schmerzliches Lächeln ab und festigte seinen Griff um ihre Hand. Er wusste zu wenig von ihrem Leben, um ihr sagen zu können, wer sie war. "Kann ich dir etwas bringen? Dir etwas gutes tun?" Er hatte schon vor ein paar Minuten bemerkt, wie sie immer wieder unter ihrem Ärmel kratzte.
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:45 pm
Wenn das hier wirklich ihr Sohn war, dann konnte sie ihm schlecht sagen, dass sie von ihm fort wollte, selbst wenn der Drang mit jeder weiteren Minute, die sie hier verbrachte, mächtiger wurde. Cair und Coreen hatten von Caria erzählt, von den Orten an denen die Kiefern standen und zu denen sie wieder wollte, weil ihr etwas versprach, dass es dort besser sein würde - dass man ihr dort wenigstens nicht weh tun würde und dass Karsh von dort weit weg sein würde. Nach Hause war eine seltsame Bezeichnung für einen Ort, von dem sie rein gar nichts mehr wusste. Die Menschen, denen sie hier begegnet war, waren alle freundlich zu ihr gewesen und trotzdem hatte sie das Gefühl, dass sie irgendetwas getan hatte, um es zu verdienen hier eingesperrt zu sein. Irgendetwas, was es rechtfertigte, dass Karsh so mit ihr umgegangen war, obgleich die eigene Ausbildung bereits Jahre zurücklag.
"Warum bin ich hier?"
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:48 pm
"Coreen hat sich Sorgen um dich gemacht ... eigentlich wollte sie nur herausfinden, wie sie den Eid brechen kann, der dich an Thealon bindet. Alles, was wir wissen, ist, dass es nur einen Befehl von ihm braucht und du alles tust, was er sagt - selbst ... selbst mich mit einem Zauber belegen, der mich alles vergessen lässt, woran ich glaube. Sie wollte dir helfen."
Er schwieg eine ganze Weile und sah auf ihrer beider Hände hinunter. "Aber ich werde dich zurück zu Kira gehen lassen ... deiner Tochter. Zurück zu Eoren. Ich hoffe, dass beide gemeinsam mehr ausrichten können als ich. Dass sie dich vor Thealon schützen können."
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Re: Kapitel 10

am Sa Feb 10, 2018 1:59 pm
"Dann ... hatte Karsh Recht, mit wem was er getan hat."
Wenn sie soweit gewesen war jemandes Geist umzudrehen - den Geist ihres eigenen Kindes umzudrehen, dann war es ihre eigene Schuld, was der alte Zauberer getan hatte. So wie es immer ihre eigene Schuld gewesen war, wenn er ihr Gewalt angetan hatte - weil sie zu schwach gewesen war, einen falschen Zauber gewählt hatte oder nur sich seinen Anweisungen zu widersetzen. Wenn sie jetzt begann gegen ihre eigene Natur zu sprechen und einen anderen verletzt hatte, dann hatte er jedes Recht der Welt gehabt ihr weh zu tun. Trotzdem machte es den hämmernden Kopfschmerz nicht besser. Immer wieder blitzte ein Wald vor ihren Augen auf, Blut dazwischen und viel zu düstere Flüche. "... es tut mir leid", sagte sie, weil sie das Gefühl hatte das sagen zu müssen und weil es wichtig war. "Es tut mir leid, was ich dir angetan habe."
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Re: Kapitel 10

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